PETE WOLF meldet sich mit „2084“ zurück und liefert ehrliche, aber auch nachdenkliche Texte – Unsere ausführliche Rezension 0

Am vergangenen Freitag stand Wolfgang Petry alias Pete Wolf erstmals seit 13 Jahren wieder auf großer Bühne – zugunsten von „Ein Herz für Kinder“. Er sang den titelgebenden Song seines neuen Albums „2084“. Die Aktion war aller Ehren wert und dass der Sänger ein großes Herz hat, bewies er schon 2002 bei „Die goldene Stimmgabel“, als er zugunsten der Fluthilfe-Aktion „Ich helfe Dir“ seine legendären Freundschaftsbänder bereitstellte. Um den aktuellen Auftritt gab es viel Trubel, nicht zuletzt wegen der Brandrede seines Sohnes Achim Remling, welche er auf seiner privaten Facebookseite gepostet hatte. Das Projekt Pete Wolf polarisiert. Viele treue Fans loben seine neue Musik. Das ist aber vollkommen legitim, denn Fans sind mit viel Leidenschaft dabei und würden ihr Idol bis auf das letzte Hemd verteidigen. Fakt ist aber, dass das erste Album von Pete Wolf alles andere als ein Erfolg war. Sein Sohn betont, dass sein Vater dies aus „Spaß an der Freude“ macht. Das neueste Werk „2084“ sei eine Herzensangelegenheit.

Doch eines ist ganz sicher: Immer wieder wird der Name Wolfgang Petry genannt, auch von seinen Fans. Die Frage, die im Raum steht: Wollen nicht alle lieber die Musik, die diesem tollen Künstler zu großem Erfolg verhalf und auch heute noch auf Partys rauf-und runtergespielt wird? Warum sonst wird immer wieder WOLFGANG PETRY in Verbindung mit PETE WOLF genannt? Klar hat sich der Mann hinter dem Künstlernamen Wolfgang Petry mit den Jahren verändert, wir fanden z. B. sein Album „Genau jetzt!“ klasse. Das Album blieb der Linie treu – aber mit passender Weiterentwicklung. Es bleibt abzuwarten, wie sich „2084“ schlagen wird. Unser rasender Reporter Kevin Drewes, ein großer Fan von Wolfgang Petry, nahm sich der Rezension des neuen Albums an. Neutral, fair und ehrlich.

Das Album beginnt mit dem Song „Another Life“, dieser ist eine Liebeserklärung an seine Fans mit aufklärenden Worten. So beginnt der Titel mit den Zeilen „I cut my hair and changed my name“ und weiter „it’s not like I regret the past“. Zu Deutsch, er trägt nun eine neue Frisur und änderte seinen Künstlernamen, bereut aber die Vergangenheit nicht. Ganz im Gegenteil, er weiß seine Fans noch immer zu schätzen und hofft sichtlich, dass sie ihn verstehen. So ist Pete Wolf einfach nur eine andere Seite von ihm. Er erinnert sich an alte Tage mit den Zeilen „I know every place see the hands and face“ und weiter „Now of everyone I met and of everyone I loved“. Der schnelle rockige Song überzeugt mit starken, sehr präsenten Gitarrenriffs. Der Akustikteil nimmt gegen Ende die Geschwindigkeit raus, der Tempowechsel ist gekonnt.

Ruhigere Töne schlägt die Ballade „The River“ an. Hier fallen die doch ziemlich offensichtlichen Defizite in seiner Aussprache von englischen Sätzen auf. Der melancholische Song handelt vom Kreislauf des Lebens, er ist der „key of life“ – eben wie ein Fluss.

