RAMON ROSELLY: Ist sein von DIETER BOHLEN komponierter Siegertitel „abgekupfert“? Kommentare deaktiviert für RAMON ROSELLY: Ist sein von DIETER BOHLEN komponierter Siegertitel „abgekupfert“?

Sieger Foto

(06.04.2020): +++Video-Update am Ende+++Video-Update am Ende

Völlig zurecht und wie von uns schon lange prognostiziert, hat mit RAMON ROSELLY ein sehr viel versprechender Sänger DSDS gewonnen. Nur zu gerne erinnern wir uns an Ramons Debut bei DSDS mit einem schönen RANDOLPH-ROSE-Song, den der Essener KLAUS PELIZAEUS komponiert hat. Wir haben kürzlich bereits HIER darüber berichtet.

„100 Jahre sind noch zu kurz“ und „Eine Nacht“ – Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen

Nachdem gestern RAMON zunächst seinen Debut-Song „100 Jahre sind noch zu kurz“ präsentiert hat und im Anschluss den späteren Siegertitel „Eine Nacht“ präsentierte, wurden viele Fans hellhörig – die Refrains ähneln einander doch sehr. So sehr, dass nicht wenige Fans beim Schnelldurchlauf „durcheinander gekommen sind“: Ist „100 Jahre“ und „Eine Nacht“ ein Schlager? NEIN, zumindest „offiziell“ nicht. Aber Dieter hat sich nach unserer Meinung doch schon sehr von Klaus Pelizaeus‘ Schlager inspirieren lassen. Sein Urtail aus dem Januar: „Ich finde den Song scheiße, der ist old fashioned„. Aber auch: „Wenn du das so hörst, was damals in der Schlagermusik für Harmonien drin waren – das gibt’s ja gar nicht mehr. Dasw war eigentlich schön. Diese Harmonien könnte heutzutage keiner mehr spielen. Irgendwie war es geil. “ – Kurios: Offensichtlich wusste Bohlen damals nicht, dass der Titel gerade mal knapp 12 Jahre alt ist.
Richtig geil ist, dass Bohlen über seinen neuen Song sagt, der sei nicht ganz einfach strukturiert mit Harmonien ohne Ende und kompliziert sei. Also was im einen Fall „old fashioned“ und „scheiße“ war, ist nun offensichtlich in sehr ähnlicher Form voll angesagt – interessanter Sinneswandel.. 🙂

Inspiration, aber kein Plagiat

Nach unserer Einschätzung können die sich jetzt schon vielleicht die Hände reibende Rechtsanwälte in dem Fall ihre Hoffnungen auf schöne Honorare begraben, weil es für eine Klage nicht reichen würde – dazu sind die Harmonien und die Melodie dann doch zu unterschiedlich – auch wenn die Charakteristik des Songs und die Intonationssprünge in der Melodieführung schon extrem ähnlich sind. Eine „Inspiration“ ist mehr als deutlich erkennbar – die ist aber juristisch nicht angreifbar. Dieter Bohlen hat den Titel mit Joachim Mezei („Jeo“) gut und solide produziert. (Inzwischen hat sich DIETER BOHLEN in der BILD-Zeitung auch in dieser Richtung geäußert).

Andere Bewertung in den USA

ABER(!): In den USA z.B. würde es reichen, hier einen solchen Prozess zu führen! Man erinnere „Blurred Lines“ von Thicke/Farell. Das „Original“ wurde Marvin Gaye zuerkannt! Auch hier war die Melodie gar nicht ausschlaggebend, sondern der Rhythmus und die Charakteristik! Am Ende kostete es fast 5 Mio Dollar. Aber – in Deutschland entscheiden noch deutsche Gerichte…

Siegersong gezielt für RAMON komponiert?

