RENÉ KOLLO entdeckt Jahrzehnte nach seinem Karrierestart sein Herz fĂŒr Schlager neu 2

CD Cover RenĂ© Kollo Meine große Liebe

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Der große und weltberĂŒhmte OpernsĂ€nger RENÉ KOLLO startete seine Musikkarriere in den frĂŒhen 1960er Jahren mit Schlagern. Bekannt wurde er mit seiner Interpretation der deutschen Version der Hits „Hello, Mary Lou!“ und ging damit den Weg der Unterhaltungsmusik weiter, den schon sein Großvater Walter mit seinen Kompositionen wie „Die MĂ€nner sind alle Verbrecher“ bzw. „Mein Papagei frisst keine harten Eier“ eingeschlagen hat wie auch sein Vater Willi, der ebenfalls ein berĂŒhmter Komponist und Autor war („Nachts ging das Telefon“).

Anders als z. B. sein Kollege PETER HOFMANN in den 1980er Jahren, unternahm RenĂ©, nachdem er 1965 zum klassischen Fach kam und sich als Heldentenor insbesondere im Wagner-Fach einen weltweiten angesehenen Namen machte, nur noch selten AusflĂŒge in die Unterhaltungsmusik. Dass er seinen Klassiker „Hello, Mary Lou“ ĂŒberhaupt noch einmal aufgenommen hĂ€tte – wir können uns zuzmindest nicht daran erinnern.

Umso bemerkenswerter ist, dass heute, mit 82 Jahren, RENÉ KOLLO ein Album mit berĂŒhmten Schlagern auf den Markt bringt, die von ihm neu interpretiert werden – angefangen mit seinem Klassiker „Hello, Mary Lou“ in Neuaufnahme. Fehlen darf auch nicht ein UDO-JÜRGENS-Klassiker. 1986 hat RenĂ© gemeinsam mit Udo ein gemeinsames Album veröffentlicht („Musik war meine erste Liebe“, die Originalversion von Udo JĂŒrgens ist bis heute ĂŒbrigens nicht auf CD erschienen – an der Stelle ein herzliches „Dankeschön“ der JĂŒrgensschen Erbengemeinschaft) – nun hat er ein weiteres Udo-Lied fĂŒr eine Neuaufnahme herausgepickt: „Immer wieder geht die Sonne auf“: Schön, dass wenigstens auf diese  Art und Weise des Lebenswerks des wohl bedeutendsten deutschsprachigen Unterhaltungsmusikers ĂŒberhaut gedacht wird.

Spannend: Genau so wie MARIANNE ROSENBERG mit Sohn MAX ihre neuen Lieder im berĂŒhmten Berliner Hansa-Studio produziert hat, ist auch RENÉ KOLLO zusammen mit RENÉ MÖCKEL im Oktober 2019 im Studio gewesen, um schöne Neuaufnahmen zu produzieren.

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Foto: TELAMO / André Kowalski

ZurĂŒck zu RenĂ© – auf welche Lieder sich die Fans sonst noch freuen dĂŒrfen, darĂŒber gibt der ausfĂŒhrliche Pressetext Auskunft:

RenĂ© Kollo bedankt sich bei seiner „Mary Lou“ – und singt den Soundtrack seines Lebens: Das Album „Meine große Liebe“ erscheint am 10. Juli 2020 bei TELAMO.

Er ist der einzige SĂ€nger, der im Unterhaltungssegment genauso begeistern konnte wie an den renommiertesten OpernhĂ€usern der Welt: Auf seinem neuen Studioalbum „Meine große Liebe“ interpretiert RenĂ© Kollo nicht nur seine grĂ¶ĂŸten Schlager-Hits wie „Hello, Mary Lou“ neu, sondern prĂ€sentiert insgesamt gleich ein ganzes Dutzend musikalische Meilensteine im neuen Gewand – zwölf zeitlose Klassiker, die seinen Lebensweg begleitet und geprĂ€gt haben.

