SMAGO-AWARD 2020 – „50 Jahre ZDF-Hitparade“ – Rundum perfekte goldene Hochzeit mit einem riesengroßen Klassentreffen! 0

Titelbild smago Award 2020

Am vergangenen Sonntag fand erneut der smago! Award im exzellenten MOA-Hotel in Berlin statt, dieses Mal hieß das Motto „50 Jahre ZDF-Hitparade“. Die goldene Hochzeit der legendären Kultshow! smago!-Chefredakteur Andy Tichler, selbst Hardcore-Fan der Hitparade, hat da Beachtliches auf die Beine gestellt und etliche Stars aus sämtlichen Jahrzehnten zusammenbekommen. Kaum einen Namen vermisste man. Die Show war sogar chronologisch geordnet. Daher fangen wir auch ganz vorne an – im ausführlichen Eventbericht des rasenden Reporters Kevin Drewes.

Nach dem Opening eröffnete Moderator Jan Kunath offiziell die Veranstaltung, ehe Ross Antony mit seiner sehr beliebten Coverversion von „Tanze Samba mit mir“ dem legendären Tony Holiday eine tolle Ehre erwies, welcher einst in der Hitparade eben diesen Titel performte. Verdient gab es für den sympathischen Künstler den Award „Erfolgreichster Cover-Artist“.

Die 1960er Jahre

Dann kündigte Jan Kunath den ersten Block an – die 60er Jahre! Den Anfang machte Christian Anders mit „Geh nicht vorbei“ – einen seiner allerersten Hits. Es folgte einer der Dinos der Hitparade, Graham Bonney. Er ist eine der wenigen noch lebenden Legenden, welche schon in der ersten Folge der ZDF-Hitparade zu Gast waren. Er performte „Wähle-3-3-3“. Weiter ging es mit Michael Holm, der mit „Mendocino“ den Saal zum Kochen brachte, ehe Peter Orloff mit „Ein Mädchen für immer“ sowie Randolph Rose mit „Silvermoon Baby“ den ersten Block klasse abrundeten.

Nach der Übergabe der Awards wurde Marianne Rosenberg angekündigt, welche keinen ihrer Klassiker sang, sondern ihre aktuelle Single „Wann (Mr. 100%)“. Auch sie bekam einen Award – darauffolgend wurde der nächste Block angekündigt. Auf in die 70er!

Die 1970er Jahre

Eröffnet wurde dieser vom Trio Adam Schairer, Gaby Baginsky und Claudia Jung, welche gemeinsam den Adam-&-Eve-Klassiker „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ performten, ehe es mit dem legendären „Zug nach Nirgendwo“ von Christian Anders sowie auch Gaby Baginsky zum Zweiten mit „Der Rum von Barbados“ weiterging.

Und auch die 70er boten einiges. So folgten Cindy Berger mit ihrem Klassiker „Immer wieder Sonntags“, Nina Lizell („Eins, zwei, drei“), Peter Orloff („Immer wenn ich Josie seh“), Dunja Rajter (Ich überleb’s), sowie Ireen Sheer („Feuer“) und natürlich Michael Holm mit seiner Hymne „Tränen lügen nicht“ sowie Lucas Cordalis, welcher seinen Vater mit „Anita“ würdig vertrat. Den sehr gelungenen Abschluss des Blocks bildete Giovanni Zarrella mit seiner Version von „So bist du“ – auf italienisch „Cosi sei tu“. Anschließend betrat Jan Kunath erneut die Bühne, um die Awards zu vergeben.

Die 1980er Jahre

Es folgten die 80er mit einer kleinen musikalischen Weltreise. So ging es weiter mit der „Sommernacht in Rom“ (G. G. Anderson), nach „Amsterdam“ (CORA) und anschließend weiter mit „Die Rote Sonne von Barbados“ (Die Flippers, performt von Olaf der Flipper, welcher seit 2011 alleine aktiv ist). Weiter ging es mit Johnny Logan, der gleich zwei Titel performte: „Was ist schon ein Jahr“ und „Hold me now“. Stellvertretend für die legendäre neue deutsche Welle stand darauffolgend Markus mit „Kleine Taschenlampe brenn“, Gina T. performte „In my Fantasy“. Fehlen durfte hier natürlich auch Nicole mit ihrem ESC-Siegersong „Ein bisschen Frieden“ nicht.

Die 1990er Jahre

Nach Übergabe der Awards war man nun schon in den 90’ern angekommen. Dort machte Olaf Berger mit „Wildes Feuer“ den Anfang, es folgten Claudia Jung (Je t’aime mon amour“) und Patrick Lindner (Hast du heut wirklich schon gelebt“). In den 90ern war damals auch Wolfgang Petry nicht wegzudenken – stellvertretend für ihn performte sein Sohn Achim den Kracher „Wahnsinn“. Nach einem Kurztalk und dem Auftritt der Paldauer („3000 Jahre“) wurden die Awards vergeben, bei welchen auch die Kult-Band Münchener Freiheit mit einem Award geehrt wurde. Frontsänger Tim richtete eine tolle Rede an das Publikum und rundete damit den nächsten Block klasse ab.

