JÜRGEN DREWS und UDO LINDENBERG – sensationelle Wiederveröffentlichung des Musicals „Tell“ Kommentare deaktiviert für JÜRGEN DREWS und UDO LINDENBERG – sensationelle Wiederveröffentlichung des Musicals „Tell“

Bild von Schlagerprofis.de

+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++Recherchieren statt Kopieren+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++

Auch in Corona-Zeiten buddeln findige Plattenfirmen hier und da so richtig tolle Perlen aus. Mitte der 1970er Jahre war UDO LINDENBERG bei Freunden rockiger deutscher Musik sehr populär, an der Schlagerszene ließ „Panik-Udo“ aber kein gutes Haar. Äußerungen wie „Wenn ich Schlager höre, kriege ich Pickel“ waren bei ihm an der Tagesordnung. Zu Zeiten Dieter Thomas Hecks war der Rocker NIE(!) beim ersten Moderator der ZDF-Hitparade zu Gast.

Um so kurioser ist es, dass er ausgerechnet in dieser Zeit, im Jahre 1977, mit einem der damals wie heute populärsten Schlagersänger, nämlich JÜRGEN DREWS, gemeinsame Sache machte. Der Schweizer Journalist Beat Hirt konzipierte damals ein Musical, auf dessen Soundtrack die beiden bis heute populären Sänger „gemeinsame Sache“ machten. Auch SU KRAMER und ROMY HAAG wirkten damals mit. Gleich zwei Songs sangen UDO LINDENBERG und JÜRGEN DREWS sogar gemeinsam.

Kurioserweise hat der Leiter der SU-KRAMER-Fanpage seinem Idol erst vor wenigen Wochen mit dem von SU gesungenen Lied „Helden“ gratuliert und in seinem Post bei Facebook bedauert, dass es diesen Song noch nicht in digitaler Form gebe. Das ist ab kommenden Freitag anders!

Was UDO JÜRGENS mit der Sache zu tun hatte, verrät der aufschlussreiche Pressetext des Albums:

Als die Rock-Musik auf dem europäischen Kontinent laufen lernte, waren Autor Beat Hirt und Musiker Tommy Fortmann vorne dabei. Hirt als Ideengeber und Mitbegründer der Jugendzeitschrift „Pop“ (später „Pop/Rocky“) während Fortmann der Zeit mit seiner Kult-Band Demon Thor musikalisch vorauseilte. Den beiden Schweizern gelang es, für ihr ambitioniertes Musical-Projekt „Tell“ Alexis Korner zu begeistern. Er war das Urgestein des englischen Rhythm’n’Blues. Auch Udo Lindenberg signalisierte „alles klar!“ und stieg an Bord. Die Aufnahme-Sessions fanden im Frühjahr 1977 statt. Weitere Gesangsparts übernahmen u.a. die Sängerin Jack Carter, Romy Haag sowie Schlagerstar und Teenie-Idol Jürgen Drews.

Auch die mitwirkenden Sessionmusiker kamen aus der ersten Reihe deutsch/schweizerischer Rockprovenienz: Armand Volker (später Produzent und Arrangeur von der Münchener Freiheit, Spider Murphy Gang, Johnny Logan, Nena u.v.a.) spielte Gitarre und Bass, ebenso Frank Diez (Atlantis, Peter Maffay, Eric Burden u.a.). Zusätzliche Gitarrenoverdubs kamen von Uli Jon Roth (Scorpions), am Schlagzeug saß der begnadete Curt Cress (Klaus Doldingers Passport, Atlantis, Snowball), die Keyboards steuerten Philippe Kienholz von der Schweizer Classic-Rock Band Tea sowie Kristian Schultze (Klaus Doldingers Passport, Niagara, Snowball) bei.