Dass sich diese „große Liebe“ immer schon auf ein weites musikalisches Feld bezogen hat, zeigt allein die unglaubliche Spannbreite seiner Erfolge: FĂŒr die einen ist und bleibt Kollo weltweit der Wagner-Spezialist, der ultimative „Heldentenor“, fĂŒr die anderen ist er eine Schlager-Ikone, ein Entertainer vom alten Schlag. Was den SĂ€nger ĂŒber die Jahrzehnte hinweg persönlich bewegt und begleitet hat, zeigt er nun auf „Meine große Liebe“, das er im Oktober 2019 mit seinem Produzenten RenĂ© Möckel in den Berliner Hansa Studios aufgenommen hat.

„Bevor ich ‘Hello, Mary Lou’ sang, war ich Mr. Nobody“, sagt RenĂ© Kollo rĂŒckblickend. „An den Wochenenden machte ich Tanzmusik und konnte mich davon ĂŒber die Woche ernĂ€hren. Aber ich hatte keinerlei Plan fĂŒr die Zukunft. Doch dann lĂ€chelte die ‘Mary Lou’ mich an und alles wurde anders: Plötzlich ging ich mit Max Greger auf Tournee, auch mit Zarah Leander. Ich konnte mir ein Auto leisten und eine schöne Wohnung – hĂ€tte ich das ohne die bezaubernde ‘Mary Lou’ gekonnt?“ Weil diese zauberhafte „Mary Lou“ die wohl wichtigste Wegbereiterin fĂŒr seine spĂ€tere Weltkarriere an der Oper war, besingt RenĂ© Kollo sie nun ein weiteres Mal – und widmet ihr dieses musikalische Dankeschön.

So beginnt sein „Meine große Liebe“-Album mit jenem Song, mit dem vor knapp 60 Jahren alles anfing: „Hello, Mary Lou“. So wie im Text die wunderschöne Nachbarin immer „so nett daher schaut“, stellen Kollo und Möckel auch die Neuinterpretation quasi „vis-a-vis“ dem Original gegenĂŒber: Das klingt satter, sehr viel reifer, immer noch wahnsinnig charmant, schwungvoll und „so wie ein Sonnenschein“.

Die ungemein passende Zeile „Hör ich ein Lied, irgendein Lied, das wir gekannt/denk ich noch immer, wie schön es war“ folgt wenig spĂ€ter: Auch ein Titel wie „Immer wieder geht die Sonne auf“ durfte auf diesem Album nicht fehlen, wo der SĂ€nger doch schon vor knapp 35 Jahren ein ganzes Udo-JĂŒrgens-Coveralbum („Musik war meine erste Liebe“) eingesungen hatte


Immer wieder spĂŒrt man diesen Charme, den schon Rainhard Fendrich einst auf „Macho Macho“ besungen hat: Bevor Kollo noch einmal von jener „Reise in die Seligkeit“ singt, die sich hinter dem eigenen Titel „Meine große Liebe wohnt in einer kleinen Stadt“ verbirgt – mal ehrlich: Fernbeziehungen waren so viel romantischer, als man noch nicht permanent via Messenger in Kontakt sein konnte –, geht er noch weiter zurĂŒck in die Vergangenheit, wenn er „Schau mich bitte nicht so an“ interpretiert, von Edith Piaf in den Vierzigern als „La vie en rose“ geschrieben. Auf den euphorischen Sprung ins neue Jahrtausend („Ein Stern (der deinen Namen trĂ€gt)“) folgt wieder eine RĂŒckschau: „verzeih’n Sie, wenn ich sag: I did it my way“. Auch diesen Titel wissen Kollo und Möckel mit sehr viel FingerspitzengefĂŒhl zu arrangieren – und er klingt noch eindringlicher, wenn er von jemandem eingesungen wird, der schon so viel erlebt hat


