HEINZ-RUDOLF KUNZE kann’s nicht lassen: Erneut haltlose Kollegenschelte 1

hrk

Es wirkt schon befremdlich, wenn ein Künstler immer wieder genau dann „unangenehm“ dazwischen ruft, wenn er mal wieder im ‚Tal der Vergessenheit‘ wandelt.

Seit HEINZ-RUDOLF KUNZE 1985 mit „Dein ist mein ganzes Herz“ einen tollen SCHLAGER-Erfolg hatte und einige kleinere Hits anschließen konnte, sind schon einige Jahrzehnte ins Land gezogen. Nicht zuletzt dank vieler Auftritte in großen SCHLAGER-Shows geriet er dennoch nicht in Vergessenheit, ohne dass er an die großen Erfolge der 1980er und frühen 1990er Jahre anknüpfen konnte.

Das scheint den Osnabrücker mächtig zu frustrieren – so mächtig, dass er mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder erfolgreichere Kollegen anprangert, dass deren Texte zu trivial seien. Los ging es bereits in Zeiten vor dem Internet, in den frühen 1990er Jahren, als er sich in der HÖRZU wie folgt in Richtung MATTHIAS REIM äußerte:

Ausschnitt Kunze Dümmliches Textgestammel

In einem offenen Brief schrieb Kunze damals an Matthias Reim gewandt: „…weil es mich schon interessierte, wie man als stimmlicher Grönemeyer-Imitator mit derart unterirdisch schlechten Texten und seelenlos zusammengeschustertem Schlagersdrecksgesäusel binnen kurzem so erfolgreich sein kann.“ – Das war 1991, also in einer Zeit, als Kunze mit Reim noch auf Augenhöhe war und nicht wie heute Reim ihn meilenweit erfolgsmäßig überholt hat, obwohl Kunze damals über ihn und sein Publikum schrieb: „Der singende Turnschuh. Die greinende Fleckenjeans. Nein, schlauer als seine anspruchslose Kundschaft will er weiß Gott nicht sein„.

Knapp dreißig Jahre später steht fest: Während „HRK“ bestenfalls einen Nischengeschmack bedient, ist „Matze“ Reim noch immer (bzw. inzwischen wieder) voll im Geschäft. Warum? Reim singt mittlerweile komplett authentisch – und er ist nach wie vor angesagt! Vielleicht liegt es ja gar nicht an den Texten, wie HRK hier implizieren möchte, sondern schlichtweg an der Qualität der Kompositionen? Das zumindest wäre eine Grundlage zum Thema „Der Wahrheit die Ehre“ – Selbstreflektion!

Äußerungen dieser Art tätigte Heinz-Rudolf Kunze im Laufe seiner Karriere immer wieder – nach unserer Meinung wohl die einzige Form für ihn, um im Gespräch zu bleiben angesichts seines seit vielen Jahren doch sehr „übersichtlichen“ Erfolgs. Jednfalls spricht Kunze bei weitem nicht ein derart großes Publikum an wie der von ihm gescholtene Matthias Reim. Einen weiteres Statement tätigte Kunze 2016 gegenüber der FAZ. HIER gab Kunze zu Protokoll, dass der deutsche Schlager – O-Ton – „die furchtbarste Form von Popularmusik auf der Welt“ sei.

Nun muss nicht jeder Schlager mögen – und es gibt auch wirklich schlecht gemachte Lieder des Genres wie sie z. B. auf dem Album „50 ist das neue 25“ von Nicole zu hören sind (Texter: Heinz-Rudolf Kunze). Nur – wenn man den Schlager doch seit Jahrzehnten so sehr hasst und wenn man ihn öffentlich runtermacht, warum nimmt man dann Schlager-Auszeichnungen an?

Gleich drei Mal erhielt er aus den Händen von Dieter Thomas Heck die Goldene Stimmgabel (1986, 1999 und 2007). Übrigens gerade einmal eine mehr hatte MATTHIAS REIM. Einmal mehr die Frage: Warum nimmt Kunze diesen renommierten Schlagerpreis an? Auch wenn wir es traurig finden – ABER – Reinhard Mey hat seine Nominierung für den Echo im Bereich Schlager abgelehnt und auch nie eine Goldene Stimmgabel angenommen. DAS ist konsequent. Wobei Mey natürlich mit seinen anspruchsvollen Texten ein viel größeres Publikum anspricht als Kunze, der ja nebenbei auch Wert darauf legt, kein „Liedermacher“ zu sein.

Im Jahr 2000 nahm Kunze den FRED-JAY-Preis an. FRED JAY war einer der bedeutendsten SCHLAGER(!!!)texter des vergangenen Jahrhunderts. Warum nimmt Kunze den gut dotierten Preis an, wenn er Schlager doch so sehr ablehnt?

