DIETER HALLERVORDEN: Erste „Gesangskarriere“ vor über 40 Jahren Kommentare deaktiviert für DIETER HALLERVORDEN: Erste „Gesangskarriere“ vor über 40 Jahren

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Auch als Sänger erfolgreich

Anlässlich des 85. Geburtstages von DIETER HALLERVORDEN haben wir noch einmal auf dessen Gesangskarriere geschaut. DIETER HALLERVORDEN ist in erster Linie als Kabarettist und Schauspieler bekannt, allerdings war er immer wieder auch als Sänger aktiv.

Seinen großen Durchbruch erlebte DIETER HALLERVORDEN in seiner (heute wohl eher ungeliebten) Paraderolle als Didi in der Sendung „Nonstop Nonsens“, die 1975 erstmals über die Bildschirme flimmerte.

Schon früh wurden da auch Begehrlichkeiten bei der Plattenindustrie geweckt. So sang „Didi“ schon 1976 einen augenzwinkernden Tango namens „Ich bin der schönste Mann in unserer Mietskaserne“ und veröffentlichte im gleichen Jahr ein gleichnamiges Album mit zehn Liedern. Musikalisch chansoneske Züge hatte die zweite Auskopplung aus dem Album, „Mit dem Gesicht“.

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Als im Februar 1978 die neue Staffel „Nonstop Nonsens“ lief, ging es mit dem Album „Ich brech‘ die Herzen“ weiter. Die Plattenfirma versprach „eigenwillige Jux-Songs“.

Richtig spannend wurde es dann aber erst im Herbst 1978, als sich „DIDI“ mit HELGA FEDDERSEN zusammentat, um eine Spaß-Version des damals sehr populären Hits „You’re the One That I Want“ zu veröffentlichen. Das Ergebnis ist bis heute bekannt: „Du die Wanne ist voll“ schrieb Schlagergeschichte. Der Superhit hielt sich 21 Wochen in den deutschen Singlecharts und schaffte es dort bis auf Platz vier.

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Kurioser Auftritt in der ZDF-Hitparade

Spannend war vor allem, dass sich DIETER HALLERVORDEN und HELGA FEDDERSEN damals für die ZDF-Hitparade qualifiziert haben, die beiden aber davon ausgingen, dass sie nicht „live“ singen müssten. Das, was heute bei allen SILBEREISEN-Shows „normal“ ist, war damals tabu – folglich durften sie zunächst nicht in Berlin antreten. Mittels einer List (nur erste Strophe live gesungen) durften damals DIDI und HELGA doch noch in HECKs Schlagertempel auftreten.

Der Erfolg war dann Ansporn genug, eine LP namens „Nonstop Nonsens“ zu veröffentlichen – mit Liedern und den besten Sketchen der Sendung.

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Als Nachfolge-Single entschied man sich erneut für die deutsche Version eines internationalen Hits. Aus dem instrumental gespielten Song  „Arabian Affair“ des „Abdul Hassan Orchestras“ wurde „Fatima – heut ist Ramadan„. – Erneut ein kleiner Hit, diesmal allerdings ohne Charts- oder ZDF-Hitparaden-Ehren.

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LP zum Bühnenprogramm

Die Single erschien auf dem Album „Plem Plem“, wozu es auch ein eigenes Bühnenprogramm gab. Gemeinsam mit Rotraud Schindler und Kurt Schmidtchen ging Hallervorden damals auf Tour. Auf der dazugehörigen LP findet sich auch die von GUNTER GABRIEL eigens geschriebene Nummer „Ich bin der Asphalt-Cowboy von Dortmund-Aplerbeck“.

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Erfolg auch nach „Nonstop Nonsens“

Nach dem Ende der TV-Serie Nonstop Nonsens und damit der Kunstfigur „Didi“ lebte dieser (eben „Didi“) allerdings auf Schallplatte weiter. Nach einer kreativen Fernsehpause kam Hallervorden ansonsten mit der selbst geschriebenen TV-Komödie „Mein Gott, Willi“ und dem Kinofilm „Ach du lieber Harry“ zurück. Musikalisch ging es mit dem Album „Didis Dussel-Disco“ weiter – eine LP, auf der er damals populäre Schlager verballhornte. So wurde aus Costa Cordalis‘ „Pan“ beispielsweise „Ich bin doch kein Hahn“.

