GfK-CHARTS-„Song des Tages“ – was bedeutet das eigentlich? 1

GFK Sarah Lombardi

GfK-„Song des Tages“

Ganz bewusst haben wir gestern darüber berichtet, dass SARAH LOMBARDI gestern den quasi hoch offiziellen GfK-„Song des Tages“ gelandet hat. Wir fanden SARAHs Performance sehr gut, sie kam bei der TED-Wertung übrigens besser an als es das Gesamtergebnis vermuten lässt (nur Deutschland, Schweiz und Österreich wählten sie in Summe auf Platz 6, wenn man nur diese drei Länder betrachtet). Unser Rezensent hat ihr Lied gelobt, so dass wir uns freuten, dass sie so geehrt wurde.

Absolute Zahlenspiele

Was bei den GfK-Zahlen seit Jahren schmerzlich vermisst wird, sind „absolute Zahlen“: Wie viele Downloads und Streams führen zu so einer exponierten Position? – Hier gibt es einen Anbieter, der absolute Zahlen liefert, wobei wir leider nicht viel zur Seriosität dieses Anbieters sagen können. Das ermittelte Ergebnis ist aber hoch interessant.

Der Anbieter „Digital Sales Data“ sagt – Stand 18. Mai 2020; 23.45 Uhr, dass in den letzten 24 Stunden folgende Downloads verkauft wurden:

1. SARAH LOMBARDI – „Te Amo Mi Amor“ – 563 Verkäufe
3. DER ASTRONAUT – „Back To the Moon“ – 276 Verkäufe
4. NICO SANTOS & TOPIC – „Like I Love You“ – 230 Verkäufe
15. VANESSA MAI- „Highlight“ – 97 Verkäufe

Mit wenig Downloads zum ‚Hit‘?

Mit anderen Worten sind die #FreeESC-Songs relativ gesehen sehr erfolgreich – die absoluten Zahlen zeigen aber, in welcher Misere der deutsche Musikmarkt womöglich steckt: Man hat mit nicht einmal 600 Downloads, die einen NICHT 4-stelligen EUR-Umsatz generieren, quasi den „Hit des Tages“? – Okay, der Vergleich hinkt. Hinzu kommen theoretisch physische Verkäufe, die bei der Single-Hitparade absolut zu vernachlässigen sind. Und schließlich natürlich Streaming-Umsätze – aber damit machen Künstler und Autoren auch keinen „Schnitt“, das ist zumindest unser von vielen Brancheninsidern bestätigter Kenntnisstand.

Okay – das ist eine Momentaufnahme, noch dazu von einem Anbieter, deren Seriosität wir nicht einschätzen können. Dennoch stellt sich die Frage: Wie aufschlussreich sind die offiziellen deutschen Charts, gerade auch die SINGLE-Hitparade, wenn diese Zahlen zu guten Hitplatzierungen genügen? (VANESSA MAI benötigt für Platz 15 dieser Liste nicht einmal 100 Downloads).

Die aktuellen (!) Zahlen sind HIER nachlesbar (die o. g. Daten beziehen sich auf den Vortag). Übrigens – der „Song des Tages“ heißt nicht, wie von der GfK kommuniziert,  „Ti amo mi Amor“, sondern „Te amo mi Amor“.

So oder so drücken wir SARAH die Daumen für eine gute Chartsposition.

Quelle: Digital Sales Data

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ANDY BORG: Erneut große Freude über eine großartige Einschaltquote 5

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ANDY BORG: Konstant gute Quoten im Heimatsendegebiet

Die inzwischen 26. Ausgabe von „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ lieferte erneut beeindruckende Zahlen. Allein im SWR-Sendegebiet schalteten 731.000 Zuschauer ein, was einem Marktanteil von 11,5 Prozent entspricht. Das ist noch mal eine gewaltige Steigerung verglichen mit der Show im November, als ANDY BORG 559.000 Zuschauer holte (9,1 Prozent Marktanteil).

Auch bundesweit nach wie vor eine Bank

Laut den Kollegen von smago.de können sich auch die bundesweiten Zahlen sehen können – das Niveau der Sendung vom November (damals 1,74 Mio. Zuschauer und 5,4 %) konnte fast punktgenau gehalten werden – wir gratulieren zu diesem großartigen Erfolg.

Fotos aus der Show

Zur Erinnerung hier noch einmal einige Fotos der schönen Sendung:

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Fotos: © SWR/Kimmig/Kerstin Joensson

 

 

UTA BRESAN: Die neue „Musik für Sie“ – Solide, aber ausbaufähig 3

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Unser TV-Kritiker THOMAS KAISER hat sich am Freitag die neue Form der Sendung „Musik für Sie“ angesehen und dazu die Schlagerprofis-Kritik geschrieben:

UTA BRESAN nun im Tandem mit PETER HELLER

Am Freitag konnte man nun die erste Live-Ausgabe der neu gestalteten Sendung „Musik für Sie“ bewundern. Die Moderation liegt weiter zum Glück in den bewährten Händen von UTA BRESAN. Unterstützt wird sie dabei von PETER HELLER, der sich um die Online-Geschichten rund um Facebook, Instagram und WhatsApp kümmert. Die Grüße der Zuschauer werden permanent am unteren Rand durch ein Laufband präsentiert. Das mag man mögen oder nicht, es ist wie so vieles Geschmackssache. 

