RAMON ROSELLY, KERSTIN OTT u. a. – Starke Schlagerpräsenz im obersten Sechstel der Charts Kommentare deaktiviert für RAMON ROSELLY, KERSTIN OTT u. a. – Starke Schlagerpräsenz im obersten Sechstel der Charts

Ein Bild von Schlagerprofis.de

Nach wie vor ist der deutsche Schlager in den Top-100 der deutschen Albumcharts sehr gut vertreten. Ein Blick auf das „oberste Sechstel“ der Hitliste lässt nicht weniger Schlagerfreunde mit der Zunge schnalzen – nicht weniger als sieben Schlageralben befinden sich in den „Top-17“ der offiziellen Albumcharts:

Platz 2: RAMON ROSELLY – „Herzenssache“ 

Zum vierten Mal in den Top-3 der Albumcharts ist ein großer Erfolg für den diesjährigen Superstar.

Platz 6: DIE SCHLAGERPILOTEN – „Santo Domingo“

Die würdigen „Nachfolger der AMIGOS“ sind auch mit ihrem zweiten Album überaus erfolgreich. STEFAN PETERS, KEVIN MARX und FRANK CORDES scheinen momentan vieles richtig zu machen – auch in der dritten Chartwoche ist das Trio gut platziert – hilfreich war hier wohl auch ein Auftritt bei BERNHARD BRINKs „Schlagern des Monats“, bei dem auch RAMON ROSELLY und MARIANNE ROSENBERG zu Gast waren.

– Platz 7: KERSTIN OTT – „Ich muss dir was sagen“

Mit unverändertem Erfolg platziert sich KERSTIN OTT mit ihrem Lied „Ich muss dir was sagen“. in den Charts. Das Album ist sit über einem halben Jahr (27 Wochen) in den Top-30 und macht nun das Dutzend an Top-10-Platzierungen voll -Gratulation, KERSTIN OTT!

– Platz 8: SANTIANO – „MTV Unplugged“

„Zack ahoi!“ heißt es schon seit vielen Monaten. 29 Wochen dabei – zum 9. Mal Top-10 – auch SANTIANO kann stolz auf eine echte „Serie“ sein, die nicht selbstverständlich ist. Wir gratulieren den norddeutschen Jungs zum anhaltenden Erfolg. Auch wenn die Jungs eigentlich von ihrer Plattenfirma mit dem Label „volkstümliche Musik“ versehen werden, passen sie (z. B. als Silbereisen-Stammgäste) eins A in diese Auflistung.

Platz 14: MARIANNE ROSENBERG – „Im Namen der Liebe

Großen Erfolg feiert MARIANNE ROSENBERG kurz vor ihrem 50. Bühnenjubiläum. Mit „Im Namen der Liebe“ ist ihr zum allerersten Mal in ihrer Karriere ein Nummer-1-Album gelungen. Seit immerhin acht Wochen steht das Album in den Top-30 – ein toller Erfolg für die Kultsängerin. Es zeichnet sich ab, dass „Im Namen der Liebe“ auch das in den Albumcharts langlebigste Album der Berlinerin ist – wir drücken die Daumen.

Platz 15: GIOVANNI ZARRELLA – „La Vita é bella“

Als GIOVANNI ZARRELLA mit der Idee angetreten ist, deutsche Schlagerklassiker in italienischer Sprache zu präsentieren, hätte wohl niemand erwartet, welch nachhaltiger Erfolg daraus entsteht. Kurios: In der Woche nach ANDREA BERGs „Mosaik“-Konzert ist das Album des Talkpartners GIOVANNI ZARRELLA besser platziert als ANDREA BERG mit „Mosaik“, deren Livealbum allerdings auch erst am vergangenen Freitag erschienen ist. Unglaubliche 42 Wochen ist das Erfolgsalbum bereits in den Charts, auch wenn in der offiziellen List der letzten Woche „10. Woche“ steht – aber wir haben mal genau nachgerechnet :-)…

Platz 16: MATTHIAS REIM – „MR20“

Im 30. Karrierejahr ist MATTHIAS REIM mit seinem 20. Album erfolgreicher denn je. Schon seit 28 Wochen befindet sich das Album in den Top-50. Zum Vergleich: Das Vorgängeralbum „Meteor“ war 20 Wochen in Charts, also in den Top-100. Auch hier können wir nur den Hut ziehen. Wir freuen uns schon auf den 5. Juni, wenn das neue Album von CHRISTIN STARK und damit auch ein Duett mit MATZE kommen wird.