Auch eine Zeile wie „Bin kein Rockefeller/Ich bin auch kein Beau“ von Marius MĂŒller-Westernhagens „Weil ich dich liebe“ steht dem 82-jĂ€hrigen SĂ€nger bestens. Mit „Goodbye, my love, goodbye“ verabschiedet er sich indirekt auch vom zu frĂŒh verstorbenen Kollegen Demis Roussos, und zĂŒndet kurz vor Schluss noch mal ein echtes Hit-Feuerwerk: Leinwandgroß klingt „Über sieben BrĂŒcken“ (Peter Maffay), opulent arrangiert ist auch Heinz-Rudolf Kunzes Song ĂŒber die schönsten Schmerzen, die es gibt („Dein Ist mein ganzes Herz“). Davor lĂ€sst er u.a. minimalistische Strophen auf wuchtige Refrains treffen („Wunder gibt es immer wieder“) und verbindet auch mal schnellere Gesangspassagen mit getragenen Walzermelodien („Wir wollen niemals auseinandergehen“): Alles Klassiker, denen Kollo mit viel Respekt und noch mehr GefĂŒhl seinen Stempel aufdrĂŒckt.

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Foto: TELAMO / André Kowalski

Als RenĂ© Kollodzieyski im November 1937 in Berlin geboren, sollte sich seine „Mary Lou“ tatsĂ€chlich als wichtigste Weichenstellerin entpuppen: Ihr Erfolg ließ Kollo einerseits umdenken (denn ursprĂŒnglich wollte er zum Film). Andererseits gab sie ihm gewissermaßen das nötige Startbudget an die Hand, um ein solides Fundament aufzubauen: „Durch den Erfolg sagte ich mir, dass ich jetzt mal richtig Schauspiel- und Gesangsunterricht nehmen wĂŒrde.“ Obwohl „Mary Lou“ bekanntermaßen nicht sein einziger Schlager-Hit war, zog es ihn bald an die Oper: „Nach ungefĂ€hr fĂŒnf Jahren sang ich dann in Braunschweig vor.“ Ab da ging alles Schlag auf Schlag, seine Karriere fĂŒhrte ihn geradewegs nach Bayreuth auf den GrĂŒnen HĂŒgel: Als Steuermann war er in einer Neuproduktion des „Fliegenden HollĂ€nders“ so erfolgreich, dass Kollo bald darauf zum Wagner-Tenor par excellence avancierte. Er glĂ€nzte als Lohengrin, als Siegfried, als Tristan. Marathon-Herausforderungen, ĂŒber die Kritiker sagen: bis heute unerreicht. „WĂ€re das ohne die ‘Mary Lou’ möglich gewesen?“

„Wochen spĂ€ter machte ich mit Herbert von Karajan eine Gesamtaufnahme der ‘Meistersinger’ in Dresden. Karajan und ich gingen in Dresden spazieren, und er sagte zu den Presseleuten, dass er 40 Jahre auf einen solchen Stolzing gewartet hĂ€tte. Damit war ich natĂŒrlich schlagartig weltbekannt
 das ging durch die Klassikwelt wie ein Lauffeuer.“

TatsĂ€chlich folgten Auftritte in aller Welt – von New York bis London, von Wien bis Tokio –, wobei Kollo auch immer wieder an die Deutsche Oper in Berlin fĂŒr gefeierte Heimspiele oder nach MĂŒnchen an die Bayerische Staatsoper zurĂŒckkehrte. Als reiner OpernsĂ€nger gefiel er sich dabei nie und machte zwischenzeitlich immer wieder Abstecher auf anderes Terrain: Mal als Theater-Intendant, mal als Musical-Schirmherr; zwischendurch moderierte er jahrelang eine erfolgreiche ZDF-Show wie „Ich lade gern mir GĂ€ste ein“. Mehr noch: Kollo befasste sich auch mit Geschichtsschreibung, verfasste einen Krimi, eröffnete sogar mal kurz ein Restaurant fĂŒr seine Tochter.

Vor allem aber hatte er nie ein Problem damit, einfach Unterhaltsames zu machen – so wie vor ihm schon der Vater und der Großvater, die beide vorwiegend Schlager und Revuen komponiert hatten.

