ESC – deutscher Beitrag 2020 – es wird immer peinlicher… 0

ESC 2020 Twitter

Der NDR hat sich seit Jahren (von einem absoluten Zufallstreffer abgesehen) mit der Auswahl der ESC-Beiträge bis auf die Knochen blamiert. Zur Belohnung darf er fröhlich weitermachen. Ganz offensichtlich sucht man nun halt selbst den deutschen Beitrag aus. Offiziell wurde verkündet, dass es bis zum 31. Januar eine Information über den diesjährigen modus vivendi des Auswahlverfahrens gebe (fast alle anderen Länder gehen nicht so dilettantisch an die Sache heran und haben zumindest das Wertungssystem oder auch schon die Kandidaten kommuniziert. Was wir davon halten, dass OHNE KOMMUNIKATION die selbst gewählte Deadline auslief, haben wir HIER bereits kommuniziert.)

Einmal mehr ist es das Portal ESC-Kompakt.de, das über den unglaublichen Fortgang dieser Geschichte berichtet. Es ist nämlich so, dass Thomas Schreiber auf seinem – ACHTUNG! – PRIVATEN Twitter-Account erstmals einen neuen Hinweis auf die Kommunikation des deutschen Beitrags gibt. Auf seinem PRIVATEN Twitter-Konto hat Schreiber laut Angabe der Seite ESC-Kompakt folgenden Tweet abgesetzt:


(Bildquelle: ESC-kompakt.de)

Zum Zeitpunkt des o. g. PRIVATEN Tweets war die Information auf der öffentlichen Eurovision.de-Seite noch nicht sichtbar. Auch nicht (zumindest nach unserer Kenntnis) bei den „sozialen Medien“. Schreiber hat den Post auf seinem PRIVATEN Account kommuniziert. Er schreibt selber, dass er auf dem Konto, von dem aus er die wirklich viele Millionen Eurovisions-Fans interessierte Frage eine spannende Info gab, „total privat hier“ sei. Nachweislich erst später, nämlich gegen 17.30 Uhr (laut Angaben von ESC-kompakt), hat auch die Twitter(!)-Seite von „eurovision.de“ die Information kommuniziert.

Der Vorwurf der Arroganz scheint hier nicht unangebracht. Kommentarlos wird die eigene Deadline 31. Januar verstrichen gelassen. Kurz darauf schreibt Thomas Schreiber SÜFFISANT auf seinem PRIVATEN Twitter-Account: „Huch – ist ja schon Februar“ – wir interpretieren das unter dem Motto: Es geht das Fußvolk nichts an, was es mit dem ESC-Beitrag auf sich hat. Noch mal: Das schreibt einer, der sich mehrfach, z. B. im Vorjahr, mit seinen hochnotpeinlichen Beiträgen bis auf die Knochen blamiert hat. Fast schon beneidenswert, dieses Selbstbewusstsein.

Was aber zumindest nach unserer Meinung GAR NICHT geht, ist, eine Insiderinformation des NDR erst auf dem privaten Twitter-Account rauszuposaunen und erst dann (womöglich auf Reaktion des unbequemen, aber hochkompetenten Portals ESC-kompakt.de) „zähneknirschend“ an einem Samstag nachmittags nicht etwa auf der offiziellen Webseite eurovision.de, sondern auf deren Twitter-Account die neue Deadline zu kommunizieren. Das scheint der Lieblingsdienst von Herrn Schreiber zu sein, folglich gab es auf TWITTER folgenden Post:

(Screenshot Twitter ESC Deutschland)

Immerhin – bei TWITTER gibt es eine kleine Entschuldigung für die Verzögerung. So viel Selbstreflexion ist man sonst ja gar nicht gewohnt – und siehe da -bei Instagram sieht das später dann auch wieder anders aus:

(Quelle: Instagram ESC Deutschland)

Wer hier eine Entschuldigung oder wenigstens Erklärung dafür findet, warum der NDR – anders als andere Länder und trotz externer Berater – hier bislang nichts kommuniziert hat, möge sich melden. Wir finden es einfach nur PEINLICH. Noch mal: Immerhin bei Twitter gab es den Hauch einer Entschuldigung.

Dass diese unfassbar unprofessionelle Vorgehensweise natürlich Spötter mit sich bringt, liegt auf der Hand. Kommentare wie „Ist ja Schaltjahr – da hat der NDR am 32. Januar Bescheid gegeben“ oder „Sind die Planer des ESC auch an der Planung des Flughafen BER beteiligt?“ sind da nur exemplarisch. Man stelle sich vor, ein Politiker verrät Interna erst auf seiner privaten Twitter-Seite und dann über die Partei. Oder ein Wirtschaftsmanger würde auf seiner privaten Seite Quartalszahlen kommunizieren, bevor das die eigene Firma veröffentlicht – was das für Konsequenzen hätte, kann sich jeder ausrechnen.

Wenn aber der Verantwortliche eines öffentlich-rechtlichen Senders einen selbstgesetzten Termin verstreichen lässt, ohne Not weitere Informationen auf seinem explizit privaten Account kommuniziert, dabei noch süffisant via „ist denn schon Februar?“ die Kritiker verspottet, scheint das heutzutage „normal“ zu sein. Auch wenn wir grundsätzlich Fans des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems sind, ist so ein Gebaren natürlich absolut Wasser auf die Mühlen der Kritiker dieses Systems.

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