RTL: Kuriose 150. Jubiläumsfolge der „ULTIMATIVEN CHARTSHOW“ wird am 3. Januar 2020 ausgestrahlt Kommentare deaktiviert fĂĽr RTL: Kuriose 150. Jubiläumsfolge der „ULTIMATIVEN CHARTSHOW“ wird am 3. Januar 2020 ausgestrahlt

UCS 2019

Eine der langlebigsten und erfolgreichsten Musikshows des deutschen Fernsehens ist zweifelsohne die „Ultimative Chartshow“. Das Konzept sah ursprĂĽnglich vor, die erfolgreichsten Hits der deutschen Charts zu ermitteln. Die Sendereihe startete 2003, als die Singlecharts noch halbwegs den Erfolg von Hits spiegelten – heutzutage sind die vorderen Plätze der Singlecharts bestenfalls Freunden des Raps oder SchĂĽlern bekannt – selbst ein Nummer-Eins-Hit ist der breiten Masse (anders als frĂĽher) oft ĂĽberhaupt nicht bekannt. Das war damals anders. Als seinerseit erfolgreichste Single ermittelt man DANYEL GERARDs „Butterfly“ in der ersten Show.

Nachdem nun so ziemlich alle Mottos durchgespielt worden sind und wissenschaftliche Ansätze augenscheinlich nur am Rand wichtig waren (die Hits des Jahres 2019 wurden z. B. bereits im November(!) aufgezeichnet, demzufolge war „Herz Kraft Werke“ das „Album des Jahres“, was die GfK in ihrer Veröffentlichung anders dargestellt hatte.

Bei der Planung 150. Ausgabe der Sendung war man mal wieder ausgesprochen „kreativ“ und bediente sich vermutlich ähnlicher Mechanismen wie die, die dazu gefĂĽhrt haben, dass in NRW auf keiner öffentlich-rechtlichen Welle mehr Schlager gespielt wird. (Vor längerer Zeit hat der WDR ja ein „Gutachten“ vorgelegt, das „ermittelte“, dass Helene Fischer zu „Abschaltimpulsen“ fĂĽhre – wie „seriös“ das ist, haben wir ja bei der diesjährigen Helne-Fischer-Show gesehen). –  Wie „eng“ der WDR den Senioren verbunden Ă­st, die seine GebĂĽhren zahlen, hat er ja gerade erst aktuell wieder bewiesen, indem die alte Generation diskriminiert wurde. Immerhin hat sich Tom Buhrow dafĂĽr glaubhaft entschuldigt.

ZurĂĽck zum Thema: Die beauftragte Frima Deluxe Music hat diesem LINK zufolge das Ranking derart gestellt, dass Videos abgespielt werden, und der Zuschauer / Zuhörer bestimmen konnten, welcher der vorausgewählten(!) Titel ihm (ihr) gefällt und welcher nicht. Wenn hier ĂĽberspitzt gesagt (einfach mal exemplarisch in den Raum geworfen) von Harpo „Moviestar“ gespielt wĂĽrde, von ABBA „Dancing Queen“ und von Udo JĂĽrgens „Babuschkin“, kommt man zum Schluss, dass die Leute lieber Oldies hören als Schlager – mal ĂĽberspitzt gesagt. (Wie gesagt: das ist ein von uns gewähltes Beispiel – welche Videos wirklich zur Debatte standen, wissen wir nicht – allein den Modus finden wir schon befremdlich). – Einfach das Publikum zu befragen statt eine subjektive Vorauswahl an Videos zu treffen, wäre wohl zu einfach gewesen.

Interessant ist auch, dass die dem Ranking zugrunde liegende Show (nach unserer Kenntnis wird es eine Top-50 geben) mehr als ein halbes Jahr nach der Umfrage ausgestrahlt wird. So viel zum Thema „Tagesaktualität“.

Allerdings: Solche Aspekte sind dem gemeinen RTL-Zuschauer augenscheinlich egal. Wichtig ist eher gute Unterhaltung, und die RTL-Zuseher scheinen sich von Oli GeiĂźen und seinen Gästen wie Eko Fresh, Superhändler SĂĽkrĂĽ Pehlivan und Ilka Bessin gut unterhalten zu fĂĽhlen, das belegen die anhaltend guten Einschaltquoten des Formats, was man neidlos anerkennen muss. – Es wird auch zurĂĽckgeblickt auf 16 Jahre des Erfolgsformats.

