ANDREA BERG: Enttäuschende Quote für ihr ZDF-Mosaik-Konzert 6

Andrea Berg Mosaik Live Tour

Andrea Berg „Mosaik Konzert“

Der Samstagabend scheint kein guter Sendetermin für ein Livekonzert  zu sein. Mit 3,11 Millionen Zuschauern bei einem Marktanteil von 9,1 Prozent können die Mainzer nicht zufrieden sein, leider ist das eine fast schon „historisch schlechte“ Quote – erstmals seit 14 Monaten ist der Marktanteil einstellig, das erlebte das ZDF am Samstagabend zuletzt mit der „Goldenen Kamera“ – welche Konsequenzen daraus gezogen wurden, ist bekannt.

Vergleich mit HELENE-FISCHER-SHOW unpassend

Sehr gerne werden nun natürlich Vergleiche mit den extrem guten Quoten der HELENE-FISCHER-SHOW gezogen. In der Tat hat die mit 20,4 Prozent Marktanteil bei 5,92 Mio. Zuschauern ein fast doppelt so großes Publikum angezogen. Hier werden aber Äpfel mit Birnen verglichen. Während von ANDREA BERG eine Konzert-Dokumentation gezeigt wurde, ist die HELENE-FISCHER-SHOW ein jährliches Event mit vielen Stargästen, bei HELENE schalten natürlich auch die Fans ihrer hochkarätigen Stargäste ein.

HELENE-FISCHER-Konzertfilm „Spürst du das?“ auf ähnlichem Quoten-Niveau

Man müsste also den Vergleich mit einem Konzertmitschnitt ziehen. Da relativieren sich die Zahlen dann etwas. HELENES im vergangenen Jahr ausgestrahlte Konzert-Doku „Spürst du das?“ erreichte 2,88 Mio. Zuschauer, was einem Marktanteil von 13,3 Prozent entsprach. Auch HELENEs Konzert wurde an einem Samstagabend ausgestrahlt – allerdings mitten im Sommer, nämlich am 24. August 2019, so dass die Gesamtzahl der Zuschauer einem deutlich 2-stelligen Marktanteil entsprach.

Samstagabend kein guter Sendeplatz für Livekonzerte

So bitter es ist, muss man als Fazit wohl ziehen, dass der Samstagabend offensichtlich kein guter Termin für die Ausstrahlung von großen Schlagerkonzert-Events zu sein scheint. Wobei es immer darauf ankommt – wenn ein Eventcharakter dabei ist, sieht das wieder anders aus, hier sei an die „Kaisermaia“ erinnert, die dem MDR in der Regel sehr gute Quoten beschert. Wir hoffen, dass sich das ZDF und andere Sender nicht entmutigen lassen und weiter schöne Konzertmitschnitte bringen – es muss ja nicht immer am Samstagabend sein…

Die echten ANDREA-BERG-Fans freuen sich allerdings erst mal auf den kommenden Freitag – dann erscheint „Mosaik Live“ als Doppel-CD inkl. einer DVD mit den Highlights des Konzerts…

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6 Kommentare

  1. Ich erinnere nur an die schlechten Quoten des Farbenspiel-Konzertes von Helene Fischer aus München im November 2013 im ZDF. Es liegt nicht unbedingt an Andrea Berg.

    1. Der Vergleich passt nun überhaupt nicht! Das war um 21:45 Uhr (also schon mal eine andere Uhrzeit) und es war die Album-Vorstellung von Farbenspiel, d.h. das war kein „normales“ Konzert und noch vor der VÖ von Atemlos.
      Außerdem war die Quote für so ein Event mit 9,4% nicht schlecht.

      Das Farbenspiel-Konzert am 5. September 2015 hatte eine Quote von 14,7%!!!

    2. Diese TV-Sendung mit Andra Berg war eine der besten Sendungen in der letzten Zeit. Ich bezweifele, dass diese Quotenermittelung überhaupt etwas taugt um über die Qualität etwas auszusagen. Denn sonst habe ich große Zweifel, dass ARD und ZDF überhaupt ein Recht haben Rundfunkgebühren für den Mist, den diese produzieren zu verlangen. Beide TV-Sender sind meist unfähig seinen Kunden etwas zu bieten.