Einen echten Hit hatte „Didi“ mit dem auf dieser LP befindlichen „Punker Maria“ (Original: „Santa Maria“) – der Schlager hielt sich 10 Wochen in den Charts und schaffte es in die Top-20. Erst kürzlich hat die Berliner Punkband DIE ÄRZTE dieses Lied in einem neuen Song zitiert. Die zweite Single dieser Machart, „Super Dudler“ (Original: „Super Trouper“) war immerhin noch ein Achtungserfolg, wobei die Textidee lustig war: Bei einem Schottlandaufenthalt lernte Didi das Dudelsackspiel und wurde zum „Super Dudler“ – darauf muss man erst mal kommen…

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JONNY HILLs Song für DIDI kommt an

Auf dem Album „Nonsens nach Noten“ waren dann 1980 noch einmal einige Sketche und Lieder der beliebten TV-Show zusammengefasst. Die ausgekoppelte Single „Tango zu dritt“ war allerdings kein großer Erfolg. Besser lief es mit einem anderen Tango, der es im Herbst 1981 in die Top-20 der Singlecharts geschafft hat: „Tierischer Tango (Mein Schatz, heut hast du Schwein)“. In dem überaus „romantischen“ Titel, den u. a. JONNY HILL für DIETER schrieb, geht es um die Liebesgeschichte eines Schweinepärchens, das bevorzugt Tango tanzt. Dabei wird dann eine Speisekarte abgehandelt – von der Haxe bis zum Gehackten. Der Titel war auch Bestandteil des Programms, mit dem Hallervorden 1981 auf Tour ging und ein dazu passendes Album veröffentlichte: „Zelleriesalat und Gitterspeise“

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Darauf enthalten war auch der schmissige Song „Willy Würger vom Finanzamt“, der allerdings kein großer Hit wurde. Auch die Parodie des damals aktuellen Songs „Rain In May“, aus der Hallervorden „Wo ist mein Toupet?“ machte, kam in der Hochzeit der Neuen Deutschen Welle nicht so gut an – die Blödelwelle war inzwischen verebbt.

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Viel Promotion für die „Welle Wahnsinn“

Mit viel Promotion-Aufwand gelang im Herbst 1982 und neuem Programm „Welle Wahnsinn“, das sogar als TV-Format produziert wurde, noch mal ein Hit: „Bauernball im Hühnerstall“ wurde in großen Shows wie „Dalli Dalli“ und dem „Musikladen“ präsentiert – allerdings nicht in der ZDF-Hitparade – vermutlich wegen des dort nach wie vor geforderten Live-Gesangs. Es sollte das letzte Album des Sängers „DIDI“ HALLERVORDEN werden.

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Film-Titelsong bei „Wetten, dass…?!“ vorgestellt

Nachdem 1983 „Die geheimen Tagebücher von E. T.“ nicht sonderlich interessant waren, erschien 1984 eine vorerst letzte Single, die DIETER HALLERVORDEN bei FRANK ELSTNERs „Wetten, dass…?!“ vorstellte: „Didi der Doppelgänger“ wurde als Film ein absoluter Kassenschlager und ist bis heute Kult („Ich brauche mehr Details“). Der von HAROLD FALTERMEYER und WOLFGANG HOFER geschriebene Titelsong hingegen fiel leider beim Publikum durch, obwohl er ordentlich produziert war.

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Sanges-Comeback zum 80. Geburtstag

Jahrzehnte nach seinem musikalischen Rückzug meldete sich DIETER auch musikalisch zurück. Vor fünf Jahren präsentierte er mit „Ihr macht mir Mut (in dieser Zeit)“ so etwas wie sein eigenes Geburtstagsständchen zum 80. Geburtstag. Davon angefixt, sprach er mit „Oh je Vau Weh“ auch wieder den Zeitgeist an. Und DONALD TRUMP war Gegenstand des Liedes „Ich bin der Präsident (und hab die schönsten Haare)“, was allerdings von vielen Kritikern als eher mäßig originell empfunden wurde.