Kaum ein Entertainer konnte sich Ă€hnlich elegant und frei zwischen den sonst so streng getrennten Bereichen E- und U-Musik bewegen – und sich genau deshalb ĂŒber Jahrzehnte hinweg treu bleiben. Schon 1979 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt, folgte 15 Jahre spĂ€ter auch das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse; dazu konnte er sich ĂŒber den Bayerischen Verdienstorden, 2 GRAMMY Awards sowie etliche weitere Preise freuen. Zuletzt bekam der SĂ€nger, der sich zur Jahrtausendwende aus dem Ersten Tenorfach zurĂŒckzog, den Österreichischen Musiktheaterpreis fĂŒr sein Lebenswerk verliehen.

„WĂ€re das alles ohne die ‘Mary Lou’ so geworden?“, fragt er ein weiteres Mal – und hat die Antwort natĂŒrlich auch parat: „Sie hat mich damals an die Hand genommen und in die Welt hinausgeschubst. Jetzt, nach 50 Jahren Weltkarriere, will ich den Kreis schließen und mich bei ihr bedanken fĂŒr ein unglaubliches, anstrengendes, aber wunderbares Leben.“

Wir freuen uns sehr auf dieses ungewöhnliche Album und finden, dass das vielleicht wirklich mal eine Alternative zum Schlager-Allerlei darstellen könnte. Wir sind sehr gespannt.

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Foto: TELAMO / HGM Press

Pressetext und Fotos: TELAMO

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2 Kommentare

  1. „Musik war meine erste Liebe“ von Udo JĂŒrgens wurde auf CD veröffentlicht! Allerdings auf „Merci, Udo“ Vol. 2, welche wieder vom Markt genommen werden musste (aufgrund besagter Erbengemeinschaft 
 auch von hier aus „vielen Dank“ an dieser Stelle).

    1. Ups – peinlich – richtig, die Merci Udo 2 haben wir wohl „verdrĂ€ngt“. Die wurde ja auch schnell wieder vom Markt genommen, aber richtig – das war ja genau einer der Perlen dieser Veröffentlichung, die dann aufgrund „besagter Erbengemeinschaft“ wieder schnell vom Markt verschwand. Danke fĂŒr den Hinweis!

FLORIAN SILBEREISEN: Seine „Goldene CD“ von DSDS ging an ein Mitglied der GOLDEN VOICES OF GOSPEL 6

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FLORIAN SILBEREISEN: Wusste er, WEM er da die Goldene CD ĂŒberreicht?

Dass der Start der neuen Staffel von DSDS in Sachen Einschaltquote mehr als holprig war, darĂŒber haben wir bereits berichtet. Auch in dieser Staffel haben die Juroren wieder die Möglichkeit, einen Kandidaten oder eine Kandidatin mit einer „Goldenen CD“ direkt in den Recall kommen zu lassen. Eine nette Idee, hinter der eigentlich steckt, dass persönliche Favoriten aufgrund der QualitĂ€t den Zuschlag bekommen sollten. In diesem Fall hat das Ganze aber ein „GschmĂ€ckle“: Die von FLORIAN SILBEREISEN Ausgezeichnete ist Mitglied bei den GOLDEN VOICES OF GOSPEL, die quasi StammgĂ€ste in den Shows mit FLORIAN SILBEREISEN sind. 

DSDS als Starschmiede fĂŒr die „Feste“?

Nun ist es ja so, dass der „Papst“ unserer Meinung nach fast nie „eigene“ Talente entwickeln konnte – die ganz großen Stars der Szene wurden vom ungeliebten ehemaligen MDR-Unterhaltungschef UDO FOHT entdeckt – SILBEREISEN, MROSS, HERTEL, selbst HELENE FISCHER – ohne FOHT wĂ€ren sie nie so groß geworden wie sie sind. 

Und heute? BEATRICE EGLI, RAMON ROSELLY, ANNA-CARINA WOITSCHACK, KARSTEN WALTER und und..? Das sind alles von DSDS stammende RTL-Talente. Auch ROSS ANTONY und GIOVANNI ZARRELLA wurden bei den „Privaten“ entdeckt. Dass JÜRGENS mal selber einen Star macht? Außer BEN ZUCKER sind uns da nicht viele Namen bekannt. Folglich ist man auf „Fremdanbieter“ angewiesen, eben RTL. 

