Die INOFFIZIELLE, dafĂĽr aber transparente Liste der erfolgreichsten Schlageralben Kommentare deaktiviert fĂĽr Die INOFFIZIELLE, dafĂĽr aber transparente Liste der erfolgreichsten Schlageralben

CD Cover kopf aus herz an deluxe edition

Als wir von den Schlagerprofis am Freitag die von Bernhard Brink moderierte Sendung „Schlager des Monats“ sahen, waren wir überrascht: Angeblich sei das erfolgreichste Schlageralbum des Augusts Vanessa Mais „Schlager“. Dabei stand die CD nur in der ersten Woche des Augusts auf Rang 1. Aktuell ist „Schlager“ auf Platz 5 gelistet, auch in der Vorwoche war das Album auf Platz 5 (Quelle: Schlager.de).

Zum Vergleich: Kerstin Ott ist nun mit „Mut zur Katastrophe“ zum zweiten Mal an der Spitze der von der GfK ermittelten Schlager-Charts, allerdings ist das Album auch erst Mitte August erschienen, so dass vielleicht noch halbwegs begründbar ist, warum Vanessa weiter vorne steht.

Sowohl Eloy als auch Ben Zucker in vier Monatslisten in Summe besser platziert als Vanessa Mai

Richtig spannend wird es, wenn man die Podestplätze der „Schlager des Monats“ betrachtet. Eloy war drei Mal besser platziert als Vanessa – lediglich in der ersten August-Liste war Vanessa auf der 1 und Eloy auf der 2. Erstaunlich ist, dass trotzdem Vanessa Mai im Monatsranking die Nase vorne hat. Übrigens – auch Ben Zuckers Album „Na und?!“ war rechnerisch gesehen besser platziert als „Schlager“.

Sandro: Nach nur einer Woche raus aus den Top-100

Sehr spannend ist auch das Phänomen der Alben, die sich nur eine Woche in den Albumcharts gehalten haben. Diesbezüglich den Vogel abgeschossen hat Sandro. Dessen Album „Rendezvous“ schaffte es bis auf Platz 2 der Schlager-Top-20 und in der internationalen Liste auf einen sehr bemerkenswerten 7. Patz. In der Folgewoche war das Album weder in der internationalen Top-100-Liste noch in den Schlager Top-20 platziert. Sandro hat es in den „Schlagern des Monats“ in die Top-10 geschafft – mit dieser einen Platzierung und steht damit vor Fantasy, die vier Mal platziert waren, und zwar auf den Rängen 8, 10 und 2 mal 12.

Vincent Gross – ebenfalls nur eine Woche platziert

Mit viel Werbepower wird Vincent Gross derzeit medial gefördert. Mehrfach war der junge Schweizer in Silbereisen-Shows zu Gast. Der große Wurf sollte mit „Möwengold“ angepeilt werden – und immerhin schaffte Vincent es auch auf Platz 6 der Schlagercharts bzw. auf Platz 11 der internationalen Albumcharts. Aber auch bei Vincent war nach einer Woche Schluss – auch „Möwengold“ war in beiden Listen nach einer Woche nicht mehr notiert. Dennoch wurde ein beachtlicher Top-15-Platz bei den Schlagern des Monats erreicht.

Franziska – Herrlich unperfekt

Kurios ist der Vergleich Vincent Gross’ mit Franziska. Beide waren genau eine Woche in den Schlagercharts gelistet, beide erreichten jeweils den 6. Rang. Allerdings schaffte es Vincent in dieser einen Woche international auf die 11, Franziska musste sich mit Top-30 zufrieden geben. – Obwohl also der gleiche Platz in den Schlagercharts erreicht wurde, fand sich Franziska auf einer deutlich schlechteren Position ein, auf Rang 27.

