DENISE: Viele ihrer Erfolge aus den 80er Jahren auf der CD „Lieblingsschlager“ vereint 0

Denise – Lieblingsschlager (HQ)

Denise: Die Anfänge der 80er

DENISE wurde als Heike Hielscher geboren. Sie schloss die Schule mit der Mittleren Reife in hauswirtschaftlicher Richtung ab und wurde zunächst Erzieherin. Schon als Kind war sie musikalisch aktiv und wurde gegen Ende der 1970er Jahre vom Berliner Produzenten JOACHIM HEIDER als Sängerin entdeckt.

Insbesondere in den 1980er Jahren hat sie unter ihrem Künstlernamen DENISE große Erfolge erzielen können. Mehrfach war sie bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Denise – Lieblingsschlager (Backside)Prix dabei, und 2-mal gewann sie sogar die ZDF-Hitparade (u. a. war sie sogar die letzte Siegerin der Hitparade in der Ära DIETER THOMAS HECKs). Umso erstaunlicher ist es, dass von dieser erfolgreichen Künstlerin aktuell kein „Best Of“-Sampler auf dem Markt war. Diese Lücke hat nun die umtriebige Plattenfirma DA Music geschlossen. (Die auf dem Sampler enthaltenen Titel sind in fetter Schrift gedruckt).

Bevor wir auf die Inhalte der CD zu sprechen können, werfen wir einen Blick auf die Karriereanfänge von DENISE. Bereits Ende der 1970er Jahre wurde sie vom Erfolgsproduzenten JOACHIM HEIDER entdeckt. Der nahm mit ihr zunächst einige englischsprachige Songs im damals populären Disco-Stil auf – wie z. B. „Lovin’ The Night Away“ und „Fire Storm“. Die englischen Texte waren übrigens Spätwerke des eigentlich auf deutsche Schlager spezialisierten legendären Textdichters FRED JAY, Denise hatte also von Anfang an ein Top-Umfeld.

Denise – Lovin’ The Night Away

Es wird deutsch

Nach den beiden englischen Singles ging es 1980 mit deutschsprachigen Produktionen weiter. JOACHIM HEIDER übernahm weiterhin Komposition und Produktion der ersten deutschen Single „Er ging aus meinem Leben“. Entsprechend traurig / böse ist Denise‘ Blick auf dem Singlecover.

Denise – Cover

Bundesweiter Start

Und am 23. Mai 1981 stellte DENISE dann im Deutschen Musikladen ihre zweite deutsche Single „Geh zu ihr, du liebst nur sie“, die Deutsche Version von „Mama He’s A Soldier Now“, im Deutschen Musikladen von Radio Bremen vor und startete somit bundesweit durch. Noch besser lief es dann 1982. In der Hochzeit der „Neuen Deutschen Welle“ nahm DENISE am Vorentscheid zur Eurovision teil mit einem bärenstarken, von JOACHIM HEIDER und MICHAEL KUNZE geschriebenen Titel: „Die Nacht der Lüge“ platzierte sich auf Platz 4 des damals stark besetzten Wettbewerbs (gewonnen hat damals eine gewisse NICOLE mit „Ein bisschen Frieden“). DENISE‘ Vortrag war damals sehr souverän, sie trug den Titel live vor, begleitet vom Live-Orchester DIETER REITH. Kurios, aber vielleicht „emanzipiert“ ist übrigens der Text, in dem es darum geht, dass DENISE den Partner bittet, den Fehltritt, also die „Nacht der Lüge“, zu verzeihen.

Die letzte Produktion mit Joachim Heider war der recht bekannte Titel „Ich tanz gerne allein“, die deutsche Version des Italo-Hits „Non succederà più von Claudia Mori“.

Wechsel im Team

Mit dem Produzentenwechsel hin zu CHARLY RICANEK ging es eine weitere Stufe die Karriereleiter bergauf. Der produzierte und komponierte DENISE 1983 einen sehr typischen 80er-Schlager auf den Leib, dessen Text Dr. BERND MEINUNGER verfasst hat und der Kultstatus hat: „Schenk mir keine Rosen“ – genau dieser Titel ist auch Track 1 des „Lieblingsschlager“-Samplers.

