KATJA EBSTEIN: Herzlichen Gl√ľckwunsch zum Geburtstag! – Die Schlagerprofis-Biografie Kommentare deaktiviert f√ľr KATJA EBSTEIN: Herzlichen Gl√ľckwunsch zum Geburtstag! – Die Schlagerprofis-Biografie

Ebstein

Am 09.03.1945 wurde Karin Ilse Witkiewicz in Girlachsdorf bei Breslau (Schlesien) als j√ľngere von zwei Schwestern geboren. Kurz nach ihrer Geburt (im Alter von einem halben Jahr) floh ihre Familie vor der vorr√ľckenden Roten Armee √ľber Th√ľringen nach West-Berlin. Aus der sp√§teren Wohnsitzadresse der Familie im Berliner Stadtteil Reinickendorf in der Epensteinstra√üe, wo Karin Witkiewicz aufwuchs, leitet sich ihr sp√§terer K√ľnstlername ab. Ihr Vater war Schmied, der im Krieg verletzt wurde und deshalb arbeitsunf√§hig war – ern√§hrt wurde die Familie von ihrer Mutter.

Fr√ľhes Interesse an Musik, Kunst und Literatur

Bereits im jungen Alter interessierte sich Karin f√ľr Malerei, Musik, Literatur und Arch√§ologie. Sie sang in Kinderzeiten in Ch√∂ren und spielte Gitarre (- einem Ger√ľcht zufolge habe sie damals 400 Comic-Hefte gegen eine Gitarre getauscht – ein Tausch, der ihr vermutlich nicht leid getan hat, wenn das Ger√ľcht stimmt). Ihr Hauptinteresse galt zun√§chst der Bildenden Kunst, obwohl sie schon in jungen Jahren ein gutes musikalisches Geh√∂r und eine sch√∂ne Stimme hatte. Nach dem Abitur studierte sie Arch√§ologie und Romanistik, schloss das Studium aber aufgrund einer schweren Erkrankung (Hirnhautentz√ľndung) nicht ab. Sie volontierte beim Sender Freies Berlin (Ressorts Klassische Musik und TV-Dramaturgie). Die n√§chste Stufe der Karriere dort w√§re wohl Redaktions-Assistentin geworden.

Auftritte in Studentenkneipen

Nebenbei trat sie in K√ľnstler- und Studentenkneipen auf und begann, sich in der Jazz- und Liedermacherszene einen Namen zu machen. – Aber auch im Schlager-Bereich tummelte sie sich, indem sie f√ľr DM 25,00 gemeinsam mit einer Freundin bei Studio-Produktionen als Background-S√§ngerin t√§tig war.

Erster Auftritt 1964 in Sendung „Marmeladentopf“

1964 wurde sie vom SFB f√ľr die ARD-Sendung „Marmeladentopf“ engagiert. Mit drei Begleitmusikern (u. a. Bodo von Greiff) sang sie neben hebr√§ischen Songs den spanischen Flamenco „Fandango de Huelva“. Dadurch wurde der Berliner Schallplattenproduzent und Komponist Heino Gaze auf sie aufmerksam. Er entdeckte sie f√ľr die Schallplatte. Unter dem Namen „Katja“ wurden die beiden ersten von Heino Gaze komponierten Singles aufgenommen: „Irgendwann“ (1965) und „Wo ist das Schiff?“ (1966). (Diese Rarit√§ten wurden √ľbrigens inzwischen auf einem bemerkenswerten 3-CD-Set „Nur der Wind kennt meine Tr√§ume – Hits und Rarit√§ten“ wiederver√∂ffentlicht).

Ebstein Irgendwann

Wenngleich diese ersten Schallplatten Flops waren, rentierte sich die Zusammenarbeit mit Heino Gaze – beispielsweise unterst√ľtzte er „Katja“ darin, Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht (bei Anneliese Hanschke bzw. Ausdruckstanz bei Mary Wigman) zu nehmen. In Gesang wurde sie √ľbrigens zeitweise von Elisabeth Hallstein, der Mutter der bekannten Sopranistin Ingeborg Hallstein, geschult. Elisabeth Hallstein fand Katjas hohe Altstimme f√ľr die gro√üe Musikliteratur geeignet. Statt auf die Opernb√ľhne dr√§ngte es Katja aber zum niveauvollen Chanson, zur Folklore und zum Musical.

Erste Songfestivals 1966: Knokke und Burg Waldeck

Die Zusammenarbeit mit Heino Gaze war aber auch aus anderen Gr√ľnden folgenreich – durch ihn lernte sie den ber√ľhmten Schlagerkomponisten Christian Bruhn kennen, mit dem sie fortan musikalisch intensiv zusammenarbeitete. Bruhn wurde Jahre sp√§ter Katjas Ehemann. 1966 trat sie erstmals bei einem Wettbewerb an – doch die Teilnahme am Schlagerfestival im belgischen Knokke war nicht von Erfolg gekr√∂nt.

Ein Jahr sp√§ter nahm Katja beim Festival „Chanson Folklore International“ auf Burg Waldeck mit Liedern von u. a. Berthold Brecht teil – ein renommiertes Woodstock-√§hnliches Festival, bei dem ber√ľhmte Namen wie Reinhard Mey erstmals auff√§llig wurden. Bei diesem Festival lernte sie Siegfried Loch, seinerzeit Deutschland-Chef des damaligen Plattenlabels United Artists, kennen, der gerade nach vielversprechenden Talenten suchte. Er war von Katja angetan, so dass 1968 ein Schallplattenvertrag mit Liberty / United Artists geschlossen wurde.

Schallplattenvertrag mit United Artists

Bereits Anfang M√§rz 1968 wurden dort die ersten Aufnahmen gemacht: „Wie ein Kind“ (von Christian Bruhn und G√ľnter Loose), „Nur der Wind kennt meine Tr√§ume“ (von Heino Gaze und Hans Bradtke) sowie ein dritter Titel von Klaus Doldinger. – Zun√§chst plante man, die erste Ver√∂ffentlichung unter dem Namen „Katja Winter“ vorzunehmen – das gefiel Produzent Siegfried Loch jedoch nicht. Deshalb entschied man sich wie bereits erw√§hnt f√ľr den K√ľnstlernamen „Ebstein“ in Anlehnung an die Stra√üe ihres fr√ľheren Wohnortes, der sich aber mit „p“ schrieb. Die Schreibweise „Ebstein“ mit „b“ wurde so gew√§hlt, um Verwechslungen mit dem Beatles-Manager Brian Epstein zu vermeiden. Ihren Geburtsnamen, der auf ihre polnisch-schlesischen Wurzeln hinweist, hat Katja nie ge√§ndert. Der K√ľnstlername „Ebstein“ wurde gew√§hlt, weil ihr eigentlicher Name schlecht auszusprechen sei.

Obwohl „Wie ein Kind“ ein Achtungserfolg im Rundfunk war, wurde es kein Hit. F√§lschlicherweise wird in den einschl√§gigen Discografien diese Schallplatte nicht als erste United-Artists-Single genannt, laut Christian Bruhn sind diese discografischen Angaben aber falsch – „Wie ein Kind“ ist demnach die erste Ebstein-Single bei Liberty / United Artists gewesen.

Verschollen ist laut Christian Bruhns Aussage auch das allererste produzierte Album Katjas, das einen Fragenkatalog an die K√ľnstlerin enthielt, mit Fragen von S√§ngerin und Textdichterin Anja Hauptmann an Katja Ebstein.

TV-Auftritt in Truck-Branss-Show: „Ein Star wird geboren!“

United Artists-Produzent Siggi Loch lag nun daran, TV-Termine an Land zu ziehen, um Katjas Produktionen popul√§r zu machen. Dazu nutzte er einen Kontakt zum sehr bekannten Berliner TV-Regisseur Truck Branss, der gerade mit seiner neu erfundenen ZDF-Hitparade f√ľr Furore sorgte. Unter seiner Regie konnte Katja ihren ersten TV-Auftritt in der Show „Sing And Swing -ein Abend mit internationalen Gaststars“ absolvieren.

Laut Aussage einer saarl√§ndischen Zeitschrift soll der ansonsten eher als b√§rbei√üig bekannte Fernsehmann bei der Aufzeichnung am 03. April 1969 um 16.35 Uhr im M√ľnchener Studio gesagt haben: „Ich bitte alle, sich diesen Tag zu merken. Ein Star wird geboren!„. Branss war so begeistert, dass er bereit war, eine eigene 45-min√ľtige TV-Show f√ľr das Nachwuchstalent zu produzieren. Nachdem der SWF zun√§chst abgelehnt hatte, gab es einen Zuschlag vom ZDF f√ľr die Idee der Show „Katja Ebstein, die Stimme einer Unbekannten“. Das breit gef√§chert zusammengestellte Programm wurde im M√ľnchener Trixi-Studio produziert. Damit war auch das Basis-Programm der ersten LP gelegt.

Vorher wurde anno 1969 unter Produktion Siegfried LochsDer Draht in der Sonne“ ver√∂ffentlicht, eine deutsche Version des Glen Campbell-Songs „Wichita Lineman“. Weder Katjas Version noch die parallel erschienene Version Thomas Fritschs konnten f√ľr Aufmerksamkeit sorgen. Einige Monate sp√§ter erschien dann die vom damals sehr popul√§ren Graham Bonney komponierte Folge-Single, „…und wenn der Regen f√§llt“ (Text: Michael Kunze), die wie schon die Single „Wie ein Kind“ von Christian Bruhn produziert wurde.