Der titelgebende Song „2084“ warnt eindringlich davor, wie die Welt in eben diesem Jahr aussehen könnte. Da ist die Welt „a different place“. Mit der Zeile „politicians and pollution“ wird insbesondere ganz klar Donald Trump angesprochen. Pete Wolf ruft dazu auf, unsere Erde mehr wertzuschätzen und die Hoffnung auf eine bessere Welt niemals aufzugeben. Dies besingen die Zeilen „Gotta keep our Dreams alive“ sowie „give not up somewhere there’s a silver lining.“ Er ist sich sicher, da ist noch Licht am Horizont. Ob Trump hingegen diese Message erhält, das darf bezweifelt werden…

And if“ klingt komplett anders als die vorherigen Songs. Einer der Titel, die man eher skipped. Der Song handelt von eigenen Fehlern, welche er in New York machte. Doch die Botschaft ist, wieder aufzustehen und aus seinen Fehlern zu lernen.

The Oak“ gefiel uns hingegen gut. Er handelt von der Liebe für alle Zeiten, dies besingen die Zeilen „They know that together is where they are strong“ sowie „A promise of love, love for all time“. Doch er stellt auch die Frage „Would you wait for me on the other side?“. Die Melodien klingen angenehm und der Sound stimmig gemixt, Fazit: genau hinhören und genießen.

Rockiger wird es wieder mit „The Last Man“. Der nachdenklich stimmende Song besingt von der Gefahr, sich von Reichtum und Geld verlocken zu lassen. Dafür nicht über Leichen zu gehen, die fast wortwörtliche Zeile dazu: „He didn’t seem to unterstand blood was drippin‘ from his hands“ und weiter „only saw the Dollar signs those fucking Dollar signs“. Pete Wolf warnt, denn derjenige wird zu einem einsamen Menschen und das Geschehene ist nicht wieder zu reparieren. Wieder eine deutliches Signal Richtung Trump? (Da müssen wir etwas mit nerven, denn er gab dies ja in einem Interview bereits zu und es ist nun einmal deutlich rauszuhören).

Fool’s Paradise“ handelt von einem Mann, der sich mächtig verzockt hat und sichtlich in einer Scheinwelt lebt. Zu spät realisiert er „Everything was over“. Der Song hat einen stark gemixten Sound und bietet erneut viele Gitarrenriffs.

Von Betrügen handelt „Broken Door“. Wieder einmal hat sie ihn belogen, wie die Zeilen „Saw the guy you swear he’s gone and it was yesterday“ und weiter „So tell me, why you lied to me to me again“ besingen. Es macht für ihn keinen Sinn, warum sie dies wieder erneut tat. Sichtlich innerlich zerbrochen begreift er, dass er ihr nicht gut tut. Bei diesem Song stellt der Backgroundchor einen echten Mehrwert dar, auch der Sound weiß zu überzeugen.

Etwas spacig und komplett anders klingt „Behind the Hero“. Der rockige, mutmachende Song handelt davon, für seine Liebe zu kämpfen und nicht aufzugeben. Die Zeile „You wanna get to heaven gotta walk in hell“ macht deutlich, dass man manchmal durch die Hölle gehen muss, um seine Ziele zu erreichen.

Angel“ ist ein melodramischer Song, welcher von einem Mann handelt, der seine Familie verloren hat. Sie scheinen verstorben zu sein. Doch wo Schatten ist, da ist auch Licht. So besingen die Zeilen „Down at the bar once again with a whiskey in my hand“ sowie „Saw a man looking down, I asked him „hey, what’s wrong“ dies passend. Der Mann, der ihm aufhalf, dachte, er wäre betrunken. Doch als er seine Geschichte hörte, begriff er.

Von Abschied handelt auch „So Long“. In diesem Fall von seinem geliebten Hund. Sein treuer Begleiter ist verstorben – ein Lied, in welches sich sehr viele Menschen sicherlich hineinversetzen können. „No one greets, when I open the door“ und weiter „The silence is loud, when I call out your name“ besingen die traurige Wahrheit, wie es ist, wenn das geliebte Haustier plötzlich nicht mehr da ist. Eine starke Ballade.