– Platz 17: DJ ÖTZI – 20 Jahre DJ Ötzi -Party ohne Ende

Momentan werden viele Jubiläen gefeiert – 50 Jahre Rosenberg, 30 Jahre Reim, da gilt es auch, 20 Jahre DJ Ötzi zu feiern – und das tut der mit einer Gold-dekorierten Best-Of-Sampler. 20 Jahre nach „Anton aus Tirol“ ist Gerrys Beliebtheit ungebrochen. Mit 40 Wochen ist die CD bemerkenswert lange in den Charts – eine so lange Zeit konnte DJ Ötzi in 20 Jahren nur mit einem Album erreichen – Gratulation!

Foto: Logo GfK / offizielle Charts

 

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Gastkommentar: „Schlager des Monats“ – Der deutsche Schlager: „Einerlei oder Abwechslung und Innovation?“ 0

Schlager des Monats

Kolumne von THOMAS KAISER

Unser Kolumnist THOMAS KAISER hat sich vorgestern die von Schlagertitan BERNHARD BRINK moderierten „Schlager des Monats“ angesehen und spontan dazu einen Text geschrieben, weil ihm eine gewisse Einfalt der aktuellen Schlagerproduktionen aufgefallen ist. Gerne stellen wir seine Betrachtungen hier zur Diskussion:

Dilemma in der Schlagerszene

BERNHARD BRINK präsentierte wie immer am ersten Freitag des Monats die aktuellen Schlagercharts. Die vorgestrige Ausgabe zeigte nach meinem Empfinden unabhängig von der Corona-Krise das Dilemma, in welchem sich die deutschsprachige Schlagerszene zurzeit befindet.

Eintönige Produktionen

Los ging es mit den GRUBERTALERN auf Platz 49 mit „Warum haben wir’s nicht längst getan“. Darauf folgten FANTASY mit ihrem neuen Video zu dem Lied „Tretboot“. An den GRUBERTALERN und FANTASY ist zu hören, dass immer nur Effekte und Arrangements im Vordergrund stehen. Dazu kommt, dass der Rhythmus und die Beats immer nur aus einem Muster bestehen. Ein ewiges „Bum, Bum, Bum“. Dies erklingt mal stärker und mal weniger stärker ausgeprägt. Das Tempo variiert auch nur zwischen schnell und langsamer.

Fließbandarbeit statt innovativer Ideenvielfalt

Auch die AMIGOS oder DANIELA ALFINITO bringen nichts Neues und Innovatives hervor. Das demnächst erscheinende Album „Tausend Träume“ der AMIGOS klingt wie eine Kopie der vorangegangenen Alben. Bei DANIELA ALFINITO ist es dasselbe, sie klingt wie eine Kopie der Amigos. Diese Ideenlosigkeit in den Kompositionen und der Umsetzung liegt vielleicht daran, dass viele Schlagerkünstler ihre Alben in zu kurzen Abständen veröffentlichen. Zwischen den neuen Alben der AMIGOS und von FANTASY und den Vorgängeralben liegt gerade mal ca. ein Jahr. Das sieht nach Fließbandarbeit und nicht nach wirklichem Komponieren und Arrangieren aus. Alles wird nach einem Schema abgearbeitet. Sämtliche Innovation wird dadurch im Keim erstickt. Ein entstehendes Album braucht auch die Zeit um zu reifen. Schnell, schnell ist hier fehl am Platz.

Vorbild HELENE FISCHER

Den Komponisten, Produzenten und den Künstlern selber scheinen aber auch in der Gesamtheit die Ideen und Möglichkeiten und die Raffinesse abhanden gekommen zu sein. Vielleicht lässt sich dadurch auch das Fehlen von echten Instrumenten erklären. Kein Orchester, kein Klavier, kein Flügel, keine Trompeten, keine Posaunen oder ein Saxophon kommen zum Einsatz. Als Vorbild dient hier HELENE FISCHER. Sie hat in der Vergangenheit gezeigt, dass man es auch anders machen kann.