„Bond-Girl“ Katja

Ebstein Bond

Trotz weiterhin ausbleibenden kommerziellen Erfolgs glaubte man an Katja – die erste LP namens „Katja“ kam auf den Markt – inklusive der von Christian Bruhn komponierten Single „Warum ist die Welt so sch√∂n?„. Spannend an dieser Ver√∂ffentlichung ist, dass die B-Seite zun√§chst die von Walter Brandin getextete deutsche Version des aus dem Musical Hair stammenden „Good Morning Starshine“ („Die letzten Sterne“) war. Katja Ebstein erhielt die Chance, die deutsche Version des Titelliedes des damaligen James-Bond-Films „Im Geheimdienst ihrer Majest√§t“ zu singen: Aus „Do you know how christmas trees are grown“ wurde „Wovon tr√§umt ein Weihnachtsbaum im Mai“, der dann als sp√§tere B-Seite dieser Single gew√§hlt wurde. (Warum der Song nicht st√§rker in den Vordergrund ger√ľckt wurde, wei√ü wohl wirklich nur der besungene Weihnachtsmann). – Jedenfalls gab es mit dieser Single imposante TV-Auftritte, z. B. bei „Vergi√ümeinnicht“ und „Meine Melodie“.

ZDF-Show „Katja – die Stimme“

Im November 1969 fand dann die Aufzeichnung von Truck Branss‘ TV-Show statt. In der finalen Version nannte man die lang ersehnte Sendung „Katja – die Stimme“ – sie wurde erst am 20.03.1970 vom ZDF ausgestrahlt. Wermutstropfen war, dass die Sendung sp√§t am Abend gesendet wurde. Sie wurde verschoben, weil genau an dem Tag mit Willy Brandt erstmals ein deutscher Bundeskanzler den Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Willi Stoph, in Erfurt besuchte – das Ereignis wurde damals wohl als wichtiger angesehen als Katjas erste eigene TV-Show. Der engen Sympathie Katjas f√ľr den Sozialdemokraten tat das aber keinen Abbruch.

19700320 BRAVO Katja die Stimme ZDF

Viel beachtete Debut-LP: „Goldene Europa“, „beliebteste S√§ngerin des Jahres“

Die Werbetrommel, die die damalige Zeitschrift „twen“ f√ľr die LP ger√ľhrt hatte (im Gegenzug war un√ľbersehbar der „twen“-Schriftzug auf Katjas Debut-Longplay zu lesen), zahlte sich aus: Sie geh√∂rte zu den ersten Preistr√§gern der „Europa“ – so hie√ü 1969 noch der vom Saarl√§ndischen Rundfunk vergebene Preis, der damals im Rahmen des Filmballs Wiesbaden verliehen wurde. Ab 1970 wurde daraus dann der √ľber Jahre hinweg etablierte Preis „GOLDENE Europa“.

Viel beachtet war die LP aber auch wegen einiger heute nicht mehr bekannter Lieder. Das Lied „Lila Luftballon“ beispielsweise schrieb Christian Bruhn urspr√ľnglich f√ľr eine TV-Schlagershow f√ľr Kinder und Jugendliche namens „Bettys Beat-Box-Haus“, f√ľr die er musikalisch zust√§ndig war. Neben „Er ist wieder da“ (Original: Marion Maerz) nahm Katja auch einen Song der Nachwuchss√§ngerin Susanne Tremper auf, „Es gibt nur eine wahre Liebe“.

Kurze Zeit sp√§ter (1970) wurde Katja √ľbrigens von der Fachzeitschrift „Die Schallplatte“ zur beliebtesten S√§ngerin des Jahres gew√§hlt. Die BRAVO griff ein Zitat auf, das der Jazz-Musiker Klaus Doldinger gepr√§gt hat, so ist in der Ausgabe der Jugendzeitschrift vom 01.10.1969 zu lesen: „Der Taschentext sagt, sie sei eine deutsche Barbara Streisand – und das ist nicht einmal so √ľbertrieben„. Hintergrund dieser √Ąu√üerung ist sicher u. a., dass auf der twen-LP auch die deutsche Version eines Streisand-Klassikers zu finden ist: Aus deren „My Colouring Book“ machte Katja „Mein Bilderbuch“.

Durchbruch beim Grand Prix mit „Wunder gibt es immer wieder“

Nach diesen ersten Erfolgen bestand der Wunsch, nun auch „richtig durchzustarten“. Katja Ebsteins Produzent und Lebensgef√§hrte Christian Bruhn legte Katja nahe, an der Eurovision teilzunehmen. Katja, der die Schlagerszene ja eher fern war, kannte den Wettbewerb kaum -selbst die Teilnahme ihrer Freundin Inge Br√ľck, deren Verein „K√ľnstler f√ľr Christus“ sie Jahre sp√§ter beitrat, an diesem Wettbewerb 1967 hatte sie kaum wahrgenommen.

Anders Christian Bruhn: Der komponierte bereits 1962 den Siegertitel der deutschen Schlagerfestspiele „Zwei kleine Italiener“, interpretiert von Conny Froboess und war damit nach damaligen Reglement f√ľr den Grand Prix qualifiziert – der Schlager wurde eine der gr√∂√üten kommerziellen Erfolge, die ein deutscher Beitrag beim Grand Prix je hatte. Und so wurde er hellh√∂rig, als ihn sein Freund und Textdichterkollege G√ľnter Loose anrief mit der Empfehlung, den Song „Wunder gibt es immer wieder“ f√ľr den Wettbewerb ins Auge zu fassen. Ordentlich, wie Komponist Bruhn Zeit Lebens war, griff er in den Ordner „U-Z“ und fing an zu komponieren.

Zitat Christian Bruhn: „Gewaltig sollte es beginnen, dann ins rhythm-&-blues-hafte √ľbergehen, und erst, nachdem sich die Spannung ins schier Unertr√§gliche gesteigert hatte, erst dann sollte S√§ngerin Katja Ebstein auftreten und mit dem Vers anheben. Eine Komposition mit Dramaturgie und Fernsehma√ü also. Und wundersam flossen mir die Noten in die Feder. ‚Keep it simple, keep it sexy, keep it sad‘, wie der Amerikaner so sagt.“ Katja wurde strahlende Siegerin des deutschen Vorentscheids, den wir HIER ausf√ľhrlich beschrieben haben.

Die Rechnung ging auf РKatja Ebstein erreichte am 21.03.1970, nur einen Tag nach der Ausstrahlung ihrer TV-Show, einen sehr guten 3. Platz mit ihrem Lied beim internationalen Wettbewerb und erreichte damit den größten Erfolg, den Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt erreicht hatte beim immerhin schon 15. Grand Prix.

Der Erfolg kam nicht von ungef√§hr – selbst Musikwissenschaftler besch√§ftigten sich mit der beeindruckenden Komposition Christian Bruhns. So ist im Buch „Schlager in Deutschland“ zu lesen: „Nicht zu √ľbersehen ist schlie√ülich bei einer Untersuchung der melodischen Gestaltung von Schlagern die Tendenz zur Bildung von Melismen. Sie sind vor allem in Liedern langsameren Tempos mit leicht pathetischer Wirkung zu beobachten. Die nachfolgenden Beispiele stammen aus den Schlagern ‚Wunder gibt es immer wieder…‘ „. (Danke an Christian Bruhn f√ľr seine Definition des Worts Melisma: Wenn auf eine Silbe mehrere Noten gesungen werden ‚Äě …viele Menschen fra-a-gen‚Äú.)

Aber damit nicht genug. Auch den Aufbau des Liedschemas nimmt der Autor unter die Lupe: „Eine andere M√∂glichkeit der Dehnung und asymetrischen Gestaltung bei gleichzeitiger Geradtaktigkeit zeigt der Refrain des deutschen Beitrags zum Grand Prix 1970. Hier setzt sich der zehntaktige sequenzgepr√§gte Refrain aus einem viertaktigen Vordersatz und einem sechstaktigen Nachsatz zusammen. Die Ausweitung der Periode wird durch Dehnung im siebenten und zehnten Takt erreicht. Auff√§llig ist auch der Wechsel von volltaktiger zu auftaktiger Bewegung im achten Takt.

Aufnahme in sechs Sprachen, später Guildo-Horn-Cover

Nicht umsonst wurde aus diesem ersten riesengro√üen Ebstein-Hit ein Evergreen, der gerne auch von Guildo Horn kraftvoll interpretiert wird – er ist anspruchsvoll komponiert und hat einen stimmigen Text. „Schlager“ wie diese zeigen, dass auch ein gro√üer Hit durchaus mal anspruchsvoll komponiert sein kann. Damit hatte Katja national wie international den Durchbruch geschafft, ihr Eurovisionslied wurde in sechs weiteren Sprachen ver√∂ffentlicht (deutsch, englisch, franz√∂sisch, italienisch, spanisch, portugiesisch und sogar japanisch).

Spezialistin f√ľr „Tr√∂sternummern“

Katja Ebstein formulierte den Geist ihres ersten Eurovisions-Songs wie folgt: „Die beiden (Christian Bruhn und G√ľnter Loose) haben meine Weltverbessererattit√ľde in den deutschen Schlager gebracht, die Tr√∂sternummer geboren„. – Wenngleich man als Udo-J√ľrgens-Fan angesichts von Liedern wie „Immer wieder geht die Sonne auf“ etwas Stirnrunzeln bekomme, kann man der These durchaus zustimmen. Folglich wurde die n√§chste Nummer von den gleichen Autoren in √§hnlichem Stil gestrickt – durchaus erfolgreich: Auch „Und wenn ein neuer Tag erwacht“ wurde ein passabler Hit. Trost gab es mit dem Lied ja auch genug: „Und wenn ein neuer Tag erwacht, und die Sonne wieder lacht, ist die gro√üe Einsamkeit l√§ngst vorbei….