Track 2 ist ein weiterer Knaller aus DENISE‘ Anfangszeit. So machte sie damals „gemeinsame Sache“ mit dem Sänger und langjährigen WDR4-Hörfunkmoderator JÜRGEN RENFORDT, ebenfalls ein „Grand-Prix-Veteran“. Im Duett sangen die beiden die von MICHAEL KUNZE getextete deutsche Version des Hits „Don’t Answer Me“, auf Deutsch hieß es „Kein Wort zuviel„.

Denise & Jürgen Renfordt

Wechsel der Plattenfirma

Das war die letzte Single bei der Plattenfirma EMI Electrola, danach wechselte DENISE zur Plattenfirma Big Mouth im TELDEC-Vertrieb, behielt dabei aber ihr Team bei. CHARLY RICANEK produzierte mit ihr die deutsche erneut von MICHAEL KUNZE getextete Version des Hits „Whatever I Do“. Bei DENISE hieß es „Genug ist genug„. Ausgerechnet mit dieser Schlagzeile wurde sie wie erwähnt die letzte Siegerin der ZDF-Hitparade der Ära DIETER THOMAS HECK – dabei war genug noch lange nicht genug, weil DENISE somit gleich das Ticket gezogen hatte, auch in der ersten Show des Nachfolgers VICTOR WORMS mit dabei zu sein.

DENISE sagte in einem Interview, dass dieser erste Platz ihr geholfen hat, weil ihr Name dadurch bekannter geworden sei. Mit ihrem damit erreichten „kleinen Platz in der Showbranche“ (O-Ton DENISE damals) war sie sehr zufrieden.

Denise – Produktankündigung Teldec

Auch die ‚B-Seiten‘ werden berücksichtigt

Auch die B-Seite, „Das Salz der Tränen„, ein Lied über eine verlassene Frau, geschrieben von CHARLY RICANEK und MICHAEL KUNZE, wurde auf „Lieblingsschlager“ verkoppelt – auch von den nächsten DENISE-Singles finden sich jeweils A- und B-Seite der damaligen Vinylscheiben auf dem Sampler.

Produzenten Bolland & Bolland

Das damals sehr angesagte niederländische Produzentenduo BOLLAND & BOLLAND produzierte mit der inzwischen leider verstorbenen bekannten Sängerin SANDRA REEMER (bekannt vom Duo SANDRA & ANDRES) einen Hit namens „Gold„. Den Titel stellte DENISE in der nachmittäglichen ZDF-Show „Rock & Rock“ vor. Die Brüder BOLLAND produzierten auch die deutsche von DENISE gesungene Version, den Text schrieb der später mit dem FRED-JAY-Preis ausgezeichnete Textdichter BURKHARD BROZAT, der damals auch für PETER MAFFAY tätig war. –

Ein Bild von Schlagerprofis.de

Auch die B-Seite, „Marakesh“, ist eine BOLLAND-Nummer mit Text von BURKHARD BROZAT.

Denise entert etablierte Sendungen

Im Frühjahr 1986 setzte DENISE mit „New York, New York“ einen weiteren Karriere-Meilenstein. Als sie die Platte aufgenommen wurde, war sie „noch niemals in New York“ (anders als bekanntermaßen Udo Jürgens). DENISE sagte seinerzeit, dass ihr wichtig sei, zu ihren Liedern zu stehen. Schon damals arbeitete sie eng mit den Produzenten zusammen – und die Sehnsucht nach New York passte zu ihr – das Lied beschreibt, wie sich DENISE „Big Apple“ vorstellte – so hat sie es damals in einem Interview erzählt. Kurioserweise erzählte sie Jahre später in einem anderen Interview, dass sie sich doch mehr künstlerische Freiheit gewünscht hätte. – Die typische Eurodance-Nummer stellte die schöne Duisburgerin in RUDI CARRELLs Show „Die verflixte 7“ vor. Später präsentierte sie den Song auch in der ZDF-Hitparade, wo sie sogar erneut als Siegerin die Sendung verließ und den Song somit nach damaligem Reglement 2-mal präsentieren durfte.