Danyel Gerard und Wolfgang Trepper

Zwei weitere Highlights folgten mit dem Auftritt von Danyel Gerard mit seinem legendären Hit „Butterfly“ sowie Wolfgang Trepper, der für den humoristischen Beitrag des Abends sorgte. Er überreichte anschließend Mary Roos ihren Award – beide gehen bald gemeinsam auf „Mehr Nutten, mehr Koks – scheiss auf Erdbeeren“ – Tournee.

Finale

Es ging in das Finale, welches noch einmal beste Stimmung lieferte. Denn Nicole performte einen Hitmix und mischte sich dabei in das Publikum und stieg gar auf einen Stuhl. Was für eine Show! Sie bekam einen ganz besonderen Award von Überraschungsgast Uwe Hübner überreicht, welcher ebenfalls auch einen der smago! Awards bekam. Großer Jubel herrschte, viele der Zuschauer hätten nicht gerechnet, dass der damalige Nachfolger von Dieter-Thomas Heck vor Ort sein wird.

Bühne frei für Andy Tichler, welcher eine starke Rede hielt und sich bei den Beteiligten herzlich bedankte und den Backstage-Reportern Victoria Herrmann sowie Sebastian von Mletzko ebenfalls einen Award übergab – eine tolle Geste! Den perfekten Abschluss lieferte eine Berliner Legende – Frank Zander! Mit „Nur nach Hause“!

Fazit

Eine sehr gelungene und der ZDF-Hitparade mehr als würdige Veranstaltung! Wir sind gespannt, unter welchem Motto der Award 2021 stehen wird – einiges geboten wird sicherlich auch dort wieder. Ein Kompliment geht auch an das MOA-Hotel, welches stilvoll und gemütlich alles, was das Herz begehrt, bietet, darunter auch köstliche Speisen, wie wir auf der Aftershowparty erleben durften.

Kevin Drewes

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ANDREAS GABALIERs Reaktion auf die Nicht-Nominierung beim Amadeus-Award: Ein Mann mit Eiern 0

Gabalier

Alle Jahre wieder… wird der österreichische Musikpreis „Amadeus“ verliehen, der von der Bedeutung her vergleichbar mit dem früheren deutschen ECHO ist.

Eine Kategorie ist „erfolgreichster Live-Act“. Der Award gestaltet sich laut Wikipedia wie folgt:

Die Nominierungen für die Kategorie Live Act … ergeben sich zu 50 % aus der Jurywertung und zu 50 % aus den Ticketverkäufen des Vorjahres, wobei der Künstler in dem Jahr mindestens drei Liveauftritte absolviert haben muss. Die fünf Künstler mit dem höchsten Ergebnis bei diesem Ranking werden zur Abstimmung gestellt; wie bei den meisten anderen Kategorien zählen Publikums-Onlinevoting und Juryvoting jeweils 50 %.

In diesem Jahr wurden folgende Acts nominiert:

– Bilderbuch
– Erste Allgemeine Verunsicherung
– Folkshilfe
– Pizzera & Jaus
– Seiler und Speer

Begründung: Gabalier hatte zwar sehr viel mehr Publikum als alle diese Acts. Die Jury hat ihn aber augenscheinlich abgelehnt. – Solche selbstherrlichen am Publikumsgeschmack vorbei getroffenen Entscheidungen kennt man sonst nur von WDR4-Redakteuren und Chefs von deutschen Vorentscheiden zum Grand Prix. –

Wir haben bislang darüber nicht berichtet, weil das natürlich einfach nur lächerlich ist, den mit weitem Abstand erfolgreichsten Musiker erneut auszusparen. Die Meldung hatten wir in ähnlicher Form ja bereits im Vorjahr – siehe HIER. Über die „Vorgeschichte“ hatten wir schon im vergangenen Jahr berichtet – wir zitieren uns hier einfach mal selbst:

„Andreas hat sich für einen Preis, den er damals gewann, mit folgenden Worten bedankt: „Man hat’s nicht leicht wenn man als Manderl noch auf ein Weiberl steht“ . Die Toleranz, diesen Scherz, der offensichtlich den ESC-Gewinn Conchitas beinhaltete, aufzubringen, ist Andreas Gabalier nicht vergönnt gewesen. Umgekehrt ist eben die „andere Seite“ der Meinung, selber mit Fragen wie „Lieblingsdiktator“ aufwarten zu können und gegenüber dieser Entgleisung Toleranz zu erwarten.“

Und auch in diesem Jahr hat Andreas Gabalier „a Meinung“ und grenzt sich damit von vielen Stars des Schlagergenres ab. Während andere Interpreten solche Dinge totschweigen (man erinnere sich an das Jahr, als der Echo seine Regeln änderte, um Helene Fischer nicht schon wieder mit Preisen zu überhäufen), bezieht Gabalier einmal mehr Stellung.

