JÜRGEN DREWS, UDO LINDENBERG, SU KRAMER u. a.: Die ganze Geschichte des 1977er-Musicals „Tell!“ Kommentare deaktiviert fĂŒr JÜRGEN DREWS, UDO LINDENBERG, SU KRAMER u. a.: Die ganze Geschichte des 1977er-Musicals „Tell!“

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Erste Idee bereits 1969 – Inspiration: Don Quijote

Als 1977 in der Schweiz das Musical „Tell!“ aufgefĂŒhrt wurde, gab es bereits eine langjĂ€hrige Vorgeschichte. Der Musikjournalist BEAT HIRT hat bereits 1969 am Broadway das Musical „Man Of La Mancha“ gesehen und war beeindruckt. Er sah Parallelen „seines“ Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell zu Don Quijote. HIRT suchte lange Zeit nach einem Komponisten fĂŒr den Stoff – die von ihm angesprochenen Musiker tendierten aber immer zum Operettenfach, und genau DAS sollte es eben nicht werden: Eine Operette.

Komponist TOMMY FORTMANN beim Interview kennengelernt

Seinen musikalischen Partner fĂŒr die Kompositionen (Hirt schrieb die Texte) fand der Journalist in dem Berner Landsmann TOMMY FORTMANN. Der veröffentlichte Ende 1974 die LP „
und wenn einmal die Sonne stirbt“. HIRT traf FORTMAN zu einem Interview – und der ließ darin in einem Nebensatz fallen, dass er gerne mal ein Musical komponieren wolle. Vier Monate spĂ€ter, nachdem HIRT sein Buch fertig hatte, begann dann die Zusammenarbeit.

HIRTs Idee war es, die Tell-Story vom Pathos zu befreien und nicht den Helden, sondern den Menschen Tell zu zeigen. Vor diesem Hintergrund schrieb er z. B. den Song „Unsere Welt will immer nur Gewinner sehen“, den er dem (wie Tell aus dem Schweizer Kanton Uri stammenden) Schweizer Skirennfahrer BERNHARD RUSSI gewidmet hat. HIRTs Ansinnen war es, den Heldenkult in Frage zu stellen.

Umsetzung des Musicals mit Hilfe von FREDDY BURGER

Obwohl die Idee viele Jahre in BEAT HIRT reifte, erfolgte die Umsetzung recht schnell. Hirt prĂ€sentierte den Stoff im November 1976 dem Schweizer Manager FREDDY BURGER, der begeistert war und darauf bestand, die WelturauffĂŒhrung in ZĂŒrich zu prĂ€sentieren – das war im Dezember 1976.

Den Untertitel ein „SCHILLERndes“ Musical wĂ€hlte Beat Hirt nicht nur vor dem Hintergrund des Wortspiels (der Originalstoff „Wilhelm Tell“ stammt bekanntlich vom Dichter FRIEDRICH SCHILLER). Es ging auch darum, Begriffe wie Rock- oder Popmusical zu vermeiden, weil der von TOMMY FORTMANN komponierte Soundtrack in der europĂ€ischen Musiktradition verwurzelt war.

Stoff von Wilhelm Tell modernisiert

Abweichend vom Originalstoff installierte BEAT HIRT quasi als Sprecher der damaligen Pop-Generation den Gitarristen der Live-Band, der immer dann vom Orchesterpodium herunterstieg, wenn Tell den Helden ausgefahren hatte. Auch gab es einen TV-Reporter mit dem spitzfindigen Namen „Ray Porter“ als Vertreter der Spezies Reporter, die angetan waren, „Helden zu machen“, Hirt dachte damals an Idole wie ELVIS PRESLEY und MOHAMMED ALI, die ja nicht zuletzt vom Fernsehen zu Helden gemacht worden waren.

WelturauffĂŒhrung am 31. Juli 1977 in ZĂŒrich

Im Sommer 1977, genauer gesagt am 31. Juli 1977, dem Tag vor dem Schweizer Nationalfeiertag, war es dann so weit: Die WelturauffĂŒhrung von „Tell“, deren Produktion rund eine Millionen Schweizer Franken gekostet haben soll, fand in ZĂŒrich statt – mit prominenter Besetzung:

– Wilhelm Tell wurde vom damaligen Schweizer Liedermacher Nummer 1, TONI VESCOLI, gespielt, der damit zugleich seine Theaterpremiere feierte.