Von Liebe auf den ersten Blick handelt das Lied „Strung out“. Es besingt das Gefühl, wenn man unsterblich verliebt ist und nicht einmal in der Lage ist zu essen oder zu schlafen. Dies besingt die Zeile „I can’t eat, cannot sleep“. Er kannte nicht einmal ihren Namen, ist sich aber sicher, dass sie dasselbe fühlte. Doch nun ist es zu spät. „we live our Lives in a different Place“. Auch dieser Song setzt sehr stark auf Gitarreneinsätze, die Drum-Einsätze halten sich sehr bedeckt.

Poetisch und mit sänften Klängen klingt „Forget-Me-Not“ richtig gut. Aus Sicht einer blauen Blume besingt Pete Wolf die Liebe zu Mutter Erde. Die Erzählweise dabei ist mal etwas komplett Anderes, Zeilen wie „She’s happy and free living nearest the ground“ unterstreichen dies. Eine tolle Idee, die Umsetzung weiß auch zu gefallen.

Von Neuanfang und dem Weiterziehen handelt der letzte Song auf dem Album „Not coming Home“. Auch wenn sie wie füreinander gemacht zu seinen scheinen, wie die Zeile „We need each other like a roem of rhym“ besingt, zieht es ihn nach Montana. Doch auch dort bleibt er nicht lange, wie die Zeile „…maybe tomorrow I’ll be moving along“ verrät.

Im Gegensatz zum ersten Werk unter seinem neuen Künstlernamen Pete Wolf hat der Künstler dieses Mal auf Cover-Versionen verzichtet und eigene Lieder geschrieben. Dies ist schon einmal ein großer Mehrwert. Es befinden sich einige sehr gute Texte unter den Songs und auch der Stil gefällt weitesgehend gut. Wir empfinden es als durchschnittliches Album, das hoffentlich nicht so floppt wie das Erste. Wolfgang Petry zeigt sich auf „2084“ gesellschaftskritisch, poetisch und auch sehr nachdenklich. Songs wie „Broken Door“ erinnern an alte Wolfgang-Petry-Zeiten und Titel wie „Angel“ überzeugen. Ein Manko bleibt die oft etwas holprige Aussprache. Wir sind gespannt, wie das Projekt Pete Wolf weitergeht… Vielleicht folgen ja bald weitere Auftritte, who knows…

Kevin Drewes

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DRAFI DEUTSCHER – Rückblick: In allen Äras der ZDF-Hitparade konstant erfolgreich 0

Drafi Deutscher im Wandel der Zeit

Einen smago!-Award für je einen Auftritt bei Dieter Thomas Heck, Viktor Worms und Uwe Hübner hat das Berliner Duo CORA erhalten. Wir haben überlegt – gab es da nicht weitere Namen, die beständig oft in Berlin zu Gast waren? Ein Name ist da sicherlich präsent: DRAFI DEUTSCHER war in allen drei Hitparaden-„Äras“ (Heck / Worms / Hübner) konstant erfolgreich – sei es als Sänger, sei es als Komponist.

1960er Jahre (genauer gesagt 1969) Drei Auftritte bei Dieter Thomas Heck

Schon im Oktober 1969 präsentierte Drafi bei der 7. Ausgabe der ZDF-Hitparade sein von Harry Topel geschriebenes Lied „Don Quichotte“ und konnte sich prompt auf Platz 4 platzieren. Kein Wunder – Drafi war schon seit Jahren ein etablierter Schlagerstar, seine Riesenhits „Shake Hands“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ u. a. standen für damals moderne deutsche Beatmusik.