Um es etwas abgewandelt mit FLORIAN SILBEREISEN und THOMAS ANDERS zu sagen: „Er hat es wieder getan“. Obwohl er nicht nur bei Dieter Thomas Heck, sondern auch z. B. bei Carmen Nebel in deren ZDF-Show aufgetreten ist (2009, 2011 und 2018) stänkert er weiter gegen das Genre, dem er unendlich viel zu verdanken hat und ohne das er vermutlich bestenfalls noch in kleinen Schul-Aulen singen würde.

Diesmal bekommt er sein Forum in einer Zeitschrift namens „Yeah“. Das ist ein so genanntes „Heft am Heft“ und gehört zur Zeitschrift „hossa!“, kurioserweise also eine Schlagerzeitschrift. Die Ausgabe #8 sollte am 26. Februar erscheinen. Also „eigentlich“. Dann wurde der 13. März kommuniziert. Schließlich erschien das Heft am 27. März – so viel schon mal zur professionellen Aufstellung des Heftes, das Kunze ein Forum für seine Schlager-Schelte gibt. Die erneute Verschiebung war Angaben des Blattes zufolge „Corona-bedingt“, weil u. a. die „Layout-Abteilung in Rom“ sitze. Mal unterstellt, das stimmt „wirklich“, dann darf man einem deutschen Schlagermagazin zu so viel Solidarität mit deutschen Layoutern nur gratulieren – das aber nur nebenbei bemerkt.

Was hat HRK diesmal abgesondert? Zunächst unterstellt er Schlagersängern, dass diese sich nicht der Wirklichkeit stellen: (In der Tat, wir geben ja zu: Hier dient natürlich Nicoles „50 ist das neue 25“ als PERFEKTES Beispiel – – nur dass blöderweise dieser SCHLAGERtext von Kunze höchstselbst ist). Dann legt Kunze nach, dass „im deutschsprachigen Bereich ein Jammerlappen nach dem anderen“ auf den Plan trete – ähm, wie bitte? Wenn es in der deutschen Musikgeschichte doch nun wirklich DEN personifizierten Jammerlappen schlechthin gibt, heißt der immer noch HEINZ-RUDOLF KUNZE.

Als Fazit fragt man sich: Was ist das für eine „Hassliebe“ zwischen „HRK“ und dem deutschen Schlager? WIr erinnern uns – 2016 hat er ein Album mit dem TItel „Meisterwerke: Verbeugungen“ veröffentlicht, in dem er bedeutende Werke der deutschsprachigen Musik veröffentlicht hat. Mit dabei und sogar Einstiegssong: „Ganz in Weiß“ von ROY BLACK. Das kam so „gut“ an, dass Kunze damit zur Silbereisen-Show „Schlager des Jahres“ eingeladen wurde. Unfassbar – WARUM nimmt Kunze alte Schlager auf, wenn er diese Musikrichtung doch so hasst – aber noch unfassbarer: Warum bekommt er in reinen Schlager-Shows andauernd ein Forum, das anderen, den Schlager WIRKLICH liebenden und fördernden Künstlern wie CHRISTIAN LAIS, LAURA WILDE und vielen anderen Interpreten verwehrt bleibt? Warum lädt man statt „HRK“, der sich doch so unwohl im Schlagergeschäft fühlt, dann nicht lieber z. B. das Duo NEON ein und gibt ihm eine Chance? Wir verstehen es nicht. Dass ein anderes Schlagerportal Kunzes haltlosen lediglich der EiIgenwerbung dienende Statements noch lobt, ist da nur noch die Spitze des Eisbergs.

PS: Heinz-Rudolf Kunze gibt auch interessante Interviews. Zum Beispiel, dass das Älterwerden Nachteile mit sich bringe. Man vertrage z. B. den Rotwein schlechter als früher (Quelle siehe HIER).

Foto: Martin Huch

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1 Kommentar

  1. Liebe Schlagerprofis,

    ein ausgezeichneter Beitrag. Dem ist nichts hinzuzufügen. Besonders gut ist der Hinweis auf Laura Wilde, Christian Lais und Neon. In meinen Augen könnte man Heinz Rudolf Kunze als Querulanten bezeichnen. Er schreibt Texte für Nicole regt sich dann aber über die Schlager Branche auf.
    Der Mann ist für die deutsche Musikszene absolut unwichtig. In China ist ein Reissack umgefallen. Wen interessiert, keinen.

    Gruß Martin.