Rhythmus und Effekte statt Melodie und Harmonie

Darüber hinaus scheinen zwei weitere wichtige Mittel, die wichtigsten Merkmale überhaupt, nicht mehr präsent zu sein. Die Melodien und Harmonien. Sie sollten gerade in der Schlagermusik im Vordergrund stehen. Dies ist leider nicht der Fall. Die Rhythmen und Effekte haben absolut die Oberhand gewonnen.

Kritik an Superstars wird als Gotteslästerung empfunden

Auch bei ROLAND KAISER zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Single „Lang nicht mehr gemacht“ kann nur im Refrain überzeugen. In der Strophe fällt sofort auch das viel zu dominante Schlagzeug auf. Richtige Melodien sucht man vergeblich. Finalisiert wird das dann durch THOMAS ANDERS und FLORIAN SILBEREISEN auf Platz 1. Es ist erstaunlich, drei Songs und Videos in Folge zu veröffentlichen die fast alle gleich klingen, keine Vielfalt bieten. Kritik wird zurückgehalten. Vielleicht, weil man sich sonst der Gefahr aussetzt, Gotteslästerung zu betreiben. Nach dem Motto: „THOMAS ANDERS und FLORIAN SILBEREISEN darf man nicht kritisieren. Sie machen immer alles richtig.“ Die Schlagerprofis-Kritik zu dem Duett-Album kann man HIER nachlesen.

Mut zum Retrosound erwünscht

Auch weitere gezeigte Songs von VANESSA MAI oder DJ HERZBEAT / SONIA LIEBING kommen über Rhythmus und Beats nicht hinaus. Der einzige, der aus dem Rahmen fällt, ist RAMON ROSELLY. Sein Album hat einen starken 70er-Jahre-Einschlag, was in meinen Augen der Schlagerszene sehr gut tut. Vielleicht sollten sich alle in der Schlagerszene-Tätigen daran ein Beispiel nehmen und doch mehr Retro-Feeling zutrauen.

Videos wissen nicht zu überzeugen

Enttäuscht hat mich auch ein wenig das neue Video von MARIANNE ROSENBERG zu „Hallo mein Freund“. Ihre Outfits sind der Knaller, das bekommt nur sie so hin. Aber warum bitte wird die Fahrt mit dem Auto so unecht, so künstlich dargestellt. Auch das Video von FANTASY wirkt absolut konstruiert, fast schon dilettantisch. MARIANNE ROSENBERG und FANTASY können das viel besser. Wahrscheinlich hat hier Corona seine Hände mit im Spiel. 

Noch ein paar Worte zu der Sendung selber:

Schade, dass man die neuen Lieder von MAXIMILIAN ARLAND, JENS BOGNER, welcher mir unbekannt ist, und NORMAN LANGEN nur im Schnelldurchlauf präsentiert hat. Gerade MAXIMILIAN ARLAND und NORMAN LANGEN hätten in der Szene viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Warum wurde der Geburtstag von BEATRICE EGLI nicht bei den Schlagergeburtstagen erwähnt, sondern nur so nebenbei in der Sparte „Klatsch und Tratsch“? Merkwürdig…

Schlagerprofessor Dr. GILOTH?

Kurios, dass Herr Dr. MATHIAS GILOTH (GfK) von Bernhard Brink auf den Thron des „Schlagerprofessors“ gehoben wurde. Herr Dr. GILOTH steht demzufolge also für das gesamte Weltwissen des deutschen Schlagers, der deutschen Musik überhaupt. GILOTH  entkräftete das ganze aber sofort mit Gegenworten.

Störende Einblendung am Bildrand

Warum wird am Ende der Sendung nicht ein Band am unteren Rand durchgezogen. Die bis jetzt übliche Einblendung nimmt einem zu gut 1/3 die Sicht auf das Video. Sehr unglücklich gewählt, das sollte geändert werden.