– Den Gessler, Gegenspieler Wilhelm Tells, gab der Blues-Veteran ALEXIS KORNER, damals auch „Vater des weißen Blues‘“ genannt. Auch KORNER hat zuvor noch nie Theater gespielt und musste nun gleich direkt in deutscher Sprache ran.

– Ein weiterer Gegenspieler Tells war der Gitarrist der Band, der auf der BĂŒhne von RONNIE LEE WILLIAMS gespielt wurde, der zwar auch bei Ariola unter Vertrag stand, dort aber unter dem Namen „D. J. Scott“. Der damals in MĂŒnchen lebende schwarze Amerikaner machte spĂ€ter als Moderator unter dem Namen „Ron Williams“ Karriere.

– Die weiblichen Hauptrollen ĂŒbernahmen die MĂŒnchner OpernsĂ€ngerin HENRIETTE KAMMERL als Hedwig Tell und die Schweizer SchlagersĂ€ngerin IREN INDRA, die in die Figur Gertrud Stauffachers schlĂŒpfte.

Auch das Umfeld war ĂŒberaus prominent besetzt. Die Regie fĂŒhrte niemand geringerer als KLAUS ÜBERALL, fĂŒr die Choreografie war JIMMY JAMES zustĂ€ndig, der ein aus 20 Leuten bestehendes Tanzensemble um sich scharen konnte. Die TĂ€nzer kamen aus den USA, England, Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

Album mit anderer „Belegschaft“

Zum TontrĂ€ger: Im Mai wurden im bei Köln liegenden Stommelner Studio des Produzenten DIETER DIRKS die Aufnahmen produziert. Als letzter Interpret sang JÜRGEN DREWS seinen Part erst am 6. Juli 1977 ein.

Die OriginalsĂ€nger der BĂŒhnenfassung sind außer ALEXIS KORNER (Gessler), ĂŒbrigens erstmals in deutscher Sprache auf TontrĂ€ger, nicht auf dem Soundtrack zum Musical zu hören. Man konnte aber hochkarĂ€tige Interpreten fĂŒr die Interpretation des Songs gewinnen: JÜRGEN DREWS (als Wilhelm Tell), UDO LINDENBERG (als Gitarrist), SU KRAMER (als Hedwig Tell), JACKIE CARTER (Gertrud Stauffacher) und ROMY HAAG (Werner Stauffacher). Hintergrund war sicher auch, dass man mit bekannten deutschen Interpreten den deutschen Markt fĂŒr das Projekt begeistern wollte. Viele der Protagonisten taten fĂŒr sie Ungewöhnliches – Lindenberg sang erstmals nach langer Zeit keine Eigenkompositionen, der Transvestit Romy Haag gab sich mĂ€nnlich, Alexis Korner sang wie gesagt erstmals auf Deutsch. – Um es noch kommerzieller zu halten, gab es konkrete Gedankenspiele, den Song „Amigo“ (von JĂŒrgen Drews interpretiert) als Single zu veröffentlichen, was aber dann doch nicht geschehen ist.

Sehr gut besetzt waren auch die Studiomusiker – neben vielen guten Schweizer Studiomusikern wirkten die Ex-Passport-Mitglieder CURT CRESS und KRISTIAN SCHULZE mit. ARMAND VOLKER und FRANK DIEZ sind ebenfalls sehr bekannte Namen von Profimusikern, die mitgemacht haben.

Prominente Mitwirkende

FĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse war es ungewöhnlich, viele prominente Namen fĂŒr einen TontrĂ€ger zu gewinnen. BEAT HIRT hat das so hinbekommen, indem er zunĂ€chst eruierte, wen er gerne als Interpreten haben wollte. Mit UDO LINDENBERG und SU KRAMER waren gleich zwei Namen dabei, die bei der Plattenfirma Teldec unter Vertrag waren – folglich liefen in dieser Richtung erste Verhandlungen – scherzhaft wurde die Plattenfirma in Insiderkreisen in „Tell-dec“ umbenannt. Den Kontakt zu dieser Plattenfirma soll ĂŒbrigens FREDDY BURGER hergestellt haben.