Wir haben uns mal die Mühe gemacht, die vier August-Listen zusammenzufassen und Punkte zu vergeben: 20 Punkte für Platz 1, 19 Punkte für Platz 2… und 1 Punkt für Platz 20. Wenn man rein mathematisch vorgeht, würde sich also folgende inoffizielle, aber transparente Liste ergeben:

INOFFIZIELLE Albenhitparade aus Sicht der Schlagerprofis:

1. Eloy de Jong – Kopf aus, Herz an (73)
2. Ben Zucker – Na und?! (72)
3. Vanessa Mai – Schlager (70)
4. Helene Fischer – Helene Fischer (61)
5. Michelle – Tabu (51)
6. Andrea Jürgens – Auf du und du(47)
7. Semino Rossi – Ein Teil von mir (46)
8. Fantasy – Das Beste von Fantasy – das große Jubiläumsalbum mit allen Hits (42)
9. Kerstin Ott – Mut zur Katastrophe (40)
Olaf der Flipper – Tausendmal ja (40)
11. Calimeros – Sommerküsse (32)
12. Beatrice Egli – Wohlfühlgarantie (23)
13. Roland Kaiser – Stromaufwärts (Kaiser singt Kaiser) (20)
14. Michael Wendler – Next Level (19)
Sandro – Rendezvous (19)
16. Mickie Krause – Wir wollen feiern für die Ewigkeit – Best Of (16)
17. Franziska – Herrlich unperfekt (15)
Vincent Gross – Möwengold (15)
KLUBBB3 – Wir werden immer mehr (15)
Kerstin Ott – Herzbewohner (15)
Christin Stark – Rosenfeuer(15)
22. Hein Simons – Heintje und ich (14)
23. Roland Kaiser – Best Of (12)
24. Roland Kaiser – Seelenbahnen (11)
25. Matthias Reim – Meteor (10
Ronny – Platin (10)
Andy Borg – Jugendliebe – unvergessene Schlager (10)
28. Feuerherz – Feuerherz (9)
29. Lichtblick – Lichtblick (7)
30. Andrea Berg – 25 Jahre Abenteuer Leben (6)
31. Helene Fischer – Farbenspiel (4)
32. G. G. Anderson – Summerlove (1)

Zu hohe Gewichtung auf Verkauf von Fanboxen?

Diese Auflistung ist sicher ein Rechenspiel und berĂĽcksichtigt z. B. nicht, dass es verkaufsstärkere und verkaufsschwächere Wochen gibt. Auch wird nicht dem Aspekt Rechnung getragen, dass ein Album, das Mitte oder Ende des Monats erscheint, natĂĽrlich nicht sofort die höchstmögliche Punktzahl erreichen kann. –  DafĂĽr ist sie transparent und zeigt unseres Erachtens verschiedene Schwachstellen der derzeitigen Chartserhebung auf. Insbesondere die Fanboxen erzeugen nach unserer Meinung eine Schieflage, wobei Vanessa Mai mit ihren x verschiedenen Fanboxen natĂĽrlich ein Paradebeispiel abgibt. Beinharte Fans kaufen sich die CD dann gleich in mehreren Ausfertigungen, was in der ersten Woche natĂĽrlich eine gute Position einbringt, in den folgenden Wochen oft aber zu ErnĂĽchterungen fĂĽhrt – auch im August gibt es ja u. a. die oben genannten Beispiele von Alben, die nach einer Woche teils sehr guter Chartsposition quasi ins Bodenlose verschwanden.

Hinweis: Das soll keine Kritik an den Schlagerprotagonisten sein. Wir freuen uns ĂĽber jeden erfolgreichen Schlageract. Nur: Wenn andere Portale darĂĽber berichten, dass es viele Re-Entrys in den Charts gibt, finden wir es richtig, hier auch mal Tacheles zu reden ĂĽber die Alben, die sehr schnell wieder aus den Charts verschwinden. – DafĂĽr stehen wir ein: FĂĽr wohlwollende und faire Berichterstattung, die aber einfach auch mal unbequem Fakten auf den Tisch bringt.

