Roland Kaiser – Noch ’ne Best Of :-) Kommentare deaktiviert für Roland Kaiser – Noch ’ne Best Of :-)

CD Cover Best Of

Roland Kaiser ist ein Mann der Rekorde. Keiner ist so oft wie er in der ZDF-Hitparade aufgetreten. Und kaum einer hält sich so lange an der Spitze der Schlagerszene wie der Grandseigneur des deutschen Schlagers. Auch die Anzahl seiner Best Of-Veröffentlichungen kann sich sehen lassen – so haben sich allein in den Albumcharts Hitkopplungen namens „Best Of“, „Best Of – seine Hits gestern und heute“ und „Gold – Die neue Best Of“ in den Charts platzieren können.

Viertes Album mit „Best Of“ auch Charts-kompatibel?

Das umtriebige Label Telamo hat nun eine weitere Kopplung mit dem Namen „Best Of“ avisiert. Wenn Kaiser damit wieder die Charts stürmt, wäre es das vierte Album mit dem „Best Of“-Titel im Namen – auch das dürfte rekordverdächtig sein.  Welcher nationale oder internationale Star kann schon von sich behaupten, vier Alben in die Charts gebracht zu haben, die alle „Best Of“ im Namen haben?

VÖ pünktlich zur Kaiser-Mania

Auch der VÖ-Termin ist geschickt gewählt: Am 3. August startet die berühmte Kaiser-Mania am Dresdner Elbufer. Und laut übereinstimmenden Angaben einiger Webseiten wird das Event auch in diesem Jahr zum dann unglaublichen siebten Mal live vom MDR übertragen, und zwar am 4. August 2018 – auch das quasi pünktlich zur Veröffntlichung der „neuen“ Best Of.

33. Album in den Albumcharts?

Als erstes Schlagerportal nennen wir euch schon mal die Titel, die verkoppelt wurden und präsentieren euch das Plattencover. Wir sind gespannt, ob Roland auch mit dieser Katalogveröffentlichung einen Treffer landet – es wäre übrigens sein 33. Album in den Charts. Die Schlagerprofis drücken die Daumen.

Tracklisting

CD 1

  1. Santa Maria
  2. Sexy warst du schon immer
  3. Manchmal möchte ich schon mit dir
  4. Alles, was du willst
  5. Ich geh mit dir, wohin du willst
  6. Hier fing alles an (Version 2007)
  7. Du bist weg
  8. Warum denn aus Liebe weinen?
  9. Hunderttausend Fragen (Remix)
  10. In unserer Straße
  11. Alles auf Anfang
  12. Ganz lang her
  13. Jeder schweigt so gut er kann
  14. Lieb mich ein letztes Mal!
  15. Was weißt du schon von Liebe? (Original-Mix)

CD 2

  1. Dich zu lieben
  2. Ich glaub, es geht schon wieder los
  3. Sieben Fässer Wein
  4. Ich hab dich 1000 mal geliebt
  5. Du
  6. Ich liebe dich so wie du bist (Remix)
  7. Meine Ex ist wieder frei
  8. Du bist noch hier
  9. Es war einmal ein Träumer
  10. Denkst du noch an mich?
  11. Ich bin noch immer verrückt nach dir
  12. So viel Liebe hält keiner aus!
  13. Sommer in deinen Armen (Eleni)
  14. Sie ließe sich so gerne fallen
  15. Hit-Mix

 

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ZDF-Fernsehgarten: RAMON ROSELLY und Schlager sorgen für Quotenaufwind, STEFAN MROSS: Guter Saison-Start 6

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RAMON ROSELLY macht das Unmögliche möglich: er singt LIVE!

Live-Gesang beim ZDF-Fernsehgarten – das ist normalerweise unvorstellbar. Sehr deutlich wurde vor etwa zwei Jahren in einem Fernsehgarten erklärt, warum das technisch schlicht unmöglich ist. Solche Statements hört man ja immer wieder von „Experten“, die nach Begründungen suchen, warum das, was in der ZDF-Hitparade Standard war, heute nicht geht. RAMON ROSELLY bewies: Wer singen KANN, der kann auch und gerade live singen. Das ist er von RTL ja gewohnt, wo er bei DSDS natürlich nur live gesungen hat.

Kuriose technische Panne

Schade – leider sind Bild und Ton vom ZDF nicht synchron angesagt worden. Und die von der üblichen Karteikarte abgelesene Ansage von „KIWI“ war natürlich auch komisch, die verkündete, dass RAMON ROSELLY auf seinem Album u. a. „ENGELBRECHT“ (wer immer das sein mag) covere. Aber da kann natürlich RAMON ROSELLY nichts zu. Souverän und sympathisch sang er seinen Song von PETER ALEXANDER (bzw. TOM JONES) souverän durch und traf jeden Ton.

