FLORIAN SILBEREISEN: „Leider werden wir so etwas so schnell erstmal nicht wieder erleben.“ Kommentare deaktiviert für FLORIAN SILBEREISEN: „Leider werden wir so etwas so schnell erstmal nicht wieder erleben.“

Schlagerbooom 2019 Silbereisen

Der WDR und „kein Schlager …“?

Nicht einmal ein halbes Jahr ist es her, dass in der Dortmunder Westfalenhalle der „Schlagerbooom“ gefeiert wurde. Am heutigen Samstag wird die legendäre TV-Show im WDR-Fernsehen wiederholt. Das finden wir insofern bemerkenswert, als Schlager doch laut Theorie des Westdeutschen Rundfunks zu „Abschaltimpulsen“ führe, weswegen man den Schlagersender WDR4 zu einem Oldie-Dudelfunk umgebaut hat – Solidarität des öffentlich-rechtlichen Senders mit deutschen Musik- und Kulturschaffenden? FEHLANZEIGE! – Aber okay, das ist nur ein Seitenaspekt, und so ist der WDR ja schon seit Jahren aufgestellt – warum der WDR nun „seinem“ Publikum den aus seiner Sicht doch ach so unbeliebten Schlager „zumutet“, ist uns ein Rätsel.

Eine längere „Durststrecke“

Wie dem auch sei, hat Moderator FLORIAN SILBEREISEN heute auf seiner Facebookseite auf die Wiederholung hingewiesen. Dass bis Ende August keine Großveranstaltungen in Deutschland erlaubt sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber offizielle Statements zur XXL-Schlagerfest-Tour, die Anfang Mai weitergehen würde oder zur TV-Sendung „Schlager Lovestory“ gibt es zumindest nach unserer Kenntnis nicht – wobei es angesichts gesetzlicher Vorgaben eigentlich sonnenklar ist, dass die Konzerte und die TV-Show zumindest nicht fristgerecht stattfinden können. In dem Zusammenhang finden wir Florians heutigen Satz: „Leider werden wir so etwas so schnell erstmal nicht wieder erleben.“ bemerkenswert und hoffen, dass die Situation sich zumindest zum Jahresende hin so entspannt, dass „eines Tages“ wieder der Schlager so von Florian Silbereisen gefeiert werden kann wie es seine Spezialität ist.

Bis dahin kann man sich den „Schlagerbooom“ des letzten Jahres im Programm des WDR noch einmal ansehen. HIER findet ihr unseren Eventbericht und HIER unsere TV-Kritik zur damaligen Show.

Foto: MDR / Jürgens-TV / Dominik Beckmann

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ROSS ANTONY feiert 2020 auf CD Weihnachten UND Silvester… 1

Ein Bild von Schlagerprofis.de

Ja ist denn schon Weihnachten?

Ein Blick auf die Neuerscheinungen beim Anbieter Shop24 lässt insbesondere die Fans von ROSS ANTONY mit der Zunge schnalzen. Schon 2014 hat „ROSSI“ ein schönes weihnachtliches Album namens „Winter-Wunderland“ gemeinsam mit seinem Mann PAUL REEVES veröffentlicht. Wie wir Shop24 entnehmen können, wird es 2020 ein neues „Weihnachtsalbum“ 2020 geben, das nach derzeitiger Planung bereits am 23. Oktober 2020 erscheinen wird.

Mit Vollgas in das Jahr 2021

Damit nicht genug: Am 11. Dezember 2021 wird es den Soundtrack für die „Party 2021“ geben. ROSS ANTONY präsentiert auf der Doppel-CD gleich 40 Hits, die von TELAMO-Stars wie MARIANNE ROSENBERG, GIOVANNI ZARRELLA und DANIELA ALFINITO interpretiert werden.

Also: Quasi doppelte Vorfreude für alle ROSS-ANTONY-Fans.

FRIEDEL GERATSCH findet „Bruttosozialprodukt“-Version bei Immer wieder sonntags „dreist“ 0

Stefan Mross Friedel Geratsch

„Mrossigramm“ für sympathische Zeitgenossen

… und Friedel Geratsch ist nicht begeistert.