„Tell!“ gab es seinerzeit nicht nur auf Vinyl, sondern war auch ein Bühnen-Projekt. Finanziert wurde die Produktion durch die „Tell Musical AG“, die eigens dafür gegründet wurde. Zu deren Aktionären gehörten u. a. Freddy Burger, Jürg Marquard und Udo Jürgens. Die „Tell!“-Uraufführung fand am 31. Juli 1977 in Zürich statt. Der Schweizer Presse war das Vorhaben jedoch nicht geheuer. Sie verriss fast kollektiv die Bühnenversion. In der deutschen Presse beurteilten die Kritiker das Musical etwas anders: „Wilhelm Tell, der in Jeans auftritt, es mit der schönen Stauffacherin treibt und mit den Eidgenossen auf dem Rütli Krach kriegt, ist als herrlicher Ulk angekommen.“ (Hamburger Abendblatt, 3.8.1977) „Die salopp-schnodderige Tell-Entstaubung will eine Attacke auf den historisch-heroischen Tiefgang sein.“ (Münchner Merkur, 4.8.1977) „Fortmanns Musik, zwischen Neil Diamond und Zarathustra, Soul-Elementen und Rock-Rhythmen, ist intelligent komponiert und anspruchsvoll. Sie kommt an.“ (Die Welt, 3.8.1977) „Die Choreografie riss das Publikum förmlich von den Stühlen. Der Discotheken-Sound fetzte durch den Holzbau.“ (Kieler Nachrichten, 6.8.1977). Wie oft jedoch das Musical aufgeführt wurde, ist nicht mehr nachvollziehbar.

Das Musical „Tell!“ nach Friedrich von Schillers gleichnamigen Drama über den Schweizer Nationalhelden ist ein Stück Zeitgeschichte und eine musikalische Zeitreise zurück in die 1970-er Jahre zugleich, von durchaus hohem Unterhaltungs- und Erinnerungswert, irgendwo zwischen Rock, Schlager und dem Munich Disco Sound.

Am kommenden Freitag erscheint ein 2-CD-Digipak mit der Original-LP von damals und einer alternativen Studioversion – das scheint uns ein echtes Schmankerl der deutschen und schweizerischen Musikgeschichte zu sein…

Tracklist:

CD1:

01. Orchester “Intro (Wilhelm Tell-Melody)”
02. Chor „Sag Uns“
03. Udo Lindenberg „Gitarrenlied“
04. Jürgen Drews & Chor “Amigo”
05. Su Kramer “Helden”
06. Chor “Rock Tell”
07. Jürgen Drews „Tellenlied“
08. Alexis Korner & Chor „Schüsse“
09. Jackie Carter & Chor „Unsere Welt will immer nur Gewinner sehen“
10. Orchester „Tells Flucht“
11. Udo Lindenberg, Jürgen Drews & Chor „Tell, was wär‘ passiert“
12. Romy Haag & Chor der Männer „Weiberrock“
13. Jürgen Drews, Jackie Carter „Liebeslied“
14. Alexis Korner „Gesslerlied“
15. Jürgen Drews, Udo Lindenberg „Hallo Uri Uno!“
16. Udo Lindenberg, Alexis Corner, Jackie Carter,Romy Haag & Chor “Wilhelm Tell”

Total: 45:32 Min

CD2 “alternative Studio Version”:
01. Sag Uns
02. Gitarrenlied
03. Amigo
04. Helden
05. Rock Tell
06. Tellenlied
07. Schüsse
08. Unsere Welt will immer nur Gewinner sehen
09. Tells Flucht
10. Tell, was wär‘ passiert
11. Weiberrock
12. Liebeslied
13. Gesslerlied
14. Hallo Uri Uno!
15. Wilhelm Tell

Total: 45:04 Min.

Quelle: M-I-G-Music.de

Voriger ArtikelNächster Artikel

ANDY BORG: Der Quoten-Wahnsinn geht weiter – Musikantenstadl-Comeback? 0

Andy Borg Schlagerspass

Der Quoten-Wahnsinn geht weiter

Schon bei den letzten Shows „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ erzielte der beliebte Moderator schwindelerregende Einschaltquoten. Bei Ausgabe 23 waren es 1,62 Mio. Zuschauer bei 6,3 Prozent Marktanteil, davor waren es 1,65 Mio. Zuschauer  bei sogar 7,6 Prozent Marktanteil – Letzteres war die beste Quote des Jahres für ANDY BORG.