Teilnahme beim Songfestival Rio de Janeiro

Nach dem gro√üen Erfolg mit dem Eurovisions-Festival wurde Katja Ende 1970 zum internationalen Songfestival in Rio de Janeiro geschickt. Mit dem Lied „Mein Leben ist wie ein Lied“ (erneut mit dem Rezept zur√ľckgenommene Strophen und hymnischer Powerrefrain) trat sie an und wurde zur besten S√§ngerin gew√§hlt. Mit dem Cover der gleichnamigen kurz darauf ver√∂ffentlichten LP bewies Katja, dass sie auch Model- bzw. Mannequin-Qualit√§ten gehabt h√§tte und auch in dem Bereich h√§tte Karriere machen k√∂nnen.

LP Cover Mein Leben ist wie ein Lied

Erste Tour-Erfahrungen mit James Last

Auch erste Tournée-Erfahrungen konnte Katja Ebstein in jenen Jahren sammeln, indem sie als Gastmusikerin mit dem Orchester James Last auf Tour ging.

Erneute Teilnahme bei der Eurovision mit „Diese Welt“

Nach ihrem gro√üen Erfolg bei der Eurovision 1970 kam der damals zust√§ndige Hessische Rundfunk in Form des damals zust√§ndigen Hans Otto Gr√ľnefeldt auf den nahe liegenden Gedanken, Katja im Folgejahr erneut ins Rennen zu schicken. Gesagt – getan: Es wurde beschlossen, dass die Berlinerin 1971 erneut ran sollte. Dennoch gab es eine deutsche Vorentscheidung, in der Katja sechs Lieder unterschiedlicher Komponisten vorstellte. Ihr pers√∂nlicher Favorit war naturgem√§√ü der von ihrem Lebensgef√§hrten Christian Bruhn geschriebene Song „Alle Menschen auf der Erde“. Der Song wurde aber nur B-Seite ihrer n√§chsten Single.

Zur √úberraschung vieler Schlager-Experten gewann jedoch der (vielleicht von Alexandras „Mein Freund, der Baum“ abgesehen) erste √Ėkosong der Schlagergeschichte: „Diese Welt„. Komponist dieses Liedes war der damals mit 28 Jahren recht junge Dieter Zimmermann, der leider mit nur 34 Jahren an Leuk√§mie verstarb. Textdichter war der sehr erfolgreiche Fred Jay.

Auch zu diesem Eurovisions-Song hat das Buch „Schlager in Deutschland“ treffliche Analysen parat, diesmal geht es um den Text des Songs: „…dirigieren Schlager das Bewusstsein vorzugsweise auf irreale Ziele oder solche, die gesellschaftlich irrelevant sind. Tats√§chlich gibt es aber einen kleinen Bereich von Titeln mit sozialkritischer Tendenz, und entgegen dem allgemeinen Trend zum laisser-faire finden sich auch Appelle, die die Aktivit√§t der H√∂rer herausfordern, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Der deutsche Beitrag f√ľr Dublin 1971 widmet sich dem Problem der Umweltverschmutzung.

Zur √úberraschung vieler erreichte Katja mit ihrem √Ėkoschlager erneut international einen 3. Platz beim Grand Prix Eurovision und war auch in den deutschen Verkaufs-Charts ein Top-20-Hit. Katjas 1971er-Erfolg ist um so h√∂her zu bewerten, als diesmal das Teilnehmerfeld aus 18 Nationen bestand (1970 traten 12 Nationen an).

Politisches Engagement musikalisch und „im echten Leben“

Mit dem Nachfolgelied „Ein kleines Lied vom Frieden“ kn√ľpfte man erneut an die Grand-Prix-Nummer an. Kommerziell ging das mit der deutschen Version des Tim-Hardin-Songs „Simple Song Of Freedom“ nicht wirklich auf. Friedens-Lieder hatten erst Jahre sp√§ter Hochkonjunktur, erneut war Katja ihrer Zeit wohl voraus: „Sing mit mir ein kleines Lied vom Frieden – singt es in die ganze Welt hinaus – weil jeder irgendwann – den ander’n brauchen kann – ohne Frieden kommen wir nicht aus“.

Dennoch identifizierte Katja sich mit dem Song, zumal sie ja in jener Zeit auch politisch in dieser Richtung aktiv war und sogar Wahlwerbung f√ľr Willy Brandts SPD und dessen vers√∂hnende Ostpolitik machte, was nicht unumstritten war: Als sie den James-Kr√ľss-Song „Die Taube“ auf dem Bundespresseball sang, verlie√üen CDU-Politiker demonstrativ den Saal. Die Sympathie zwischen Willy Brandt und Katja Ebstein beruhte wohl auf Gegenseitigkeit – anl√§sslich ihrer Mitwirkung an einer Benefiz-LP zur Welthungerhilfe empfing er sie und bedankte sich f√ľr ihre Unterst√ľtzung bez√ľglich dieses Projekts.

Kritikerlob f√ľr anspruchsvolle Lieder

Im Anschluss wollte Katja Ebstein sich mit sehr anspruchsvollen Liedern pr√§sentieren, was ihr bei Kritikern zwar Lob einbrachte, kommerziell aber fulminant floppte. Weder der Bruhn-Song „Wir leben, wir lieben“ noch die deutsche Version des Labi Siffre-Songs „Get to the Country“, „Hinaus aufs Land„, schlugen kommerziell ein. Von Bedeutung war die 1972 ver√∂ffentlichte Single „Wir leben, wir lieben“ allerdings schon: der Hohe Kommissar der UNO, Sadruddin Aga Khan, bat Katja um einen Song f√ľr die international erscheinende LP „Top Star Festival“, mit der 12 Weltstars wie Donovan und Aretha Franklin die Fl√ľchtlingsnot lindern helfen wollten. Katja war mit der B-Seite der Single, „Manche Leute“, als einzige deutschsprachige K√ľnstlerin vertreten. Interessant ist, wie aktuell das Thema heutzutage wieder geworden ist.

Hochzeit mit Christian Bruhn

Dennoch gab es ein sehr einschneidendes Ereignis im Jahr 1972 f√ľr Katja, n√§mlich ihre (heimliche) Hochzeit mit Christian Bruhn. Und der hatte dann auch musikalisch die Idee, die auch kommerziell wieder auf die Erfolgsspur f√ľhrte. In Zeiten von Erfolgen griechischer S√§ngerinnen und S√§nger (Nana Mouskouri, Demis Roussos, Costa Cordalis u. a.) ersann er gut ein Jahr vor Udo J√ľrgens‘ „griechischem Wein“ wieder einen echten Katja-Hit: „Der Stern von Mykonos„. Erstmals seit knapp drei Jahren wurde sie damit auch wieder in Dieter Thomas Hecks ZDF-Hitparade vorstellig – es lohnte sich: Mit dieser kommerziellen Nummer kam Katja Ebstein in die Top 5 der deutschen Verkaufscharts, es wurde ihr bis dato gr√∂√üter Hit. Wieder einmal wurden auch internationale Versionen wie „The Star of Mykonos“ oder „Le soleil sur Mykonos“ produziert.

Kommerzielle Erfolge mit „Mykonos“ und „Peru“

Im Anschluss wurde wieder so etwas wie ein √Ėkoschlager ver√∂ffentlicht – diesmal ging es um Entwicklungsl√§nder. In Zeiten der Einwanderung von Fl√ľchtlingen mutet das Thema aktueller denn je an. Trotz der schweren Kost wurde (vielleicht auch aufgrund der gef√§lligen Komposition) „Ein Indiojunge aus Peru“ erneut ein Hit.

Wechsel der Plattenfirma – hin zu EMI Electrola

Mit dem erneut griechisch angehauchten Lied „Athena“ endete eine √Ąra – es war ihre letzte Single bei „United Artists“, sie wechselte zur gro√üen Plattenfirma EMI Electrola. Damals lie√ü ihre alte(!) Plattenfirma verlautbaren: „Das bestehende Vertragsverh√§ltnis zwischen Katja Ebstein und der Firma United Artists Records, M√ľnchen, endet am 16. M√§rz dieses Jahres. Auf der Grundlage dieses bestehenden Vertrages finden seit einigen Wochen erfolgreiche Verhandlungen zur Fortsetzung des Vertragsverh√§ltnisses statt. Sie haben bis zum Tage zu einem unterschriftsreifen, neuen, langj√§hrigen Vertragsentwurf gef√ľhrt. Es ist der ausgesprochene Wunsch von Frau Ebstein, den Vertrag mit United Artists fortzusetzen„. – Solche Treue-Bekenntnisse kennt man sonst eigentlich heutzutage nur von Protagonisten der Fu√üball-Bundesliga…

Bereits nach dem Wechsel wurde von ihrer alten Firma noch mal ein Schlager ver√∂ffentlicht, der zwar nicht mehr in die Charts kam, aber doch bei einigen Fans gut ankam und passend zur Situation war: Aus Donna Hightowers „This World Today Is A Mess“ wurde „W√∂lfe und Schafe“ – der Text von Michael Kunze f√ľhrte aber nicht mehr in die Hitparaden.

EMI-Debut „Es war einmal ein J√§ger“ schl√§gt ein

Anders sah es mit Katjas Debut bei EMI-Electrola aus – „Es war einmal ein J√§ger“ war ein lupenreiner Schlager, den Christian Bruhn ihr auf den Leib schrieb – belohnt wurde das mit einem Super-Hit, der in die Top 5 der Verkaufs-Charts kam und mit dem sie sich erstmals(!) in der ZDF-Hitparade mehrfach platzieren konnte. Gerne wird das Beispiel dieses Superhits daf√ľr genommen, warum im Radio lieber englischsprachige Songs gespielt werden. Es macht eben keinen guten Eindruck, wenn nach einer Kriegsberichterstattung „Im Leben geht mancher Schuss daneben“ gespielt wird.