Ein inzwischen lieb gewonnener Programmpunkt in STEFAN MROSS‚ sonntäglicher „Immer-wieder-sonntags“-Show ist das, was früher als „Rudigramm“ bekannt war – der Moderator singt seinem Gast ein anrührendes Lied, das den Gast erfreuen und ehren soll. Diesmal stellte STEFAN MROSS in der „Die Geschichte deines Lebens“ benannten Rubrik MONIKA STAUDER (so haben wir den Namen verstanden) vor. Die wohnt im Schwarzwald in einer dörflichen Gegend. Sie arbeitet als Dorfhelferin in Familien quasi als „Mädchen für alles“, wenn Not am Mann ist. In einem Gespräch hat STEFAN die MONIKA, die sicherlich einen wichtigen und guten Job macht, sympathisch vorgestellt – soweit „alles gut“ (- abgesehen davon, dass genau dieses Konzept natürlich ein Bestandteil der „RUDI-CARRELL-Show“ war).

STEFAN MROSS „verschenkt“ ein Lied

Nachdem sich MONIKA ausführlich bedankt hat, sagte STEFAN: „Ich möchte dir ein Lied schenken. Das ist auch unbezahlbar, und es soll dir auch in schönster Erinnerung bleiben – und es gehört nur dir“. Eigentlich wollte MONIKA sich bedanken, man hörte sie aber nicht mehr, weil die Mikros wegen des nun folgenden Vollplaybacks wohl runtergedreht wurden. Artig sang STEFAN MROSS das Lied vom Zettel ab. Warum auch immer, entschied man sich diesmal für eine Umtextung des Liedes „Bruttosozialprodukt“ von GEIER STURZFLUG.

Dank beim Verfasser des Textes – Komponist „vergessen“

Danach bedankte sich STEFAN beim Buchautor der Redaktion von „Immer wieder sonntags“, der auch STEFAN heiße und ihn für die geehrte Schwarzwälderin gedichtet habe. Was dabei ganz vergessen wurde: Den Song hat FRIEDEL GERATSCH, langjähriger Sänger von GEIER STURZFLUG, komponiert. Und der staunte nicht schlecht, als er den umgetexteten Song hörte. Es ist nämlich so, dass ein musikalisches Werk nicht ohne Einverständnis des Urhebers einfach umgetextet werden darf. Und da liegt nun das Problem: FRIEDEL GERATSCH wurde eben NICHT gefragt.

FRIEDEL GERATSCH: „Das ist schon ziemlich dreist“

Grund genug für den Interpreten, seinen Unmut bei Facebook kundzutun, wobei den Text nur seine Facebook-Freunde sehen konnten: „Das ist schon ziemlich dreist. Einfach meinen Song umtexten ohne zu fragen ob ich das erlaube und nicht mal zu sagen von wem das Lied ist.“ Zuspruch bekam FRIEDEL von einigen seiner NDW-Kollegen. Besonders hat uns dieses Statement gefallen: dieses hoch kulturelle Erlebnis im Ersten war einfach unbeschreiblich!„.

Ehre wem Ehre gebührt – oder?

Was FRIEDEL GERATSCH unseres Erachtens zurecht ärgert, hat er uns mitgeteilt: „Ich finde es unverschämt, einfach ungefragt so etwas zu machen. Dazu kommt, dass nicht mal darauf hingewiesen worden ist, dass es sich um das Lied Bruttosozialprodukt von Geier Sturzflug handelt.“ – Damit hat er recht. Stattdessen wurde der Textdichter namens „STEFAN“ gelobt, dessen Nachname uns nicht bekannt ist. Um den herauszufinden, muss man schon ein ganz schöner „Fuchs“ sein…

Wurde Verlag wirklich nicht gefragt?

Auch wenn es bei kleineren Veranstaltungen „gang und gäbe“ ist, bekannte Songs umzutexten, ist es schon ein „dicker Hund“, dass die zuständige Redaktion von Kimmig-Entertainment sich die Umtextung nicht vorher hat absegnen lassen. FRIEDEL GERATSCH hat sicherheitshalber bei seinem Verlag nachgefragt und seit Tagen keine Antwort bekommen, versichert aber, dass ohnehin der Verlag derartige Anfragen im Vorfeld mit ihm abstimmt. STEFAN MROSS verweist auf unsere Schlagerprofis-Anfrage in diesem Zusammenhang auf die Redaktion – und hat damit natürlich auch recht – in solchen Dingen muss er sich natürlich auf seine Mitarbeiter verlassen können. Spannend wäre, ob in den anderen Fällen die Komponisten vorher befragt wurden, oder ob es hier eine größere „Baustelle“ gibt? Wir bleiben am Ball…

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