DRAFI DEUTSCHER – Rückblick: In allen Äras der ZDF-Hitparade konstant erfolgreich Kommentare deaktiviert für DRAFI DEUTSCHER – Rückblick: In allen Äras der ZDF-Hitparade konstant erfolgreich

drafi collage

Einen smago!-Award für je einen Auftritt bei Dieter Thomas Heck, Viktor Worms und Uwe Hübner hat das Berliner Duo CORA erhalten. Wir haben überlegt – gab es da nicht weitere Namen, die beständig oft in Berlin zu Gast waren? Ein Name ist da sicherlich präsent: DRAFI DEUTSCHER war in allen drei Hitparaden-„Äras“ (Heck / Worms / Hübner) konstant erfolgreich – sei es als Sänger, sei es als Komponist.

1960er Jahre (genauer gesagt 1969) Drei Auftritte bei Dieter Thomas Heck

Schon im Oktober 1969 präsentierte Drafi bei der 7. Ausgabe der ZDF-Hitparade sein von Harry Topel geschriebenes Lied „Don Quichotte“ und konnte sich prompt auf Platz 4 platzieren. Kein Wunder – Drafi war schon seit Jahren ein etablierter Schlagerstar, seine Riesenhits „Shake Hands“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ u. a. standen für damals moderne deutsche Beatmusik.

Genau genommen markierte dieser Titel sogar einer der ersten zahlreichen Comeback Drafis, der ein unglaubliches „Stehaufmännchen“ war und dessen musikalischen Fähigkeiten ihn immer wieder an die Spitzen der Hitparaden führten – sei es als Sänger oder auch und vor allem als Komponist. Einen speziellen Fan hat Drafi gehabt. Als Thomas Gottschalk 1986 in der Sondersendung „Na sowas extra“ in einer TV-Show auf die 1960er Jahre zurückblickte, gab es fast keine deutschen Interpreten, die eingeladen wurden – außer eben Drafi Deutscher. Und an genau dieses „Don Quichotte“ erinnerte Gottschalk damals in seiner TV-Show (leider im YouTube-Clip nicht zu sehen, dafür aber der Spaß, den Thomas und Drafi damals hatten):

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1970er Jahre: Ein Auftritt bei Dieter Thomas Heck

Als Sänger trat Drafi Deutscher in den 1970er Jahren recht weit in den Hintergrund, allerdings war er immerhin genau einmal in den 70ern in Berlin zu Gast – am 29. August 1970 präsentierte er seinen Schlager „So viel Glück müsste man haben“, eine Eigenkomposition, die von Textdichterlegende Fred Jay getextet wurde.

Untätig war Drafi in jenen Jahren weiß Gott nicht – er landete als Komponist Riesenhits. „3-mal dabei – bitte nicht wiederwählen!“ – hieß es etwa für Tina Rainford, die 1976/77 mit Drafis Nummer „Silver Bird“ große Erfolge feierte und mit Drafis „Charly Boy“ 1977 noch „einen draufsetzte“. Nicht weniger als fünf-mal schmetterte Bino 1978 den von Drafi komponierten Hit „Mama Leone“ in den Berliner Unionfilm Studios.

1980 bis 1984 (Heck-Ära) Riesenerfolge als Komponist und Comeback als Sänger

Wie gesagt, trat Drafi viele Jahre lang unter seinem Namen nicht als Sänger in Erscheinung. Auch 1983 versteckte er sich in englischer Sprache hinter dem Pseudonym „Masquerade“ und sang „Guardian Angel“. Wer genau hinhörte, erkannte aber, dass sich hinter der Maske Drafi Deutscher versteckte. Und als die deutsche Version „Jenseits von Eden“ ein gigantischer Nummer-Eins-Hit wurde und „Hit des Jahres“ der ZDF-Hitparade, kam auch Drafis Gesangskarriere wieder in Fahrt. Schon der Nino-Hit „Ich sterbe nicht noch mal“ ging übrigens auf Drafis Kappe.