Quellen:

GfK-Charts bei Schlager.de
offiziellecharts.de
meine-schlagerwelt.de

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BERNHARD BRINK: Seit GrĂĽndung des MDR 1992 war er dort als Moderator dabei – „Schlagercharts“ als Abschiedsvorstellung? 0

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BERNHARD BRINK stand ĂĽber Jahrzehnte fĂĽr erfolgreiche Sendungen im MDR-Programm

1992 bis 2002: Das Deutsche Schlagermagazin – 130 Ausgaben

Seit es den MDR gibt, ist BERNHARD BRINK ein Garant fĂĽr erfolgreiche Moderation beim Sender. Als der MDR 1992 auf Sendung ging, ging (als Ăśbernahme der 1991 beim DFF gestarteten Sendung) auch das legendäre „Deutsche Schlagermagazin“ auf Sendung. Zwischen 1992 und 2002 moderierte der Schlagertitan die Sendung nicht weniger als 130-mal. BRINK präsentierte eine redaktionell gut aufbereitete Sendung und ebnete einigen Stars den Weg, so hatte ANDREA BERG ihren ersten TV-Auftritt beim Schlagermagazin. 

1995 bis 2015: Schlager des Jahres – 21 Ausgaben

Als „Spin-Off“ des ĂĽberaus erfolgreichen Schlagermagazins wurde die Show (inzwischen zur Clipshow-Sendung verkommen) „Schlager des Jahres“ entwickelt. Bis heute ist nicht ganz nachvollziehbar, warum die von BRINK sehr erfolgreich moderierte Sendung an FLORIAN SILBEREISEN ĂĽbergeben werden musste, seinen Teil kann man sich natĂĽrlich denken. Was dabei herausgekommen ist, davon konnte man sich im Dezember 2022 ein Bild machen, wir verweisen gerne auf einen Artikel der Kollegen von smago.de. Eins steht fest: Auf das Niveau, bei den „Schlagern des Jahres“ eine „Goldene Hupe“ zu verleihen, hat sich der Schlagertitan definitiv NICHT begeben. 

2009 bis 2015: Schlager des Sommers – 7 Ausgaben

Nachdem die Schlager des Jahres sehr erfolgreich waren, moderierte BRINK auch die Schlager des Sommers. Auch diese Sendung wurde – warum auch immer, vielleicht hatte er zu wenig zu tun – an FLORIAN SILBEREISEN ĂĽbergeben. Auch hier kann man sagen: Bei BERNHARD BRINK durften die Lieder so gesungen werden wie sie waren, da mussten keine Wörter wie „Indianer“ zensiert werden…

2018 bis 2023: Schlager des Monats – 57 Ausgaben

Nach einer Pause hat man beim MDR wohl bemerkt, dass BERNHARD BRINK durchaus eine Bank als Moderator einer Schlagersendung ist. Und so ĂĽbertrug man ihm im April 2018 die Clipshow „Schlager des Monats“, die ein bemerkenswerter Erfolg geworden ist. 57 Ausgaben lang holte BRINK konstant gute Quoten – klar gab es Schwankungen aber unter dem Strich war die Quotenausbeute in Ordnung. Schon wieder ist es BRINK widerfahren, dass eine Show, die er erfolgreich etabliert hat, ihm weggnommen wurde – diesmal zugunsten einer Moderatorin, die mit Verlaub auĂźer „Frau von…“ recht wenig an Moderations-Qualifikation aufzuweisen hat. Bemerkenswert: Erneut nimmt BERNHARD es sportlich – da kommt ihm wohl zugute, dass er als leidenschaftlicher Tennisspieler auch das Fair Play beherrscht. 

Wenn man alleine die vier genannten Formate nimmt, hat BERNHARD BRINK 215 TV-Sendungen im Schlagerbereich moderiert – Formate wie die morgen stattfindende (vorerst) letzte BRINK-Show „Schlagercharts des Jahres“, „Die besten Hits aller Zeiten“ usw. sind dabei noch gar nicht inkludiert. Wir finden: BRINK hat einfach abgeliefert – eigentlich sollte man ihn nicht abschreiben – mit dem Schlagertitan muss man immer rechnen. 

