Vanessa Mai – „Schlager“ – die erste Rezension Kommentare deaktiviert fĂŒr Vanessa Mai – „Schlager“ – die erste Rezension

CD Cover Schlager

Am kommenden Freitag erscheint die neue CD von Schlagerprinzessin Vanessa Mai. Uns von den Schlagerprofis war es wichtig, die erste wohlwollende, aber nicht unkritische Rezension zu veröffentlichen. Hier ist unsere Meinung zum neuen Vanessa-Mai-Album:

„Weg vom Schubladendenken“

Vanessa Mai hat ein Problem. Sie will nach eigener Aussage „weg vom Schubladendenken“. Das ist in ihrer Branche ein nobles Anliegen, denn Musik ist Musik, Hauptsache es gefĂ€llt. Trotzdem ist das natĂŒrlich ein anspruchsvolles Ziel, denn der Mensch denkt nun mal in Kategorien. Das ist der natĂŒrliche Mechanismus des Gehirns, um Informationen abzulegen und abrufen zu können – aber das sei nur am Rande bemerkt.

Wie sollen wir ein neues Album bewerten, das die KĂŒnstlerin frecherweise wie die gesamte Branche „Schlager“ nennt, das sich aber gleichzeitig vom Schubladendenken in der Musik verabschieden will? Ist so etwas ĂŒberhaupt noch ernst zu nehmen? Gelingt es Vanessa Mai, diesen Zwiespalt zu ĂŒberwinden?

Vanessa Mai sprengt die Grenzen der Schublade „Schlager“

Wir haben uns mit dieser Antwort nicht leicht getan und das neue Album rauf und runter gehört. Eines sei vorneweg bemerkt: Vanessa erfĂŒllt diesen Anspruch mit interessanten  Vereinigungen verschiedener Sounds. Und obwohl ihr dieser Spagat insgesamt gut gelingt, ĂŒberwindet sie nicht konsequent die Grenzen der Schublade. Allerdings entstaubt sie diese und macht sie ein ordentliches StĂŒck grĂ¶ĂŸer.

Neue Fans werden angelockt, alte Fans kommen auf ihre Kosten

Dabei gelingt ihr ein weiterer musikalischer Befreiungsschlag, denn den Schlager modernisiert sie bereits seit geraumer Zeit wie kaum eine andere KĂŒnstlerin der Zunft.  Und doch bleibt sie ihrem Schema treu, so dass hier mit Sicherheit nicht nur neue Fans angelockt werden dĂŒrften, sondern auch die treuen Fans voll auf ihre Kosten kommen. Themen wie Liebe, Sehnsucht und Herzschmerz berĂŒhren seit jeher die Schlagerfans, auch Vanessa Mai war hier nie eine Ausnahme. Im Gegenteil: Wenn man sich den rasanten Aufstieg der einstigen Wolkenfrei-SĂ€ngerin anschaut, muss hinter dem Erfolg doch mehr als nur ein „Fördern“ von Andrea Berg stecken, wie manchmal in der Vergangenheit  unterstellt wurde.

In der Tat lieben die Fans die Musik, die Texte, die Nahbarkeit der 26-jĂ€hrigen. Bei Konzertbesuchen Ă€ußern Fans sehr oft Statements wie : „Vanessa hat eine Gabe, sie kann andere Menschen glĂŒcklich machen“. Das ist ein tolles Kompliment, mit dem die in der Stadt Backnang geborene KĂŒnstlerin anscheinend verantwortungsvoll umzugehen weiß.