Chamäleon bei „The Masked Singer“

Einen großen Erfolg feierte DIETER HALLERVORDEN mit seiner Teilnahme bei der PRO7-Show „The Masked Singer“, in der er das Chamäleon gab und dabei bewies, durchaus auch live singen zu können – zumindest, wenn er hinter einer Maske singt. Viel Respekt nötigte DIETER den Juroren nicht nur wegen seiner Gesangskünste, sondern auch wegen seiner körperlichen Fitness ab. In diesem Sinne wünschen wir dem singenden Schauspieler noch viele gesunde Jahre – auf dass sein Ziel, mindestens die 100 Jahre zu knacken, erreicht werden möge…

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BEATRICE EGLI & ELOY DE JONG: Erneut Top-Quoten für „Ich find Schlager toll“ 1

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Durchschnittswert der ersten Staffel noch mal deutlich verbessert

Bei der ersten Staffel von „Ich find Schlager toll“ erreichten BEATRICE EGLI und ELOY DE JONG für den Sender RTL Plus sehr gute Werte von durchschnittlich 430.000 Zuschauern. Auf seiner Instagram-Seite schreibt ELOY: „Dankeschön für alle eure tollen Reaktionen auf 📺 „Ich find Schlager toll!“. Fast 500.000 Zuschauer haben die erste Folge gesehen!“

Top-Marktantel auch bei jugendlichen Zusehern

In „nackten Zahlen“ waren es in der Tat (für den Spartensender RTLPlus) sehr starke 480.000 Zuseher. Auch der Marktanteil kann sich sehen lassen: 1,5 Prozent gesamt, bei den bis zu 49-jährigen Zuschauern auch ordentliche 1,3 Prozent – eine tolle Rückkehr für das Format, die beweist, dass sich auch im Privatfernsehen mit Schlagern Quote machen lässt. Wir Schlagerprofis gratulieren herzlich zu diesem schönen Erfolg.

Quelle: DWDL
Foto: TVNOW

MIA JULIA hat einfach „Kein Bock“ 0

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Überraschender neuer Song von MIA JULIA

Erst mal ein Blick auf die vergangene Woche – wir haben es irgendwie „verpasst“: MIA JULIA hat einen neuen Song veröffentlicht: „Weihnachten daheim“, der erste weihnachtliche Titel der Sängerin, die auch mit anderen Aktivitäten mehr als erfolgreich war. Der Titel ist eigentlich recht konventionell – MIA JULIA macht Werbung dafür, Weihnachten zu Hause zu verbringen – wie schon ROY BLACK: „Weihnachten bin ich zu Haus“ ;-)…

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Perfekt für das Adventsfest

Wie wir zu gut wissen, ist die Fanbase von MIA JULIA wirklich extrem groß. Mit ihrem weihnachtlichen Song würde sie perfekt zum „Adventsfest“ passen – aber Image und große Show passen offensichtlich nicht zusammen. Schade eigentlich, das Lied ist wirklich sehr schön und weihnachtlich, würde gut in die Show passen. Und live singen muss sie da ja definitiv auch nicht…

MIA JULIA als Rapperin

Mit ihrem nun nur eine Woche später erscheinenden Song „Kein Bock“ zeigt sich MIA JULIA von einer ganz anderen Seite. Im „Gangstarapperin“-Style präsentiert sie einen Song, in dem sie kundtut, dass sie „die Decke lieber über den Kopf zieht“ als sich von Tinder und Co begeistern zu lassen. Auch der Song ist professionell und gut produziert – Respekt, liebe MIA JULIA!

Drittes Album noch in diesem Jahr: „Mitten in Mia“

Am 23. Dezember erscheint dann das „festliche“ Album „Mitten in Mia“ – MIA JULIAs drittes und wohl persönlichstes Album mit einem Cover, bei dem die männlichen Fans vemutlich Schnappatmung bekommen. Ganz offensichtlich zeigt die Interpretin sich wieder gerne von ihrer etwas „heißeren“ Seite – Motto „The dark side of Mia“. Wandelbar ist sie definitiv… Wer mag, kann HIER schon einmal reinhören

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Neue Filme?

Medienberichten zufolge soll MIA JULIA ihre zwischenzeitlich abgebrochene „Schauspielerin“-Karriere wieder aufgenommen haben. Wenn das stimmt, dürfte sich der eine oder andere Fan auch dafür interessieren… – das kommt wohl auch selten zustande, dass eine mit Goldener Schallplatte dekorierte Interpretin spannnde Filme dieser Art dreht – lassen wir uns überraschen..