STEFAN MROSS & ANNA-CARINA WOITSCHACK: Heute erscheint ihr erstes gemeinsames Album 0

Stefan Mross Anna-Carina Woitschack CD Cover

Was lange währt…

Stefan Mross Anna-Carina Woitschack
(©: German Popp)

Lange mussten die Fans darauf warten – nun ist es so weit – ANNA-CARINA WOITSCHACK und STEFAN MROSS legen ihr erstes gemeinsames Album vor. Und befänden wir uns nicht in Zeiten der Corona-Pandemie – wer weiß, vielleicht wäre die Veröffentlichung des Albums sogar der Starttermin für tolle „Feierlichkeiten“ gewesen? – So oder so ist absolut anzunehmen, dass das Turtelpaar bei der „Schlagerlovestory.2020“ mit dabei ist – vielleicht auch beim „SchlagerXirkus„. Zeit hat STEFAN ja momentan, seine TV-Show „Immer wieder Sonntags“ pausiert ja für zwei Wochen(enden).

ANNA-CARINA WOITSCHACK und STEFAN MROSS

Interessante Infos bietet die Presseinformation zum neuen Album:

++ „Stark wie zwei“ – das erste Duett-Album von Anna-Carina Woitschack & Stefan Mross kommt am 29. Mai ++ Brandneue, elektrisierende Hitkandidaten, Remixes, Unplugged- & CoverVersionen: Das Schlager-Traumpaar besingt die Liebe in allen Facetten ++

Angekündigt vom packenden Singlevorboten „Paradies der Ewigkeit“, stehen Anna-Carina Woitschack und Stefan Mross jetzt mit dem dazugehörigen Longplayer in den Startlöchern – dem allerersten Duett-Album des Schlager-Traumpaars. „Stark wie zwei“ erscheint am 29. Mai bei TELAMO.

Stefan Mross, Anna-Carina WoitschackAusgelassen und tanzbar, romantisch und wahnsinnig verliebt, absolut lebensnah und dazu durchweg zeitgenössisch produziert: So präsentieren sich Anna-Carina Woitschack und Stefan Mross auf „Stark wie zwei“, das insgesamt gleich 15 Duett-Titel vereint. Wer die gegenseitigen Gastauftritte der beiden auf ihren jüngsten Soloveröffentlichungen kennt, weiß bereits, wie unschlagbar gut diese zwei Turteltauben darin sind, einander am Mikrofon die Bälle zuzuspielen, echte Flirts in astreine Hits zu verwandeln… 

Dass sich Anna-Carina Woitschack und Stefan Mross den Schwur für die Ewigkeit geben wollen, ist seit der feierlichen Verlobung im November 2019 offiziell. Für den dazugehörigen Duett-Soundtrack haben die beiden mit einer ganzen Reihe von renommierten Songschreiber- und Producer-Größen gearbeitet – u. a. mit Michael Fischer, Christopher Gronau und Tom Marquardt, während Gerd Jacobs, Benjamin Brümmer und Felix Gauder hinter den Reglern saßen. Entsprechend vielseitig und spannend klingt das Resultat, das sie pünktlich zum Frühjahrsbeginn mit der ersten Single „Paradies der Ewigkeit“ angekündigt hatten. 

Los geht’s mit dem programmatischen Titelsong, der sich bereits 2019 als Hit entpuppt hat, hier jedoch im brandneuen „Jojo Dance Mix“ daherkommt und so gleich noch tanzbarer klingt. Auch danach vertonen sie ganz offen und ungeniert das eigene Liebesglück: Der erfolgreiche Singlevorbote „Paradies der Ewigkeit“ handelt vom Ankommen, vom gemeinsamen Weg, der noch vor ihnen liegt, vom Ritt „mit den Wellen Richtung Horizont“, wobei sich in der eingängigen Produktion ruhigere Strophen und explosive Refrains abwechseln. Das verführerische „Du“, abwechselnd gesungen, ist der eigentliche Protagonist von „Ein Stück vom Himmel“, bei dem sich die beiden musikalisch zuzwinkern und Pläne fassen: „…lass uns leben wie nie!“ 

Mit „Die Liebe trägt uns himmelhoch“ und „Ich hab noch nie so geliebt“ überführen sie daraufhin zwei zeitlose Leinwand-Klassiker in ihre Sprache: Minimalistisch ist das Arrangement des „Top Gun“-Stücks (im Original „Up Where We Belong“); und nicht weniger emotional klingt die deutsche Coverversion von „Time Of My Life“ – wobei die zwei auch als Jennifer Grey und Patrick Swayze eine Top-Figur auf dem klanglichen Parkett machen. 