Heute Abend heiĂźt es aber noch mal „Schlagercharts“ mit charmanten Gästen wie MARINA MARX und IREEN SHEER – wir drĂĽcken die Daumen, dass BERNHARD wĂĽrdig verabschiedet wird und zum guten Schluss noch einmal eine gute Quote holen wird. Auf jeden Fall sagen wir DANKE fĂĽr langjährige gute und seriöse Schlagerunterhaltung!

Foto: Daniela Jäntsch

 

 

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NICOLE: Heute Abend in der NDR-Talkshow – viele Tour-Termine 2023 sind bekannt 0

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NICOLE: Eurovisionslegende zu Gast in der NDR-Talkshow

Das ist mutig vom NDR, der bekannt dafĂĽr ist, seit vielen Jahren hochnotpeinliche ESC-Ergebnisse abzuliefern und im Anschluss immer noch unprofessioneller den deutschen Beitrag auszuwählen. Nachdem die „hoch kompetente“ Radiojury eiskalt DEN Hammerbeitrag der ESKIMO CALLBOYS ausgesiebt haben und damit wie ĂĽblich Schiffbruch erlitten haben, dĂĽrfen diese Experten schon WIEDER ran – okay, der peinliche Dilettantismus ist ja inzwischen leider normal, auch in diesem Jahr darf man wieder mal schwarz sehen. Und so bliebt dem NDR nichts anderes ĂĽbrig, als eine Legende aus der ESC-Zeit einzuladen, als der Bayrische Rundfunk seine Aufgabe nicht als Selbstbefriedigung eigener Interessen ansah, sondern ĂĽber viele Jahre einen Beitrag suchte, der gut zum Grand Prix passte. 

Peinlich-Beiträge der letzten Jahre ein Thema? Wir sind gespannt…

Und so sind noch heute die Namen DSCHINGHIS KHAN, MARY ROOS, KATJA EBSTEIN, LENA VALAITIS und eben NICOLE in bester Erinnerung, während Namen wie JAMIE-LEE, LEVINA, S!STERS oder JENDRIK selbst bei Insidern vielfach nicht mehr bekannt sind – vielleicht weil die Blamagen schlicht verdrängt worden sind. Die Fortsetzung der Serie scheint in Arbeit zu sein. Wir sind gespannt, ob NICOLE hier Tacheles redet oder die groĂźen NDR-Peinlichkeiten zur Sprache bringt. Wobei die KĂĽnstlerin zugegeben ganz andere Dinge zu bewältigen hatte und hat – die zum GlĂĽck ĂĽberstandene Krebserkrankung hat sicher sehr viel Kraft gekostet. Umso schöner, dass sie nun wieder am Start ist. Und viele Termine ihrer Tour hat sie bei Facebook schon kommuniziert – gerne fassen wir das mal zusammen: 

Tourtermine „Ich bin zurĂĽck“-Tour 2023 

  • 01.09.2023 Bad Orb, Konzerthalle
  • 02.09.2023 Meschede, Stadthalle
  • 03.09.2023 Hitzacker (Elbe), Kulturzentrum
  • 05.09.2023 LĂĽbeck, Kolosseum
  • 06.09.2023 Verden (Aller), Stadthalle Verden
  • 08.09.2023 Gifhorn, Stadthalle
  • 13.09.2023 Cottbus, Stadthalle
  • 14.09.2023 Osterode am Harz, Stadthalle
  • 15.09.2023 Lohr am Main, Stadthale
  • 16.09.2023 Mannheim, Capitol
  • 17.09.2023 GieĂźen, Kongresshalle
  • 26.09.2023 Gera, Kultur- und Kongresszentrum
  • 27.09.2023 Rheine, Stadthalle
  • 28.09.2023 Unna, Stadthalle
  • 30.09.2023 Linkenheim-Hochstetten, BĂĽrgerhaus
  • 01.10.2023 Bad Neustadt an der Saale, Stadthalle

(eigene Zusammenstellung aus Facebook-Terminen, ohne Gewähr)

Foto: TELAMO, Nikolaj Georgiew

 

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