 Gelungene Vorab-Single „Wir 2 immer 1“ mit Olexesh

Mit ihrer Vorab-Single „Wir 2 immer 1“, dem Duett mit dem russischstĂ€mmigen Rapper Olexesh, bewies Vanessa Mai bereits ihren Mut. Sie konnte dabei zwar nur gewinnen; Hip Hop Fans mussten sich plötzlich mit der Frage auseinandersetzen, ob ein SchlagerpĂŒppchen, das als Jugendliche immerhin mal Hip Hop getanzt hat, cool sein kann; doch scheinbar muss es ankommen, denn mittlerweile hat das offizielle Musikvideo auf YouTube fast 4 Millionen Klicks (Stand 29.7.2018)

Die NEUEN Songs im Einzelnen


  1. Wiedersehen:

Der Song handelt vom Überwinden einer Trennung und der Hoffnung auf einen Neustart. Er gehört zum Standardrepertoire der SĂ€ngerin, denn er feierte seine Premiere bereits auf der Regenbogen-Tour im FrĂŒhjahr und ist regelmĂ€ĂŸig in weiteren Konzerten vertreten, wie zuletzt beim Calwer Klostersommer (Das Video auf YouTube verfĂŒgbar).

  1. Mein Sommer:

Auch dieser chillige Song ist in Fankreisen bereits ein Klassiker. Viele Fans empfanden den Tital als beliebtesten neuen Song auf Vanessas „Regenbogen“-Tour. Einige Freunde von Vanessas Musik starteten eine Fanaktion und setzen bei diesem Song regelmĂ€ĂŸig Sonnenbrillen auf. Mittlerweile nutzt Vanessa Mai dies, um alle Konzertbesucher dazu zu animieren. Der „Schlager“ sprĂŒht dabei vor Leichtigkeit und positiver Energie. WĂŒrde er nicht das Opfer einer Schublade sein, aus der er kommt, hĂ€tten vielleicht mehr Radiostationen zu diesem Lied mit Sommerhit-Potenzial gegriffen. Hier zeigt sich wohl, dass Vanessa Mai vollkommen Recht hat, wenn sie vom Überwinden dieser Genre-BeschrĂ€nkungen spricht. Es ist mehr als ehrenwert, dass sie den ersten Schritt gehmacht hat, aber um andere Sender als Radio B2 oder SWR4 zu ĂŒberzeugen, ist es noch ein ziemlich weiter Weg.

  1. Fallschirm:

Die erste echte Überraschung auf „Schlager“ ist der dritte Song „Fallschirm“. Mit der angestaubten Schublade hat dieser Song gar nichts mehr gemein. Durchaus gewöhnungsbedĂŒrftig und mit einer teilweise ĂŒberpitchten Stimme versehen  wird dieser Song jedoch mit jedem Hören besser. Alteingesessene Wolkenfrei-Fans dĂŒrften mit diesem Popsong in deutscher Sprache zwar Schwierigkeiten haben, doch wird sich letztendlich an solchen MaßstĂ€ben zeigen, ob die junge SĂ€ngerin  mit zu schnellen Änderungsschritten ihre langjĂ€hrigen Fans noch halten kann und diese ihrerseits in der Lage sind, sich vom Schubladendenken zu befreien.

  1. Wie es einmal war:

Harmonisch und doch modern ĂŒberzeugt der vierte Titel auf dem potenziellen Nummer 1 Album. Die Veröffentlichung im August ist neben dem Angebot teurer Fanboxen ein weiterer kluger Schachzug von Manager und Ehemann Andreas Ferber. Auch die Plattenfirma dĂŒrfte mit diesem kalkulierten Chart-Erfolg rechnen. Der Titel handelt ĂŒbrigens vom verlorenen GlĂŒck  einer nicht mehr vorhandenen Liebe und besticht durch kurze klare Synthesizer-Panflöten in Verbindung mit leichter Kost im Gitarrenstil. Eine gelungene Kombination die dem Anspruch dieses Albums gerecht wird.

  1. Wir 2 immer 1:

ErgĂ€nzung: Bei der „Starnacht am Wörthersee“ trat der Rapper Olexesh gemeinsam mit Vanessa Mai auf, um dieses Lied zu prĂ€sentieren. Neben der BĂŒhnenprĂ€senz von Vanessa Mai ging er trotz seines mutigen Outfits jedoch vollkommen unter. Trotzdem muss man ihm hoch anrechnen, dass er sich hier so fĂŒr diese Zusammenarbeit engagiert hat und auf das Gehate seiner eingefleischten Hardcorefans allem Anschein nach „pfeift“. Er hat dabei weitaus mehr zu verlieren als Vanessa Mai.