Bevor sie das Ja-Wort, das vor dem Altar noch aussteht, für den nächsten Titel in den Mund nehmen („Ich sag einfach ja“) – im explosiven Refrain heißt es: „wenn du mich fragst/dann will ich dich/will ich dich“ –, brechen die Verlobten zumindest musikalisch schon mal in die Flitterwochen auf: „Blaue Lagune“ ist ein traumhaft sonniger, mediterraner Trip. Spätestens an diesem Punkt spürt man als Hörer*in, dass die geteilte Liebe zur Musik das Fundament dieses Liebesglücks ist…

Abgerundet wird „Stark wie zwei“ mit weiteren, ausgewählten Highlights von Anna-Carinas aktuellem Hit-Album „Schenk mir den Moment“ („1000 Mal Du und ich“ und „Die Liebe“, hier als UnpluggedVersion) sowie vom „Liebe passiert“-Vorgänger (der 500.000-Views-Hit „Lo Siento“, jetzt als Remix, und „Felicita“), auf dem Stefan die Sache schon sehr gut auf den Punkt brachte: „Wir lieben uns – total verrückt!“ Indem sie das Hitfeuerwerk mit weiteren Titeln zum Träumen („Der allerbeste Mensch“, „Weil ich dich lieb hab“) und einem Update zu „Wenn nicht Du, wer dann“ ausklingen lassen, markiert der Song „Wir wollen Frieden“, der zugleich eine wichtige Message zum Ausdruck bringt, den ruhigen, ergreifenden Schlusspunkt ihres Duett-Erstlings. 

Erst im September 2019 konnte Anna-Carina Woitschack mit ihrer aktuellen Solo-LP „Schenk mir den Moment“ die höchste Chartplatzierung ihrer Karriere verbuchen, als das fünfte Album sensationell auf Platz 21 der Albumcharts landete. Während die Sängerin, die aus einer Familie mit jahrhundertelanger Puppenspielertradition stammt, seit rund 10 Jahren im Rampenlicht steht, zelebrierte ihr Partner Stefan Mross zuletzt bereits das 30. Bühnenjubiläum mit dem Album „30 Jahre – Das geht nur mit Musik“, einem emotionalen „Liederbuch seines Lebens“. Der 44-Jährige, der einst von einem zu Tränen gerührten Karl Moik entdeckt wurde und schon im zarten Alter von 13 Jahren seinen ersten Hit landen konnte, begeistert das Publikum unter anderem seit 2005 als Moderator von „Immer wieder sonntags“ – jener Show, hinter deren Kulissen für die beiden alles begann…  

Mit „Stark wie zwei“ präsentiert das „Traumpaar des Schlagers“ seine geballte, kombinierte Stimmgewalt nun erstmals auf Albumlänge – und liefert damit das Duett-Highlight des Jahres. 

Quelle: TELAMO

RAMON ROSELLY & RANDOLPH ROSE: Duett im SchlagerXirkus! 2

Ramon Roselly Randolph Rose

+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++

Ein Raketenstart

Kaum zu glauben, aber wahr: Es ist nicht mal ein halbes Jahr her, seit sich im Januar 2020 bei DSDS ein junger Sänger erstmals bei RTL präsentierte, der sich als Gebäudereiniger vorstellte und damit auf sich aufmerksam machte, dass er ein Lied von RANDOLPH ROSE singen wollte. Nachdem die Jury zunächst überrascht war wegen dieser Liedauswahl, wusste RAMON zu überzeugen – der Rest ist Geschichte (das Video findest Du Hier).

Es wäre schön…

Begonnen hat aber alles mit dem Lied von RANDOLPH ROSE: „Hundert Jahre sind noch zu viel“. Wir Schlagerprofis fanden das Grund genug, RANDOLPH nach einem Duett zu befragen: Es wäre doch schön, wenn der Originalsänger mit dem neuen Superstar den wirklich schönen Titel aus der Feder von KLAUS PELIZAUS mal zusammen singen würden, idealerweise im Fernsehen. Wie HIER nachzulesen ist, hat RAMON im Gespräch mit den Schlagerprofis gesagt, dass er sich das gut vorstellen könne.

Und es wird schön!

Und heute Abend im SchlagerXirkus ist es soweit: RANDOLPH ROSE und RAMON ROSELLY, sozusagen die vier großen „R“ des deutschen Schlagers, werden heute Abend im MDR erstmals im Duett zusammen singen. Wir freuen uns darauf schon sehr.

Weitere Gäste heute Abend bei FLORIAN SILBEREISEN (außer RAMON ROSELLY und RANDOLPH ROSE) sind bekanntlich (wir berichteten):

  • BEATRICE EGLI
  • ROSS ANTONY
  • ANDY BORG
  • UTE FREUDENBERG