Schlagerprofis.de CD-Kritik: Christin Stark – Rosenfeuer Kommentare deaktiviert für Schlagerprofis.de CD-Kritik: Christin Stark – Rosenfeuer

CD Cover Rosenfeuer

Am 17. August 2018 erschien nach über zwei Jahren das dritte Album der aus Gadebusch stammenden Künstlerin Christin Stark. Das neue Werk trägt den Namen „Rosenfeuer“.

„Die Rose verkörpert für mich Intensität. Die Farbe Rot ist die Farbe der Liebe. Ein Rosenfeuer ist für mich ein unfassbares tiefgründiges Gefühl. Der Albumtitel stammt von einem Freund“, erklärt Christin. „In der Entstehungsphase des Albums sah er mich an und sagte: ‚In deinen Augen brennt ein Rosenfeuer‘. Ab diesem Moment wusste ich, wie ich mein Album nennen werde.“

Produziert wurde das Album – wie bereits die Vorgänger-CD  „Hier“ – von Matthias Reim.
„Er hat es geschafft, meinen Ideen und künstlerischen Fähigkeiten einen starken, eigenständigen Klang zu geben“, schwärmt die 28-jährige Künstlerin über die Aufnahmen. „Wenn einer Gefühle in Produktionen verwandeln kann, dann er.“

Neben Matthias Reim waren noch weitere Songwriter und Produzenten am Album betätigt:

– Hans-Joachim Horn-Bernges (Howard Carpendale, Helene Fischer, Andrea Berg, Michelle)
– Justin Balk (Udo Lindenberg)
– Amadeus Crotti (Matthias Reim, Tom Jones)
– Felix Gauder (Vanessa May, Fantasy, Maite Kelly, Ella Endlich)

Die Aufnahmen zum Album fanden wieder im STARK-REIM-Studio statt. Christin schrieb bei vielen Songs mit und trug somit einen großen Teil an der Entstehung der Musik bei: „Ich bin sehr stolz und voller Vorfreude auf die Veröffentlichung! Viele Songs gewähren einen tiefen Einblick in mein Seelenleben. Mal sind es Glücksmomente, die man festhalten möchte, an die man sich noch einmal mit einem Lächeln zurück erinnert. Mal sind es Wunden, die unter Tränen heilen müssen. Letzten Endes ist es immer das Leben, das die besten Songs schreibt – meine Titel sind voller Leben und so nah dran.

Einen ersten Vorgeschmack auf das Album präsentierte die Künstlerin bereits im April, als die Single „Komm, Komm“ erschien. Ein Uptempo-Song, der sich mit dem Thema der extremen Sehnsucht beschäftigt. Der Titel erzählt von einer Situation, die fast jeder schon  einmal in seinem Leben erlebt hat: die zufällige Begegnung mit einem Menschen und der plötzliche, aufkommende, unstillbare Wunsch, diese Sehnsucht leben zu können. Das gegenseitige Verlangen füreinander wird stärker und stärker: „Diese Nacht darf nicht verglühn‘, ohne dass wir uns berühren“.

Das Album startet mit der wunderschönen Ballade, dem Titelsong „Rosenfeuer“.

„Herz zurück“ ist eine starke Uptempo-Nummer. Sie beginnt langsam und steigert sich immer mehr bis zum Refrain. Leider wirkt dieser auf Dauer bisweilen etwas monoton.

„Der Mann aus meinem Traum“ ist eine leicht angehauchte Pop-Rock-Nummer, die Christins starke Stimme wunderbar trägt. Die Künstlerin besingt ihren Traummann und fragt sich: „Gibt es ihn wirklich? Ja, ich glaube ganz fest daranWerde ich ihm begegnen irgendwann? Den Mann aus meinem Traum?.

„Nein, nein, nein“ startet mit einer wunderschönen Piano-Einlage und geht in einen starken Uptempo-Song über. Das Thema des Schlagers ist das Loslassen einer Liebe und das Ziehen der Reißleine, doch das Herz sagt aber Nein, nein, nein! „Gib ihm noch ´ne Chance und bleib! Für euch kommt noch ´ne bessere Zeit.“

„Ewiger Sommer“ handelt von einer wunderbaren Liebe. Man könnte fast denken, dass der Song mit Country-Klängen an einem heißen Sommerabend mit romatischen Lagerfeuer entstanden ist: „Wie ein ewiger Sommer wird unsere Liebe sein. Heiße Tage und heiße Nächte, wir schlafen erst gar nicht ein.“

„Meine Tränen“ klingt leicht musikalisch nach dem Prince-Song „Purple Rain“.