19750201 MM

Parallel erschien eine LP, die im Rahmen der gro√üartigen (inzwischen leider eingestellten) „Originale“-Reihe der Universal neu aufgelegt wurde: „Wilde Rosen und andere Tr√§ume“, auf der Katja das ganze Spektrum ihres K√∂nnens zum besten gab. Die neue Plattenfirma EMI warb: „Das ist die junge Generation mit ihren niveauvollen Songs, die uns manchmal nachdenklich stimmen oder schmunzeln lassen.“

Hinter der Single-Auskopplung steckte durchaus Kalk√ľl. Im Branchenblatt Musikmarkt war damals zu lesen: „Mit ihrem Hitparadenerfolg ‚Es war einmal ein J√§ger‘ hat Katja gezeigt, dass sie es sich leisten kann, auch einmal etwas ganz anderes zu singen als das, was man sonst von ihr erwartet. Man k√∂nnte sagen, dass Welten zwischen diesem volkst√ľmlich-lustigen Schlager vom Oberf√∂rster Schmidt und den Songs ihrer neuen LP liegen. Aber sie h√§tte den J√§ger auch dann mit √úberzeugung vertreten, wenn er kein Bestseller geworden w√§re. Denn nichts findet sie schlimmer, als sich auf eine bestimmte musikalische Richtung festlegen zu lassen. Sie liebt den Kontrast und steht hinter dem, was sie tut. ‚Wenn ich beispielsweise Lieder zum Paragraphen 218 singen w√ľrde, wie man mir einmal bei einer Diskussion vorschlug‘, meint Katja, ‚w√ľrden sie wahrscheinlich nicht gekauft werden. Ich bin da ganz ehrlich – bei allem Engagement habe ich mir vorgenommen, mein Publikum gut zu unterhalten, und das ist nicht gerade das leichteste“.

Anspruchsvolles Heine-Projekt: „gelungenste Heine-Interpretation“ jener Zeit

Im Jahr darauf zeigte sich Katja wieder von ihrer anspruchsvollen Seite. Sp√§ter √§u√üerte sie sinngem√§√ü, dass sie ihre kommerziellen Erfolge dazu nutzte, weniger erfolgversprechende, aber anspruchsvolle Projekte anzuschieben. So erschien die von Kritikern viel beachtete, aber kommerziell wenig erfolgreiche LP „Katja Ebstein singt Heinrich Heine„. Die von Christian Bruhn vertonten Heine-Gedichte stellte sie im September 1975 im „leider nicht ganz ausverkauften“ Robert-Schumann-Saal in D√ľsseldorf vor. Dennoch war das anwesende Publikum begeistert – Katja wurde erst nach drei Zugaben von der B√ľhne gelassen. Trotz des ausgebliebenen kommerziellen Erfolgs (das Fernsehen hielt sich laut Hinweis Christian Bruhns n√§mlich vornehm zur√ľck) sorgte die LP f√ľr viel Aufmerksamkeit, so sprach Prof. Wilhelm G√∂ssmann, erster Vorsitzender der Heinrich Heine- Gesellschaft von einer der wohl gelungensten Heinrich Heine – Interpretationen jener Zeit.

Katja selbst √§u√üerte sich damals zu diesem Projekt wie folgt: „Heine-Texte sind f√ľr mich nichts Geschm√§cklerisches, nichts Elit√§res. Sie str√∂men Kraft aus. Z√§rtliche Kraft, an der man nicht vorbeikommt. Ich m√∂chte das bew√§ltigen. Nicht, indem ich Heine krampfhaft rhythmisiere, sondern indem ich als Interpretin eng unter seinen Texten bleibe. Denn das, was Heine vorgab, l√§uft auf ganz nat√ľrliche Art – wie von selbst„. Jahrzehnte sp√§ter konstatierte sie: „Durch erfolgreiche Popmusik konnte ich mir parallel die Kleinkunst leisten“.

1975 Platz 5 beim Grand-Prix-Vorentscheid

Auch auf kommerzieller Schiene war man wohl bem√ľht, wieder weg vom „Humtata-Schlager“ hin zu hymnenhaften Liedern zu kommen. So schickte man Katja 1975 zur Vorentscheidung zum Grand Prix 1975 mit dem Lied „Ich liebe Dich“ – diesmal reichte es „nur“ zu einem respektablen 5. Platz in starkem Teilnehmerfeld – gegen Joy Flemings „Ein Lied kann keine Br√ľcke sein“ war aber in jenem Jahr national kein Kraut gewachsen. So wurde der Song erst ein Jahr sp√§ter lediglich als B-Seite einer Single ver√∂ffentlicht.

Charleston-Hit „Die H√§lfte seines Lebens“

Neben diesen anspruchsvollen Ans√§tzen wurde aber auch wieder ein (kommerziell erfolgreicher) Schlager herausgebracht: Vor genau 40 Jahren kam der Song „Die H√§lfte seines Lebens“ in die Hitparaden – und dieser Christian-Bruhn-Song schlug wieder ein. Im munteren Charleston gehalten, geht es darum, die sch√∂nen Seiten des Lebens zu genie√üen – und nach Meinung des Textdichters Georg Buschor wird dieser Gedanke von vielen historischen Pers√∂nlichkeiten wie Sokrates, Goethe und Kant geteilt.

Intermezzo als Produzentin

Neues Terrain betrat Katja auch in jener Zeit – sie bet√§tigte sich kurze Zeit als Produzentin. Beispielsweise produzierte sie mit Wyn und Andrea Horn deren Titel „Der Nachbar“.

Im Fr√ľhjahr 1976 wurde dann die n√§chste Single ver√∂ffentlicht, die allerdings lediglich ein leidlicher Radiohit wurde, obwohl der Text durchaus passend war: Im Jahr ihrer Scheidung von Christian Bruhn sang Katja „Aus Liebe weint man nicht„.

Letzte Christian-Bruhn-Komposition f√ľr Katja schl√§gt noch einmal ein

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Im Sommer 1976 wurde es dann wieder richtig schlagerhaft – mit „deidideldum“ wurde ein Russland-nostalgisches Epos namens „In Petersburg ist Pferdemarkt“ ver√∂ffentlicht, das musikalisch und inhaltlich etwas in Richtung von Udo J√ľrgens‘ „Anuschka“ geht. Schlagerkritiker und emanzipierte Frauen kritisieren, es sei ein patriarchalisch angehauchter Text, weil die Frau Treue gelobt, w√§hrend der Mann auf den Pferdemarkt geht („Da muss ein Mann doch hin“) – vermutlich hatte Alice Schwarzer nicht wirklich ihre Freude an dem Text. Das Publikum honorierte die letzte Christian Bruhn-Komposition f√ľr Katja mit einer Top-40-Position in den deutschen Verkaufs-Charts, von denen sie sich dann f√ľr einige Jahre verabschiedete.

Neuer Produzent: Joachim Heider

Nach der privaten und beruflichen Trennung von Christian Bruhn wurden die Singles Katjas wieder anspruchsvoller, kommerziell entsprechend erfolgloser. Das Management √ľbernahm 1977 Jerry Toger, die Produktion ihrer Singles der damals sehr kreative und gro√üartige Berliner Joachim Heider. Die erste gemeinsam produzierte Single, der Joachim Heider-Song „Du und ich„, fiel nicht sonderlich auf.

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Die zweite von Heider produzierte Single hatte gro√üen Anspruch. Die deutsche Version von „Don’t Cry For Me Argentina“, dem akustischen Zentralmotiv aus der Rockoper „Evita“, die den legend√§ren Aufstieg der Eva Peron erz√§hlt, wollte Katja unbedingt singen: Es entstand „Wein nicht um mich, Argentinien„. Das Original von Julie Covington wurde ca. 800.000 mal verkauft. Katja zur Intention, diesen Titel aufzunehmen: „Das hat mich sehr interessiert, die Form des Liedes wie das Lied selbst. Au√üerdem ist es f√ľr mich vom Image-Wert her sehr gut, denn ich muss da hin, wo ich mal war.“ – Es kam wie so oft: Die vom renommierten Texter Eckart Hachfeld, der auch gro√üe Hits wie „Aber bitte mit Sahne“ f√ľr Udo J√ľrgens textete, verfasste Single brachte Katja von der Kritik gro√üe Anerkennung – ein Verkaufserfolg wurde sie hingegen nicht.

Weck mich, bevor Du gehst„, die letzte 1977er-Ver√∂ffentlichung war wieder ein typischer Heider-Song. In Deutschland kam der Song nicht sonderlich an, in den Niederlanden wurde er allerdings in der Version von Rita Hovink („Wek me vordat je gaat“) zum Hit.

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Eher anspruchsvoll blieb es mit der ersten 1978er-Single, erneut einer Komposition Joachim Heiders, in der Katja auf eine anscheinend von vorneherein zum Scheitern verurteilte Beziehung zur√ľckblickte: „Es war beinah so wie ein Lied„, das sie an Dienstag(!), dem 30.05.1978 bei Frank Elstners „Montagsmalern“ vorstellte. Die ZDF-Hitparade war seinerzeit schwer erreichbar f√ľr Katja, weil dort die im Verkauf besten platzierten Titel pr√§sentiert wurden und Katja seinerzeit sich nicht platzieren konnte.