  1. Verdammter Engel:

Bei diesem modernen, aber etwas lahmen Schlager findet die KĂŒnstlerin, die ihre Songs nicht selbst schreibt, melodisch und textlich zurĂŒck zu bekannten Wurzeln. Der Chorus nach dem Break erinnert schwer an Dieter Bohlen, so dass einige Fans orakeln, ob dieses Lied ein Überbleibsel sei, welches es nicht auf das letzte Album geschafft hat. Eine mögliche BegrĂŒndung könnte das Albumkonzept sein, und in der Tat passt dieses Lied besser zu „Schlager“ als zu „Regenbogen“.

  1. Love Song

Auch der „Love Song“ ist fĂŒr eingefleischte Fans keine Neuheit mehr. Insgesamt lĂ€sst sich feststellen, dass 6 von 12 neuen Songs bereits vor Albumrelease auf Konzerten prĂ€sentiert wurden. Besonderheit dieses Liedes im Clubstil ist der verzerrte Klang einiger Samples und der teilweise instrumental schwach unterstĂŒtzte Gesang, um dann den Refrain im vollen Sound abzubilden. Die eingĂ€ngigen Wiederholungen verhelfen dabei schnell zu einem Ohrwurmcharakter.

  1. Niemals

Etwas trĂ€umerisch und mit melancholischer Stimme beginnt „Sag niemals immer“. Der Anfang tĂ€uscht jedoch, denn spĂ€testens beim Refrain legt Vanessa Mai neben GefĂŒhl auch Kraft in ihre Stimme. Trotzdem vermittelt der Song zum Thema „Ewige Liebe“ eine Art ironische Hoffnungslosigkeit. Sollte dies bewusst gemacht worden sein, weiß die SĂ€ngerin damit mehr zu ĂŒberzeugen als man ihr bisher allgemein zutraut. Der Song selbst enthĂ€lt neben Elementen aus 90er Eurodance Zeiten auch nachdenkliche Passagen.

  1. GlĂŒcksbringer

Aufregend frisch kommt „GlĂŒcksbringer“ daher. Definitiv ist das kein klassischer Schlager mehr, doch auch kein reiner Popsong. Es ist es schwierig, den Song in eine Schublade einzuordnen. Wow, ist Vanessa Mai etwa auf dem besten Weg, ihr Ziel zu erreichen?

  1. Ich wollt Dich nur fĂŒr eine Nacht 

Diese anfĂ€nglich gefĂŒhlvolle Ballade handelt von einem Seitensprung und verwandelt sich in kĂŒrzester Zeit in einen schnellen Popsong. Leider erinnert die Komposition stark an den ESC-Hit „Euphoria“. Könnte es sich dabei um ein Plagiat handeln? UnabhĂ€ngig von diesem Verdacht ist auch dieser „Schlager“ (?) eine gelungene Kombination verschiedener, genreĂŒbergreifender Zutaten. Die Background-Samples wissen dabei genauso zu ĂŒberzeugen wie die von Vanessa Mai interpretierte Melodie.

  1. Vergessen Dich zu vergessen

Dieser Song beginnt sehr poppig und bleibt auch die ganze Zeit so. Bei den Fans dĂŒrfte er trotzdem extrem gut ankommen, wenn man mal genauer auf den Text achtet. Trennungsschmerz ist wahrhaftig eines der wichtigsten Themen der Zielgruppe. AuffĂ€llig ist der Song jedoch noch in einer anderen Hinsicht, da man relativ schnell zu dem Schluss kommt, dieser könnte durch einen Ă€hnlichen Song von Carly Rae Jepsen inspiriert sein. Da dies dann der 2. Song mit Leihcharakter auf diesem Album wĂ€re, bekommt das ganze einen gewissen Beigeschmack.