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Nicht jeder Wechsel bringt Erfolge

Die 1986 erschienene Nachfolgenummer „Tango Tango“ wurde von den JENNIFER-RUSH-Autoren CANDY DE ROUGE und GÜNTHER MENDE geschrieben und produziert (Text: BERND MEINUNGER) – trotz Auftritts in der damaligen Silvestershow war damit aber leider „kein Blumentopf zu gewinnen“.

Der Grand Prix rief

In den 1980er Jahren hat das Autorengespann WALTER GERKE und MICK HANNES aus dem Ruhrgebiet (Umfeld „Franz K.“) mit modernen Schlagern, die insbesondere durch originelle Texte glänzten, auf sich aufmerksam gemacht. Die beiden waren insbesondere für Stars wie IBO tätig. 1987 schrieb und produzierte das Gespann einen weiteren Grand-Prix-Titel für DENISE: „Die Frau im Spiegel“ – erneut präsentierte DENISE ihren Beitrag souverän und professionell und landete erneut auf einem sehr guten vierten Platz beim Vorentscheid zum Grand Prix. (Sieger war damals die Gruppe WIND mit „Lass die Sonne in dein Herz“).

Denise entdeckt ihre Qualitäten als Texterin

Die nächste Single, „Liebe ist viel mehr als ein Wort„, wurde dann wieder von CHARLY RICANEK, der zuletzt bei „Genug ist genug“ mitwirkte, geschrieben und produziert. Diesmal trat DENISE auch als Textdichterin in Erscheinung – eine Funktion, in der sie bekanntlich bis heute großen Erfolg hat. Das Lied an sich war allerdings leider kein großer kommerzieller Erfolg, ist aber sicher ein „Lieblingsschlager“ ihrer Fans, weswegen der Song ebenso wie seine B-Seite („Ein kleiner Sieg„) verkoppelt wurde. Imposant war damals das Cover der Single – sehr lange wallende Haarmähne mit Locken – Denise hatte damals wirklich „die Haare schön“. Ihre braune Hautfarbe, so sagte DENISE damals, sei zwar schon natürlich, jedoch helfe sie hier und da mit einer Sonnenbank nach.

Erneute ESC-Bewerbung

Im Jahr 1988 bewarb sich DENISE erneut für die ESC-Vorentscheidung – diesmal mit einem von HANNE HALLER und BERND MEINUNGER geschriebenen und produzierten Schlager: „Du tust mir gut„, ein typischer HALLER-Titel, der überraschenderweise nicht fürs TV-Finale zugelassen wurde, aber dennoch veröffentlicht wurde und bei den „Lieblingsschlagern“ nicht fehlen darf. Die langjährige Big Mouth/Teldec-Ära (hinsichtlich der Plattenfirma) endete mit dieser Single.

Antiquitätengeschäft oder Plattenvertrag

In der damaligen Zeit erzählte DENISE, dass sie glaubte, ihren Stil gefunden zu haben und ganz bewusst die Schlagerschiene weiterverfolgen wollte. Sie hatte zu Beginn der 1990er Jahre überlegt (u. a. mit dem Coproduzenten DRAFI DEUTSCHERS, CHRIS EVANS,), englische Titel zu produzieren, hat sich letztendlich aber zum deutschen Schlager bekannt, obwohl der Schlager es damals sehr schwer hatte. Schon damals gab es Gedankenspiele, statt der Singerei ein Geschäft mit Antiquitäten zu eröffnen. DENISE liebt Möbel, die „eine Geschichte“ haben. (Schon vor ihrer Karriere hate DENISE mit einer Freundin ein Kosmetikstudio). In damaliger Zeit trat DENISE viel in Discotheken auf, gab aber auch Galas mit Liveband. In einem Interview gab sie zu Protokoll, dass das unstete Künstlerleben dazu führte, dass sie noch nicht verheiratet sei. 

Und erneute Grand-Prix-Enttäuschung (nicht wegen Denise!)