LINDENBERG war zunĂ€chst nicht sehr begeistert von der Idee seiner Mitwirkung, weil er damals eine englischsprachige LP produziert hatte, eine neue deutsche LP in Planung war und er auch bei den damals neuen Alben von ULLA MEINECKE und fĂŒr das „WALDEMAR-WUNDERBAR-„Projekt involviert war. Ausschlag fĂŒr seine Zusage, mitzuwirken, gab das Engagement des Blues-Veteranen ALEXIS KORNERs als Gessler.

Hauptfigur „Tell“ – viele Bewerber

Um die Hauptfigur des Tells fĂŒr die Schallplatte zu besetzen, gab es verschiedene AnsĂ€tze und AnlĂ€ufe. Eigentlich hatte man sich vorgestellt, einen Schweizer Darsteller fĂŒr die LP zu gewinnen. Hier hĂ€tte sich OLIVER TOBIAS, der Sohn des bekannten Tell-Darstellers ROBERT FREITAG angeboten, man wurde sich aber „finanziell nicht einig“. Mit dem Original-BĂŒhnendarsteller TONI VESCOLI stand ein Ersatzmann zur Seite, dessen Stimmlage aber nicht zu den bereits fertig produzierten Playbacks passte.

HANS R. BEIERLEIN verhindert UDO JÜRGENS als Tell

Und jetzt wird es besonders spannend: der frisch gebackene „Neu-Manager“ von Udo JĂŒrgens, FREDDY BURGER, brachte seinen neuen SchĂŒtzling ins Spiel. Und der war nicht abgeneigt. Udo war bereit, den Tell zu singen. In einem Interview Ă€ußerte JĂŒrgens damals wörtlich noch im Juni 1977: „Dieses GerĂŒcht kann ich bestĂ€tigen, das wurde nicht von irgendwem erfunden. Ich habe mir mittlerweile die Musik angehört, und ich finde sie fabelhaft. Allein fĂŒr den Tell sind drei erstklassige Nummern drin. Das Problem ist nur, dass die Platte nicht bei meiner Vertragsfirma erscheint. Ich mĂŒsste also eine Ausnahmegenehmigung kriegen. Klappt das, wĂŒrde ich das Angebot gern annehmen.“

Die damalige Vertragssituation war also unĂŒbersichtlich, und letztlich hat Udos vorheriger Manager HANS R. BEIERLEIN sein Veto eingelegt – und die Bahn war frei fĂŒr JÜRGEN DREWS. Eigentlich schade, weil UDO JÜRGENS perfekt zum Stoff gepasst hĂ€tte, weil er genau in der damaligen Zeit in die Schweiz ĂŒbergesiedelt war. Hinzu kommt, dass Udos eigenes Musical „Helden“ genau den „Tell!“-Stoff verkörperte. In einem Interview im Zusammenhang mit seinem „Helden“-Musical sagte die Showlegende: „Ich schließe mich den Worten George Bernhard Shws an, der nicht nur in seinem StĂŒck schreibt, dass ein Held nicht ein Mann sein muss, der durch große kriegerische Taten auffĂ€llt, sondern ein Mann, der das tut, wovon er ĂŒberzeugt ist, auch wenn das landlĂ€ufig nicht nach Heldentum aussieht. Auch wenn man sich gegen die Meinung der Allgemeinheit damit richtet. Sondern wenn er seinem GefĂŒhl, seiner Überzeugung folgt und nicht dem Ruf der Massen„. So gesehen wĂ€re Udo schon eine perfekte Besetzung fĂŒr den Tell gewesen. Na ja – wie wir zur „Freude“ einiger Leser gerne sagen: „HĂ€tte hĂ€tte Fahrradkette“…

Einen Aspekt finden wir in der Betrachtung ĂŒbrigens interessant: Texter BEAT HIRT war nicht nur Texter des Musicals und Herausgeber der Schweizer Zeitschrift „Pop“, die spĂ€ter in „Pop/Rocky“ aufging – nein, er war auch jahrelang Auslandskorrespondent der von HANS R. BEIERLEIN gegrĂŒndeten Fachzeitschrift Musikmarkt. Auch diese vielleicht vorhandene Verbindung half nicht, JÜRGENS als Tell-SĂ€nger zu gewinnen.