Goldene CD fĂŒr „GOLDEN VOICES OF GOSPEL“

Wenn FLORIAN SILBEREISEN nun dem jĂŒngsten Mitglied der GOLDEN VOICES OF GOSPEL, also dem Chor, der quasi ein Abonnement in seiner „Feste“-Show hat und die nach unseren Informationen z. B. auch beim Schlagerbooom 2021 in Dortmund mitgewirkt hat, seine Goldene CD ĂŒberreicht – ist das Zufall? Oder will man da wieder jemanden fĂŒr das eigene Show-Format aufbauen? Vielleicht hat CHRISTIAN GELLER bereits Studiotermine in seinen Kalender eingetragen? Womöglich wird „ABI“ ihre Lieder wieder bei TELAMO in Partnerschaft mit unikat music veröffentlichen? – In einem heutigen Post bei Facebook schreibt FLORIAN SILBEREISEN jedenfalls: 

Direkt in der ersten Folge vom neuen DSDS haben wir ein riesengroßes Gesangstalent entdeckt: Die 17-jĂ€hrige Abigail! Sie hat sich meine Goldene CD wirklich verdient und kommt damit direkt in den Auslands-Recall! 😉

Bleibt die Frage, warum er dieses Talent, das bereits in seiner eigenen Show aufgetreten ist, nicht auch in siener eigenen Show entdecken und groß machen konnte? Okay, eine ErklĂ€rung wĂ€re, dass in seiner Show (so gut wie) niemand live singt und die außerordentlichen QualitĂ€ten von „ABI“ in seiner Show daher nicht festgestellt hĂ€tten werden können. Aber etwas „merkwĂŒrdig“ finden wir es schon, dass FLORIAN „vergessen hat“, wer denn da die Goldene CD bekommen hat – eben das Mitglied eines ihm sehr bekannten Chores. Stellt sich die Frage: Hat sich so etwas schon einmal DIETER BOHLEN erlaubt? Spricht das wirklich fĂŒr SeriositĂ€t? Oder ist das „Kungelei“?

RTL schreibt derweil zu ABIGAIL:

Abigail hat multikulturelle Wurzeln, ihre Eltern stammen aus der Dominikanischen Republik und Chile. Sie hat als Background-SĂ€ngerin fĂŒr Schlagerstars wie Helene Fischer schon einiges an BĂŒhnenerfahrung vorzuweisen, ist Teil eines Gospelchors und war mit Star-Geiger Andre Rieu auf Tour. Diese tollen Erfahrungen möchte sie nun auch bei DSDS in die Waagschale werfen – und hat mit der Goldenen CD von Florian Silbereisen direkt den Sprung zum Recall in Italien geschafft!

Wie gesagt: Wahrscheinlich ist ABIGAIL ein großes Talent, vielleicht wird sie sogar Siegerin der Staffel – NUR: Warum muss hier der „Umweg“ ĂŒber DSDS gegangen werden, wenn sie doch schon lĂ€ngst Bestandteil der Szene ist und es genĂŒgend ARD-Formate gĂ€be, wenn man sie ehrlich betreiben wĂŒrde? Warum z. B. war nicht ABIGAIL in der Show „Schlager Chance“ dabei? Immerhin ist man bei RTL schlau genug, den Namen des Gospelchors „auf kleiner Flamme zu kochen“ – allerdings schon hier und da in Berichten zu erwĂ€hnen.

Explizit schreiben die GOLDEN VOICES OF GOSPEL höchstselbst auf ihrer Facebook-Seite: 

The entire Golden Voices of Gospel family send our heartfelt Congratulations to our youngest member Abigail Campos and her family on her Great performance and super success on Deutschland Sucht Den Superstar! We are all so proud of you Abi!