Ein einmaliges Intermezzo gab DENISE 1988 bei der kleinen Plattenfirma „FFL Records“ und dockte dann bei der damals aufstrebenden Plattenfirma DINO Records an. Dort veröffentlichte die Duisburgerin vom produzententeam „Altera Pars“ produzierte Singles wie „Uns gehört die Nacht“, „Tiefer Süden“ und „Mal Astronaut sein“ – leider mit wenig Erfolg, die Plattenfirma wurde kurz darauf insolvent (, was aber sicher nicht an DENISE lag). Der letztgenannte Titel war übrigens für den deutschen Vorentscheid zum Grand Prix 1991 qualifiziert, wurde aber wegen mangelnder Professionalität der Sängerin „Francis“ zurückgezogen. Etwas später wurde der Titel dann mit einer guten Sängerin, eben DENISE, nachträglich noch veröffentlicht.

Denise

Denise – Tiefer Süden

Denise – Astronaut

Ein Schmankerl der DINO-Zeit ist übrigens DENISE‘ Mitwirkung am Ost/West-Projekt „Wir sind wir“. Witzigerweise wusste die Plattenfirma nicht mal, wie sich der Schlagerstar CHRIS WOLFF schreibt.

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Kurios

1993 veröffentlichte DENISE erstmals eine Single bei DA Records. Ausgerechnet das von vielen Fans beliebte „Spion der Liebe“ fehlt aber ebenso auf „Lieblingsschlager“ wie der DA-Titel „Ich habe dich noch immer lieb“.

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Mitte der 1990er Jahre nahm DENISE zusammen mit dem Niederländer JOHNNY BACH ein Album auf, aus dem einige Singles ausgekoppelt wurden. Darauf wurden auch einige bekannte Songs gecovert wie z. B. „True Love“, „California Blue“, „Jenseits von Eden“ und „Wer die Augen schließt, wird nie die Wahrheit sehen“.

Eigene Plattenfirma mit Ehemann MICHAEL DORTH

Kurz nach der Jahrtausendwende gründete DENISE gemeinsam mit ihrem heutigen Mann, dem Produzenten MICHAEL DORTH, der u. a. die AMIGOS produziert, ihr eigenes Plattenlabel „Radiola Records“ und veröffentlichte ihre neuen Songs auf eigenem Label im Vertrieb von – naaa? Richtig: DA Records. Vier Titel aus dieser „Neuzeit“ sind auf dem aktuellen Sampler enthalten. Gemeinsam mit MICHAEL DORTH schrieb DENISE sich den 2003 erschienenen Titel „In so einer Nacht (Amore, Amore)„. Schon zwei Jahre früher, im Jahr 2001, veröffentlichte die Duisburgerin den Titel „Leben (wollte ich immer nur mit dir)“, den sie ebenfalls mit MICHAEL DORTH produziert hat. Aus dem gleichen Jahr und von den gleichen Autoren ist der griechisch angehauchte Titel „Sehnsucht treibt mich in die Stadt“ – allerdings wurde nicht die bei einigen Fans beliebte „Sirtaki-Version“ verkoppelt.

Nur noch selten neue Produktionen

Vor fast genau fünf Jahren gab es dann wieder ein „Lebenszeichen“ von der wirklich imposanten und charismatischen Sängerin: „Wenn ich heut Nacht mein Herz verlier‘„, 2015 erschienen, ist der letzte Song auf der „Lieblingsschlager“-CD. Den Titel komponierte u. a. ANDREAS MARTIN, den Text schrieb einmal mehr DENISE höchstselbst. Nach unserer Kenntnis gibt es weiteres Material von DENISE, das aber noch immer nach Veröffentlichung schreit. Wir und sicher viele andere DENISE-Fans würden uns freuen, wenn es bald wieder eine neue Veröffentlichung der beliebten Künstlerin gäbe.

 

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DJ HERZBEAT: Erste Informationen zu seinem 2020-Album „Dancefieber“ 2

DJ Herzbeat Dancefieber Cover

Album-VÖ mehrfach verschoben

Viel Geduld brauchen die Fans von DJ HERZBEAT. Eigentlich war schon im November 2019 geplant, sein Debutalbum „Dancefieber“ herauszubringen, der Termin verschob sich dann zunächst auf Januar 2020, dann April 2020, dann ging es in den Spätherbst 2020 – bis nun nach aktuellem Kenntnisstand final der 12. Juni 2020 als Veröffentlichungstermin festzustehen scheint. Das legt natürlich die Vermutung nahe, dass DJ HERZBEAT bei der von FLORIAN SILBEREISEN moderierten Eurovisionsshow „Schlagerlovestory“ mitwirken dürfte – die Vermutung hatten wir zugegeben schon bei den Schlagerchampions – aber nur solange bis erneut der VÖ-Termin des Albums verschoben wurde.