Zum Inhalt des StĂŒcks

Dreh- und Angelpunkt von „Tell!“ ist zweifellos, den Begriff des Heldentums neu zu definieren. Schon im ersten Song „Sag uns„, der im Munich Sound gehalten ist und soundmĂ€ĂŸig etwas an die Les-Humphries-SIngers erinnert und einen Ă€hnlichen Drive hat wie spĂ€ter Robbie Williams‘ „Let Me Entertain You“, geht es um die Heldenverehrung und darum, wie Wilhelm Tell auf ein Podest gestellt wird. Ob das Wortspiel „Tell Us, Wilhelm Tell“ jetz so originell ist, sei dabei einmal dahingestellt.

Das von UDO LINDENBERG gesungene „Gitarrenlied“ ist ein sehr typischer LINDENBERG-Song, auch wenn er nicht vom Meister komponiert wurde. Genau so klangen die 1970er-Balladen Lindenbergs Marke „Nina“ und „Cello“. AufgezĂ€hlt werden die Musikhelden der damaligen Zeit: „Sie schießen alle mit dem selben Colt in 1000 Volt“ – mit anderen Worten kochen auch Superstars nur mit Wasser.

Dass man auch Freunden nicht immer trauen sollte, erklĂ€rt Tell bzw. auf der CD JÜRGEN DREWS seinem Sohn Walter: Kein „Amigo“ steht dir dann bei. Kein Amigo ist wirklich treu. Und auch die eigene Ehefrau (hier SU KRAMER) mag kein „Helden„-Gebaren, die fragt: „Warum bist du noch ein Held?“ – mit viel Pathos arrangiert, eine chansoneske schöne Ballade.

Eingeleitet von einem sehr rockigen super arrangierten Song namens „Rock Tell“ erzĂ€hlt das „Tellenlied“ davon, wie der Gitarrist Tell mit unangenehmen Fragen konfrontierte, woraufhin der Titel“HELD“ einen Auftritt als treffsicherster ArmbrustschĂŒtze der Welt platzen lĂ€sst – hier gesungen von JÜRGEN DREWS. Das Heldenimage bröckelt auch im Hinblick auf andere KunstschĂŒtzen – beispielsweise hat der norwegische König „Harald, der Harte“ seinem Bruder eine Nuss vom Kopf geschossen. Das hat Landvogt Gessler, hier ALEXIS KORNER, ermittelt und im Lied „SchĂŒsse“ vorgetragen.

Dennoch lĂ€sst Wilhelm Tell es sich nicht nehmen, seinem Sohn einen Apfel vom Kopf zu schießen, was im TV ĂŒbertragen wird. Tell lĂ€sst sich in der Story frenetisch feiern. Verehrerinnen wie die Frau seines Kollegen Werner Staffacher bleiben nicht aus – bewundernd singt Gertrud Stauffacher (hier JACKIE CARTER) „Unsere Welt will immer nur Gewinner sehen„).

Tells Gitarrist kitzelt derweil am Ego der Hauptfigur – sein Treffer sei ein Zufallstreffer gewesen („Tell, was wĂ€r‘ passiert„, eine groovige Soulnummer, von UDO LINDENBERG gesungen, von einem erneut großartigen Frauenchor begleitet). Tell nimmt die Herausforderung an, schießt seinem Sohn in den Kopf und flieht (Instrumental „Tells Flucht„).

Wer letztlich hinter allem an Probleme steckt, ist derweil Klar: die Frauen. Davon singt Werner Stauffacher, der sich mit seiner Frau zerstritten hat, die ihrerseits eine AffĂ€re mit Wilhelm Tell angefangen hat  (und mit ihm ein herzzerreißendes „Liebeslied“, gesungen von JÜRGEN DREWS und JACKIE CARTER, ein FolkstĂŒck im Stile von Peter, Sue & Marc) – den „Weiberrock“ singt ROMY HAAG.

Im Countrystil ist das „Gesslerlied“ gehanlten – Tells Widersacher reitet wie ein Cowboy zu einer Party und weiß nicht, dass Wilhelm Tell auf ihn wartet. Mit beeindruckender Stimme singt ALEXIS KORNER den Song. Tell lauert seinem Widersacher auf und lĂ€sst sich via Funk dessen Standort immer wieder durchgeben („Hallo Uri Uno“). Letztlich erwischt Tell den Gessler und tötet ihn mit der Armbrust.