Auf Deutsch (Facebook-Übersetzung): „Die gesamte Golden Voices of Gospel Familie ĂŒbermittelt unserem jĂŒngsten Mitglied Abigail Campos und ihrer Familie herzlichen GlĂŒckwunsch zu ihrer großartigen Leistung und ihrem super Erfolg auf Deutschland Sucht Den Superstar! Wir sind alle so stolz auf dich Abi!

Das mag man nun cross-mediale Vermarktung oder so nennen – ob DAS heutzutage „normal“ ist, SO Stars zu fördern, mag sein – wir finden auch das wieder unfassbar. Ob sich diese „erstaunliche“ Vorgehensweise weiterhin in den Einschaltquoten widerspiegeln wird, wird sich zeigen. Wir finden jednefalls, dass „ABI“ bestimmt ein ganz tolles Talent ist, das derartige „Spielchen“ nicht möglich hĂ€tte, sondern allein mit ihrem Talent auch so sicherlich ihren Weg gemacht hĂ€tte. Hoffentlich schadet ihr diese offenstichliche „Erstaunlichkeit“ bei DSDS nicht mehr als sie ihr nutzt…

Foto: RTL / Stefan Gregorowius

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STEFANIE HERTEL: „Wenn die Musi spielt“ – TV-Kritik von THOMAS KAISER 0

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Musi in der Schlagerprofis-Kritik – Quoten leider nicht ĂŒberzeugend

Unser Kolumnist THOMAS KAISER hat sich gestern die „Musi“-Sendung angesehen und zieht ein klar positives Fazit. Vorab sei der Fairness halber aber erwĂ€hnt, dass die „Musi“ leider – ebenso wie DSDS – unter einem Quotenschwund gelitten hat.In Österreich sahen 433.000 Menschen zu – der Marktanteil von 16 % ist zufriedenstellend, aber nicht berauschend. Im Sendegebiet des MDR waren gerade einmal 235.000 Zuschauerinnen und Zuschauer dabei – 6,6 % Marktanteil sind sicher eine herbe EnttĂ€uschung – allerdings wurde auch wenig Werbung gemacht – vielleicht wird es im Sommer ja wieder besser. – Nun aber zur Kritik von THOMAS KAISER:

Live-Show in Pandemie Zeiten? Ja, es geht!

Beim Winter Open Air 2022 „Wenn die Musi spielt“ zeigte der ORF, dass es auch in Zeiten von Corona möglich ist, eine Show mit echter Abwechslung Live auf die BĂŒhne zu zaubern. ARNULF PRASCH und STEFANIE HERTEL begrĂŒĂŸten die Fans und Zuschauer in Bad Kleinkirchheim, genauer gesagt im Feriendorf Kirchleiten.

Diskutable Version von „Du hast den Farbfilm vergessen“

Das Potpourri der KĂŒnstler reichte von Pop-Schlager einer SASKIA LEPPIN mit „Es hört niemals auf“ ĂŒber volkstĂŒmlichen Schlager der FETZIGÂŽN aus dem Zillertal bis zum Partyschlager der JUZIS. Die JUZIS starteten ihren Auftritt mit einem Cover des Lieds „Du hast den Farbfilm vergessen“. Die wahrscheinlich ĂŒberzeugendste Version stammt von NINA HAGEN aus dem Jahre 1981. Ob es sinnvoll ist, in heutiger Zeit diesen DDR-Kultschlager im JUZI-Sound erklingen zu lassen, soll jeder fĂŒr sich selbst entscheiden.

Kreative GĂ€steauswahl

Auch Gruppen, die nur sehr selten zusehen sind wie die aus KÀrnten stammende, dem Pop zugewandte Gruppe MATAKUSTIX, die OBERKRAINER POWER aus der Steiermark oder die MOUNTAIN CREW (Oberösterreich) durften sich ein Stelldichein geben.