  1. StÀrker

Mit dem letzten Song gelang in der Tat ein großer Wurf. Es handelt sich dabei um den Titelsong einer neuen Fernsehserie. „Freundinnen – jetzt erst recht“ spielt ab September tĂ€glich bei RTL. Der Text handelt von starker Freundschaft und die Melodie ist hochgradig ansteckend. Der eingĂ€ngige Refrain weiß vollkommen zu ĂŒberzeugen. Mai hat diesen Titel bereits zur neuen Hymne fĂŒr ihr Maiteam auserkoren, wĂŒnscht sie sich doch das alle Fans zusammenhalten und niemanden ausgrenzen. Den Vorspann der neuen Serie kann man sich dank dieser perfekten Komposition hervorragend vorstellen. Die Bekanntheit Mais dĂŒrfte dadurch weiter gewinnen.

CD2

Auf der 2. CD sind Ă€ltere Songs von Wolkenfrei bzw. Vanessa Mai neu abgemischt. Vereinzelt klingen die 12 Songs moderner, lĂ€ngst aber nicht besser. Auch wenn es eine Frage der Gewöhnung ist, sollten alteingesessene Fans damit ihre Probleme haben. Trotzdem ist dies ein cleveres Manöver, um neue Fans fĂŒr die Lieder der ersten beiden Alben zu interessieren.

Fazit

Es ist fĂŒrwahr strittig, ob Vanessa Mai mit „Schlager“ der ganz große Wurf gelungen ist. Dem Anspruch an sich selbst wird sie aber durchaus gerecht. Ob alle bisherigen Fans diesen Weg gehen wollen, bleibt abzuwarten. Die Schlager-Schublade hat sie nicht vollstĂ€ndig verlassen, doch sie schaut mit beiden Augen ĂŒber den Rand. Dies war immerhin der Grund fĂŒr das Ende der Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen. Zuerst einmal erwarten wir jedoch einen erfolgreichen Charteinstieg und gratulieren zu diesem ĂŒberraschenden Album. Wir von Schlagerprofis sind absolut sicher, dass das Album die Nummer Eins der Album-Charts entern wird. Gegebenenfalls (, wenn wir bemustert werden,) werden wir noch auf die VorzĂŒge der verschiedenen Varianten des neuen Albums eingehen.

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UDO LINDENBERG: Wahnsinn! Mit 76 Jahren gemeinsam mit APACHE 207 erstmals auf Platz 1 der Single-Charts 1

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UDO LINDENBERG: Mit APACHE 207 Spitzenreiter der Charts

WĂ€hrend der „andere“ Udo ĂŒberzeugt war: „Mit 66 Jahren, da fĂ€ngt das Leben an“, setzt UDO LINDENBERG noch mal einen drauf. Gemeinsam mit dem Rapper APACHE 207 ist ihm das gelungen, was er zuvor in seiner gesamten jahrzehntelangen Karriere nicht gelungen ist: Er hat es auf Platz 1 der deutschen Singlecharts geschafft. Weder „Sonderzug nach Pankow“ (ĂŒbrigens vor fast genau 40 Jahren erschienen) noch „Horizont“ oder „Ich lieb dich ĂŒberhaupt nicht mehr“, „Mein Ding“, „Cello“, „Alles klar auf der Andrea Doria“ – all diese Klassiker waren NICHT an der Spitze der deutschen Single-Charts.

Mit „Komet“ darf sich der Deutschrocker insofern tatsĂ€chlich ĂŒber seine allererste Nummer 1 in den deutschen Singlecharts freuen – und das mit 76 Jahren – Wahnsinn! Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Triumph!

Pressetext

Udo Lindenberg & Apache 207 „KOMET“

Musik-Ikone UDO LINDENBERG und Deutschrap-Star APACHE 207 mit gemeinsamem Song.

Die ARD-Tageschau vermeldete jĂŒngst, dass sich ein Komet – „der grĂŒne Komet“ – in dieser Woche der Erde nĂ€hert und dass dieser zuletzt vor 50.000 Jahren hier schon einmal vorbeischaute. Ein Zeichen des Himmels? Denn in der Nacht vom kommenden Donnerstag, 19. Januar, wird um 22 Uhr einer der aufsehenerregendsten Songs in diesem noch jungen Jahr veröffentlicht. Sein Titel: „Komet“.