Begeisterte Kommentare

Kurz nach dem Auftritt von RAMON ROSELLY wurde sein Song auf YouTube hochgeladen (- wir hoffen mal, dass der Upload von jemandem hochgeladen wurde, der auch die Rechte daran hat -). Überwiegend begeisterte Kommentare dort waren die Folge. Auch in RAMONs Facebook-Fangruppe gibt es vornehmlich positive Reaktionen. Und die heute veröffentlichte Einschaltquote macht deutlich: „Alles richtig gemacht!“.

Konzept begrüßenswert

Wir finden das Konzept gut und begrüßenswert, dass die, die singen KÖNNEN, live singen. Wer eher in die Rubrik „Sohn von…“ fällt, kann und soll dann gerne Vollplayback singen, wie es im Fernsehgarten praktiziert wurde. Übrigens hat auch GIOVANNI ZARRELLA beim „Schlager-Spaß mit ANDY BORG“ am Vortag bewiesen, dass er sehr wohl auch live singen kann – und damit war die Einschaltquote der Show von ANDY BORG deutlich besser als die der Show mit komplettem Vollplayback-Konzept.

Schlager-Konzept begeistert Publikum

Einmal mehr hat sich gezeigt, dass das Fernsehgarten-Publikum schlageraffin ist. Der beste Marktanteil der diesjährigen Staffel (17,5 %) spricht Bände – ganz offensichtlich hat auch der Livegesang der Quote nicht geschadet – im Gegenteil. Auch „in absoluten Zahlen“ kann das ZDF zufrieden sein – mit 1,85 Mio. Zuschauern bei schönstem Wetter kratzt man wieder an der 2-Mio.-Grenze.

Staffel-Übersicht:

  • 09.05.2021: 1,43 Mio. Zuschauer / 14,5 % Marktanteil
  • 16.05.2021: 2,02 Mio. Zuschauer / 15,7 % Marktanteil
  • 23.05.2021: 1,61 Mio. Zuschauer / 12,2 % Marktanteil
  • 30.05.2021: 1,33 Mio. Zuschauer / 13,1 % Marktanteil
  • 06.06.2021: 1,76 Mio. Zuschauer / 13,3 % Marktanteil
  • 13.06.2021: 1,85 Mio. Zuschauer / 17,5 % Marktanteil

STEFAN MROSS: „Immer wieder sonntags“ mit ordentlichen Quotenwerten

Gestern startete auch STEFAN MROSS in die neue „Immer wieder sonntags“-Saison. Auch für ihn lief es ordentlich – 15 Prozent Marktanteil sind ein guter Wert; 1,38 Mio. Menschen haben der Premiere der Staffel 2021 zugesehen. Viele Gäste der kommenden Sendungen haben wir HIER kommuniziert.

Quelle: AGF/GfK

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UDO JÜRGENS: Seine erste Single „Es waren weiße Chrysanthemen“ erschien vor 65 Jahren 0

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UDO JÜRGENS: Mitte der 1950er Jahre Pianist der „UDO BOLAN Band“

In der ersten Hälfte der 1950er Jahre begann UDO JÜRGENS, als Musiker Geld zu verdienen. Er gründete eine eigene Band und nannte sich in Anlehnung an seinen Namen (JÜRGEN UDO BOCKELMANN) „UDO BOLAN“ und wurde damit recht populär. (Weitere Bandmitglieder waren übrigens der spätere Chemiker KLAUS BEHMEL (Gitarre) und der spätere Beamte BRUNO GEIGER (Schlagzeug).

WERNER MÜLLER: RIAS-Tanzorchester-Chef sorgt für ersten Plattenvertrag

Ende 1955 schickte UDO JÜRGENS ein Tonband mit eigenen Aufnahmen nach Berlin zu WERNER MÜLLER, der damals der Chef des RIAS-Tanzorchesters war. Große Ehre für UDO: MÜLLER lud ihn nach Berlin zu Probeaufnahmen ein. Der Berliner Zeitung erzählte UDO JÜRGENS über diese Anfänge:

„Ich kann gar nicht sagen, was das für mich bedeutet hat! Ich stand auf dem Kurfürstendamm, kam aus der österreichischen Provinz auf einmal in eine Millionenstadt. Die Zusammenarbeit mit Werner Müller prägte meine ganze Karriere. Danach gab’s die ersten Plattenverträge.“

WERNER MÜLLER riet zu Künstlernamen UDO JÜRGENS

Mit anderen Worten war WERNER MÜLLER derjenige, der den Kontakt zur damaligen Schallplattenfirma Heliodor herstellte. Er war es auch, der UDO dazu riet, einen neuen Künstlernamen zu wählen. In damaliger Zeit war der Sänger BULLY BUHLAN sehr populär. Es wurde eine Verwechslungsgefahr zwischen „BUHLAN“ und „BOLAN“ gesehen – folglich wurde schon bei der ersten Schallplattenaufnahme der Künstlername „UDO JÜRGENS“ gewählt.