Einen imposanten Erfolg hatte er mit dem Titel „Tief unter meiner Haut“, den er im Mai 1984 in Berlin präsentierte – und sich gleich wieder platziert hat. Bis heute ist der Song ein Evergreen, Sohn René hat dem Titel mit einer aktuellen Version neues Leben eingehaucht. Auch DAS dürfte es in der Geschichte der ZDF-Hitparade selten gegeben haben: Ein Interpret macht mehr als 13 Jahre als Sänger „Pause“ und knüpft nahtlos an alte Erfolge an…

1985 bis 1989 (Worms-Ära)

Als Sänger trat Drafi bei Viktor Worms 4-mal in Erscheinung. Sehr vielen anderen Schlagerstars ist das damals nicht gelungen – zumal Viktor ja die „tolle“ Idee hatte, englischsprachige Nummern in der ZDF-Hitparade einzuführen. Drafi hatte in diesen Jahren Superhits wie „Herz-an-Herz-Gefühl“ (1986), „Das elfte Gebot“ (1988) und „Über Grenzen geh’n“ (1989). Zusammen mit Demis Roussos sang er im Duett „Young Love“ (auf Englisch). Insbesondere die erstgenannten Songs zeigten, wie sehr sich Drafi immer dem Zeitgeist anpasste. Waren zunächst die Wurzeln klar in der gitarrenlastigen Beatmusik, haben nun Synthesizer im New-Wave-Sound die Oberhand in seinen Hits das Regiment übernommen.

Vier weitere Male war Drafi als „Mixed Emotions“ bei Viktor Worms zu Gast – zweimal mit „You Want Love“ und mit den Songs „Bring Back (Sha Na Na)“ und „Sweetheart, Darling, My Dear“. Auch das Duoprojekt passte zum Zeitgeist – Modern Talking hatten damals große Erfolge mit kommerziellen Melodien und einfachen englsichen Texten – das hat Drafi mit gutem handwerklichen Können und großem kompositorischen Geschick sehr gut für sich selber kultivieren können.

Zweimal interpretierte darüber hinaus Andreas Martin die deutsche Version des von Drafi komponierten Hits „You Want Love“ als „Du bist alles“.

1990 bis 2000 (Hübner-Ära)

5-mal als Solist und 4-mal im Duo als „New Mixed Emotions“ mit Andreas Martin trat Drafi Deutscher bei Uwe Hübner auf.

1992 sang er den Titel „Solang aus Liebe“, ein Hit aus dem Album „Wie Ebbe und Flut“, das Drafi zusammen mit Chris Evans schrieb – eine Hymne wie sie damals auch zum ESC gepasst hätte. Als Solist verabschiedete sich Drafi 1996/1997 aus der Hitparade. Nicht weniger als 4-mal(!) präsentierte er seinen religiös angehauchten Hit „Amen“ bei Uwe Hübner und schaffte es damit sogar bis auf Platz 1 – das einzige Mal, dass er mit einem Solotitel Spitzenreiter war.

Das Mixed-Emotions-Projekt mit Oliver Simon war tot, aber Drafi hat mit Andreas Martin eine erfolgreiche Neuauflage geschaffen. 1991 hieß es zunächst „Sensuality“ und dann gleich 3-mal „Lonely Lovers“. Mit letztgenanntem Titel schaffte es Drafi bei Uwe Hübner 1991 sogar auch  Platz 1 der ZDF-Hitparade – ihm ist also das Kunststück gelungen, mit einem deutschen Solo- und mit einem englischsprachigen Duo-Titel Spitzenreiter zu werden – auch das dürfte in der Hitparadengeschichte recht einmalig sein.

Gedenk-Events

Angesichts dieser unglaublichen Erfolge in ALLEN drei Epochen der ZDF-Hitparade ist es eigentlich eine große Überraschung, dass man sich nicht an Drafi zurück erinnert. Nachdem der smago!-Award lieber Lucas Cordalis und Achim Petry ausgezeichnet hat (, obwohl Wolfgang doch noch lebt!?), könnte es ja durchaus denkbar sein, dass Drafis Sohn René bei einer zweiten Ausgabe der ZDF-Jubiläumsgala mit dabei sein könnte? Wir würden es jedenfalls sehr begrüßen…