MĂŒnchen, am 19. Januar. Vielleicht könnte der Gegensatz grĂ¶ĂŸer nicht sein: Da ist auf der einen Seite die deutsche Musikikone, das Multimedia-Genie UDO LINDENBERG, der seit ĂŒber 50 Jahren auf eine unvergleichliche Karriere blicken kann aber nicht mĂŒde ist – und nicht mĂŒde wird –
stets fĂŒr Neues, Unerhörtes, Abenteuerliches offen zu bleiben – und in seinen Kunstformen permanent TĂŒren in die Zukunft aufstĂ¶ĂŸt. Auf der anderen Seite steht ein imposanter, großgewachsener junger Mann von 25 Jahren, APACHE 207, der mit seinen Songs in kurzer Zeit Musikgeschichte geschrieben hat.

Sein Hit „Roller“ stand zwei Jahre lang in den deutschen Charts, sein DebĂŒtalbum „Treppenhaus“ wurde Gold ausgezeichnet und ist direkt auf #1 der offiziellen Charts eingestiegen. Die AnkĂŒndigung einer neuen Tournee genĂŒgt inzwischen, um die grĂ¶ĂŸten Arenen innerhalb von Minuten auszuverkaufen.

„Es ist“, sagt UDO LINDENBERG ĂŒber seine musikalische Arbeit mit APACHE 207, „die gegenseitige Hochachtung vor der Kunstform des jeweils anderen, die uns zusammengefĂŒhrt hat.“ Nach einem Konzertbesuch bei APACHE 207 konstatiert Udo: „Apache fiel mir gleich auf, weil er sich doch sehr vom Normalo-Gangsta-Rap unterscheidet. Cooler schlauer Junge, sehr geflashte Texte, Trademark-Stimme – und singt auch noch meeega-geschmeidig. Ein Komet, der zweimal einschlĂ€gt, Yeahh!“

FĂŒr APACHE 207 ein Ritterschlag: „Udo Lindenberg ist zweifelsohne eine Legende der deutschen Musik und ein großes Vorbild fĂŒr mich, vor allem, was seine unfassbare Karriere betrifft. Ich durfte ihn auf seiner großen Tour im letzten Jahr in Mannheim besuchen und er mich auf meiner. Danach haben wir die Köpfe zusammengesteckt und ‚Komet‘ ist entstanden.“

Die Kollaboration zwischen UDO LINDENBERG und seinem kongenialen Partner APACHE 207 erscheint nun am 19. Januar 2023 um 22.00 Uhr – „Komet“. Damit setzen UDO LINDENBERG und APACHE 207 auch ein Statement der Verbindungen zweier Generationen und zweier Musikrichtungen. UDO LINDENBERG:

„Unser Komet ist ein Song ĂŒber die UnvergĂ€nglichkeit, ĂŒber den Fußabdruck, den wir hinterlassen.“ Ein Einstieg in Moll, einfĂŒhlsam, im typischen Udo-Song-Stil: Ich hör die Möwen singen am Hafen. Das letzte Lied zum Rausschmiss. Dann das Intro von APACHE 207, der Beat hĂ€lt den Atem an:
Und wenn ich geh, dann so wie ich gekommen bin – wie ein Komet, der zweimal einschlĂ€gt. Vielleicht tut es weh.“

UDO LINDENBERG: „Wir haben schnell festgestellt – die Stimmen passen tausend pro. Und dann kam uns der Song nur so zugeflogen.“ EinprĂ€gsamer Gitarrensound, der hin und wieder ein Solo erahnen lĂ€sst, bildet den Mantel um das Dance Feeling, das das gesamte Duett trĂ€gt. Bis zum Finale, welches lautet: „Lass uns nochmal aufdrehen, lass uns nochmal aufdrehen.“

Übrigens – wĂ€hrend der musikalische „Komet“ am 19. Januar das Licht der Welt erblickt, wandert der himmlische Komet mit dem astronomischen Namen C/2022 E3 (ZTF) gerade in einer Entfernung von 42 Millionen Kilometern von der Erde um das Sternbild des Kleinen Wagen. Ende Januar soll er sogar mit bloßem Auge erkennbar sein.