19780801 MM

Mit dem n√§chsten Song machten die Songautoren Joachim Heider und Christian Heilburg ihrem Image, gerne mal verklausulierte Schwulen-Songs zu schreiben (, wobei das eher von deren Rosenberg-Produktionen verk√∂rpert wurde). Auch die Werbung f√ľr die Single „Dieser Mann ist ein Mann“ ging in dieser Richtung – dort war ein halb nackter Mann abgebildet. Interessant: W√§hrend es Kritik an der fehlenden Emanzipation im „Pferdemarkt“-Song gab, st√∂rt sich wohl niemand an die Sexualisierung des m√§nnlichen K√∂rpers in diesem Zusammenhang :-).

19781215 MM 7

Berliner Lieder

Gegen Ende 1978 gab es dann so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit: F√ľr ihre LP mit Berliner Liedern „So wat wie ick et bin“ lie√ü sich die Ebstein in Overknee-Stiefeln und kurzem Rock ablichten, dass selbst Andrea Berg vermutlich rote Ohren bekommen h√§tte. Ihre Plattenfirma bewarb die LP wie folgt: „Dufte! Jetzt jibt et eene neue Platte mit juten Berliner Liedern von Katja Ebstein! Da klingt det Kassenjel√§ute fast so sch√∂n wie det Jebimmel von der Jed√§chtniskirche„. – Wie zu bef√ľrchten, bimmelten die Kassen leider nicht so wie die EMI sich das vielleicht gew√ľnscht h√§tte – erneut war die anspruchsvollere Katja mit ihrem Konzeptalbum kommerziell nicht erfolgreich, obgleich auch ein Lied wie die „Krumme Lanke“ oder ein Couplet von Otto Reutter enthalten war.

Basierend auf dieser LP, deren Songs sie selbst ausw√§hlte, wurde eine ARD-TV-Show („Das ist mein Milieu“) produziert, bei der ihr sp√§terer Ehemann Klaus √úberall, mit dem sie seit einigen Jahren liiert war, Regie f√ľhrte und als Drehbuchautor t√§tig war. Katja sang in der Sendung nicht nur, sondern pr√§sentierte sich auch als Schauspielerin in mehreren verschiedenen Rollen.

Neuer Produzent Ralph Siegel

19790115 MM 31

Anfang 1979 erschien eine Single, die ihr neuer Produzent Ralph Siegel f√ľr sie schrieb – obwohl Siegel damals √§u√üerst erfolgreich war und der Song wieder ein klassischer Schlager war, blieb der Erfolg f√ľr „Es m√ľssen keine Rosen sein“ aus.

Neue Plattenfirma Ariola, neuer Manager Freddy Burger

Vielleicht unter dem Einfluss Ralph Siegels (?) wechselte Ebstein ihre Plattenfirma zum 01.05.1979 – weg von der EMI, hin zur M√ľnchener Ariola. Aber nicht nur Produzent und Plattenfirma wurde gewechselt – mit Freddy Burger fand sie auch einen Manager der „ersten Liga“, der ja seit 1977 auch Udo J√ľrgens unter Vertrag hatte. Interessanterweise war es nicht das erste mal, dass Katja sich Udos Umfeld anvertraute. Zuvor hatte sie bereits mit Udos langj√§hrigem Pressesprecher Hansi Hoffmann Kontakt. Im Sinne von Publicity platzierte der ganz bewusst eine Ente, die durch die damaligen Zeitungen geisterte. So lie√ü er √ľber eine √∂sterreichische Zeitung verlautbaren: „Die S√§ngerin Katja Ebstein hat erste Kontakte f√ľr eine Tournee durch China mit der diplomatischen Vertretung Pekings in Wien aufgenommen. Geplant sind Konzerte in den gr√∂√üten St√§dten Chinas.“ Das Dementi der chinesischen Botschaft in Wien folgte auf dem Fu√ü: „Wir kennen keine Katja Ebstein, und es haben auch nie Kontakte stattgefunden„. Schon damals geh√∂rte wohl Klappern zum Handwerk…

Schunkelnummer „Trink mit mir“ missf√§llt Katja

Die erste bei Ariola erschienene Single war erneut eine Siegel-Nummer: „Trink mit mir“ wurde allen Vorschusslorbeeren zum Trotz kein Hit. Vielleicht lag das daran, wie sehr Katja hinter dem Song stand (h√§ √§hm): „Die Platte ist zu verkraften. Man kann, das muss ich voraussetzen, nicht mit einem Geschmack a la Nina Hagen herangehen. Meine Firma muss sich verst√§ndlicherweise nach dem Markt richten, auf dem man das Produkt absetzen kann. Und das ist nun einmal der deutschsprachige„.

Erfolgreiche DDR-Konzerte

Sehr erfolgreich waren in jener Zeit ihre insgesamt 30 DDR-Konzerte Рmit großem Orchester trat sie vor bis zu 9.000 Zuschauern auf.

Konzeptalbum „Glashaus“ – ein Meilenstein

Anfang 1980 gelang die Balance zwischen k√ľnstlerischem Anspruch und kommerziellen Erfolg wieder hervorragend: Das im typischen Ralph-Siegel-Stil gehaltene Konzeptalbum „Glashaus“, das auch in durchsichtiger Vinyl-Optik erschien (leider reichte mein Taschengeld damals nicht f√ľr den Kauf – ich wei√ü noch, wie oft ich die Platte im Hagener Kaufhof in der Hand hatte), war sowohl als LP als auch mit einigen Auskopplungen ausgesprochen erfolgreich.

Noch VOR Gitte Haenning besch√§ftigte sich Katja mit dem Thema „Die Frau in der Gesellschaft“. O-Ton Katja: „Es geht im allgemeinen um die Situation der Frau, die ein bisschen im Glashaus sitzt, aber auch um die Mann-Frau-Beziehung. Es sind nicht nur neue Nummern darauf, sondern auch Standards wie ‚Free Again‘ – in deutscher Version nat√ľrlich.“ Die TV-Werbetrommel wurde damals kr√§ftig ger√ľhrt – Katja durfte ihre LP bei Joachim Fuchsbergers „Auf los geht’s los“ und in Rainer Holbes „Starparade“ vorstellen, dort sogar in einem Star-Block mit gleich drei Titeln.

Top-10-Hit „Abschied ist ein bisschen wie Sterben“

Als erste Single wurde aus dem Album ein b√§renstarker Titel ausgekoppelt: „Abschied ist ein bisschen wie Sterben„. Witzigerweise musste Siegel sich in einer Talkshow („Ich stelle mich“) gegen√ľber einem kritischen Fragensteller rechtfertigen, warum denn nur „ein bisschen“ – wie beim Frieden. Siegel konterte, dass er lediglich ein franz√∂sisches Sprichwort mit dem Text zitiert habe (bzw. sein Textdichter Bernd Meinunger). Gro√üartig orchestriert, musikalisch anspruchsvoll – und die wunderbare Radio-Falle – nach dem vermeintlichen Schluss kommt noch eine Gesangszeile – der Song ist einer meiner absoluten Lieblingslieder der Berlinerin und war kommerziell auch √ľberaus erfolgreich – sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz(!) kam Katja damit in die Top 10.

Zweiter Platz beim Grand Prix mit „Theater“

In jenem Jahr, 1980, besann man sich auf eine Idee, die schon 1970 funktionierte – um das Album zu pushen, k√∂nnte man ja… richtig! Ralph Siegel reichte seine Komposition „Theater„, gesungen von Katja Ebstein, zur Eurovision ein – das Ergebnis ist gemeinhin bekannt. Katja gewann die deutsche Vorentscheidung (auch wenn „Nachwuchs-Moderator“ Thomas Gottschalk zun√§chst irrt√ľmlich Costa Cordalis als Sieger auf die B√ľhne holte) und erreichte beim internationalen Wettbewerb in Den Haag einen fulminanten zweiten Platz, was (wie schon 1970) zu dem Zeitpunkt die beste Platzierung war, die je ein deutscher Beitrag beim Grand Prix erreicht hatte. Sie scheiterte nur knapp an Johnny Logan, mit dem sie sp√§ter recht gut befreundet war.

Bei Katjas Vortrag stimmte aber auch alles – „Theater“ ist ein internationales Thema, der Text wurde von vier Pantomimen wunderbar umgesetzt, und die hymnenhafte Komposition tat ihr √ľbriges – auch kommerziell war der Song sehr erfolgreich. Die Top-10 der deutschen Verkaufs-Charts wurden nur knapp verfehlt, und erstmals √ľberhaupt kam Katja Ebstein auf Platz 1 der ZDF-Hitparade. Das Lied wurde in mehreren Sprachen ver√∂ffentlicht („It’s Showtime“ bzw. „Theatre„).

9-mal hintereinander in der ZDF-Hitparade

Im Sp√§tsommer 1980 wurde aus der Sensations-LP „Glashaus“ eine weitere Single ausgekoppelt, die erneut kommerziell recht erfolgreich werden sollte: „Dann heirat‘ doch Dein B√ľro“. Diese Mischung aus Emanzipations-Pushing und einfachem Schlager hatte etwas, und √§hnlich wie Scheidungskinder sich 1978 von Andrea J√ľrgens‘ „Und dabei liebe ich euch beide“ angesprochen f√ľhlten, gab es sicher viele Ehefrauen und Kinder, die sich freuten, wenn ihr Papa, der bis abends im B√ľro verweilt, besungen wurde. – Das ist ein wohl bis heute aktuelles Thema, mit dem Katja Ebstein erneut (letztmals) die ZDF-Hitparade gewann. Bemerkenswert ist √ľbrigens, dass Katja 1980 neun mal in Folge in der Berliner TV-Show zu Gast war – nonstop von Februar bis Oktober. Auch in Sachen „Charts“ stellte sich mit diesem Song letztmals ein Hit ein.