Tragisches Ende: Das Habsburger Volk rĂ€cht Geissler in der Schlacht am Morgaten („Wilhelm Tell„).

Reaktionen von Presse und Fachleuten

Die Reaktionen der Presse waren damals durchwachsen. Der ZĂŒricher „Blick“ schrieb: „Den Autoren Tommy Fortmann und Beat Hirt ist damit kein Fehl-, aber auch kein Meisterschuss gelungen
 Die Inszenierung durch den vielerfahrenen Klaus Überall und den Choreografen Jimmie James vermochte einige verblĂŒffende Gags ĂŒberzeugend zu gestalten“. Aber: „Nach einem sehr starken ersten Akt zerfĂ€llt der zweite sichtlich, weil weder vom Text noch von der Musik her mehr so verblĂŒffende EinfĂ€lle auftauchten“.

UDO JÜRGENS, der mit seiner damaligen Frau PANJA die Premiere besucht hatte, Ă€ußerte sich wie folgt: „Recht passable Musiknummern und gute Choreographie. Am anderen mĂŒsste man noch feilen“.

ROLF KUTSCHERA, Direktor des Theaters an der Wien, stellte deutlich fest: „Ein besserer erster als zweiter Akt. FĂŒr unser Haus im Prinzip nichts, weil Playback-Einlagen fĂŒrs Theater an der Wien ‚Blasphemie‘ wĂ€ren.“.

Und BEAT HIRT? Wie war dessen Eindruck von der Premiere? Zitat: „Lobeshymnen habe ich nicht erwartet. Die Kritiken waren, allgemein gesehen, recht positiv, und dass man den „Tell!“ fĂŒr’s Ausland bearbeiten mĂŒsste, ist mir klar. Mein erstes Interesse besteht jedoch darin, dass wir die Investitionen – rund eine Millionen Franken – hereinbekommen. Dann wird man weitersehen.“

Nachwirkend betrachtet: ein kapitaler Flop

Heutzutage erinnern sich die Protagonisten wohl nicht mehr so gerne an das bemerkenswerte damalige Musical. In mehreren Schweizer Zeitungsartikeln wird die Musical-Eigenproduktion Freddy Burgers als Misserfolg gewertet, in einem Artikel ist von 100.000 Franken Verlust die Rede. Schon im August 1977 schrieb der SPIEGEL: „Pressereaktion: negativ; Kartenverkauf: enttĂ€uschend. 930 000 Schweizer Franken, die 16 Privatleute bislang in die Produktion investiert haben, dĂŒrften wohl abzuschreiben sein. Der Apfel ist ab.

Burger hat danach ĂŒber Jahrzehnte hinweg kein eigenes Musical mehr in Angriff genommen – bis „Ich war noch niemals in New York“ in Angriff genommen wurde. Das Musical um die Udo-JĂŒrgens-Songs wurde ein großer Erfolg, so dass das verlustreiche „Tell!“ fĂŒr ihn damit wohl endgĂŒltig abgehakt ist.

CD-Wiederveröffentlichung 43 Jahre spÀter

Zur CD-Veröffentlichung: Abgesehen vom tollen historischen Wert der Veröffentlichung, ist der Re-Release sehr liebevoll gestaltet worden. Ein tolles Digipak-Set mit zwei CDs lĂ€sst keine WĂŒnsche offen, die KlangqualitĂ€t der historischen Aufnahmen ist gut, und ein reich bebildertes Booklet ist auch vorhanden. Wer opultente Arrangements mit vielen Naturinstrumenten, tolle Stimmen und vielseitige Musik mag, sollte zuschlagen – wir können das Album nur dringend empfehlen – sowohl Udo-Lindenberg- als auch JĂŒrgen Drews-Fans.