Wenn auf einigen Singles (z. B. auch bei „Es waren weiße Chrysanthmen“) vom „Orchester FRANK MILLER“ die Rede ist, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es genau dieser WERNER MÜLLER war, der damit auch die erste Single von UDO JÜRGENS begleitete.

Das deckt sich mit einer der ersten Biografien von UDO JÜRGENS, die am 15. Januar 1963 in der Zeitschrift „Film-Revue“ veröffentlicht wurde. Darin heißt es:

Der Kärntner Provinzling nahm sich also ein Herz, schickte einige seiner besten Nummern an den Bandleader Werner Müller am RIAS Berlin und harrte der Dinge, die da kommen sollten. O Wunder – sie kamen. Udo wurde eingeladen. Mit zitternden Knien ließ sich der blutjunge Debütant von dem berühmten Orchester begleiten und sang mit wachsender Sicherheit seine Schöpfungen, bis ihm jemand zufrieden auf die Schulter klopfte und den langersehnten Vertrag mit einer Plattenfirma in die Hand drückte.

Kein zweiter FREDDY QUINN

UDO JÜRGENS selber war also gar nicht begeistert von den Liedern, die ihm vorgelegt worden sind. LOTHAR OLIAS, schon damals für FREDDY QUINN tätig, komponierte seine erste Single „Es waren weiße Chrysanthemen“.

In seinem Buch „Smoking und Blue Jeans“ beschrieb UDO JÜRGENS das wie folgt:

„Vor Beginn meiner Karriere wurde ich zu Ende der fünfziger Jahre von meinem damaligen Plattenprduzenten dazu gezwungen, mich dem Stil der gerade gängigen Schlager anzupassen.

Da hieß es dann: „Sieh mal, Udo, du musst so singen wie FREDDY QUINN. Der kommt bei den Leuten gut an und hat einen Riesenerfolg nach dem anderen.“ Ich stellte mich also um und sang mit dunkler Stimme Lieder, die von Heimweh und Seemannsabenteuern handelten. Das empfand ich nicht nur als überaus erniedrigend, sondern ich verdiente auch keine müde Mark damit, und die Platten waren Flops.“

Ähnlich äußerte er sich viele Jahre zuvor im Rahmen einer der ersten größeren Biografien in einer Zeitschrift:

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Im „großen UDO-JÜRGENS-Magazin“ sagte UDO 1979 unmissverständlich:

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Offizielle Biografien über viele Jahre hinweg falsch

Über einige Jahre hinweg wurde in vielen offiziellen Biografien behauptet, die erste Single „Es waren weiße Chrysanthemen“ sei 1954 veröffentlicht worden. Auch wenn Experten das klar widerlegen konnten, wurde diese Behauptung aufrecht erhalten, so zu finden übrigens auch in UDO JÜRGENS‘ Autobiografie „Smoking und Blue Jeans“ und auch im zehn Jahre später(!) erschienenen Buch „Unter’m Smoking Gänsehaut“.

Und wer im Januar 2000 die Webseite seiner Plattenfirma aufschlug, las Folgendes (ja, das haben wir vor über 21 Jahren aus dem Netz in weiser Voraussicht einfach mal so ausgedruckt:-)):

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Jahre vorher war DAS in den Promotion-Unterlagen zum Album „Geradeaus“ über Udos erste Single zu finden:

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Heliodor erste Plattenfirma

„Pech“ für die Faktenleugner war, dass die Fans ermittelt haben, dass die Plattenfirma Heliodor, ein Unterlabel der deutschen Polydor, 1954 noch gar nicht existierte. Inzwischen steht fest: „Es waren weiße Chrysanthemen“ wurde erstmals im März 1956, vor gut 65 Jahren, veröffentlicht. (Im Mai 1956 gab es dann noch mal eine 2. Auflage der Single, später dazu mehr).

„Heliodor“ stammt übrigens aus dem Griechischen und heißt „Geschenk der Sonne“. – Verpackt wurde die Single nicht etwa wie heute üblich mit einem schönen Fotocover, sondern im für Heliodor zum Markenzeichen gewordenen magenta-weißen Lochcover.