Symbiose aus Schlager- und Clubsounds

Die Philosophie des „Projekts“ DJ Herzbeat dürfte klar sein. Mit ROBIN SCHULZ und FELIX JAEHN gibt es weltweit erfolgreiche DJs für populäre Musik – da macht es Sinn, so etwas auch im Schlager zu etablieren, wobei diesbezüglich u. a. die Jungs von STEREOACT den Vorreiter gegeben haben. DJ HERZBEAT geht genau diesen Weg: Er vereint moderne Schlager mit DJ-Sounds und arbeitet mit verschiedenen Schlagerstars und anderen Interpreten, um einen Clubmix im Crossover-Sound zu zelebrieren.

Erfolgreiche Vorab-Singles

Nicht weniger als 16 Tracks beinhaltet das Debutalbum von DJ Herzbeat. Die erste Single „Weekend“, die er mit SARAH LOMBARDI aufgenommen hatte, war gleich ein Volltreffer. Das im März 2019 veröffentlichte Video wurde inzwischen 10,8 Mio. mal angeklickt – der Titel lief super im Radio und kommt gut bei den Fans an. Weitere Auskopplungen waren „Drei Tage im Prag“, die deutsche Version von „A Walk In the Park“ – zusammen mit AXEL FISCHER, den DJ HERZBEAT im Fernsehgarten kennengelernt hat, und der neue Song „Maybe“ mit SONIA LIEBING. Zwischendurch gab es auch noch die Veröffentlichung eines Liedes mit Berlin – Tag & Nacht Darstellerin und Influencerin NATHALIE BW (Nathalie Bleicher-Woth) („Du bist schön“).

Namhafte Duettpartner und Produzenten

Inzwischen sind weitere Namen bekannt, die auf dem Album „Dancefieber“ (den Titelsong singt DJ HERZBEAT mit den Jungs von voXXclub) frisches Blut in die Partyszene bringen werden:

  •  voXXclub (Lied „Dancefieber“)
  • JULIA LINDHOLM
  • MARIE WEGENER (DSDS-Siegerin 2018) (Lied „Irgendwas mit Liebe“)
  • PAULINA WAGNER (DSDS-Finalistin)
  • FRENZY BLITZ (Lied „Ich will Liebe“)
  • PIETRO BASILE
  • KALED

Das ganze Album wird mit dem bekannten Starproduzententeam MADIZIN, die bereits mit HELENE FISCHER, aber auch ROBIN SCHULZ und DAVID GUETTA zusammengearbeitet haben, produziert. Das Album wird von einer breiten RTL2-Kampagne begleitet.

Hier noch der Pressetext zum Album:

„Dancefieber“

VÖ: 12.06.2020

Die Temperatur steigt und steigt und steigt – in diesem Sommer ist ganz Deutschland im „Dancefieber“! Mit Partyhits wie „Weekend (feat. Sarah Lombardi)“, „3 Tage in Prag (feat. Axel Fischer)“ oder „Maybe (feat. Sonia Liebing)“ hat DJ Herzbeat der deutschen Musiklandschaft in den letzten zwölf Monaten eine wohltuende Frischzellenkur verpasst! Mit seinem einzigartigen Mix aus modernem Popschlager und Einflüssen aus House oder Electro brachte der Berliner die Tanzflächen der Republik so richtig zum Überkochen — mit „Dancefieber“ erscheint nun sein ungeduldig erwartetes Debütalbum. Unterstützt wird DJ Herzbeat dabei von jeder Menge hochkarätiger Gäste wie Voxxclub, Marie Wegener, Kaled, „Berlin – Tag & Nacht“-Star Nathalie BW und vielen anderen!