„Wo ist die Liebe hin“ ist ein dancelastiger Uptempo-Song.

„Lass mich brennen“ ist eine Ballade: „Die Nacht der Nächte wie ein endloser Kuss

„Joker“ kommt leicht rockig daher.

„Das hätte ich nie gedacht“ ist ein Song, der von einem  ein stampfenden Dance-Beat angetrieben wird. Christin singt über die Liebe, die sie nun erwischt hat: „Hätt’ man es mir vorausgesagt. Ich hätt wahrscheinlich nur gelacht. Wolke 7 war noch nie mein Ding. Jetzt bin ich mittendrin.“

Das ergreifendste Lied auf dem Album ist der Song „Vati“. In der Ballade verarbeitet die Künstlerin den Tod des geliebten Vaters. „Hab dich doch grade erst gefunden. Und was ich fand hab ich so geliebt. Das wilde Blut in mir hab ich von dir. Selbst deine Augen schenktest du mir. Vati, sag mir wie ich das noch mal hinkrieg? Dir zu sagen: ich hab dich lieb.“

Die Ideenfindung und -entwicklung der zwölf neuen Songs nahm mehrere Jahre in Anspruch. „Es braucht einfach seine Zeit, diese Titel zu erschaffen und mit der angemessenen Vielfalt auszustatten“, sagt Christin Stark. „Ein Singer/Songwriter wie ich schreibt gefühlt jeden Tag einen Song. Wenn man aufmerksam durchs Leben geht, kann man gar nicht anders. Zudem habe ich den für mich besten Mentor, Matthias Reim, an meiner Seite, von dem ich Tag täglich lerne, wie ich mich künstlerisch entfalten und meiner Musik Ausdruck verleihen kann. Viele meiner Erlebnisse, auch die von Freunden, Familien und Bekannten, verpacke ich in meiner eigenen Sprache in meine Musik. Denn was ich erlebt habe, habe ich nie vergessen.“ Wie auch jenes tragische Ereignis, das dem   hochemotionalen Abschluss-Song von „Rosenfeuer“ zu Grunde liegt: „Vati“. „Das Lied hat es mir ermöglicht, meinem Vater ein letztes Mal ‚Ich hab dich lieb‘ zu sagen und seinen Unfalltod etwas zu verarbeiten und fürs Erste ein wenig zu verkraften.“

Das neue Album „Rosenfeuer“ beinhaltet 12 Titel, doch einen Favoriten hat die Künstlerin nicht: „Jeder einzelne Titel bedeutet für mich 100% Gefühl“, erklärt sie. „Somit gibt es auch keinen Lieblingssong oder Prioritäten. Wenn man in einer Familie mehrere Kinder hat, hat man ja auch kein Lieblingskind.“

Ihr Produktionsmotto hieß: Ehrlich – Intensiv – und Lebensnah

Fazit: Das Album „Rosenfeuer“ ist ein vielseitiges facettenreiches Werk aus Dance-Nummern, Rock-Pop-Songs aber auch ruhigen Balladen. Die Künstlerin präsentiert ein sehr emotionales Album. Bei einigen Songs griff Christin Stark auch selbst zur Feder, so zum Beispiel bei dem tiefgründigen Song „Vati“.
Unter den ganzen stark auf Kommerz ausgerichteten Schlager-Alben der heutigen Zeit, ist dieses Album mal eine angenehme Wohltat für die Ohren.

Anspiel-Tipps: „Rosenfenster“, „Meine Tränen“, „Lass mich brennen“, „Das hätt ich nie gedacht“, „Vati“

Text: Rick Krawetzke unter Verwendung des ARIOLA-Pressetextes       

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ELOY DE JONG: Streng limitierte Vinylauflage seines aktuellen Albums 0

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Knapp an Platz 1 vorbei

„Beinahe“ hätte es ELOY DE JONG geschafft, erneut die Spitze der Albumcharts zu knacken. Leider hat es nicht ganz geklappt, wobei Platz 2 auch aller Ehren Wert ist. Das Album ist so beliebt, dass nicht wenige Fans nach einer Vinylausgabe gefragt haben.

Streng limitierte Auflage

Wie schon beim ersten Album hat es die  Vinylveröffentlichung in sich, das ist etwas für echte Fans:

  • Limitierung auf 500 Stück
  • Jedes Exemplar per Hand nummeriert & signiert
  • Weißes Vinyl

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Das Doppelalbum wird am 27. November 2020 erscheinen.