Ordentliche Quote

Gerne ergänzen wir noch die Einschaltquote der „Juni“-Sendung (Rückblick auf Juni): Mit 12,7 Prozent Marktanteil und 378.000 Zuschauern im MDR-Sendegebiet kann man recht zufrieden sein – und wir finden gut, dass es überhaupt eine einigermaßen „neutrale“ Schlager-Hitparaden-Sendung gibt, in der auch erfolgreiche Acts wie die SCHLAGERPILOTEN gespielt werden, die ja in den großen TV-Shows erstaunlicherweise (noch) nicht gespielt werden.

Kolumne: Thomas Kaiser

Bild: MDR/fmp/Evelyn Sander

RAMON ROSELLY, FANTASY, ANDY BORG, JÜRGEN DREWS u. a.: Staraufmarsch bei „Immer wieder sonntags“ 0

Immer wieder sonntags – Stefan Mross

„Immer wieder sonntags“ – RAMON ROSELLY gibt sich erstmals die Ehre      

Während der ZDF-Fernsehgarten weitgehend bei der 90er-Sendung am kommenden Sonntag auf Schlagergäste verzichtet (wir berichteten), fährt STEFAN MROSS in seiner Sendung „Immer wieder sonntags“ am 5. Juli ganz groß auf mit folgender erweiterter Gästeliste. Selbst RAMON ROSELLY gibt sich die Ehre:

  • RAMON ROSELLY
  • FANTASY
  • ANDY BORG
  • JÜRGEN DREWS
  • WIND
  • GIOVANNI ZARRELLA
  • DIE JUNGEN ZILLERTALER
  • MICHAEL VON DER HEIDE
  • EVA LUGINGER
  • TIROLER WIND
  • DUI DO ON DE SELL u. a.

Glaskugel sagt: Top-Quote

Unsere Prognose: Dieses SCHLAGERstar-Aufgebot wird die Einschaltquote bei „Immer wieder sonntags“ nach oben schrauben. Wir sind gespannt, ob unsere Glaskugel richtig liegt.

Gäste Update: VANESSA MAI u. a.

Die Gäste der kommenden Sendungen wurden aktualisiert – dabei sind einige Überraschungen! Wir präsentieren euch gerne das aktuelle Update:

Folge 8 > 05. Juli 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Fantasy, Die jungen Zillertaler, Andy Borg, Jürgen Drews, Ramon Roselly, Michael von der Heide, Tiroler Wind, Gina, Eva Luginger, Wind, Giovanni Zarrella, Dui do on de Sell u.v.m.

Folge 9 > 12. Juli 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Hansi Hinterseer, Christin Stark, Johannes Kalpers, Tom Astor, Luca Hänni, Monique, Micky Brühl Band, Volxrock, Christoph Sonntag u.v.m.

Folge 10 > 19. Juli 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Die Paldauer, Münchener Freiheit, Manuela Fellner, Zillertaler Haderlumpen, Julian David, Amigos u.v.m.

Folge 11 > 26. Juli 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Vanessa Mai, Beatrice Egli, Fantasy, Giovanni Zarrella, Reiner Kirsten, Matthias Rödder, Roberto Capitoni u.v.m.

Folge 12 > 02. August 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Olaf Berger, Die Grubentaler, Nockis, Olaf der Flipper, Florian Fesl, Bernd Stelter u.v.m.

Folge 13 > 09. August 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Jürgen Drews, Heinrich del Core, Konrad Stöckel u.v.m

Folge 14 > 16. August 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Ross Antony, Pia Malo, Die Edlseer, Tanja Lasch, Judith & Mel, Graziano u.v.m.

Folge 15 > 23. August 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Geri der Klostertaler, Sigrid & Marina, Gèraldine Olivier u.v.m.

Folge 16 > 30. August 2020 / WH im SWR-Fernsehen um 14:30 Uhr

Die Dorfrocker, Kerstin Ott, Laura Wilde, Konrad Stöckel, Frau Wäber u.v.m.

Best of IWS 2020 > 06. September 2020 / WH im SWR Fernsehen um 14:30 Uhr

Quelle: SWR