Erste große eigene Deutschland-Tour

Nach langem Z√∂gern war es so weit – Katja Ebstein begab sich erstmals auf gro√üe Deutschland-Tourn√©e. Offizielle Premiere war am 01. Oktober 1980 in ihrer Heimatstadt Berlin. Ungew√∂hnlich: Bereits im Vorfeld wurde am 18. September 1980 eine TV-Show namens „Konzert frei Haus“ (Regie: Rainer Bertram) ausgestrahlt, parallel erschien eine Live-Doppel-LP „Katja Ebstein live“. Das Programm des Konzerts fasste das Branchenblatt Musikmarkt wie folgt zusammen: „…mit einem abendf√ľllenden, mehr als zwei Stunden dauernden Programm, das von Liedern mit literarisch-kabarettistischen Texten √ľber Pop-Songs und Platten-Hits, Heine-Lieder und ambitionierten Chansons bis hin zu einem Reigen gro√üer Musical-Melodien reicht“.

LP „He Du da“ legt Grundstein f√ľr sp√§teres B√ľhnenprogramm

Nach diesen kommerziellen Erfolgen wurde es f√ľr Katja wohl mal wieder Zeit, etwas „Anspruchsvolles“ zu produzieren – Ende 1980 erschien unter der musikalischen Leitung von Dieter Reith und Produktion ihres sp√§teren Ehemanns Klaus¬†

die LP „He Du da!“ mit Texten der Liedermacher Stephan Sulke, Inge Br√ľck und Robert Long, die √ľbrigens bis heute von Bedeutung ist, weil sie die Grundlage f√ľr Katjas B√ľhnen-Programm Jahrzehnte sp√§ter war. Die Plattenfirma Ariola schrieb dazu damals: „Aktuelle Themen sind Umweltschutz, Wirtschaftskriminalit√§t, die Macht der Reichen und der Superreichen, die ewige Suche nach der gro√üen Liebe, Schmerz, Trennung, Abschied. Dabei beweist die S√§ngerin einmal mehr ihre Vielseitigkeit. Anspruchsvoll und trotzdem popul√§r – diesen Balance-Akt zwischen Kunst und Kommerz schaffen nur wenige – doch sie schafft es – mit Liedern, die sowohl ins Ohr als auch unter die Haut gehen„. Wie erfolgreich diese LP wurde, kann sich vermutlich jeder denken…

F√ľr ihre gro√üen 1980er Erfolge verlieh ihr die Europawelle Saar 1981 die „Goldene Europa“.

Siegel-Nummer schlägt nicht ein

19810315 MM 32

Als Single ausgekoppelt hat man „vorsichtshalber“ von diesem Album keinen Titel – man versprach sich mehr von der typischen Ralph-Siegel-Nummer „Ich bin ein Berliner Kind„. Trotz ZDF-Hitparaden-Pr√§senz und schlagerhafter Ausrichtung wurde das 1981 aber kein Hit, was umso erstaunlicher ist, als am 10.03.1981 in der ARD erneut eine Ebstein-Sendung unter dem Motto „Das ist mein Milieu“ ausgestrahlt wurde, die von der Kritik sehr gut aufgenommen wurde – ihr wurde attestiert, dass sie „neben Schlagerschnulzen, Heine-Songs und Rock-T√∂nen auch volkst√ľmliche Heimatlieder auf ihrer umfangreichen Palette hat- und noch ein paar erfreuliche kom√∂diantische Klekse dazu“.

Grand Prix: Moderatorin beim Vorentscheid 1981

Ein Karriere-Highlight jenen Jahres war die Moderation der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix 1981, die sie √ľbernommen hatte. Siegreich war damals Lena Valaitis, die noch knapper am internationalen Sieg vorbeischrammte als Katja. Deren Geheim-Tipp war die Gruppe „Janz“ mit dem Song „Steine“ – leider hat man von der Formation nachher nicht mehr viel geh√∂rt – auch nicht von den f√ľhrenden K√∂pfen, den Gebr√ľdern Paul und Ken Janz.

19810701 MM 5

Die zweite 1981er Single, „Wann siehst Du mich schon weinen?“ aus der Siegel-LP „Kopf hoch“ blieb weithin unbeachtet. Die LP „Kopf hoch“ beinhaltete erneut Lieder √ľber die „Liebe an und f√ľr sich aus der Sicht einer Frau„. Die Ariola bewarb die LP wie folgt: „…eine LP mit hohen musikalischen, textlichen, und gesanglichen Ambitionen vor. Bernd Meinunger, Michael Kunze und Thomas Woitkewitsch geh√∂ren zu den Text-Autoren. Sechs der Songs komponierte Ralph Siegel, der als bew√§hrter Ebstein-Produzent auch Regie im Studio f√ľhrte. Hauptthema der LP ist einmal mehr die Liebe, vor allem nat√ľrlich die Liebe aus der Sicht einer Frau.

Schauspielerin in „Professor Unrat“ – gro√üer Erfolg

Einen Karriereschnitt vollzog Katja Ebstein, indem sie die weibliche Hauptrolle (K√ľnstlerin Rosa Fr√∂hlich) im Theaterst√ľck „Professor Unrat“ im Ernst-Deutsch Theater in Hamburg √ľber 3 1/2 Monate vor ausverkauftem Haus an der Seite des Schauspielers Friedrich Sch√ľtter √ľbernahm und damit in die Fu√üstapfen Marlene Dietrichs trat. In der Folgezeit ging Katja immer mehr in Richtung Schauspiel, was auch dem Beruf ihres Ehemanns Klaus √úberall (Regisseur) geschuldet sein k√∂nnte. Der Erfolg war so gro√ü, dass sich eine 180-Tage-Tour durch Deutschland, √Ėsterreich und die Schweiz anschloss.

Katja „bereut keinen Augenblick“

19820201 MM 35

In der Hochzeit der neuen deutschen Welle (Fr√ľhjahr 1982) konnte Katja auch mit vermeintlich kommerziellen Produktionen nicht punkten. Die erste Single des Jahres, „Ich bereue keinen Augenblick“, war zugleich die letzte Produktion Ralph Siegels f√ľr Katja. Im Radio lief der Song recht gut, ein Verkaufserfolg wurde es aber nicht, obwohl sie den Titeln in ihrer Personality-Show „Mein Name ist Katja“ am 25.02.1982 vorstellen konnte.

Neuer Produzent Bernie Paul

19820915 MM 16

Bernie Paul (b√ľrgerlich Bernd Vondficht), der einige Jahre zuvor als Interpret mit „Oh No No“ gro√üe Erfolge feiern konnte, produzierte die n√§chste Single Katja Ebsteins. Fred Jay textete die deutsche Version des italienischen Songs „Aria di casa“ von Sammy Barbot: „Leben“.

Bohlen-Komposition der Zeit voraus

19821115 MM 30

Im Winter 1982 war Katja mal wieder ihrer Zeit voraus – im doppelten Sinne: Zwei Jahre vor Herbert Gr√∂nemeyer machte sie sich humorvoll lustig √ľber gewisse Attit√ľden (insbesondere hinsichtlich von Sch√∂nheitsidealen) der M√§nner im Song „Mann, bist Du sch√∂n„. An dem Song besonders spannend ist aber nicht etwa der Name des Produzenten (Bernie Paul), sondern der des Komponisten – schon 1982 trieb ein gewisser Dieter Bohlen sein Unwesen.

Aber auch in Sachen Schauspielerei war Katja in jenem Jahr aktiv, so spielte sie an der Seite von Klaus Wildbolz und Hans Richter die Buhlschaft in „Jedermann“ bei den Sommerfestspielen in Heppenheim.

Neuer Produzent: Harold Faltermeyer

19830201 22

Mit der LP „Traumzeit?“, produziert vom renommierten Harold Faltermeyer, endete Katjas Ariola-Zeit (- zumindest, was LP-Produktionen angeht). Ausgekoppelt als Single wurde daraus die die Single „Fluchtwege„, die deutsche Version des Dianne Warwick-Welthits „Heartbreaker“.

„Cats“-Song vor Angelika Milster

Das Titellied der LP „Traumzeit?“ zeigt erneut Katjas Vorausdenken – es war n√§mlich eine deutsche Version des Titelliedes des sp√§ter sehr erfolgreichen Musicals „Cats“, dessen Titellied sie damit intonierte – Angelika Milster hatte Jahre(!) sp√§ter mit einer anderen deutschen Fassung dieses Liedes einen gro√üen Erfolg. Die beiden S√§ngerinnen haben √ľbrigens lt. einem Zeitungsartikel eine gemeinsame Leidenschaft: aus H√§nden zu lesen.

Das Fragezeichen hinter dem LP-Namen hatte √ľbrigens laut Branchenblatt „MusikInformationen“ einen Hintergrund: „Das Fragezeichen hinter dem Titel ihres neuen Albums weist bereits auf die kritischen Inhalte der LP-Songs hin, f√ľr die vornehmlich namhafte Autoren wie Michael Kunze und Thomas Woitkewitsch verantwortlich zeichnen. Katja packt in ihren Liedern zeitgem√§√üe Themen wie die Zerst√∂rung der Umwelt, die Emanzipation der Frau und das Bild des Mannes von heute an. Die Neue deutsche Welle wird von Katja liebenswert persifliert.“ In der Tat: Mir ist au√üer dem Katja-Song kein Lied bekannt, das den Titel „Neue deutsche Welle“ tr√§gt.

Nach der Ariola-Zeit erschien 1983 noch eine Single bei der CBS: „Wunderland“. Der von Andr√© Heller getextete Song (Komposition: Francis Lai) war Titellied eines TV-Films mit Gustl Bayrhammer, in dem der bayrische Schauspieler ein Wunderland besucht, in dem Figuren aus Comics, M√§rchen und Legenden leben. Vielleicht auch deshalb wird dem Lied attestiert, dass es eine gewisse Disney-Song-Affinit√§t habe.