In der Schlagerelite angekommen

Mit der Vinylveröffentlichtung zeigt sich einmal mehr, dass ELOY DE JONG in der „Schlagerelite“ angekommen ist. Vielleicht war es auch klug von ihm und seinem Manager, sich nicht auf gemeinsame Auftritte mit „Currywurstsängern“ einzulassen. Das wirkt seriös und hat dazu geführt, dass er inzwischen fast schon Stammgast in den Shows von FLORIAN SILBEREISEN ist – angesichts des VÖ-Datum der Vinyledition ist denkbar, dass er auch in diesem Jahr beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“ mitwirkt, das mutmaßlich am 28. November ausgestrahlt wird.

ANDY BORG: Am 26.9. heißt es zum 24. Mal „Schlager-Spaß“ – vielfältige Gästeliste (mit Fotos) 0

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„Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ – Eine Erfolgsgeschichte

Am kommenden Samstag (26. September 2020) ist es wieder so weite – zum 24. Mal bereits lädt ANDY BORG zu seinem „Schlager-Spaß“ im Dritten Programm des SWR ein. Einmal mehr programmiert der MDR eine hochkarätige SILBEREISEN-Wiederholung gegen den beliebten Sänger und Entertainer, der das angesichts der Quoten der letzten Shows recht gelassen sehen kann. ANDYs Konzept ist einfach eigenständig. Anders als z. B. CARMEN NEBEL setzt er nicht auf das Kopieren anderer erfolgreicher Konzepte, sondern hat eine eigene Show konzipiert, die allerdings natürlich an das Format „Musikantenstadl“ erinnert, das es bekanntlich nicht mehr gibt.

40 Jahre Musikantenstadl

Am 5. März 1981 hob KARL MOIK den Musikantenstadl aus der Taufe – das ist fast 40 Jahre her. Eigentlich wäre es doch zu diesem „Schlagerjubiläum“ eine gute Idee, diese Show noch einmal neu aufleben zu lassen. Mit einem Moderator, der es einfach kann – ANDY BORG. Man könnte ganz „elegant“ das ganze erst mal als einmalige „Jubiläumssendung“ deklarieren. Und die könnte dann in Serie gehen, wenn sie gut läuft. Und wenn nicht, hätte man eben eine schöne „Huldigungssendung“ gemacht – mit anderen Worten: Es gäbe im Falle einer nicht so guten Quote „keine Verlierer“.

Gäste der 24. Show „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“

DIE SCHLAGERPILOTEN

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Das Trio um STEFAN PETERS hat in den vergangenen Jahren beachtliche Erfolge erzielen können. Das aktuelle Album der SCHLAGERPILOTEN hat es bis auf Platz 2 der offiziellen Albumcharts geschafft und war bislang 20 Wochen in den Charts vertreten. Am 23. Oktober erscheint eine neue Edition der CD – wir nehmen an, dass daher das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.

GERALDINE OLIVIER

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Die Sängerin GERALDINE OLIVIER erfindet sich mit schöner Regelmäßigkeit neu – langweilig wird es mit der attraktiven Schweizerin jedenfalls nie. 25 Jahre nach ihrem Sieg beim Grand Prix der Volksmusik stimmt sie heute modernere Töne an.

GRAHAM BONNEY

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Schon bei der allerersten ZDF-Hitparade war der „Wähle 3-3-3“-Sänger am Start. Hits wie „Supergirl“ und „99,9 Prozent“ machten ihm zum Schlagerstar in Deutschland, dessen Popularität bis heute ungebrochen ist.

JONNY HILL

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Einen runden Geburtstag feierte in diesem Jahr JONNY HILL. Sein Alter sieht man dem beliebten Countrysänger, dessen größter Erfolg zweifellos der anrührende Schlager „Ruf Teddybär 1-4“ ist, sicher nicht an.

JULIA LINDHOLM

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Die Mischung macht’s. Nach den Urgesteinen des deutschen Schlagers hat ANDY BORG die kesse sexy Blondine JULIA LINDHOLM eingeladen, die sicherlich wie gewohnt das Publikum mit ihrem begeisternden Temperament unterhalten wird.

DIE MAYRNHOFER

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Zünftig volkstümlcih wird es mit den MAYRHOFNERn aus dem Zillertal, das eher für die traditionelle Volksmusik steht.

MONIQUE

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Mit MONIQUE hat ANDY BORG sich gleich eine zweite charmante Schweizer Siegerin des „Grand Prix‘ der Volksmusik“ eingeladen.Mit „Einmal so – einmal so“ siegte die Interpretin im jahr 1999 bei diesem bis heute angesehenen, aber nicht mehr existenten Wettbewerb.

Fotos: SWR/Kimmig/Kerstin Joensson