  2. Aber genau DAS steht doch im Artikel, dass Helene Fischer mit ihren Konzertmitschnitten auch nicht bedeutend bessere Quoten erzielt, auch wenn ihr Marktanteil deutlich im 2-stelligen Bereich war – tztztz…

  3. Die Quote von „Spürst du das“ war 37% besser. Die Ausstrahlung war in den Sommerferien, die Konkurrenz in anderen Programmen war deutlich größer und etwas, weshalb im Prinzip alle daheim waren gabs da auch nicht! Da relativiert sich nicht viel, Helenes Quote(n) waren besser.

INA MÜLLER: Ihr neues Album „55“ in der Schlagerprofis-Rezension 0

Bild von Schlagerprofis.de

Ein bemerkenswertes Album hat INA MÜLLER mit „55“ hingelegt, das so richtig schön „aus dem Leben gegriffen“ ist und vielfach nach autobiografischen Inhalten klingt – zumindest bieten fast alle Titel wohl für fast alle Fans der Sängerin und Moderatorin Identifikationspotenzial.

„Irgendwie vermiss ich dich, obwohl du da bist“ – mit diesen Worten beschreibt INA MÜLLER eine langjährige Beziehung, aus der anscheinend „die Luft raus ist“. Trotz körperlicher Nähe ist offensichtlich im Laufe der Zeit eine emotionale Distanz geworden. Die Sportschau ist offensichtlich von höherer Priorität, wenn „Werder gegen Hannover führt“ – ein eher melancholischer Einstieg ins Album, obwohl es sich um eine Uptempo-Nummer handelt. Ein „Lied aus dem Leben“, das vermutlich aber keinen aktuellen autobiografischen Hintergrund hat.

In der von Piano und Streicher getragenen Ballade „Wohnung gucken“ geht es nicht etwa darum, einen neuen Lebensmittelpunkt zu finden, sondern viel mehr um INAs Sinn für (scherzhaft gesagt) Voyeurismus. Mit ihrem Partner will sie fremden Leuten eben – „in die Wohnung gucken“, um sich „die Geschichte dahinter“ auszumalen. Der gemeinsame Spaziergang macht ihr offensichtlich Freude, denn: „Es ist schön, dass du weißt, wann ich frier’“ – dieses Gefühl der Vertrautheit ist es, die laut INA offensichtlich Heimat ausmacht.

Mit „Laufen“ wird es dann unbeschwerter – mit einem fröhlichen Pfeifen wird der Einstieg ins Lied begleitet, auch wenn INA augenzwinkernd über das Älterwerden philosophiert. Wenn bei „Frau Müller“ um vier Uhr die „Rollläden raufgehen“, liegt das daran: „Früher haben wir durchgemacht, heute machen wir Pilates“. Früher stand INA laut ihrer Aussage „kurz vor einem Marathonlauf“– nun kurz davor, sich einen Treppenlift zu kaufen. Offensichtlich kommt sie angesichts der „55“ noch nicht zu sehr in Depressionen angesichts der eher fröhlichen Melodie.

Wie es ist, wenn man „fast“ ein Paar ist – aber eben nur „fast“, beschreibt INA MÜLLER mit dem Wortspiel „Fast hält länger als fest“. Mit diesem Lied beschreibt INA MÜLLER nach unserer Wahrnehmung die zunehmende Unfähigkeit, sich zu binden. Diese mangelnde Bindungsfähigkeit hat zwar Vorteile („fast perfekt“), aber birgt auch schlimme Gefahren („Ich wär fast verreckt“). Erneut zeigt sich der TV-Star von einer ungewohnt nachdenklich-melancholischen Seite.