Tontr√§gerpause – Moderatorin „Unterwegs in der DDR“

In den folgenden Jahren erschienen keine Tontr√§ger von Katja, allerdings war sie weiterhin aktiv. Beispielsweise tummelte sie sich als Moderatorin der TV-Reihe „Unterwegs in der DDR“. Auf einem Fahrrad besuchte sie dabei historische St√§tten und Sehensw√ľrdigkeiten der DDR und kost√ľmierte sich in der Art der Person, die sie darstellte. Der Erfolg war so gro√ü, dass in den Jahren 1986 und 1987 26 weitere Folgen produziert wurden.

Einige Jahre sp√§ter, bei einem Konzert im Ostberliner Friedrichstadtpalast verhaspelte sie sich mit der Aussage, die DDR sei europ√§isches Ausland, was einige Politiker wie Egon Bahr emp√∂rte, die darauf hinwiesen, die DDR sei der andere Teil Deutschlands. Katja stellte zwei Jahre vor der Wiedervereinigung (anl√§sslich der 750-Jahr-Feier Berlins im Friedrichstadtpalast) klar: „Meine Worte bezogen sich auf das Staatswesen, die Einreiseformalit√§ten und die verschiedenen W√§hrungen„.

Lied zur ARD-Fernsehlotterie

1986 versuchte Katja mit einem Lied von Hanne Haller und Ramona Lei√ü, wieder einen Hit zu landen – das Lied zur ARD-Fernsehlotterie „Mensch, sag doch einfach na und!“ wurde zwar in der ZDF-Hitparade vorgestellt – erneut war sie aber ihrer Zeit voraus – Jahre sp√§ter landete Udo J√ľrgens mit √§hnlichem Thema („Na und!?“) einen veritablen Hit. Mit dieser Single war die Ariola-Zeit dann endg√ľltig beendet. 1987 ver√∂ffentlichte Ebstein dann ihre vorerst letzte Single, die sehr selten zu finden ist: „Lach mich nicht aus!„.

Verlagerung auf die Schauspielerei

In jener Zeit hatte das Schauspiel die Singerei wohl in der Hierarchie der Priorit√§ten endg√ľltig abgesetzt. So √ľbernahm Katja im Fr√ľhjahr 1987 die Hauptrolle der Nachtclubs√§ngerin und M√∂rderin „Roxie“ im Musical „Chicago“ gemeinsam mit dem Ensemble des Berliner Theater des Westens sehr erfolgreich √ľber 2 1/2 Monate. Ein Jahr sp√§ter wurde das Musical unter Mitwirkung Katjas erfolgreich in Berlin gespielt.

In der Folgezeit (1988/89) war sie als Schauspielerin in der 20-teiligen ARD-Serie „Friedrichstadtpalast“ im Vorabendprogramm der ARD zu sehen.

In der Zeit des Mauerfalls (ab Herbst 1989) ging Katja mit dem Musical „Sweet Charity“ auf Drei-L√§nder-Theater-Tourn√©e. Wegen des gro√üen Erfolgs wurde die Tour 1991 im Fr√ľhjahr wiederholt.

Auch in den 1990er Jahren war Katja weiter als Schauspielerin und Rezitatorin aktiv. Gemeinsam mit Lutz G√∂rner rezitierte sie seit 1990 beispielsweise Lyrik von Frauen und ging mit ihm auf eine √ľber 3 Monate laufende Gastspielreise, was von der Kulturkritik begeistert aufgenommen wurde. Ende 1991 ging sie – diesmal solo – erneut auf Tour unter dem Motto „Frauenlyrik“. Im gleichen Jahr gab sie die „Spelunken-Jenny“ der Dreigroschenoper von Berthold Brecht im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater, weil sie wie Jenny eine k√§mpferische Natur sei. Zwei Jahre sp√§ter spielte sie die Titelrolle von „Victor und Victoria“, womit sie erneut auf Drei-L√§nder-Tour war.

Album „Ebstein“ schafft es nicht in die Album-Charts

19941015 MM 44

Nach vielen Jahren war es 1994 wieder soweit – eine gro√üe Plattenfirma (Polydor) ver√∂ffentlichte die CD „Ebstein“, ein „Album mit ausgew√§hlten Musical- und Filmmelodien in bestechenden neuen Arrangements„. Gro√üer kommerzieller Erfolg war damit leider nicht mehr zu erzielen. Auch die deutsche Version des Songs „With One Look“ aus dem Musical Sunset Boulevard, „Nur ein Blick„, blieb von der breiten √Ėffentlichkeit unbemerkt.

Ansonsten war sie in den 90er Jahren mit Programmen wie „Meisterinnen aus zwei Jahrhunderten“ mit zeitgen√∂ssischer Frauenlyrik und Soloabenden mit Werken von Heinrich Heine und Berthold Brecht unterwegs.

Unter dem Motto „Berlin … trotz und alledem“ pr√§sentierte sie seit 1998 Werke von Otto Reutter, Kurt Tucholsky u. a. – entsprechende CDs finden sich auf Katja Ebsteins Homepage unter „Discografie“. Dort ist auch das 1999 erschienene Album „Frauenlyrik“ zu finden. Diese Discografie verschweigt √ľbrigens, dass Katja auch mal Schlager auf Tontr√§gern ver√∂ffentlicht hat.

Seit 2001 pr√§sentiert Katja „alle Jahre wieder“ zur Weihnachtszeit ihr Programm „Es f√§llt ein Stern herunter“. Katja m√∂chte damit ein vorweihnachtliches Programm der etwas anderen Art pr√§sentieren und rezitiert dabei Beitr√§ge u. a. von James Kr√ľss, (unvermeidbar) Heinrich Heine, Loriot, Erich K√§stner, Hans Dieter H√ľsch und anderen.

Anspruchsvolles Album „Witkiwicz“

Anl√§sslich ihres 60. Geburtstages bzw. anl√§sslich ihres 40. B√ľhnenjubil√§ums erschien 2005 die bis dato letzte CD mit popul√§rer Musik. Nachdem die vorherige CD „Ebstein“ genannt wurde, kam man auf die sehr einfallsreiche Idee, die CD nach ihrem b√ľrgerlichen Namen „Witkiewicz“ zu benennen. Etablierte deutsche Protagonisten wie Pe Werner, Rainhard Fendrich und Xavier Naidoo steuerten Lieder zu der von Dieter Falk produzierten CD bei. Ein Jahr nach der Ver√∂ffentlichung ging Katja mit dem Programm unter dem Motto „Meine Lieder“ auf Deutschland-Tour.

Zweiter Platz bei „Let’s Dance“

2007 begab sie sich dann wieder auf die eher kommerzielle Schiene und nahm mit beachtlichem Erfolg an der 2. Staffel der RTL-Show „Let’s Dance“ teil – an der Seite ihres Tanzpartners Oliver Seefeldt belegte sie einen hervorragenden zweiten Platz.

Bundesverdientskreuz

Im Januar 2008 wurde Katja eine sehr gro√üe Ehre zuteil: F√ľr ihr soziales und k√ľnstlerisches Engagement wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen. Ein Aspekt war hier sicher auchihr Engagement f√ľr Kinder finanziell schwach gestellter Familien im Rahmen der von ihr gegr√ľndeten „Katja-Ebstein-Stiftung“.

Im gleichen Jahr trat sie als Mentorin (bzw. „Patin“) der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix von Musical-Star Carolin Fortenbacher in Erscheinung. Nur denkbar knapp (mit 49,5 zu 50,5 Prozent) siegten damals die No Angels – mit dem bekannten Ausgang. B√∂se Zungen behaupten, dass das entscheidende Prozent der von den No Angels gezeigten nackten Haut geschuldet war, die international aber nicht sonderlich beeindruckt hat.

Jury-Mitglied bei Gottschalk-Sendung

Um den Musical-Nachwuchs k√ľmmerte sie sich im Fr√ľhjahr 2008 in der von Thomas Gottschalk moderierten ZDF-Show „Musical Showstar 2008“, deren Jurymitglied sie an der Seite von Uwe Kr√∂ger und Alexander Goebel war. Die Sieger der Show durften im Musical „Starlight Express“ eine Rolle spielen. F√ľr die ganz gro√üe Karriere reichte es f√ľr die siegreichen Anna-Maria Schmidt aus Bernshausen und Kevin K√∂hler aus Oer-Erkenschwick aber nicht.

Premiere des B√ľhnenprogramms „Na und? Wir leben noch!“

Direkt danach pr√§sentierte sie in D√ľlmen die Premiere ihres B√ľhnenprogramms „Na und? Wir leben noch“, das von ihrem Ehemann Klaus √úberall geschrieben und konzipiert wurde und erneut anspruchsvolles Programm beinhaltet – u. a. aus der LP „He Du da“. Mit diesem Programm ist sie bis heute unterwegs – vielleicht liegt ihr viel daran, weil ihr Mann, mit dem sie seit 1979 verheiratet war, am 29.10.2008 seiner Lungenkrebserkrankung erlag. Ihren b√ľrgerlichen Namen Karin Ilse √úberall tr√§gt sie √ľbrigens bis heute.