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Ein „kapitaler Flop“?

Bis heute wird das Gerücht verbreitet, dass diese erste Single ein „kapitaler Flop“ gewesen sei – eine Formulierung, die aus dem gleichen Zusammenhang stammt wie die Behauptung, dass der Song 1954 veröffentlicht wurde. Denn: Heliodor fertigte noch eine Nachpressung der Single an, so dass die Single in gleich drei Versionen veröffentlicht wurde:

Variante 1: HEL 126/45 HH – 450022 A/B – F6 C

Variante 2: HEL 126/45 HH – 450022 A/B – F6 E

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Einziger Unterschied auf dem Label, damit aber als Erkennungsmerkmal mehrerer Auflagen dienlich: In der ersten Version wurde „Frank Miller und sein Orchester“ voll ausgeschrieben, während sein Name in der zweiten Version abgekürzt wurde („Frank Miller u. s. Orchester“). Der „kapitale Flop“ wurde also in zweiter Auflage neu aufgelegt. Ganz so schlecht scheint es doch nicht gelaufen zu sein.

Darüber hinaus gab es bekanntlich eine Schellack-Version des Titels.

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Komponist LOTHAR OLIAS produziert Song 15 Jahre später noch einmal

15 Jahre nach UDO JÜRGENS hat dessen erste Single noch einmal jemand aufgenommen. Ein gewisser „FRED FONDA“, der später als FRED STRECKER als Songautor und Produzent erfolgreich werden würde, veröffentlichte den Song „Weiße Chrysanthemen“.

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LOTHAR OLIAS war offensichtlich von dem Text nach wie vor überzeugt und komponierte eine neue Melodie(!) zum Text von ERIK WALLNAU, die klar an den damals typischen Kompositionsstil von UDO JÜRGENS angelehnt war. Wir konnten „FRED FONDA“ alias FRED STRECKER telefonisch erreichen, um mit ihm über diese erste Aufnahme zu sprechen.

FRED FONDA ohne Kenntnis, dass UDO das Lied bereits gesungen hatte

Kurios: FRED STRECKER wusste zum Zeitpunkt der Aufnahme gar nicht, dass LOTHAR OLIAS mit ihm einen alten Song von UDO JÜRGENS produzierte. Das hat er selbst erst Jahre später erfahren. Seine „neue“ Version kam laut Aussage von FRED 1971 gut an, er sei damit in vielen Rundfunkhitparaden sehr erfolgreich gewesen und habe sogar TV-Auftritte absolvieren können.

Hintergedanke der damaligen Single-Veröffentlichung sei gewesen, ihn als eine Art neuen ROY BLACK aufzubauen, dessen Karriere damals zum Zeitpunkt der Produktion im Sinkflug zu sein schien. Mit anderen Worten hat OLIAS wie schon bei UDO JÜRGENS versucht, dem Sänger das „passende Image“ zu verpassen, was weder bei UDO JÜRGENS noch später bei „FRED FONDA“ gelungen ist.

LOTHAR OLIAS: Imageaufbau mit FREDDY QUINN ist gelungen

Zusammen mit FREDDY QUINN ist der Image-Aufbau hingegen gelungen. OLIAS schrieb ihm Lieder wie „Junge komm bald wieder“ und landete tolle Erfolge mit FREDDY. Übrigens – genau in dem Jahr, in dem die Debutsingle von UDO JÜRGENS erschien, komponierte OLIAS auch den ersten deutschen Grand-Prix-Beitrag: „So geht das jede Nacht“, gesungen von FREDDY.

Einige Jahre vorher komponierte LOTHAR OLIAS so etwas wie die „zweite Nationalhymne“: „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ wurde u. a. bei der deutschen Wiedervereinigung gesungen – aber auch bei großen Fußballerfolgen. (Natürlich ist das Lied fast alljährlich auch beim Mainzer Karneval zu hören). Mit anderen Worten war OLIAS 1956 schon eine „große Nummer“ im Schlagergeschäft.

Für UDO JÜRGENS komponierte LOTHAR OLIAS übrigens später noch weitere Titel:

  • Eine Handvoll Diamanten und
  • Die Bank von Santa Fé.

Arrangeur HEINZ ALESCH

Kurios: Nicht nur der Original-Komponist (LOTHAR OLIAS), sondern auch der Arrangeur von UDO JÜRENS (HEINZ ALESCH) wirkte bei der Aufnahme von „FRED FONDA“ mit. Mit anderen Worten arrangierte der Berliner nicht nur UDOs Version, sondern später auch FREDs Version.