DJ Herzbeat weiß genau, wie man die Party-Crowd auf Betriebstemperatur bringt: In den vergangenen Jahren hat sich Christoph Breier, wie der DJ und Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, einen hervorragenden Ruf als Impulsgeber der Berliner Clublandschaft und auch weit darüber hinaus erarbeitet. Ob an den Plattendecks berüchtigter Szene-Läden wie der „Ritter Butzke“, dem „Musik & Frieden“, durch seine Tätigkeit im Team der bekannten Nightlife-Ikone Nina Queer oder auf dem Christopher-Street-Day – DJ Herzbeat ist ein Wandler zwischen den (Stil)Welten. Ein Musikvisionär, der scheinbar auch die größten Gegensätze zu einer wasserdichten Einheit verschweißt: Tagsüber arbeitet der 36-Jährige in der Drogenberatung eines Berliner Sozialbrennpunkts, nach Sonnenuntergang bringt er die Dancefloors mit seinem sofort ansteckenden Crossover-Sound zum Glühen.

Schon früh stöberte Christoph Breier in der Vinylsammlung seines Vaters: Die Flippers, Wolfgang Petry und Marianne Rosenberg übten auf den damals 7-Jährigen die gleiche Faszination aus, wie der harte Techno von Paul Kalkbrenner oder Richie Hawtin heute. Für den leidenschaftlichen Soundtüftler eine logische Entscheidung, beide Genres miteinander zu kreuzen. Seit 2012 experimentiert er mit seinem tanzbaren Club-Mix, den er nun auf „Dancefieber“ perfektioniert hat. „Musikalisch hat mich seit jeher eine gewisse Eingängigkeit gereizt“, erklärt DJ Herzbeat. „Sounds, die sofort ins Ohr gehen. Ganz egal, ob es sich um Schlager-Songs oder um Club-Tracks handelt. So gesehen, haben diese auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Musikarten irrsinnig viel miteinander gemeinsam. Ich mag deutsche Musik und habe immer schon eine Mischung aus Electro und Schlager während meiner DJ-Sets gespielt. Es ist ein geiler Anblick, die Leute dazu abfeiern zu sehen. Außerdem ist deutscher Schlager einfach Kult und hat einen hohen Fun-Faktor.“

Alle Tracks auf „Dancefieber“ entstanden in Zusammenarbeit mit dem international renommierten Producer-Team Madizin (David Guetta, Robin Schulz, Helene Fischer, Lena) aus Hamburg. Verstärkt wird DJ Herzbeat auf seinem 16 Tracks starken Debütalbum von einer ganzen Riege hochkarätiger Pop- und Schlager-Allstars: Angefangen bei Sarah Lombardi und Alex Fischer, über die Alpen-Rocker von Voxxclub, Marie Wegener, „DSDS“-Finalistin Paulina Wagner, Ballermann-Powerfrau Frenzy Blitz, bis hin zu Mundart-Popsänger Kaled, „Berlin – Tag & Nacht“-Star Nathalie BW oder der schwedischen Schlagersängerin Julia Lindholm. „Alle Features haben sich ganz von selbst ergeben“, ergänzt DJ Herzbeat. „Mir ist Sympathie am Wichtigsten. Dass man auf einer Wellenlänge liegt und zusammen Spaß haben kann.“

Was Anfang letzten Jahres mit Sarah Lombardi und dem Megahit „Weekend“ begann, das entwickelte schnell eine echte Eigendynamik im sprichwörtlichen Herzbeat-Tempo. „Als wir gemeinsam im `ZDF-Fernsehgarten´ zu Gast waren, habe ich dort Axel Fischer kennengelernt. Daraus entstand der Song `3 Tage in Prag`. Dann lernte ich Sonia Liebing in Berlin bei der „Schlagernacht des Jahres“ kennen. Eine hammermäßige Frau, die den gleichen Humor hat wie ich. Auch wir haben uns auf Anhieb super verstanden und fingen sofort an, gemeinsame Ideen zu spinnen. Das alles hat sich Stück für Stück zu einem ganzen Album zusammengefügt. `Dancefieber` könnte man wohl als Verkettung glücklicher Umstände bezeichnen!“

Mit „Dancefieber“ veröffentlicht DJ Herzbeat eine abwechslungsreiche Sammlung von Partysongs, auf denen er die unterschiedlichsten Spielrichtungen von Dance, Schlager und Pop auslotet: Echte Club-Banger treffen auf modernen Popschlager, ausgelassene Après-Ski-Stimmung auf tanzbare House-Sounds und zünftige Volksmusik-Einflüsse auf das ultimative Ballermann-Feeling.