Zum Song haben UDO LINDENBERG und APACHE 207 ein Video produziert, das ebenfalls im Januar veröffentlicht wird.

Pressetext in Stichworten

Udo Lindenberg meldet sich nach fast eineinhalb Jahren mit neuer Single „Komet“, einer Kollaboration mit Apache 207, zurĂŒck.

‱ Die Single vereint die zwei grĂ¶ĂŸten KĂŒnstler unterschiedlicher Generationen und ist ein perfekter Mix aus Pop, Rock und Hiphop.

‱ Apache 207 ist ein deutscher Rapper und SĂ€nger mit tĂŒrkischen Wurzeln.

‱ Mit zahlreichen #1-Hits („Roller“ (2019, Diamantstatus), „Angst“ (2020) oder „Kapitel II Vodka“ (2021) u.v.m.) zĂ€hlt er zu den erfolgreichsten deutschen Rappern der vergangenen Jahre.

‱ Mit seinem DebĂŒtalbum „Treppenhaus“ erreichte er die Spitze der Charts in DE, AT und CH.

‱ Zuletzt wurde von Udo Lindenberg 2021 „Udopium“ veröffentlicht, eine umfangreiche Werkschau zur Feier seines 75. Geburtstags inkl. vier neuer Songs. Das Album erreichte #2 der deutschen Charts.

Quelle Pressetext: Warner Music International

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REINHARD MEY: Nun ist’s offiziell: „Live in Wien“ erscheint am 5. Mai – auch als Vinyl 0

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REINHARD MEY: Live-Album erscheint wie erwartet im Mai

Wir haben schon vor knapp zwei Wochen HIER darĂŒber berichtet – und nun kommt es genau so wie erwartet: Am 5. Mai erscheint das neue Live-Album von REINHARD MEY. Inzwischen ist der Pressetext da, der das Konzept von REINHARD, das so völlig anders ist als das von vielen anderen Musikstars und auch heute noch nur auf die Musik setzt und nicht auf wilde Show- und Playbackeinlagen. Nun steht auch die Tracklist fest – Vorfreude ist die schönste Freude und so freuen wir uns auf „REINHARD MEY in Wien – the Songmaker“.

Ganz besonders werden sich die Vinyl-Fans freuen: Das Album wird auch als 3-LP-Set erscheinen.

Informationstext der Plattenfirma

Eine leere BĂŒhne vor einem schwarzen Vorhang, keine VideowĂ€nde, kein Teleprompter, nur ein Mikrofon, eine Konzertgitarre im Lichtkegel. Verhaltenes Stimmengewirr in der Arena, das bei dem Ritual verstummt, das vielen vertraut ist, „um die IntimitĂ€t des Konzerts zu bewahren“, bittet die Stimme seiner Tochter Victoria vom Band, „
 nicht zu filmen und zu fotografieren“. Applaus, die Menschen werden die Bitte respektieren, alle wissen, dass sie zu ihrem Foto kommen, wenn es eine Zugabe gibt. Das Saallicht erlischt, die Scheinwerfer gehen an, der SĂ€nger ganz in schwarz betritt die BĂŒhne, verneigt sich, nimmt die Gitarre und singt „Ich wollte wie Orpheus singen“, sein erstes Lied, sechzig Jahre ist es alt und klingt, als wĂ€re es gestern entstanden.