Neben dem vermeintlichen Vorwurf der „Inspiration“ gibt es einen weiteren Aspekt: Im Finale warenVIER Kandidaten. Ende März kündigte Bohlen an, dass er nach zwei Jahren wieder den Siegersong schreiben werde. Allem Anschein nach hat er diesen Song aber EINEM Kandidaten auf den Leib geschrieben. Okay, dass Ramon haushoher Favorit war, darüber haben nicht nur wir mehr als einmal berichtet. Und dennoch muss man Stirnrunzeln bekommen: Ist das nicht schon etwas „Wettbewerbsverzerrung“, wenn der Siegertitel Ramon auf den Leib geschrieben wurde und die anderen drei Kandidaten diesen Dieter-Song ebenfalls einstudieren mussten – insbesondere Finalkandidatin CHIARA, die jetzt nicht unbedingt als Schlagerinterpretin ins Rennen gegangen ist.

(06.04.2020): +++Video-Update+++

Bei YouTube ist nun ein „Vergleichsvideo“ aufgetaucht. Ob hier Ähnlichkeiten bestehen, kann nun jeder für sich selbst entscheiden:

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Foto: TVNOW, Stefan Gregorowius

 

 

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NENA: Morgen erscheint ihre neue Single „Forelle“ 0

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Nächster Vorbote des neuen NENA-Albums

Wie wir berichtet haben, freuen sich die zahlreichen NENA-Fans schon sehr auf das neue Album der Künstlerin. Recht überraschend hat NENA für morgen eine weitere Vorab-Single angekündigt – ungewöhnlicher Titel: „Forelle“. Die Künstlerin befindet sich damit in bester Gesellschaft – wer kennt FRANZ SCHUBERTs Lied nicht? Kurios: Im Zusammenhang mit NENA scheint es ein Hotel zu geben, in dem perfekt Forellen zubereitet werden – siehe HIER.

Entschleunigung

Nach unserem Eindruck scheint das Thema Entschleunigung. Unter dem Hashtag „inslowmotion“ präsentiert sie ihren Fans die ersten Zeilen ihres neuen Liedes, das sie mit dem Berliner Rapper MADUH aufgenommen hat:

Ich surf meine Welle
Und schwimme zur Quelle
Gegen den Strom so wie ne Forelle…

RALPH SIEGEL: Nach über 50 Jahren „Sängerpause“ nun eine neue Single 1

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Erste Single nach vielen Jahrzehnten

Als RALPH SIEGEL vor über 50 Jahren erstmals eine Single aufgenommen hatte, konnte er noch nicht ahnen, was er für eine gigantische Karriere hinlegen würde – obwohl schon sein Vater als Komponist und Verleger sehr erfolgreich war. 1968 veröffentlichte er den Titel „1000 und eine Nacht“ bzw. „Sie nennen es Flower Power“. Ein großer Hit ist das nicht geworden, umso erfolgreicher war RALPH SIEGEL kurze Zeit später als Komponist und Produzent, der mit fast allen deutschen Showgrößen zusammengearbeitet hat – von PETER ALEXANDER bis UDO JÜRGENS, von NANA MOUSKOURI bis NICOLE – kaum jemand, der nicht auf SIEGEL gesetzt hätte. Legendär ist auch sein Brennen für den Eurovision Song Contest. Hätten die heute Verantwortlichen auch nur 10 Prozent der Leidenschaft, die RALPH SIEGEL an den Tag setzt, würden sie nicht Jahr für Jahr irgendwelche Castingkandidaten ohne Ausstrahlung ins Rennen schicken.

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Song aus dem Musical „Zeppelin“

Was RALPH SIEGEL sehr am Herzen liegt, ist sein Musical „Zeppelin“. Ein Lied daraus hat autobiografischen Charakter: „Ich hab‘ gelebt“. Und genau dieser Song erscheint am morgigen Freitag, kurz vor dem runden Geburtstag. Während RALPH SIEGELs „Best Of„-Set bei Sony Catalog erschienen ist, bringt er seine erste Single nach Jahrzehnten auf dem Label TELAMO heraus. Und nun kommen wir ins Grübeln…