Mit ROSS ANTONY wird das Trio komplettiert

ROSS ANTONY verwandelt das Moderatorenduo ab der nächsten Ausgabe in ein Trio. Er wird  in Zukunft Fans mit unerwarteten Künstlerbesuchen überraschen. Diese Aufgabe hätte in meinen Augen auch dem Schweizer VINCENT GROSS sehr gut zu Gesicht gestanden, aber dies nur am Rande.

Landschaften und Menschen aus Mitteldeutschland nicht mehr im Fokus

Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Zuschauer das bisherige von UTA BRESAN präsentierte Format von „Musik für Sie“, in dem Landschaften, touristische Sehenswürdigkeiten und Menschen aus Mitteldeutschland vorgestellt wurden, vermissen werden. Man kann hoffen, dass der MDR für Veränderungen offen ist. Vielleicht könnte man den Sendungen der Frühlings- und Sommermonate eine gewisse andere Ausrichtung geben. 

Zuschauerwünsche erweitern das Repertoire-Spektrum

Die Stärke der Sendung könnte in der Zukunft darin liegen, dass durch die zahlreichen Zuschauerwünsche Künstler und Künstlerinnen zu sehen sein werden, die bei anderen Schlagersendungen im MDR seit Jahren so gut wie nie vorkommen. Warum das so ist, kann ich mir bis heute nicht erklären. Leider gibt es von den Verantwortlichen keinerlei Statements dazu.

Lob für vielfältige Wünsche

Die Vielfalt der Wünsche war in der Sendung bereits zu sehen. NORMAN LANGEN mit „Unser bester Sommer“, CHRISTIAN LAIS mit „Ich schwör Dir“, MONIKA MARTIN mit „Liebe“ und NICKI „Das bayerische Cowgirl“ und andere wie die im Osten bekannte Band ROCKHAUS.

Lieder nicht ausgespielt

Leider muss ich auch eine Kritik an den MDR richten. Warum werden die gezeigten Clips nicht von der ersten Note bis zur letzten Note und vom ersten Bild bis zum letzten Bild vollständig gezeigt. Bei einigen Zuschauerwünschen erfolgte von UTA BRESAN noch die Ansage und der Clip lief bereits im Hintergrund. Besonders ärgerlich war dies bei „Sommer in Marseille“ von PAULINE. Das Lied war noch nicht zu Ende und es wurde einfach ausgeblendet. Hier wäre  eine Änderung vom MDR dahingehend, alle Zuschauerwünsche komplett auszuspielen wünschenswert.

Exkurs: Das DEUTSCHE FERNSEBALLETT – „Traurig, traurig, traurig“

Da RAMON ROSELLY bei seinem aktuellen Titel „Unendlich“ mit dem Deutschen Fernseh Ballett zu sehen war, hier ein paar Worte dazu. Es ist eine Unverschämtheit, dass man das Deutsche Fernsehballett nach 30 Jahren DDR-Fernsehgeschichte und 30 Jahren gesamtdeutscher Fernsehunterhaltung einfach so in der Geschichte verschwinden lässt. In meinen Augen ist das ein „Arschtritt“ für alle Ostdeutschen. Warum hat z. B. der MDR  nicht mit Unterstützung von verschiedenen Schlagerkünstlern versucht, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das Ballett am Leben zu erhalten? Mir ist zumindest in der Richtung nichts bekannt. Dieser Vorgang ist typisch Deutsch. Man kann hier mit den Worten des deutschen Schauspielers THEO LINGEN antworten: „Traurig, Traurig, Traurig“!

Der eine oder andere Livegast wäre eine Aufwertung

Um die Sendung noch abwechslungsreicher zu gestalten wäre es sinnvoll, Schlagerkünstler in die Sendung einzuladen, die dann einen Wunschhit live im Studio performen. Das Ganze würde die Sendung lebendiger machen. Die Palette ist ja mehr als breit gefächert – und es würde der Qualität der Moderatorin UTA BRESAN entsprechen.

Parallelen zu „Schlager des Monats“ (Geburtstage, Wunschevergreen)

Auch die Geburtstage der Schlagerkünstler werden gezeigt. Es wäre gut, wenn dies bei den „Schlagern des Monats“ rausgenommen wird. Dies in beiden Sendungen zu behalten, wäre überflüssig und verschenkte Zeit. Das Rennen beim Wunschevergreen machte mit ca. 64 % IREEN SHEER und dem Song „Feuer“.  Eine Entscheidung, diese Rubrik  bei „Musik für Sie“  unterzubrigen, ist nachvollziebar, bei den „Schlagern des Monats“ war es deplatziert.

Weitere Infos zur Sendung

Alle weiteren Informationen zur von UTA BRESAN moderierten Sendung und Wünsche können auch auf dem Schlagerportal „meineschlagerwelt.de“ eingesehen und abgegeben werden.

THOMAS KAISER

Foto: MDR/Mario Gentzel