An musikalischen Gästen ist diesmal u. a. ADEL TAWIL, dessen Album es NICHT in die Top-100-Jahrescharts 2019 geschafft hat, dabei. (Der geht demnächst auf Tour, wir sind gespannt, wie voll die Hallen werden). Auch REDNEX, die letztmals vor ĂĽber 11 Jahren in den deutschen Charts waren und die ACE-OF-BASE-Sängerin JENNY BERGGREN – die Gruppe war letztmals vor ĂĽber 9 Jahren in den deutschen Hitlisten – sind dabei. Mit MICHAEL SCHULTE wurde  ein ESC-Veteran eingeladen, dessen „You Let Me Walk Alone“ es immerhin 2018 auf Platz 3 geschafft hat und 8 Wochen in der Singleliste war. Mit ROBIN SCHULZ ist sogar ein aktueller ChartskĂĽnstler dabei. Wir drĂĽcken die Daumen fĂĽr eine schöne Jubiläumssendung.

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VANESSA MAI: Ihre Abrechnung mit der Schlagerbranche hat es in sich: „Es wird vertuscht, die Presse wird erpresst“ 4

Bild von Schlagerprofis.de

VANESSA MAI: Bemerkenswertes Interview mit „Das Ding“

Ein wie wir finden sehr spannendes und entwaffnend ehrliches Interview gab VANESSA MAI dem SWR-Podcast „Das Ding“. In der Rubrik „Brust raus“ ging es u. a. um musikalische Grenzen und Klischees – okay, das ist bei VANESSA nichts wirklich Neues, und doch hat sie mal erfrischend „Tacheles“ geredet.

Ganz wohl hat sich VANESSA im Schlagergeschäft nie gefĂĽhlt, wobei sie, wie dem Clip zu entnehmen ist, nie davon geträumt hat, Schlagerstar zu werden – wichtig war es ihr, bekannt zu werden – und das ist nun mal mit Schlager gelungen – ursprĂĽnglich als Sängerin der Gruppe WOLKENFREI, deren Mitglieder – das gehört zur Wahrheit allerdings auch dazu – offensichtlich ausgebootet worden sind.

Auf dem Gipfel des Erfolgs schlich sich – den Eindruck darf man gewinnen – Größenwahn ein – entweder bei VANESSA oder ihrem Umfeld. Der kapitale Fehler war aus unserer Sicht, eine Arena-Tour anzukĂĽndigen – dafĂĽr war die Fanbase damals einfach nicht da. Der zweite Fehler war, statt die ReiĂźleine zu ziehen und den Fehler zuzugeben,  etwas von einer „kreativen Phase“ erzählt wurde. Ein Zitat aus dem „DAS DING“-Clip lässt in dem Zusammenhang aufhorchen:

„Wenn was schlecht läuft, wird das vertuscht und die Presse wird erpresst. Da darf nicht drĂĽber geschrieben werden“.

BezĂĽglich ihres Statements, dass die Presse erpresst wird, sollte VANESSA allerdings vielleicht auch auf ihr aktuelles Umfeld schauen: Ist ihr ganz aktuelles Promotion-Umfeld davon frei, unliebsame Medienpartner zu „erpressen“?

Kein gutes Haar lässt VANESSA MAI an vielen ihrer Schlagerkolleginnen und -kollegen, die in dem Spiel mitspielen. Denken wir an das Adventsfest, von dem es von der ARD bislang nach unserer Kenntnis genau ein Statement zur Ausstrahlungsmodus gibt, dass es nämlich „live“ gesendet worden sei.

Denken wir an (mindestens) eine Interpretin, die sonnenklar ungeimpft in einer groĂźen Schlagerveranstaltung aufgetreten ist, bei der fĂĽr das Publikum 2G-Pflicht bestand. Denken wir an einen etablierten KĂĽnstler, der fĂĽr ein WeihnachtsKONZERT Musiker einfliegen lässt und das „Konzert“ bei besten Produktionsbedingungen Vollplayback spielt. Vor diesem Hintergrund ist dieses Zitat von VANESSA MAI schon spannend:

Man erwartet immer das Perfekte und das ist, wo ich sage, „Nein, das ist nicht das Leben!“. Ich finde das auch schade, dass viele im Schlager das auch vorleben.

