DRIES HOLTEN: Textdichter von „Immer wieder sonntags“ verstorben Kommentare deaktiviert für DRIES HOLTEN: Textdichter von „Immer wieder sonntags“ verstorben

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Der Sänger, Bassist und Komponist Dries Holten ist im ALter von 84 Jahren verstorben. Die deutschen Fans kennen ihn vielleicht noch als Andres,  die Hälfte des Duos Sandra und Andres, das er mit der Sandra Reemer, die ebenfalls indonesische Wurzeln hatte, gegründet hat (1966 bis 1975). Später gründete er mit Rosy Pereira das Duo Rosy & Andres.

Holten wurde am 30. Januar 1936 in Cimahi auf Java in Niederländisch-Ostindien als Sohn eines Soldaten geboren.  Als die Insel von Japan 1942 besetzt wurde, floh seine Familie in die Niederlande. Dort begann Holten seine musikalische Karriere zunächst als Bassist bei „De Notenkrakers“ in Venlo. Später war er bei der Band „New Five“ tätig.

Als Duo „Sandra & Andres“ gelang 1968 ein erster Hit mit dem Song „Storybook Children“, der sich 13 Wochen lang unter den Top 40 halten konnte. Sandra und Andres waren privat kein Paar. Andres war damals verheiratet, er hat zwei Kinder. Im Jahr 1972 holten die beiden  den vierten Platz beim Eurovision Song Contest für die Niederlande mit dem Hit „What Do I Do“ (bzw. niederländisch „Als het om de liefde„). Auch in Deutschland schlug das stimmungsvolle Lied als „Was soll ich tun?“ u. a. in der ZDF-Hitparade ein, wo Sandra & Andres sich mit diesem Lied gleich 3-mal präsentieren durften. Nach dem TV-Debut im legendären „Musik aus Studio B.“ traten Sandra & Andres u. a. auch bei der „Disco“ von Ilja Richter auf. – Das Erfolgsrezept der beiden wurde auf der deutschen Debut-LP beschrieben: „Stimmen von exotischer Klangfarbe“ und der „Mut, Songs romantischer Prägung zu singen“ seien ausschlaggebend für den Erfolg des Duos.

Ein Pluspunkt war damals sicherlich die Zusammenarbeit mit dem legendären Komponisten und Produzenten Hans van Hemert, der u. a. den Riesenhit „How Do You Do“ geschrieben hatte.

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Mit schwungvollen Liedern ging die Karriere auch in Deutschland weiter. Ein kleiner Hit war dabei „Tschinderassassa“. Kurz danach wurde im November 1974 die Trennung des Duos Sandra & Andres bekanntgegeben – Holten wolle sich auf seine Songautoren-Eigenschaften konzentrieren, während Sandra Reemer eine Solokarriere anstrebte.

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Als letzte Single wurde „Oh, Nous Sommes Très Amoureux“ veröffentlicht – weder die Originalaufnahme noch die deutsche Version „So geht das jede Nacht“ wurden in Deutschland erfolgreich.

Als sich Sandra & Andres 1975 endgültig trennten, machte Holten mit Rosy Pereira als „Rosy & Andres“ weiter, diesmal bei der Plattenfirma Telefunken. 1975 gelang der Hit „Sausalito“, der auch in deutscher Sprache erschienen ist. Sehr erfolgreich war die Adaption des Liedes „My Love“ ein Jahr später, mit dem Rosy & Andres die Top-3 der niederländischen Charts erobern konnten. In Deutschland waren die Versionen von Adam & Eve sowie Maron Maerz & Antony erfolgreicher. Den Song stellten sie nicht in der ZDF-Hitparade vor, dafür aber im Februar 1977 in der ZDF-Drehscheibe vor. – Nach dem Ende dieses Projekts machte Andres 1988 noch eine Zeitlang mit der Sängerin Debbie Hartman als „Debbie & Andres“ weiter.Die engleische Sprache brachte Rosy & Andres in Deutschland kein Glück – Lieder wie „I Believe In You“ waren schon wegen der Sprache nicht mehr ZDF-Hitparaden-kompatibel.