Die schwarzen Haare sind ergraut, doch die Stimme klingt wie einst, und das alte Feuer, die alte Spielfreude beseelen ihn noch immer. Das GlĂŒck und die Dankbarkeit, nach fĂŒnf Jahren endlich wieder auf der BĂŒhne zu stehen und fĂŒr leibhaftige Menschen zu singen, schwingen mit in jedem Lied, das folgen wird. Es sind Lieder aus seinem unerschöpflichen Repertoire, frĂŒhe Kostbarkeiten wie „Die erste Stunde“, „Dieter Malinek, Ulla und ich“ oder „Ich liebe Dich“, aneinandergereiht in einer wohl durchdachten Choreografie, die zusammen mit den neuen Liedern aus dem „Haus an der Ampel“ eine Lebensgeschichte erzĂ€hlt. Eine Geschichte von Freude und Kummer, von Schmerz und Zuversicht, das hohe Lied von Freundschaft und Hoffnung und Liebe.

Bewegend die Stille im Saal wĂ€hrend der Lieder, ĂŒberwĂ€ltigend die Emotionen, die sich im Applaus befreien. FĂŒr den Gast im obersten Rang der Arena ist der SĂ€nger nur groß wie ein Stecknadelkopf, aber er vermisst nichts, keine Lightshow, keine Nebel auf der BĂŒhne, keine spĂ€rlich bekleideten TĂ€nzerinnen, keine Flammenwerfer. Da ist ein einsamer Mann, der zurĂŒcktritt, seine Lieder in den Vordergrund stellt, ein Puppenspieler hinter dem Vorhang, der die Marionetten die Geschichte erzĂ€hlen lĂ€sst. Den SĂ€nger braucht man nur zu hören, die makellose Tontechnik trĂ€gt jedes seiner Worte, jeden Klang an den fernsten Platz.

Reinhard Mey singt ohne trennendes In-Ear-Monitoring, er will jedes Lachen, jedes Seufzen, jedes RĂ€uspern, jede kleinste Regung des Publikums spĂŒren, sein Auftritt ist kein Abspulen eines Programms, es ist ein ZwiegesprĂ€ch mit dem Publikum. Er singt seine Lieder, aber das Lebendige entsteht erst aus der Anteilnahme des Publikums. Einen Abend lang erfĂŒllt dieser Dialog, dieser Einklang den Saal bis zum letzten Lied. Saallicht an, drei Zugaben, die die Menschen lange kennen, auf die sie gewartet haben, und in die sie wie selbstverstĂ€ndlich einstimmen, ein leiser Gesang geborgen in einer vertrauten Freundesrunde. Man kennt sich, ist so verschieden und doch gleich gestimmt, hat sich lange nicht gesehen und findet sich an diesem Abend in diesen Liedern wieder.

Alle 16 Konzerte der Arena-Tour sind aufgenommen, alle waren einzig und unvergesslich, nicht leicht, eines auszuwĂ€hlen. Reinhard Mey hat sich fĂŒr das letzte Konzert entschieden, den letzten Abend im Wiener Konzerthaus, in dem vor ĂŒber 50 Jahren alles fĂŒr ihn begann.

Das Live-Doppelalbum enthĂ€lt alle 22 Lieder dieses Konzerts und als Bonus—Track „the song maker“, ein Lied das ihm sein Schwiegersohn, der kanadische Singer-Songwriter Matthew Pearn, zum Tourneeabschied geschenkt hat.

Tracklist

CD1

  1. Ich wollte wie Orpheus singen
  2. Spielmann
  3. Das Haus an der Ampel
  4. In Wien
  5. Alter Freund
  6. GlĂŒck ist, wenn Du Freunde hast
  7. Die erste Stunde
  8. Dann mach’s gut
  9. Wir haben jedem Kind ein Haus gegeben
  10. HĂ€ng Dein Herz nicht an einen Hund

CD 2

  1. Ich liebe es, unter Menschen zu sein
  2. Dieter Malinek, Ulla und ich
  3. Weißt Du noch, Etienne?
  4. Der Vater und das Kind
  5. Ich liebe dich
  6. MĂ€nner im Baumarkt
  7. Zimmer mit Aussicht
  8. Gerhard und Frank
  9. Was will ich mehr
  10. Über den Wolken
  11. Viertel vor sieben
  12. Gute Nacht, Freunde
  13. The song maker

Quelle Pressetext: Universal Music

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