Geschätzte Musikexperten, Musikjuroren und Kritiker, die ihr alle für die Nominierungen und die Preisvergabe des Amadeus Music Awards zuständig seid. Ich weiß, dass es sich in der Musik nicht ausschließlich um Fakten und Zahlen dreht, wenn es um die Vergabe oder die Nominierungen von Preisen geht, sondern dass es da viele andere Faktoren gibt. Ein klitzekleines Grundmaß, wie es in der Kunst oft gefordert wird, an Wertschätzung wäre jedoch angebracht gewesen.

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„Ein klitzekleines Grundmaß“…

Das da hinten ist ein Fußballstadion, und wir haben im vergangenen Sommer 15 Stück davon bespielen dürfen. Allesamt zwischen 50.000 und 80.000 Besuchern bis in die letzten Reihen restlos ausverkauft. In der Kategorie „Live-Act des Jahres“ demnach beim größten österreichischen Musikpreis, der die größten Erfolge des vergangenen Jahres ehrt und auszeichnet, nicht einmal nominiert zu sein für eine noch nie dagewesene Stadiontournee  – schon gar nicht von einem Österreicher – ist an Ignoranz nicht nur nicht zu übertreffen, sondern auch das größte Armutszeugnis, das ihr euch an Unprofessionalität selbst ausstellt.

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„noch nicht einmal nominiert“…

Für den Fall, dass mein Name noch in irgendwelchen anderen Kategorien vorkommen sollte, und ich habe mir die Mühe nicht angetan, weiter zu lesen, dann tut mir und euch einen Gefallen und tut ihn weg und gebt den Preis bitte jemandem, der eine Freude damit hat. Größte Auszeichnung ist ein Millionenpublikum für mich, das jahrein jahraus zu diesen Konzerten pilgert. Ein riesengroßes Dankeschön dafür!

 

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„tut den Preis weg“…

Und was meinen Kollegenkreis aus Österreich anbelangt, kann ich nur meinen großen Respekt ausdrücken. Größte Wertschätzung – ich freue mich immer wieder, von euch zu hören, was da alles daherkommt – so viel fetzige und lässige Scheiben, die auch mich auf all meinen Wegen begleiten, wenn wir im Auto spazierenfahren oder ich Sport treibe. Ich freue mich riesig über eure Erfolge, wünsche euch weiterhin so viel Muße wie bisher. Trinkt ein Glaserl mit im April. Ich wünsche eine gesellige Nacht beim Amadeus und weiterhin alles Gute! Der Volks-Rock’n’Roller“.

Fazit: Andreas Gabalier ist und bleibt ein Mann mit klarer Haltung. Anders als andere hat er a Meinung und vertritt die auch und gerade dann, wenn das „Establishment“ damit nicht einverstanden ist und fährt damit nicht schlecht. Unser persönliches Fazit: Ein Mann mit Arsch in der Hose und Eiern.

Leider sind wir nicht in der Lage, einen Preis zu verleihen – aber den fiktiven „goldenen Arsch in der Hose“ hat sich Andreas Gabalier damit nun wirklich verdient!

Quelle und Screenshots: Facebookseite Andreas Gabalier

DIE SCHLAGERPILOTEN: Tracklist ihres neuen Albums „Santo Domingo“ ist da 0

CD Cover Schlagerpiloten SantoDomingo

Nachdem wir HIER schon sehr ausführlich bebilderte Informationen zum zweiten Album der SCHLAGERPILOTEN veröffentlicht haben, liegt nun auch die Tracklist vor, die wir euch gerne als erstes Schlagerportal präsentieren:

DIE SCHLAGERPILOTEN – „Santo Domingo“ – VÖ 10. April 2020 – Tracklist:

1. Die Sterne von Santo Domingo
2. Lady Jamaika
3. Bora Bora
4. Über den Dächern von Santorin
5. Sei doch meine Stewardess
6. Anna Lena
7. Kein Plan B
8. Mit dir im Paradies
9. Sonne, Mond und Sterne
10. Wenn nicht wir – wer kriegt’s denn sonst hin?
11. Bella Luna
12. Ein Tag in Weiß
13. Schöne Grüße an dein Bauchgefühl
14. Nimm meine Hand, mein Freund

Quelle: TELAMO