Starke Konkurrenz

Es ist kurios – wir fragen uns, warum das so ist – aber eigentlich IMMER, wenn ANDY BORG zum „Schlager-Spaß“ einlädt, prgrammiert der MDR Schlager dagegen. Das fanden wir anfangs ärgerlich – inzwischen ist es aber ein schönes Barometer, um festzustellen, wie stark sich das Alternativkonzept ANDY BORGs gegen das eigentlich massentaugliche SILBEREISEN-Konzept behauptet. Einmal mehr muss man sagen: ANDY hat sich toll geschlagen. Wobei man der Fairness halber natürlich zugeben muss, dass die SILBEREISEN-Programmierung („Schlager, Stars und Sterne“) eine Wiederholung war und dennoch sehr gut abschnitt.

Erneut erfolgreichstes Drittes Programm des Abends

Mit 1,49 Mio. Zuschauern und 5,2 % Marktanteil konnte nicht ganz das Ergebnis der letzten beiden Folgen erreicht werden – aber leider machen die Dritten Programme sich ja manchmal (wie in diesem Falle) selbst Konkurrenz. Richtig interessant und spannend ist, dass FLORIAN SILBEREISEN in „seinem“ (MDR)-Sendegebiet die Nase vorne hatte, während ANDY BORG in „seinem Revier“ (SWR) vorne lag. – Vor dem Hintergrund der erneut starken Konkurrenz sind 1,49 Mio. Zuschauer ein Bombenerfolg, mit dem auch das produzierende Kimmig-Entertainment sehr zufrieden ist.

Bewerbung für den Musikantenstadl?

Am 5. März 1981 fand der erste von KARL MOIK moderierte Musikantenstadl statt. Das 40-jährige Jubiläum würde sich hervorragend eignen, die Sendung zu alter Stärke zurückzuführen – eben mit traditionellem Schlager und abwechslungsreichen Gästen – das Erfolgsrezept zieht noch immer, wie der „Schlager-Spaß“ eindrucksvoll beweist. Und wenn jetzt schon das ostdeutsche Magazin „Super Illu“ ANDY mit genau dieser Idee, den Musikantenstadl wiederzubeleben, auf seine Titelseite nimmt, könnte das durchaus weiterer Nährboden für diese Idee sein. Wir fänden es toll, wenn einfach auch diese Facette des Schlagers Raum bekommen würde.

Quelle: DWDL unter Bezugnahme auf AGF/GfK, TV-Scope/Fernsehpanel D+EU
Foto: SWR/Kimmig/Kerstin Joensson

LAURA WILDE in Quarantäne – Corona hat sie erwischt… 0

Bild von Schlagerprofis.de

Ein offenes Wort an ihre Fans

„Lange hat sie überlegt“, aber nun hat sie sich entschlossen, die Öffentlichkeit zu informieren. Die populäre Schlagersängerin LAURA WILDE ist mit dem Coronavirus infiziert worden.

„Feiert und seid gut drauf – aber…“

Zum Glück ist LAURA WILDE keine dieser Currywurstsängerinnen und geht als Vorbild voran: Feiern ja, aber mit Maß, Abstand voneinander und Respekt voreinander. Dazu gehört dann auch, nicht egoistisch nur eigene Interessen zu verfolgen, sondern sich und andere durch verantwortungsbewusstes Handeln zu schützen.

Traurig und wütend

Das Phänomen, dass einigen wenigen Veranstaltern die Coronaregeln egal sind oder sie kulante Regelungen mies beugen, scheint nicht nur im Ruhrgebiet ein Problem zu sein. Auch in der Schweiz kommt das vor, so zumindest berichtet es LAURA WILDE. „Traurig und wütend“ macht LAURA dabei, dass sie „ein positives Testergebnis“ mitgebracht habe.

Offene und verantwortungsvolle Kommunikation

Wir finden sowohl die Offenheit als auch die Art und Weise, wie LAURA ihre Fans informiert hat, sehr gut und drücken die Daumen, dass sie bald wieder gesund werden möge. Immerhin ist ihr Krankheitsverlauf laut ihrer Mitteilung bislang nur von leichten Symptomen geprägt.

Neues Album „Unbeschreiblich“ erscheint im Februar

Bild von Schlagerprofis.de

Es gibt aber auch gute Nachrichten von LAURA WILDE: Im Februar erscheint ihr neues Album „Unbeschreiblich“. Sobald wir nähere Informationen dazu haben, werden wir natürlich darüber berichten.

Bilder: Facebookseite LAURA WILDE