So wie auf „Ich will Liebe (feat. Frenzy Blitz)“: „Ich habe sie nach einem Auftritt in St. Anton in den Tiroler Alpen kennengelernt“, erinnert sich DJ Herzbeat. „Sie hat mich freundlicherweise im Auto zurück nach Deutschland mitgenommen. Während der Rückfahrt entstand die Idee, einen gemeinsamen Song zu realisieren.“ Eine ähnliche Entstehungsgeschichte hat auch der Titeltrack von „Dancefieber“, auf dem die kernigen Lederhosen-Rocker von Voxxclub zu hören sind. „Die Jungs sind mir bei der Sendung `Immer wieder sonntags` über den Weg gelaufen. Ich feiere ihren Sound total ab; natürlich habe ich sie sofort gefragt, ob sie nicht Bock auf einen gemeinsamen Song hätten. Ein schöner Volksmusik-trifft-Club-Track zum Schunkeln!“

Nach den bereits releasten Singles „Weekend (feat. Sarah Lombardi)“, „3 Tage in Prag (feat. Axel Fischer)“ und „Maybe (feat. Sonia Liebing)“ wird es mit Schlager-Prinzessin Marie Wegener und dem Song „Irgendwas mit Liebe“ so richtig romantisch. „Ich bekomme immer Gänsehaut, wenn ich sie höre“, so DJ Herzbeat mit leuchtenden Augen. „Marie passt perfekt zu diesem Track. Ich mag das Zarte, Zerbrechliche in ihrer Stimme. Keine andere Sängerin würde besser zu diesem Lied passen. Es klingt genauso, wie ich es in meinem Kopf gehört habe.“

Eine wichtige Botschaft transportiert die brandneue Single „Du bist schön“, auf der „Berlin – Tag & Nacht“-Schauspielerin Nathalie BW erstmalig als Sängerin zu hören ist. „Ein Track mit einer starken Empowerment-Message. Es geht um Selbstliebe und darum, nicht ständig nach fremden Schönheitsidealen zu suchen, sondern sich selbst zu akzeptieren, wie man ist. Diese Aussage liegt mir sehr am Herzen.“

Liebe, Selbstliebe und die Message, dass Tanzen glücklich macht und die Menschen verbindet: Mit „Dancefieber“ legt DJ Herzbeat ein modernes Album vor, das Grenzen sprengt und vielleicht auch so manchen stilistischen Horizont erweitert. „Dieser Gedanke steckt auch in meiner Platte. Je unterschiedlicher die Menschen, desto bunter das Feuerwerk, das ihre gemeinsame Energie entstehen lässt. Ich denke, es ist für jeden etwas dabei.“

Das Album „Dancefieber“ erscheint am 12.06.2020. Zeitnah ist DJ Herzbeat in folgenden TV-Shows live zu erleben: ‚

14.06. „Immer wieder sonntags (ARD) 
19.06. „Musik für Sie“ (MDR) und
28.06. „ZDF-Fernsehgarten“ (ZDF)

Quelle: Universal

FLORIAN SILBEREISEN: SchlagerXirkus aus der Sicht unseres Kritikers THOMAS KAISER 2

SchlagerXirkus

Nach unseren kritischen Betrachtungen zur SILBEREISEN-Show „SchlagerXirkus“ hat sich unser Kritiker THOMAS KAISER zu Wort gemeldet und einige interessante Aspekte ins Spiel gebracht. Gerne veröffentlichen wir auch seine Aspekte quasi als Nachlese:

Erfolg mit Authentizität und traditionellem Schlager

Mir hat die gesamte Sendung ‚SchlagerXirkus‘ gefallen. RAMON ROSELLY hat einen großen Vorteil gegenüber den Newcomern der letzten zwei Jahre wie z. B. MARINA MARX oder aber auch SONIA LIEBING. Er ist einfach Schlager pur und er orientiert sich an den alten Schlagern und auch dessen Sounds.