Exkurs: „FRED FONDA“ noch heute im Geschäft

Nebenbei bemerkt: 50 Jahre nach seinem Schallplattendebut ist FRED STRECKER immer noch „im Geschäft“. Er komponierte die berührende tolle neue Single von TONY MARSHALL („Mein letzter Traum“).

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UDO JÜRGENS‘ Albtraum: Seine Frühwerke erscheinen 2008 erstmals auf CD

Wie oben beschrieben, hat UDO JÜRGENS selbst seine alten Frühwerke weggeschmissen. Unfassbar, aber es war so: Über viele Jahrzehnte hinweg waren diese alten Aufnahmen für die Fans auch nicht verfügbar. Mehr „aus Versehen“ gab es einmal eine Veröffentlichung von Bear Family Records. Die LP „Udo 57 – 60“ erschein 1980 und verschwand auch wieder recht schnell vom Markt. Seine erste Single ist auf dem Sampler aber nicht enthalten.

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Für Fans kaum nachvollziehbar, haben die Inhaber der Rechte, Polydor bzw. heute Universal, vielleicht aus Gründen der Pietät oder auch aus finaniellen Gründen sehr lange darauf verzichtet, diese alten Aufnahmen neu zu veröffentlichen. Im Jahr 2008 kam aber Membran Records als erstes Label auf die Idee, die alten Lieder auf CD zu veröffentlichen. Hintergrund war mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass die Rechte nach damaligen Vorschriften nach 50 Jahren erlöschen und die Aufnahmen frei veröffentlicht werden können.

Im Ergebnis erschien am 07.03.2008 das Album „Aller Anfang ist schwer“. Logisch, dass das Album zeitnah von uns abgerufen wurde:

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Im Booklet wurde klargestellt, dass es historische Aufnahmen sind, die nicht dem späteren Anspruch von UDO JÜRGENS genügen. Leider wurde selbst 2008 noch 1954 als Jahr der ersten Single-Veröffentlichung genannt. Jedenfalls war damals – 2008 – das „Tabu gebrochen“: Die Früwerke von UDO JÜRGENS waren erneut in Umlauf geraten. Und das, obwohl kurz zuvor in einer Talkshow mit JOHANNES B. KERNER verkündet wurde, man habe die Rechte an „allen Liedern“ erworben. 

Polydor (Universal) zieht nach und veröffentlicht „Die Polydor-Jahre“

Es hat recht lange gedauert, aber am 16.09.2011, vor fast 10 Jahren, veröffentlichte die damalige Plattenfirma „Koch“ (heute Universal) das Album „Die Polydor-Jahre“. Damit war ein Tabu gebrochen: Auch die offizielle damalige Plattenfirma von UDO JÜRGENS hat fast alle historischen Aufnahmen neu veröffentlicht – und zwar in guter Klangqualität. Grund genug, sich das Album zeitnah zu beschaffen:

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Alle damals verfügbaren 52 Aufnahmen der Polydor / Heliodor-Ära wurden verkoppelt. Das hat natürlich den damals Verantwortlichen so gar nicht „geschmeckt“, war aber juristisch in Ordnung. Warum die damalige Polydor so lange darauf verzichtet hat, diese Aufnahmen neu zu verkoppeln, ist bis heute schon etwas rätselhaft. Vielleicht war es tatsächlich Respekt vor UDO JÜRGENS‘ Lebensleistung und dann aben die Kapitulation vor der Sperrfrist, die nach 50 Jahren abgelaufen ist. 

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Text von „Es waren weiße Chrysanthemen“

Es waren weiße Chrysanthemen,
die ich zum Abschied dir gesandt.
Es war ein stilles Abschiednehmen,
denn ich ging in ein fernes Land.

Und sollten wir nach vielen, vielen Jahren
uns irgendwo noch einmal wiederseh’n,
dann werden weiße Chrysanthemen
wie einst in deinem Zimmer steh’n.

Blumen lieb‘ ich sehr,
dich lieb‘ ich noch mehr,
sprachst du oft zu mir in froher Zeit.
Blumen sind dein Freund,
der es ehrlich meint,
nicht allein im Glück, nein auch im Leid!

„Leider kein Hochglanzfoto“

Zum Schluss ein kleiner Scherz ;)… – wir hätten ja gerne ein Hochglanzfoto als Titelfoto genommen. Das hat aber nicht funktioniert – warum nicht, ist hier nachzulesen:

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(Danke an RENÉ JOCHADE für seine Hinweise zu diesem Artikel und die Autogrammkarten-Scans)

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