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ANDY BORG: Morgen JubilĂ€ums-Schlager-Spaß mit FLORIAN SILBEREISEN und: 15 Jahre Stadl 1

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ANDY BORG: 40 Jahre TV, 15 Jahre Musikantenstadl

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40 Jahre ist es her, seit ANDY BORG bei einer Talentshow erstmals im TV aufgetreten ist. Grund genug, das JubilĂ€um gebĂŒhrend zu feiern. Morgen ĂŒbertrĂ€gt der SWR den dazu passenden „Schlager-Spaß„.  Übrigens: vor fast genau 15 Jahren moderierte ANDY erstmals im September 2006 den legendĂ€ren Musikantenstadl. Diese JubilĂ€en gilt es zu feiern – und dafĂŒr hat sich ANDY BORG besondere GĂ€ste eingeladen:

FLORIAN SILBEREISEN

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Der „Superstar“ unter den Schlagerentertainern ist derzeit sicherlich FLORIAN SILBEREISEN – er hat die „Feste“-Reihe gemeinsam mit seinem Manager sehr erfolgreich gemacht. Insofern ist es fĂŒr ANDY BORG eine Ehre, dass es mal im SWR einen „Gegenbesuch“ von FLORIAN gibt, denn ANDY war schließlich sehr oft bei FLORIAN zu Gast.

THOMAS ANDERS

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Gemeinsam mit FLORIAN SILBEREISEN hat THOMAS ANDERS in den letzten Jahren sehr erfolgreich ein Duo gebildet, „Das Album“ war sehr erfolgreich in verschiedenen Konstellationen in den Charts unterwegs. Grund genug, bei ANDY BORG diesen Erfolg noch einmal Revue passieren zu lassen und z. B. den Song „Zoom“ anzustimmen.

STEFAN MROSS

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Sehr hochkarĂ€tig ist die JubilĂ€ums-Sause besetzt. Mit STEFAN MROSS ist ein weiterer Erfolgsmoderator der letzten Jahrzehnte mit an Bord. Gemeinsam mit ANDY BORG und FLORIAN SILBEREISEN gibt es so etwas wie ein KLUBBB3-Revival mit neuer Besetzung: „Das Leben tanzt Sirtaki“.

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PETER KRAUS

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Mit der Schlager- und Rock’n’Roll-Legende dĂŒrfen wir uns morgen auf einen weiteren Superstar freuen – eine lebende Legende. PETER KRAUS wird u. a. den ewig jungen Evergreen „Rote Lippen soll man kĂŒssen“ vortragen.

IREEN SHEER

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Eine weitere Legende des deutschen Schalgers ist IREEN SHEER, die seit fast 50 Jahren in Deutschland fĂŒr erfolgreichen und hochwertigen Schlager steht. Sie wird von der „Story meines Lebens“ erzĂ€hlen.

PATRICK LINDNER

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Auch PATRICK LINDNER hat sich nicht nur als erfolgreicher SĂ€nger, sondern als souverĂ€ner Moderator einen Namen gemacht und passt damit natĂŒrlich gut zum „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“. Gemeinsam mit ANDY wird er ein ROY-BLACK-Medley prĂ€sentieren.

DIE SCHLAGERPILOTEN

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Seit einigen Jahren extrem erfolgreich im SchlagergeschĂ€ft sind DIE SCHLAGERPILOTEN. Warum auch immer, hat der Produzent von FLORIAN SILBEREISEN wohl noch nicht mitbekommen, dass das Trio deutlich besser in den Charts platziert ist als viele der ewigen DauergĂ€ste bei FLORIAN. Vielleicht lernt er DIE SCHLAGERPILOTEN dank ANDY BORG ja kennen. Dass er lernfĂ€hig ist, haben wir ja schon bei MELISSA NASCHENWENG erleben dĂŒrfen. Beim „Schlager-Spaß“ singen DIE SCHLAGERPILOTEN den Klassiker „Albany“ von ROGER WHITTAKER.

DIE JUNGEN ZILLERTALER

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Die JUNGEN ZILLERTALER singen ein Hit-Medley und beweisen, dass auch heute noch der volkstĂŒmliche Schlager einen Platz in Unterhaltungsshows haben kann.

Eins steht fest: Wir freuen uns auf eine richtig schöne und unterhaltsame TV-Show, die bereits am 11. September im ORF lief – und allem Anschein nach in Deutschland wegen der Premiere der GIOVANNI-ZARRELLA-Show verschoben wurde. Gespannt darf man auf die Quote der JubilĂ€umssause sein – wir werden gewohnt aktuell berichten.