Fred-Jay-Preis

Gro√üe Ehre f√ľr Katja im Jahr 2009: Ihr wurde der renommierte Textdichter-Award „Fred-Jay-Preis“ √ľbergeben. Die Stifterin Mary Jay-Jacobsen richtete zur Preisverleihung folgenden Gru√ü aus: „Ich freue mich besonders, dass in diesem Jahr Katja Ebstein den Preis erh√§lt, f√ľr die mein Mann unter anderem den Umweltsong ‚Diese Welt‘ geschrieben hat.“

Im Rahmen der sehr erfolgreichen Vox-TV-Serie „Cover My Song“ gab es 2011 ein musikalisches Lebenszeichen von Katja: Gemeinsam mit dem deutschen Rapper JokA nahm sie ihren Evergreen „Wunder gibt es immer wieder“ in neuem Gewand auf. F√ľr die nationalen Verkaufs-Charts reichte es nicht, aber immerhin wurde der Song in Hip-Hop-Download-Charts angenommen.

Mitglied der Bundesversammlung bei Wahl des Bundespräsidenten

In den letzten Jahren ist Katja immer wieder als politisch aktiver Mensch in Erscheinung getreten. Beispielsweise w√§hlte sie 2017 in der Bundesversammlung Frank-Walter Steinmeier – die SPD entsandte sie in die Bundesversammlung. Auch wirkte sie im Dokumentarfilm „Mit Jesus auf die Barrikaden“ mit, der die 68er Bewegung und konkret die Protestbewegungen um den erschossenen Benno Ohnesorg und Rudi Dutschkes zum Thema hat. Katja √§u√üert sich in diesem „Dokumentarfilm mit christlichem Hintergrund“ als Zeitzeugin.

Angek√ľndigte Biografie wurde nicht ver√∂ffentlicht

Sehr schade: Die f√ľr 2018 angek√ľndigte Biografie Katjas mit dem Titel „Begegnungen“ wurde bis heute nicht ver√∂ffentlicht.

Klare Haltung zu Integration

Interessant – auch zur Migration hat Katja eine klare Haltung – der Sender n-TV zitiert sie HIER wie folgt: „Es geh√∂rt eine Assimilierung dazu. Respekt vor Frauen geh√∂rt auch bei Migranten dazu. Ohne die eigene Kultur zu leugnen, muss man sich unserer ann√§hern.

Im vergangenen Jahr trat Katja beim Kult-Fernsehgarten im ZDF auf und sang ihr Lied „Theater“ im Beisein des Komponisten Ralph Siegel, mit dem sie offensichtlich noch immer einen „guten Draht“ hat.

Katja Ebstein ist eine der bedeutendsten deutschen S√§ngerinnen, die neben ihrem politischen Engagement zweifellos Schlagergeschichte geschrieben hat. Schlagerfreunde werfen ihr aber ihre unterk√ľhlte Distanz zu ihrem Schlager-Schaffen vor.

So w√§hlt Schlagerexperte Reiner Moritz in einem seiner B√ľcher Katja auf Nummer 4 der „Anti-Stars“ mit folgender Begr√ľndung: „Am ungenie√übarsten sind Schlagers√§nger, die mehr sein wollen als Schlagers√§nger. Katja Ebstein zum Beispiel glaubt wohl bis heute, dass sie, weil sie Brecht-Lieder sang, eine Brille mit ovalen Gl√§sern trug und Romanistik studierte, mehr als eine Schnulzentante ist. Gerade wer einmal mit Brecht-Texten Umgang hatte, w√§re gut beraten gewesen, nicht Schlager zu tr√§llern, deren Abgeschmacktheit eher auf einen Hobby-Dichter-Abend, Sektion Langenbeutingen, schlie√üen lie√üe….“ – das ist harter Tobak, dessen Ansatz man im Kern zwar teilen kann, gleichzeitig auch massiv widersprechen muss, weil er der K√ľnstlerin nicht in all ihren Facetten gerecht wird. Die Schlagerwelt w√§re ohne Hymnen wie „Wunder gibt es immer wieder“ und „Abschied ist ein bisschen wie Sterben“ ein gutes St√ľck √§rmer.

In diesem Sinn gratulieren wir eine der intelligentesten, streitbarsten, aber doch sympathischsten (eben weil „echtesten“) Schlagers√§ngerinnen √ľberhaupt zum „runden“ Geburtstag.

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BEATRICE EGLI: Auch bei SAT1 r√§umt sie ab und wirkt bei „Halbpension mit Schmitz“ mit 1

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BEATRICE EGLI: Von allen Sendern begehrt

Es ist schon bemerkenswert, wie hei√ü BEATRICE EGLI von allen Sendern begehrt wird – nicht nur als S√§ngerin. Nun hat auch SAT1 sein Herz f√ľr die Schweizerin entdeckt. Am 15. Oktober startet die neue Improshow des Comedians RALF SCHMITZ: „Halbpension mit Schmitz“. Das erfolgreiche System des beliebten Formats „Schillerstra√üe“ findet hier Anwendung. Der Spielleiter gibt Protagonisten wie JANINE KUNZE Anweisungen, die die dann lustig umsetzen m√ľssen.

Schlagerstars an Bord

Sch√∂n, dass SAT1 hier dem Schlager -anders als sonst – einmal Sendeplatz gibt. Neben BEATRICE EGLI ist auch GUILDO HORN in einer der ersten vier Folgen zu sehen – auch SMUDO wird mitwirken. Wir sind sehr gespannt, wie sich die charmante Schweizerin schlage(r)n wird und freuen uns schon auf ihren Auftritt bei „Halbpension mit Schmitz“.

 

 

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TONY MARSHALL: Sein neues Album erscheint am 29.10.2021: „Mein letzter Traum“ 0

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TONY MARSHALL: Auch 56 Jahre nach seinem Tontr√§gerdebut brennt er f√ľr die Musik

Wohl nur wenige Stars sind so best√§ndig erfolgreich und gleichzeitig aber auch geerdet und bodenst√§ndig wie TONY MARSHALL. Seine Megahits „Sch√∂ne Maid“ und „Komm gib mir deine Hand“ haben ihn mit einen Schlag zum „Fr√∂hlichmacher der Nation“ gemacht – eine Bezeichnung, die er bis heute mit Stolz tr√§gt. Das unterscheidet ihn von vielen Kollegen. Er hat den Erfolg mit Musik, die er eigentlich gar nicht machen wollte, angenommen. √úber Jahre hinweg sang er Chansons, qualitativ hochwertig – und konnte seine Familie damit nicht gut ern√§hren.¬†

„Sch√∂ne Maid“ hat alles ver√§ndert

Als 1971 die „Sch√∂ne Maid“ auf den Markt kam, war der Song zun√§chst auch kein gro√üer Erfolg. Langsam, aber stetig ging es dennoch damit bergauf. √úber ein Jahr war letztlich das Lied in den Singlecharts, die damals noch aus 50 Liedern bestanden und eine deutlich h√∂here Aussagekraft hatten als heute. TONY haderte nicht mit dem Schicksal – im Gegenteil: er kultivierte es. Er hat nie ein Problem damit gehabt, der „Star im Festzelt“, wie mal eine Doku √ľber ihn betitelt wurde, zu sein. Nun, in seinen sp√§ten Jahren, will er aber noch mal zu seinen Wurzeln zur√ľck – mit dem Album „Mein letzter Traum“

TV-Premiere bei „Immer wieder sonntags“

Nur wenige Schlagers√§nger waren derart erfolgreich auch als Moderator und Pr√§sentator von TV-Shows erfolgreich wie TONY MARSHALL. Mit „Lass das mal den TONY machen“ feierte er mit dem ZDF gro√üe Erfolge. Dankbarkeit des Senders: Fehlanzeige! Immerhin gibt es noch STEFAN MROSS, der TONY MARSHALL bis heute ein Forum gibt. TONY durfte bei „Immer wieder sonntags“ seinen bewegenden und anr√ľhrenden Song „Mein letzter Traum“ pr√§sentieren – ein tolles Highlight.¬†

Bilanz eines erf√ľllten Lebens

Die Plattenfirma schreibt √ľber TONY MARSHALLs neues Album:¬†

Mit ‚ÄěDer letzter Traum‚Äú zieht er chansonhaft-elegisch Bilanz eines erf√ľllten Lebens. Ber√ľhrend, entwaffnend und gehalten sind Wortwahl und Melodie der kraftvollen Titel-Ballade. F√ľr Minuten scheint die Welt stillzustehen. Hier singt ein Mann, der mit sich und der Welt im Reinen ist. Und in dessen Welt immer noch diese einzigartige Magie der Musik schwingt! Und das Gef√ľhl, dass er vom Leben hat, ist so zeitlos, dass die Seele klingt und man mit ihm auf die Reise gehen m√∂chte! Tony Marshall hat mit ‚ÄěDer letzte Traum‚Äú seine Lebensmelodie gefunden.

Wir dr√ľcken die Daumen f√ľr einen sch√∂nen Erfolg. Die Ver√∂ffentlichung h√§tte die Pr√§sentation in einer gro√üen Samstagabendshow verdient…

Tracklist

  1. Der letzte Traum
  2. Aline
  3. Wenn du allein zu Hause bist
  4. Nach Regen bl√ľhen Blumen
  5. Bist Du sicher (Are You Sure)?
  6. Fathers & Sons
  7. Love Me Tender
  8. Schön wie die Liebe mit dir
  9. Mourir ou vivre
  10. Sei wieder gut
  11. Kinder des Lichts
  12. Der Star
  13. Das 11. Gebot

Die fett markierten Titel konnten wir zumindest auf Anhieb auf keinem anderen Album finden. Aber allein schon f√ľr den Titel lohnt sich die Anschaffung des Albums, finden zumindest wir und dr√ľcken die Daumen, dass erneut ein TELAMO-Album von TONY MARSHALL in die Charts kommen m√∂ge – mit „Das Beste“ gelang in diesem Jahr ein sensationeller 51. Platz in den Charts – wir haben HIER dar√ľber berichtet.¬†

 

 

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