Mal ging es mir schlecht und manchmal nicht so gut“ – erneut scheinen wir uns auf einen nicht wirklich erfreulichen Text gefasst zu machen. Sie habe sogar „Bermudas“ und „Modern Talking“ miterlebt. Eine Konstante im Leben der „Müllerin“ ist laut Textaussage „Rauchen“ – und anders als andere gibt es ein Ode an das „Rauchen“ – bezogen auf die Herren der Schöpfung sagt INA z. B.: „Erst gaben sie mir Feuer und dann ihre Nummer“ – die Möglichkeit, soziale Kontakte anzubahnen, kommt in diesem Song gut zum Ausdruck – klasse, endlich mal ein Lied für Raucher ohne erhobenen Zeigefinger, teils schön dreistimmig gesungen und mit Bluesharpsolo – ein Lied, das auch geeignet ist, um es am Lagerfeuer zu singen.

Eine Vorabauskopplung zum Album „55“ ist „Ich halt die Luft an“ (, bis ich nicht mehr kann). In dem Lied geht es um die momentane Ausnahmesituation, in dem die Menschen sich nun fast schon ein Jahr lang befinden. Sehr viel Lebensfreude und Freiheit werden immer mehr beschränkt – stattdessen leben viele Menschen in Angst und Ungewissheit und würden einfach am liebsten wie INA MÜLLER eben „die Luft anhalten“, bis alles vorbei ist.

Klein und süß und jede Pose sitzt“ – INA MÜLLER beobachtet die aktuelle Lebensgefährtin ihres Ex‘ und kommt zum Schluss: „Es ist manchmal so banal“ und wundert sich, was der so „cool“ findet: Sie „sieht alles, was ich niemals für dich war“. Erneut erzählt uns INA MÜLLER ein melancholisch-nachdenkliches Lied, das dennoch Identifikationspotenzial bietet – es kommt sicher oft vor, dass man sich Gedanken darüber macht, woran eine Beziehung gescheitert ist bzw. um es mit INA zu sagen: „So hätt‘ ich also sein sollen“.

Ähnlich wie „I Need A Dollar“ startet musikalisch der „Eichhörnchentag“, in dem sich sicher auch sehr viele Menschen wiederfinden: Es geht um Dinge, die man im Alltag verliert und „in der Wohnung wie blöd auf und ab rennt“, um Gegenstände zu finden, die man doch gerade noch in der Hand hatte – wer kennt das nicht!? („…und ich hab vergessen, wo ich alles verbuddelt hab‘“) – Ein lustiger und beschwingter Titel: „Die kleinen grauen Zellen kommen nicht aus dem Quark“.

Das wertvollste, was uns Menschen wohl gegeben ist, ist die Zeit. Nachdenklich sinniert INA MÜLLER in „Die Zeit läuft dir davon“ darüber, wie schnell schöne Momente vergehen: „Sie klaut dir dein Leben und du stehst daneben“ – ein Thema, das auch schon der große UDO JÜRGENS zu Liedern gemacht hat („Wer hat meine Zeit gefunden?“, „Heute beginnt der Rest deines Lebens“). Passend zur Album-Trilogie „Weiblich, ledig, 40“, „48“ und nun „55“ passt das Thema auf das Album.

Ein seltenes Songthema greift INA MÜLLER mit „Wie Heroin“ auf. Nein, hier geht es nicht um Drogenkonsum – oder etwa doch? Von der Konsistenz her wäre „Wie Kokain“ vielleicht noch treffender gewesen – es geht nämlich um Zucker. Und wenn INA hungrig (oder gar „unterzuckert“?) ist, liegen die Nerven blank. Das geht so weit, dass sie das „Laptop durch’s Fenster warf“ und dummerweise „damit deinen Wagen traf“ – Schuld daran war der Verzicht auf Zucker. Da wird dem geliebten Partner dann schon mal an den Kopf geworfen, dass er ein „Verlierertyp“ sei und er „zu dick“ sei, aber nach der Nahrungsaufnahme kommt sie zur Erkenntnis: „an dir ist nicht alles schlecht!“. – Vermutlich ein Song mit ähnlichem Identifikationspotenzial wie „Rauchen“. Da verzeiht man es dann auch, dass die Melodie des Songs stark an einen BLÄCK-FÖÖSS-Klassiker erinnert.