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ROLAND KAISER, MAITE KELLY, SANTIANO u. a.: Staraufgebot bei der 27. JOSÉ CARRERAS GALA 0

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ROLAND KAISER und andere große Stars zu Gast bei der JOSÉ-CARRERA-Gala

Der weltbekannte Tenor JOSÉ CARRERAS erkrankte in den 1980er Jahren an LeukĂ€mie und kĂ€mpfte erfolgreich gegen die tĂŒckische und schwere Krankheit an – mit Erfolg. Aus Dankbarkeit grĂŒndete er eine Stiftung und zelebriert jĂ€hrlich die inzwischen hoch angesehene JOSÉ-CARRERAS-Gala – mit großen Stars verschiedener Musikgenres. Der Schlager ist in diesem Jahr besonders gut und hochkarĂ€tig vertreten. Die ersten Zusagen zur Show, die am 16. Dezember 2021 ab 20.15 Uhr vom MDR ausgestrahlt wird, kamen von

MDR-Pressetext

Maite Kelly, Die Prinzen, Roland Kaiser und Santiano sind die ersten Stars, die fĂŒr die 27. JosĂ© Carreras Gala am Donnerstag, 16. Dezember 2021, in Leipzig zugesagt haben. Stifter und Weltstar JosĂ© Carreras wird gemeinsam mit Brisant-Moderatorin Mareile Höppner und ARD-Morgenmagazin-Moderator Sven Lorig durch Deutschlands emotionalste Benefiz-Gala fĂŒhren, die live ab 20.15 Uhr vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ĂŒbertragen wird.

JosĂ© Carreras: „Ich freue mich sehr, dass meine KĂŒnstlerfreunde auch in diesem Jahr unseren Kampf gegen LeukĂ€mie sowie andere bösartige Blut- oder Knochenmarkserkrankungen persönlich unterstĂŒtzen. Unser gemeinsames Ziel ist es, an diesem Abend den Kampf gegen LeukĂ€mie in das öffentliche Bewusstsein zu rĂŒcken und möglichst viele Spenden zu generieren, um die Forschung weiter voranzubringen. Seit 1995, dem GrĂŒndungsjahr der Deutschen JosĂ© Carreras LeukĂ€mie-Stiftung, konnten wir dank unseres großzĂŒgigen Publikums bereits mehr als 220 Millionen Euro sammeln und ĂŒber 1.380 wichtige Projekte finanzieren. LeukĂ€miepatienten und deren Familien sind auf unsere Hilfe angewiesen. Unser Ziel ist klar: LeukĂ€mie muss heilbar werden – immer und bei jedem.“

„JosĂ© Carreras ist ein großartiger Mensch, der selbst unter dieser Krankheit gelitten hat. Aus dieser Erfahrung heraus hat er mit seiner LeukĂ€mie-Stiftung fĂŒr Patienten sehr viel Gutes getan. Deshalb ist es fĂŒr mich eine Herzensangelegenheit, JosĂ© Carreras seit vielen, vielen Jahren zu unterstĂŒtzen“, sagt Maite Kelly. „Es ist immer wieder eine große Ehre als KĂŒnstlerin, als Klassik-Liebhaberin, vor allem aber auch als sozial engagierter Mensch bei der JosĂ© Carreras Gala mitwirken zu dĂŒrfen. Das ist ein besonderes Ereignis, und ich habe grĂ¶ĂŸte Hochachtung vor dem Engagement von JosĂ©.“, so die SĂ€ngerin, die 1997 mit der Kelly Family sowie 2016 und 2019 als Solo-KĂŒnstlerin fĂŒr den guten Zweck in der JosĂ© Carreras Gala aufgetreten ist.

Bereits in der 1. JosĂ© Carreras Gala standen Die Prinzen 1995 auf der BĂŒhne in Leipzig. Es folgten weitere Benefiz-EinsĂ€tze in den Jahren 1999, 2007 und 2015. „Seit 2009 bin ich Botschafter der Deutschen JosĂ© Carreras LeukĂ€mie-Stiftung und jedes Mal, wenn ich JosĂ© Carreras treffe, sagt er ich solle die „Boys“ grĂŒĂŸen. Umso mehr freue ich mich, dass wir in diesem Jahr wieder komplett mit den Prinzen am 16.12. live bei der Gala dabei sein werden, um aktiv mitzuhelfen möglichst viel Geld fĂŒr die BekĂ€mpfung dieser schrecklichen Krankheit, die nach wie vor jeden treffen kann, zu sammeln“, erklĂ€rt Tobias KĂŒnzel, der Komponist und Frontmann der Gruppe Die Prinzen, stellvertretend fĂŒr alle Band-Mitglieder.