Schlagerjubiläum

Wir erinnern uns an die große „Schlagerüberraschung“. Damals stand JEAN FRANKFURTER im Mittelpunkt der Sendung. Da wäre doch denkbar, dass man im Rahmen einer TV-Show erneut einen der ganz Großen ehrt – in dem Fall RALPH SIEGEL. Bislang haben wir die Idee nicht ausgesprochen, weil sie – mit Verlaub „zu gut“ war. Ehrlich gesagt haben wir gedacht – eine BEN ZUCKER, eine MAITE KELLY – da fehlt womöglich der Bezug. Andrerseits – wie oft hat FLORIAN SILBEREISEN gerade in frühern Karrierejahren höchstselbst Lieder von RALPH SIEGEL gesungen? Denken wir an „Good Bye My Love“ mit MIREILLE MATHIEU. So gesehen ist es zumindest nicht völlig ausgeschlossen…

Produktinformation

Nähere Informationen zur Neuerscheinung können der Presseinformation der Plattenfirma entnommen werden:

Zum 75. Geburtstag tritt der legendäre Hit-Komponist Ralph Siegel selbst ans Mikrofon: Seine neue Single „Ich hab gelebt“ erscheint am 25. September 2020 bei TELAMO. Die Blickrichtung dieser neuen Single ist dieselbe wie die seiner Autobiografie: Ralph Siegel zieht Zwischenbilanz mit der ergreifenden Klavierkomposition „Ich hab gelebt“, die am 25. September erscheint. Während ein Louis Armstrong den Blick einst über die Vorzüglichkeit der Welt schweifen ließ, geht ein ähnlich reif und beseelt klingender Ralph Siegel am Zeitstrahl der letzten 75 Jahre entlang und fragt: „Und hat denn meine Kraft und meine Leidenschaft etwas Bleibendes geschafft?“
Genau genommen von Siegel als Abschlusstitel des neuen Musicals „Zeppelin“ komponiert, das im kommenden Jahr in Füssen Premiere feiern wird, ist „Ich hab gelebt“ eine ergreifend persönliche Rückschau auf die zurückgelegte Wegstrecke: „Ja, ich folgte meinem Traum, den ich faszinierend fand“, heißt es im Text der wunderschön arrangierten Komposition, für die er auch auf Streicher setzt. Danach erzählt er von Verrücktem, was er jedoch unbedingt ausprobieren musste, von schwierigen Grätschen („… hab die Seele 1.000 Mal verkauft“) – und am wichtigsten:
„… bis heut nichts bereut“.
Um die Frage von oben zu beantworten: Im letzten halben Jahrhundert hat Ralph Siegel die deutsche Musikszene geprägt und gestaltet wie kaum ein Zweiter. Gut 2.000 veröffentlichte Titel gehen aufs Konto des Komponisten, Texters, Verlegers, Produzenten und Musikers, der schon als Teenager erste Songideen verfasste – und später sage und schreibe 25 Mal am Eurovision
Song Contest („Grand Prix“) teilnehmen sollte.
Geboren in München im Jahr 1945, trat der Sohn einer Operettensängerin und eines Schlagertexters sehr früh in die Fußstapfen seiner Eltern und avancierte endgültig zur ultimativen Schlager-Ikone, als er 1982 Nicole den Grand-Prix-Siegertitel „Ein bisschen Frieden“ auf den Leib schrieb. Die Liste der Schlagerstars, mit denen er davor und danach gearbeitet hat, liest sich wie ein Who-is-Who der deutschsprachigen Entertainmentgeschichte – von Mary Roos bis Peter Kraus, von Udo Jürgens bis Andrea Berg –; dazu verzeichnete sein eigenes Label sogar #1-Hits in den USA (Silver Conventions „Fly Robin Fly“). Auch ein paar unvergessene Fußball-und Volksmusikhymnen der letzten Jahrzehnte stammen aus der Feder des Müncheners, der schon 1982 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekam, um 1998 dann mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt zu werden. Einen ECHO für sein Lebenswerk bekam er 2007.
„Ich hab gelebt“ – und ich hab Hits geschrieben: Wenige Tage vor seinem 75. Geburtstag, den Ralph Siegel am 30. September feiern wird, erscheint nun ein Geburtstagsständchen von „Mr. Grand Prix“ höchstpersönlich. Dem Grandseigneur der deutschen Schlagerwelt stehen seine eigenen Entwürfe immer noch am besten! Die Single „Ich hab gelebt“ erscheint am 25. September.
Quelle: TELAMO