DANIEL SOMMER mit Corona-Erkrankung ausgefallen

Der auf der GĂ€steliste angekĂŒndigte DANIEL SOMMER musste aufgrund einer Corona-Infektion seinen Auftritt leider absagen. Das ist sehr schade, da die Zuschauer somit nicht in den Genuss des gemeinsamen Duetts mit SASKIA LEPPIN „Das war so nicht geplant“ kamen. Warum der Ă€ußerst sympathische und smarte DANIEL SOMMER bis jetzt in anderen Shows (außer beim SWR) so gut wie gemieden wird, bleibt unergrĂŒndlich. Die aktuelle Single von DANIEL SOMMER  heißt ĂŒbrigens „Warum suchst Du woanders“.

ALLESSA und MISHA KOVAR – tolle SĂ€ngerinnen

EigenstĂ€ndig war auch die PrĂ€sentation von ALLESSA und „Das kann’s doch nicht gewesen sein“. – Mit ALLESSA verhĂ€lt es sich wie mit DANIEL SOMMER. Bis heute so gut wie keine Auftritte in großen Schlager- und Musikshows und das bei dieser ĂŒberzeugenden Performance und Stimme.

Ein weiterer seltener Gast aus Österreich war MISHA KOVAR  mit „Winterwunderwelt“, welche neben SASKIA LEPPIN Musical-Erfahrung besitzt.

Wieso ALLESSA und MISHA KOVAR nach ihren Auftritten so mir nichts dir nichts hinter die BĂŒhne verschwanden, ohne dass man mit den beiden ein Wort gewechselt wurde, bleibt leider unbekannt. Hier wĂ€re die Möglichkeit gewesen, beide auch in Worten einem grĂ¶ĂŸeren Publikum vorzustellen. Fragen hĂ€tte es bestimmt genug gegeben. Hier wurde eine Chance verpasst.

ROSS ANTONY im Interview

Im Gegenzug wurde mit ROSS ANTONY nach seiner PrĂ€sentation von „Willkommen im Club“ ein Plausch mit STEFANIE HERTEL abgehalten. Von ROSS ANTONY dĂŒrfte mittlerweile fast alles bekannt sein. – In solchen Dingen sollte man von den Verantwortlichen und Veranstaltern in Zukunft fĂŒr solche Shows mehr Balance und Ausgewogenheit erwarten.

DRAUFGÄNGER mit neuer SĂ€ngerin

Weitere GĂ€ste waren die Partyschlagerband DIE DRAUFGÄNGER mit der neuen SĂ€ngerin CHIARA PROSSINGER, die gegenĂŒber anderen KĂŒnstlern mehrere Songs zum Besten geben durften. Ob man diese Gruppe mag oder nicht, ist in diesem Fall echt Geschmackssache.

MARCO VENTRE und MITCH KELLER mit BERENICE

Der Radio KĂ€rnten Moderator MARCO VENTRE gab den Song „Neuer Tag“ zum Besten. FĂŒr ein Winter Open Air ein vielleicht zu sperriger Song, hier wĂ€re von der Machart her doch ein wenig mehr Geschmeidigkeit besser gewesen. Auch die Fans von MITCH KELLER kamen auf Ihre Kosten, er hatte einen Auftritt mit der Steirerin BERENICE, die sich als SĂ€ngerin bei ANDREAS GABALIER einen Namen gemacht hat, und dem Cover von „Baby When You’re Gone“: „Ich zeig Dir, wie es geht“.

Eine Premiere bei Wenn die Musi spielt durften die SÜDSTEIRER mit Tanzen geben. Mit Ihrer BĂŒhnenperformance erinnerten Sie ein wenig an VOXXCLUB. Ihr Song „Tanzn“ ging gut ins Ohr. Premiere geglĂŒckt kann man da sagen.

ANNA-CARINA WOITSCHACK mit zwei Liedern

Einen Ausflug in die wunderbare verschneite Berglandschaft von KĂ€rnten gab es mit ANNA CARINA WOITSCHAK und „KĂŒss mich wach“. SpĂ€ter folgte von Ihr ein LIVE-Auftritt mit Ihrer Ballade „MĂ€rchenbuch“.