Genau genommen markierte dieser Titel sogar einer der ersten zahlreichen Comeback Drafis, der ein unglaubliches „Stehaufmännchen“ war und dessen musikalischen Fähigkeiten ihn immer wieder an die Spitzen der Hitparaden führten – sei es als Sänger oder auch und vor allem als Komponist. Einen speziellen Fan hat Drafi gehabt. Als Thomas Gottschalk 1986 in der Sondersendung „Na sowas extra“ in einer TV-Show auf die 1960er Jahre zurückblickte, gab es fast keine deutschen Interpreten, die eingeladen wurden – außer eben Drafi Deutscher. Und an genau dieses „Don Quichotte“ erinnerte Gottschalk damals in seiner TV-Show (leider im YouTube-Clip nicht zu sehen, dafür aber der Spaß, den Thomas und Drafi damals hatten):

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1970er Jahre: Ein Auftritt bei Dieter Thomas Heck

Als Sänger trat Drafi Deutscher in den 1970er Jahren recht weit in den Hintergrund, allerdings war er immerhin genau einmal in den 70ern in Berlin zu Gast – am 29. August 1970 präsentierte er seinen Schlager „So viel Glück müsste man haben“, eine Eigenkomposition, die von Textdichterlegende Fred Jay getextet wurde.

Untätig war Drafi in jenen Jahren weiß Gott nicht – er landete als Komponist Riesenhits. „3-mal dabei – bitte nicht wiederwählen!“ – hieß es etwa für Tina Rainford, die 1976/77 mit Drafis Nummer „Silver Bird“ große Erfolge feierte und mit Drafis „Charly Boy“ 1977 noch „einen draufsetzte“. Nicht weniger als fünf-mal schmetterte Bino 1978 den von Drafi komponierten Hit „Mama Leone“ in den Berliner Unionfilm Studios.

1980 bis 1984 (Heck-Ära) Riesenerfolge als Komponist und Comeback als Sänger

Wie gesagt, trat Drafi viele Jahre lang unter seinem Namen nicht als Sänger in Erscheinung. Auch 1983 versteckte er sich in englischer Sprache hinter dem Pseudonym „Masquerade“ und sang „Guardian Angel“. Wer genau hinhörte, erkannte aber, dass sich hinter der Maske Drafi Deutscher versteckte. Und als die deutsche Version „Jenseits von Eden“ ein gigantischer Nummer-Eins-Hit wurde und „Hit des Jahres“ der ZDF-Hitparade, kam auch Drafis Gesangskarriere wieder in Fahrt. Schon der Nino-Hit „Ich sterbe nicht noch mal“ ging übrigens auf Drafis Kappe.

Einen imposanten Erfolg hatte er mit dem Titel „Tief unter meiner Haut“, den er im Mai 1984 in Berlin präsentierte – und sich gleich wieder platziert hat. Bis heute ist der Song ein Evergreen, Sohn René hat dem Titel mit einer aktuellen Version neues Leben eingehaucht. Auch DAS dürfte es in der Geschichte der ZDF-Hitparade selten gegeben haben: Ein Interpret macht mehr als 13 Jahre als Sänger „Pause“ und knüpft nahtlos an alte Erfolge an…

1985 bis 1989 (Worms-Ära)

Als Sänger trat Drafi bei Viktor Worms 4-mal in Erscheinung. Sehr vielen anderen Schlagerstars ist das damals nicht gelungen – zumal Viktor ja die „tolle“ Idee hatte, englischsprachige Nummern in der ZDF-Hitparade einzuführen. Drafi hatte in diesen Jahren Superhits wie „Herz-an-Herz-Gefühl“ (1986), „Das elfte Gebot“ (1988) und „Über Grenzen geh’n“ (1989). Zusammen mit Demis Roussos sang er im Duett „Young Love“ (auf Englisch). Insbesondere die erstgenannten Songs zeigten, wie sehr sich Drafi immer dem Zeitgeist anpasste. Waren zunächst die Wurzeln klar in der gitarrenlastigen Beatmusik, haben nun Synthesizer im New-Wave-Sound die Oberhand in seinen Hits das Regiment übernommen.

Vier weitere Male war Drafi als „Mixed Emotions“ bei Viktor Worms zu Gast – zweimal mit „You Want Love“ und mit den Songs „Bring Back (Sha Na Na)“ und „Sweetheart, Darling, My Dear“. Auch das Duoprojekt passte zum Zeitgeist – Modern Talking hatten damals große Erfolge mit kommerziellen Melodien und einfachen englsichen Texten – das hat Drafi mit gutem handwerklichen Können und großem kompositorischen Geschick sehr gut für sich selber kultivieren können.