Auch Roland Kaiser, der 2016 fĂŒr sein langjĂ€hriges soziales Engagement in verschiedenen Stiftungen und Vereinen vom damaligen BundesprĂ€sidenten Joachim Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden ist, unterstĂŒtzt JosĂ© Carreras seit vielen Jahren. „Auch ich kenne nicht nur die guten Stunden und weiß, was es bedeuten kann, schwer krank zu sein. Daher engagiere ich mich fĂŒr Menschen, die Hilfe brauchen“, sagt der Grandseigneur des deutschen Schlagers. 2003 und 2017 stand Roland Kaiser bereits fĂŒr den Kampf gegen LeukĂ€mie an der Seite von JosĂ© Carreras auf der Gala-BĂŒhne.

Zum dritten Mal ist die norddeutsche Kult-Band Santiano dabei, die auch unterm Jahr bei Konzerten immer wieder fĂŒr die JosĂ© Carreras LeukĂ€mie-Stiftung sammelt. „Wir wollten eigentlich auch 2020 bei der JosĂ© Carreras Gala auftreten, hatten dies aber aufgrund der Corona-Lage absagen mĂŒssen“, erklĂ€rt Santiano-GrĂŒndungsmitglied Axel Stosberg und verweist auf Menschen mit Vorerkrankungen im direkten Umfeld. Band-Kollege Björn Both: „Seit der GrĂŒndung unserer Band im Jahr 2011 setzen wir uns immer wieder fĂŒr JosĂ© Carreras und die JosĂ© Carreras LeukĂ€mie-Stiftung ein und nutzen unsere Verbreitungsmöglichkeiten, um zum gemeinsamen Kampf gegen LeukĂ€mie aufzurufen. Jeder Spenden-Euro zĂ€hlt und ist wichtig.“

Weitere Stars, die JosĂ© Carreras in der 27. JosĂ© Carreras Gala unterstĂŒtzen, werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Neben den Auftritten auf der BĂŒhne werden diese KĂŒnstler sowie weitere Prominente am Spenden-Telefon fĂŒr den guten Zweck sammeln.

Geplant ist, dass die 27. José Carreras Gala in diesem Jahr wieder in der Media City Leipzig stattfindet. Ob und wie viele Zuschauer zur José Carreras Gala nach Leipzig kommen können, lÀsst sich coronabedingt zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschÀtzen. Einzelheiten werden im Laufe des Herbstes veröffentlicht.

Deutsche José Carreras LeukÀmie-Stiftung

Die Deutsche JosĂ© Carreras LeukĂ€mie Stiftung fördert wissenschaftliche Forschungs-, Infrastruktur und Sozialprojekte.1987 erkrankte der Stifter JosĂ© Carreras an LeukĂ€mie. Aus Dankbarkeit ĂŒber die eigene Heilung grĂŒndete er 1995 den Deutschen JosĂ© Carreras LeukĂ€mie-Stiftung e.V. und anschließend die dazugehörige Stiftung. Seither wurden bereits mehr als 220 Millionen Euro gesammelt und ĂŒber 1.380 Projekte finanziert, die den Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung und Heilung von LeukĂ€mie und anderer hĂ€mato-onkologischer Erkrankungen, die Förderung von jungen Wissenschaftlern im Rahmen von Stipendienprogrammen sowie die UnterstĂŒtzung der Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen zum Ziel haben.

FĂŒr dieses nachhaltige Engagement ist die Deutsche JosĂ© Carreras LeukĂ€mie-Stiftung 2019 von der Deutschen UniversitĂ€tsstiftung und dem Stifterverband fĂŒr die deutsche Wissenschaft als „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ ausgezeichnet worden. Außerdem ist der Deutschen JosĂ© Carreras LeukĂ€mie-Stiftung e.V. seit vielen Jahren TrĂ€ger des DZI Spenden-Siegels, dem GĂŒtesiegel im deutschen Spendenwesen.

Quelle: MDR
Foto: MDR, Deutsche José Carreras LeukÀmie-Stiftung e.V., DJCLS

 

 

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