PS: Das Interview im Beitragsbild bildet die Original-Unterschrift Drafi Deutschers ab

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HELENE FISCHER: Info des Veranstalters zum geplanten Gastein-Konzert 1

Bild von Schlagerprofis.de

Selbst Superstar HELENE FISCHER bangt um ihr Konzert

Das hat sich der Veranstalter Leutgeb sicher anders vorgestellt – geplant war ein wahnsinnig tolles Konzert mit HELENE FISCHER. Nicht zu vergessen wurde mit MELISSA NASCHENWENG ein weiterer großer Star als Topact eines schönen Konzerts angekündigt. Covid-19 hatte leider etwas dagegen, so dass das Konzert zunächst auf den 26. März 2021 verschoben werden musste. Es schien damals realistisch, dass zu diesem Zeitpunkt ein großes Event vielleicht wieder stattfinden könnte.

Veranstalter mit guter Kommunikation

Wir haben nun Mitte Januar 2021. Realistisch gesprochen, ist es (vorsichtig gesagt) mehr als unwahrscheinlich, dass im März 2021 ein großes Event in Gastein stattfinden kann. Das kann man jetzt „totschweigen“, wie viele das tun (die Situation ist ja z. B. für die Tour von FLORIAN SILBEREISEN vergleichbar) – oder man kann über den aktuellen Stand der Dinge informieren, wie der Veranstalter des Events, Leutgeb, das tut.

Verständnis für die Fans

Leutgeb bekundet in einem aktuellen Statement Verständnis für die Fans von HELENE FISCHER. Der Veranstalter kommuniziert ehrlich, dass aktuell „keine offiziellen Richtlinien bzw. Voraussetzungen zur Durchführung des Konzertes am 26. März 2021“ vorliegen. Die „nie dagewesene globale Situation“ trifft natürlich und gerade auch den Veranstalter eines Konzerts von HELENE FISCHER. Abschließend wird betont, dass „Gesundheit und Sicherheit der Konzertbesucher oberste Priorität besitzen“.

Verschiebung oder Absage realistisch

Dass ein HELENE-FISCHER-Konzert im März stattfinden kann, die Fantasie hat wohl kaum jemand. Andrerseits muss ein Veranstalter natürlich auf rechtliche Vorgaben achten und kann das Konzert erst offiziell absagen oder verschieben, wenn die Lage „klar“ ist. So gesehen finden wir sehr löblich, dass Leutgeb hier einen Zwischenstand kommuniziert und um Verständnis für noch nicht vorhandene Klarheit gibt. Und mit „Mitte Februar“ wird ein konkreter Zeitpunkt genannt, zu dem mehr Klarheit herrschen soll. Wir drücken die Daumen, dass die Fans „irgendwann“ das Konzert erleben dürfen und finden diese Form der Kommunikation top!

SARAH LOMBARDI: Ups – ihre Tour 2021 wird ersatzlos gestrichen 0

Bild von Schlagerprofis.de

SARAH LOMBARDI streicht ihre Tour – keine Ersatztermine

Dass das Coronavirus die Veranstaltungsindustrie hart trifft, ist nichts Neues. Alle möglichen Tourneen müssen verschoben werden, teils sind schon zweite und dritte Ersatztermine im Umlauf. Bei SARAH wird nun die komplette geplante Tour des Frühjahrs 2021 gestrichen. Dabei dürfte das Interesse an ihren Konzerten schon groß sein – sie hat eine von nur wenigen Schlager-Singlehits des vergangenen Jahres gelandet und wurde sogar damit geadelt, auf dem „Schlagerchampions“-Sampler vertreten zu sein.

Information des Veranstalters SEMMEL

Kurz und bündig informiert der Veranstalter über die traurige Konzertabsage von SARAH:

Leider macht es die aktuelle Situation, bedingt durch COVID-19 und den damit verbundenen Beschränkungen, für alle Beteiligten unmöglich, die für 2021 geplanten Termine von Sarah Lombardi stattfinden zu lassen.

Die Tickets für die ersatzlos abgesagten Terminen können an den Vorverkaufsstellen, an denen diese erworben wurden, zurückgegeben werden.