Auf den ersten Blick überraschend, macht INA MÜLLER auf ihrem „55“ betitelten Album ausgerechnet „Das erste halbe Mal“ zum Thema. Erneut schildert sie Dinge, wie sie wohl sehr viele ihrer Fans erlebt haben, wenn „seine Mutter mich damals nicht gemacht hat“ und dann ständig anklopft, um sich nach dem Wohlbefinden zu erkundigen. Auch der „Hosenknopf von meiner neuen Jeans“ ließ die damalige Liebschaft verzweifeln. Die Popgruppe TEENS wird stolz sein, es noch 2020 in einen Song zu schaffen, denn: „Im Radiorecorder lief „Gimme Gimme Gimme von den TEENS“ (- wobei es vielleicht auch dem geschuldet ist, dass sich „TEENS“ so schön auf „Jeans“ reimt). Dann kommt die Aufklärung, warum das Lied eben doch zu „55“ passt, weil der damalige Freund „beim LIDL an der Kasse“ gesichtet wurde – und sich nur „minimal“ dort bewegt habe – eben „wie bei unserem ersten halben Mal“ – ein augenzwinkernder Abschluss eines erneut amüsanten Songs, auch wenn der körperliche Kontakt wohl eher schmerzhaft war.

Mit einer Ode an ihre Heimatstadt Hamburg beschließt INA MÜLLER ihr Album – vom Piano begleitet, erschafft sie so etwas wie die moderne Version von „Guten Abend, gute Nacht“ präsentiert: „Morgen früh, wenn der liebe Gott will…, wird die ganze Stadt wieder wach“. Ein emotionales Liebeslied an eine wirklich tolle Stadt.

Unter dem Strich darf man INA MÜLLER ein sehr gelungenes Album attestieren, das ähnlich stark ist wie ihr erstes Album mit einer Lebensalter-Zahl („Weiblich – ledig – 40“) –und das ist ein Kompliment. Neben ihrem Lebensgefährten JOHANNES OERDING und BENNI DERNHOFF ist mit dem Textdichter FRANK RAMOND quasi ein „Mann der ersten Stunde“ dabei, der nach wie vor Texte auf hohem Niveau dichtet. Die Lieder sind so richtig schön aus dem Leben gegriffen und hochwertig produziert – wir drücken demzufolge feste die Daumen, dass INA MÜLLER einmal mehr die Top-5 der offiziellen Albumcharts stürmt…

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Das Album gibt es in drei Varianten:

– als „normale“ CD
– als „Limited Edition“ mit einer Bonus-CD, auf denen Ausschnitte aus INAs Nacht zu finden sind und ein Bonussong namens „Fünf Minuten“, der uns zur Rezension nicht vorlag sowie
– die „Limited Edition“ mit „Colored Vinyl“ (Vorsicht: Das Album soll mit der Geschwindigkeit „45“ abgespielt werden.

FLORIAN SILBEREISEN & THOMAS ANDERS zu Gast in 2 hochkarätigen Samstagabendshows 2

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THOMAS ANDERS verrät: In den kommenden Wochen gleich 2 große Auftritte

Da werden sich die Fans von FLORIAN SILBEREISEN & THOMAS buchstäblich doppelt freuen: Wie THOMAS ANDERS auf seinen sozialen Kanälen verriet, wird er gemeinsam mit FLORIAN SILBEREISEN in den kommenden zwei Wochen gleich 2-mal bei großen Samstagabendshows auftreten.

Gleich zwei Songs beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“

THOMAS ANDERS kündigt sein Erscheinen beim „Adventsfest der 100.000 Lichter“ an – damit haben wohl fast alle Fans gerechnet, das hat er ja teilweise auch schon selber angekündigt. Eine freudige Überraschung für die Freunde von FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS ist aber DIE: Die beiden singen gleich zwei – Zitat – „wunderbare Songs“ aus ihrem Erfolgsalbum, das einen Tag vor der Show auch im Vinylformat erscheinen wird. Wenn das nicht „good News“ sind?

Auch bei „Ein Herz für Kinder“ dabei

EIn Ritterschlag ist „alle Jahre wieder“ ein Auftritt bei der großen TV-Show „Ein Herz für Kinder“. Auch in dieser ZDF-Sendung werden FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS dabei sein. Wir drücken die Daumen für zwei schöne Auftritte!

Foto: TELAMO / Dominik Beckmann