Zweimal interpretierte darüber hinaus Andreas Martin die deutsche Version des von Drafi komponierten Hits „You Want Love“ als „Du bist alles“.

1990 bis 2000 (Hübner-Ära)

5-mal als Solist und 4-mal im Duo als „New Mixed Emotions“ mit Andreas Martin trat Drafi Deutscher bei Uwe Hübner auf.

1992 sang er den Titel „Solang aus Liebe“, ein Hit aus dem Album „Wie Ebbe und Flut“, das Drafi zusammen mit Chris Evans schrieb – eine Hymne wie sie damals auch zum ESC gepasst hätte. Als Solist verabschiedete sich Drafi 1996/1997 aus der Hitparade. Nicht weniger als 4-mal(!) präsentierte er seinen religiös angehauchten Hit „Amen“ bei Uwe Hübner und schaffte es damit sogar bis auf Platz 1 – das einzige Mal, dass er mit einem Solotitel Spitzenreiter war.

Das Mixed-Emotions-Projekt mit Oliver Simon war tot, aber Drafi hat mit Andreas Martin eine erfolgreiche Neuauflage geschaffen. 1991 hieß es zunächst „Sensuality“ und dann gleich 3-mal „Lonely Lovers“. Mit letztgenanntem Titel schaffte es Drafi bei Uwe Hübner 1991 sogar auch  Platz 1 der ZDF-Hitparade – ihm ist also das Kunststück gelungen, mit einem deutschen Solo- und mit einem englischsprachigen Duo-Titel Spitzenreiter zu werden – auch das dürfte in der Hitparadengeschichte recht einmalig sein.

Gedenk-Events

Angesichts dieser unglaublichen Erfolge in ALLEN drei Epochen der ZDF-Hitparade ist es eigentlich eine große Überraschung, dass man sich nicht an Drafi zurück erinnert. Nachdem der smago!-Award lieber Lucas Cordalis und Achim Petry ausgezeichnet hat (, obwohl Wolfgang doch noch lebt!?), könnte es ja durchaus denkbar sein, dass Drafis Sohn René bei einer zweiten Ausgabe der ZDF-Jubiläumsgala mit dabei sein könnte? Wir würden es jedenfalls sehr begrüßen…

PS: Das Interview im Beitragsbild bildet die Original-Unterschrift Drafi Deutschers ab

ESC-Kompakt berichtet: 2020 kein Vorentscheid zum ESC 0

Bis heute (20. Januar 2020) hat der NDR nicht kommuniziert, wer Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest vertritt. Zugegeben hatten wir vermutet, dass angesichts der Nicht-Nennung eines Termins für den deutschen Vorentscheid vielleicht bei den Schlagerchampions Licht ins Dunkel gebracht werden würde, aber dem war bekanntlich nicht so.

Auch wenn Barbara Schöneberger im vergangenen Jahr auf sozialen Medien mitteilte, für den ESC zu drehen, scheint es diesmal zumindest keinen Vorentscheid zu geben. Das Portal ESC-kompakt findet dafür eine nüchterne einleuchtende Begründung. Die EBU-Deadline für das Einreichen eines Beitrags ist der 9. März 2020. Und das TV-Programm bis Ende Februar steht bereits fest.

Sofern die Vermutung von ESC-kompakt stimmt, wovon wir ausgehen, darf man gespannt sein, wen der NDR ausgesucht hat. Wenn man die „Kompetenz“ der letzten Jahre zugrunde legt, ist in der Tat mit irgendeinem Kandidaten der Casting-Resterampe der Privatsender zu rechnen – schade, früher war der ESC mal ein bedeutender Musik und nicht Trash-Wettbewerb… – aber NOCH bleibt ja ein Funke Resthoffnung.

Quelle: ESC-kompakt

Bild: NDR/EBU