UDO WENDERS und VANESSA HERZOG: So macht Winter Spaß

UDO WENDERS zeigte sich mit „Lass mich bei Dir sein“ von der Gerlitzen Alpe und spĂ€ter mit einer eigenen Version von ROGER WHITTAKERS „Ein bisschen Aroma“. Die Tiroler EisschnelllĂ€uferin VANESSA HERZOG verzauberte die Zuschauer mit einem Besuch an den ins Sonnenlicht winterlich verschneiten Weissensee. So macht der Winter Spaß.

MELISSA NASCHENWENG blieb fern

Auch die Gastgeberin STEFANIE HERTEL kam nicht zu kurz. Sie performte ein Medley mit alten Schlagerklassikern und Ihrer DIRNDLROCKBAND.

Im Vorfeld der Show wurde ein Kommen von MELISSA NASCHENWENG, der zurzeit erfolgreichsten Musikerin Österreichs, angekĂŒndigt.  Wie von MELISSA NASCHENWENG selbst verkĂŒndet, fand dieser Besuch leider nicht statt. Ein zĂŒnftiges krachendes „Bergbauernbuam“ oder der „TraktorfĂŒhrerschein“ im Dialekt gesungen wĂ€ren genau richtig gewesen. Wir hoffen auf ein nĂ€chstes Mal.

FÄASCHTBÄNKLER nicht dabei, obwohl angekĂŒndigt

Auch die aus der Schweiz stammenden FÄASCHTBÄNKLER waren  nicht zugegen, obwohl sie im Pressetext angekĂŒndigt wurden. In Bezug auf solche Dinge sollten die Sender in Zukunft endlich offener und ehrlicher kommunizieren. Einige Worte zum Fernbleiben von den Gastgebern ARNULF PRASCH und STEFANIE HERTEL wĂ€ren richtig gewesen.

MELANIE PAYER hÀtte der Sendung gutgetan

Wo war bitte die ebenfalls aus KĂ€rnten kommende, genauer gesagt in St. Veit an der Glan beheimatete MELANIE PAYER? Hier wurde die Gelegenheit vertan, diese SĂ€ngerin einem breiteren Publikum vorzustellen. MELANIE PAYER ist wie viele in der Branche seit Jahren aktiv und wird besonders in TV-Shows mehr als stiefmĂŒtterlich behandelt.

Sie hĂ€tte ihre neue Single, den ruhigen Song „Seit du nicht mehr da bist“ oder den aus dem FrĂŒhjahr 2021 veröffentlichten Schlager „Papillon“ prĂ€sentieren können. Bei diesem Schlager ĂŒberzeugt MELANIE PAYER auch stimmlich auf ganzer Linie. Der Song stellt keine Beats oder irgendwelche Rhythmen in den Mittelpunkt, sondern eine den menschlichen Ohren starke schmeichelnde Melodie- und Gesangslinie.

NIK P. feiert JubilÀum

Als letzter KĂŒnstler betrat der sehr beliebte Nik P. die BĂŒhne, der in diesem Jahr sein 25. JubilĂ€um feiert. Dazu sei herzlich gratuliert. Er sang „Die Sterne stehen gut“, „Wir sind da um zu Leben“ und ein Hitmedley u. a. mit „Gloria“ und „Geboren, um dich zu Lieben“. NIK P. dankte seinen Fans und AnhĂ€ngern, dass es ihn nach 25 Jahren als KĂŒnstler noch gibt. Er hat bereits sein Kommen fĂŒr das Sommer Open Air angekĂŒndigt.

Beschlossen wurde die Show in einem gemeinsamen Auftritt aller KĂŒnstler und dem Open Air-Lied.

Fazit: Große Bandbreite

Man muss es noch mal sagen. Die Bandbreite, die gestern geboten wurde, hat man fast nur noch in den Sendungen des SWR, nĂ€mlich bei ANDY BORGS Schlager-Spaß und bei Immer wieder sonntags von STEFAN MROSS.

Hoffen wir, dass das Sommer Open Air am Samstag, dem 18. Juni wieder am alten Ort auf dem Feld des Hoferriegel-Bauern in St. Oswald stattfinden kann.

Thomas Kaiser

Foto: © MDR/ORF/Peter Krivograd

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