Sounds der 70er und 80er heben sich ab

SchlagerXirkus Ramon Roselly
(Video-Screenshot, © MDR)

Dass er viele Lieder aus seinem Album präsentiert hat, war einfach hervorragend. Er und DIETER BOHLEN als sein Produzent zeigen, dass es auch anders geht, als immer nur Discofox- oder Popschlager. Eine Wohltat, diese Sounds der 70er und auch frühen 80er Jahre zu hören. Dadurch beweisen die beiden auch noch etwas anderes. DJs wie DJ HERZBEAT oder auch STEREOACT hat die Schlagerszene nicht nötig. Solche sogenannten Künstler treiben den Schlager musikalisch in die Tristesse und Belanglosigkeit. Die Songs von RAMON ROSELLY zeigen Frische und Lebendigkeit. In dieser Sendung gab es sowieso viel weniger modernen Schlager als üblich. Das würde ich auf jeden Fall als sehr positiv sehen.

Kreative Bühnenbilder

Schlagerxirkus
(Video-Screenshot, © MDR)

Jürgens-TV hat auch gezeigt,  dass man bei Bühnenbildern doch kreativer sein kann als die letzten Jahre. Vielleicht lernt Jürgens-TV daraus. Auch die Duette mit den anderen Künstlern fand ich echt gelungen. Den Umstand, dass nur Playback gesungen wurde, fand ich nicht so schlimm. Es war gut gemacht.

„Überraschung“ war keine, souveräne Moderation

In einem Punkt stimme ich der Schlagerprofis-TV-Kritik zu: Die Überraschung mit RANDOLPH ROSE war natürlich keine. Das ganze wurde doch vorher geprobt? Darauf sollte man in Zukunft doch verzichten. Ich sage nur „MARINA MARX und der VIP-Ausweis“.

Die Moderation von Florian Silbereisen war wie immer souverän und ohne Fehler. Manchmal würde ihm ein wenig mehr Witz und Humor ganz gut tun.

Überlegungen zu den Gästen

ROSS ANTONY war wie immer der Spaßvogel in der Truppe. In der Tat ist das große Manko bei UTE FREUDENBERG , dass sie nie die ganz großen Hits hatte. So bleiben für sie halt nur

SchlagerXirkus
(Video-Screenshot, © MDR)

„Jugendliebe“ und „Herzen kriegen keine Falten“ übrig. BEATRICE EGLI hat mir beim Duett mit RAMON ROSELLY sehr gut gefallen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass RAMON ROSELLY ein Auge auf sie geworfen hatte. Schade, dass sie kein Medley ihrer vergangenen Hits zum Besten gab. Das hätte noch besser zu Ihr und der Sendung gepasst.

Andy Borg ’stolpert‘

ANDY BORG war wie immer ANDY BORG. Einfach immer gut. Gehören seine Stolperer eigentlich zu seinen Auftritten dazu? Das passiert ihm ja ständig. Er sollte echt aufpassen, denn das kann wirklich mal schiefgehen. (Anm. der Redaktion: In der Tat bringt Borg den „Stolperer-Gag“ gerne mal – diesmal aber mit Augenzwinkern in Richtung BEATRICE EGLI, die bei ihrem Auftritt aus Versehen etwas gestolpert ist).

Kuriose letzte Szenen der Sendung

Kurios war eine der letzten Szenen der Sendung. Rote oder grüne Fahne dafür, ob RAMON nun in die Schlagergemeinschaft aufgenommen ist oder nicht. Das war eindeutig ein Fake. Natürlich wurde es die grüne Fahne. Auch sowas sollte von Jürgens-TV in der Zukunft unterlassen werden. Dafür hätte man noch ein Lied mehr bringen können.

Mal sehen, was die angekündigte Schlager Lovestory bringen wird. Der „Schlagerspaß mit Andy Borg“ stand am Samstag auch noch auf dem Programm und bewies damit, dass traditionelle Schlagershows momentan durchaus „angesagt“ sind – BORGs Einschaltquoten waren auf dem gleichen hohen Niveau wie die von Silbereisen.

Thomas Kaiser

Foto: MDR / Jürgens-TV / Dominik Beckmann