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Andres war nicht nur in eigener Sache tätig, er schrieb auch für andere Künstler. So komponierte er für die Kollegen Mouth & MacNeal und verfasste den Text „Immer wieder sonntags“ für „Cindy & Bert“ (ja, das „dibidibi dib dib dib“ ist auch von ihm).

Holten veröffentlicht unter seinem Namen auch Solo-Schallplatten – als „Andres“ oder auch als Andy Wood. Sein Repertoire erstreckte sich hauptsächlich auf Karnevalslieder und westliche Interpretationen indischer Lieder. Im Jahr 1998 veröffentlichte er den Song „Incredible“, der sich als Hommage an den Skifahrer Gianni Rome verstand, der bei den Olympischen Winterspielen in Nagano doppeltes Gold gewann.

Dries Holten erlag am 15. April 2020 einem Krebsleiden. Sein Tod wurde von der Familie nach seiner Einäscherung bekanntgegeben. Seine Gesangspartnerin Sandra Reemer ist bereits im Jahr 2017 verstorben.

Wir fänden es schön, wenn zum Auftakt der diesjährigen „Immer wieder sonntags“-Tour an DRIES HOLTEN erinnert werden würde. Der Mann hat zweifelsohne Schlagergeschichte geschrieben.

Stephan Imming

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Roland Kaiser

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Damit nicht genug – wem das immer noch nicht genug ROLAND KAISER ist, dem die Sendung am 8. August 2020 ans Herz gelegt- der WDR wiederholt ab 22.30 Uhr die Sendung „Vom Findelkind zum Superstar“.

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Über den „ersten Kuss“ wird gerne und oft im Schlager gesungen. MARINA MARX und ihre Songautoren JULIA und WOLFGANG VON WEBENAU, ACHIM KLEIST, KALVIN POCKORNY und ANDREAS MEHLHORN hatten eine originelle Idee und haben den „letzten Kuss“ zum Thema gemacht, der am Ende einer Beziehung steht. Im Pressetext erzählt MARINA, dass es autobiografische Hintergründe gibt  und sie sich sowohl an den ersten als auch an den letzten Kuss ihrer bislang einzigen großen Liebe sehr gut erinnern könne. Ein rockig arrangierter Song mit einem originelle Text – wir sind gespannt, ob MARINA MARX dieses Niveau auf ihrem gesamten Album durchziehen kann…

Textauszug

„Den ersten letzten Kuss, den vergisst man nie.
Das erste Mal Schluss – tut verdammt krass weh!
Wenn man weiß, wenn man spürt, dieser Abschied hält
für immer (Oh-oh-oh).

Den ersten letzten Kuss, den vergisst man nie.
Das erste Mal Schluss – haut dich um wie nie!
Weil du weißt, weil du fühlst, ab jetzt ist nichts mehr
wie immer (Oh-oh-oh)“

Pressetext

Am 24. Juli erscheint endlich das erste Album von Marina Marx! Klar, dass darauf die beiden Singles „One Night Stand“ und „Der geilste Fehler“ nicht fehlen dürfen.

Und wenn ihr das Album jetzt digital bei iTunes vorbestellt, könnt ihr auch den Song „Den ersten letzten Kuss“ schon vorab hören. 

Marina sagt, was sie denkt und spricht in ihren Texten dieselbe Sprache, die sie auch in der Kneipe um die Ecke spricht. Wie in der gefühlvollen und extrem persönlichen Ballade “ Den ersten letzten Kuss“: „Im Grunde lässt man sich auf eine Beziehung ein, weil man glaubt, dass sie für immer hält. Erst wenn es dann doch zu einem letzten Kuss kommt, merkt man, dass nichts selbstverständlich ist und man über kleine Fehler vielleicht hätte hinwegsehen sollen. Der Song dreht sich um meine bisher einzige wirklich große Liebesbeziehung und ich werde weder unseren ersten, noch unseren letzten Kuss je vergessen. Der Song ist mein Dankeschön an diesen Mann, aber auch an alle anderen besonderen Menschen, mit denen ich Momente voller Liebe und Glück hatte.“

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Quelle: Sony Music /  Ariola