Dass VANESSA MAI selbst in diesem Spiel einige Jahre lang sehr gut „mitgespielt“ hat, darf man dabei aber auch nicht vergessen. Und dass sie sich zumindest spĂĽrbar erst dann davon distanziert hat, als es offensichtlich „nicht mehr so lief“, sollte man auch nicht ĂĽbersehen. Trotzdem ist VANESSA ihren Ă„uĂźerungen zufolge nun da angekommen, wo sie hinwollte.

Wir wĂĽrden das so zusammenfassen: Sie ist eine etablierte Sängerin mit Schlager-Background, die einerseits zwischen den StĂĽhlen sitzt (Rapper sehen sie als Schlagerstar und in der Schlagerszene gehört sie nicht mehr zur typischen Clique) – aber da sitzt sie gut. Sie wirkt bei vielen TV-Shows von Privatsendern mit, ist aber auch z. B. beim SWR als Showgast („Verstehen Sie SpaĂź?“) wie auch als Clipmoderatorin („MAI Way“) erfolgreich.

Musikalisch und in Medien breit aufgestellt

Auf der SOLL-Seite steht sicher, dass VANESSA in den Shows mit FLORIAN SILBEREISEN nicht mehr stattfindet und auch musikalisch in der Schlagerszene kaum wahrgenommen wird (wie sie selbst im Podcast kundtut, interessiert viele Portale vor allem, wenn mal der Rock hochrutscht, während über musikalische Erfolge und Projekte nicht berichtet werde).

Den Schuh ziehen wir uns ĂĽbrigens nicht an, weil wir z. B. ĂĽber den Erfolg ihrer Single mit SIDO berichtet haben und auch das neue Duett mit MIKE SINGER geschrieben haben, das ĂĽbrigens nicht bei VANESSA MAIs aktueller(?) Plattenfirma Sony Music erscheint – ob hier eine Veränderung ansteht, hat VANESSA allerdings bei „DAS DING“ nicht gesagt.

Die HABEN-Seite haben wir oben beschrieben – mit viel mehr Freiheiten ausgestattet, kann VANESSA MAI nun selber ihre Termine koordinieren und ihre „Features“ aussuchen und die Projekte angehen, auf die sie Lust hat.

Schlager-TĂĽr nun endgĂĽltig zu?

Man könnte meinen, dass VANESSA MAI mit ihren klaren Worten die Schlager-TĂĽr nun zugeschlagen hat, obwohl Events wie die „Schlagernacht des Jahres“ eigentlich genau fĂĽr sie gemacht sind, da kann sie ihre Stärken ausspielen. Andrerseits muss man nur an NINO DE ANGELOs Statements der Vergangenheit denken und weiĂź, dass der Wind sich immer mal drehen kann. Aktuell finden wir gut, dass VANESSA einige deutliche Worte gefunden hat. 

Das sehenswerte Video kann HIER angesehen werden. 

Foto: © SWR/DRIVE beta

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MIREILLE MATHIEU: ARTE zeigt am 3.12. eine tolle Film-Dokumentation des „Spatzes von Avignon“ 0

Mathieu

MIREILLLE MATHIEU: Eine der erfolgreichsten französischen Sängerinnen im Filmportrait

Eine der erfolgreichsten Sängerinnen Frankreichs, ein Star mit Weltruhm, ist zweifelsohne MIREILLE MATHIEU. Der französisch-deutsche Kultursender Arte strahlt nun ein filmisches Portrait von der beliebten Sängerin aus, das viele Schlagerfans interessieren wird, wobei MIREILLE MATHIEU nur in Deutschland als „Schlagersängerin“ wahrgenommen wird, sie ist aber auch in Ländern wir Russland und China ĂĽberaus beliebt. Der „Spatz von Avignon“ sang im Duett mit Weltstars wie CHARLES AZNAVOUR, PLACIDO DOMINGO, PATRICK DUFFY und auch PETER ALEXANDER – eine fulminante Karriere – auf Augenhöhe mit der Legende EDITH PIAF.

Film-Portrait auf Arte

Der Sender Arte strahlt am 3. Dezember ab 22.20 Uhr einen Dokumentarfilm aus, der sicherlich sehenswert sein wird. Zu Wort kommen u. a. MIREILLE selbst, aber auch Weggefährten wie CHRISTIAN BRUHN und RALPH SIEGEL – fĂĽr Freunde des gehobenen Schlagers wird der Film von JANA VON RAUTENBERG sicher sehr interessant werden… Die ausfĂĽhrliche Schlagerprofis-Biografie findet sich HIER.

3.12.2021, 22.20 Uhr auf Arte: „Mireille Mathieu – Singen, nur singen!“

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