VINCENT GROSS „kauft sich von Sony frei“… 6

CD Cover Vincent Gross Möwengold

Am heutigen Sonntag (08.12.2019) hat VINCENT GROSS auf seiner Facebook-Seite den Fans mitgeteilt, dass er sich aus seinem Vertrag mit Sony „freigekauft“ habe. Für uns ist das insofern eine Überraschung, als nach unserer Meinung Sony aus betriebswirtschaftlichen Gründen doch froh sein müsste, kein drittes Album mehr verantworten zu müssen.

Trotz exponierter TV-Auftritte Flop mit Debut-CD

Werfen wir mal einen Blick zurück. Im Januar 2017 trat VINCENT GROSS erstmals in einer großen Silbereisen-Show auf – bei den „Schlager Champions“. Zuvor wurde er als Nachwuchstalent in der großen Schweizer TV-Show „Hello Again“ entdeckt. Beim „Schlagercountdown“ am 25. März 2017 war der Schweizer erneut zu Gast. Einen Tag vorher erschien sein Album „Rückenwind“. Unglaublich: Trotz dieser Hammer-Auftritte reichte es für das Album nicht mal für die Top-100. Übrigens – beim damaligen Schlager-Countdowon trat auch BEN ZUCKER auf – man kann so einen Startschuss also auch ganz anders nutzen.

Trotz des – mit Verlaub – schon recht großen Flops machte Sony mit VINCENT GROSS weiter. Das Album „Möwengold“ platzierte sich genau eine Woche in den Charts – okay, immerhin reichte es fast(!) für die Top-10 (Platz 11), ist dann aber auch gleich wieder rausgeflogen. Mehr als eine Woche war auch diesmal nicht drin – und die wurde u. a. mit der Produktion einer „Fanbox“ erreicht…

Vincent „kauft sich vorzeitig raus“

Kommerzieller Erfolg sieht nach unserer Einschätzung anders aus – erst recht nach drei Auftritten bei den großen „Festen“ und diversen anderen exponierten TV-Auftritten. Mit anderen Worten fanden wir schon das zweite Album „erstaunlich“ – nachdem DAS nun auch gefloppt ist (okay, immer noch erfolgreicher als Pete Wolf, aber dennoch nur eine Woche in den Charts), verwundert es, dass es VINCENT ist, der die Zusammenarbeit laut seinen Angaben unterbricht und sich „vorzeitig rauskaufen durfte“. Dass demzufolge die Sony trotz ausbleibenden Erfolgs ein derartiges Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit hatte, dass Vincent sich „freikaufen“ musste, spricht ja durchaus für die Loyalität der Plattenfirma. Auch wenn der Seitenhieb mit dem eigentlich geplanten weiteren (dritten) Album rätselhaft ist…

Musikalischen Weg noch nicht gefunden?

Wir sind gespannt (und haben natürlich eine Ahnung), wo es mit Vincent weitergeht. Letztlich ist nach unserer Sicht immer Authentizität wichtig und nicht die Anpassung an die Ideen irgendwelcher Manager oder Päpste – auch wenn die natürlich hier und da Zufallstreffer landen. – Ein großes Problem ist in dem Zusammenhang ja oft, wenn Manager gegen die musikalische Überzeugung der Künstler ihre Ideen durchdrücken. Man darf gespannt sein, ob Vincent seinen Weg gehen wird… Nach unserer Einschätzung ist er wirklich ein höflicher, netter, lieber, sympathischer Mensch, der aber musikalisch seinen Weg noch nicht wirklich gefunden hat.

PS: Anders als andere Portale geben wir auch mal eine kritische Einschätzung ab. Wir drücken Vincent für seine weitere Karriere jedenfalls die Daumen…

 

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6 Kommentare

    1. „Lügen“ finden wir zu hart. Es hat halt nach unserer Einschätzung nicht gepasst. Wie gesagt, eigentlich würden wir ihm den Erfolg wünschen, weil er selbst ein engagierter Sänger ist, der sehr fleißig am Erfolg arbeitet. Nur – auch das Umfeld muss passen. Zumindest auf uns wirkte der Interpret nie wirklich authentisch – vielleicht ist es für alle Beteiligten ja wirklich die richtige Entscheidung, die Reißleine gezogen zu haben…

  1. Also ich finde die Wortwahl schon ziemlich unangemessen, die sollte man noch mal überdenken… Kritik üben ist eine Sache, teils beleidigend werden ist eine andere.
    Vincent leistet großartiges auf das er stolz sein kann! Gute Dinge brauchen Zeit!

    1. Huch? Eure Reaktion als Fanclub ist (stückweise) verständlich, da es um ‚euren‘ Protagonisten geht. Allerdings sehe ich hier absolut keine Beleidigung ggü. Vincent! Vielmehr wird das Agieren von Label und management in Frage gestellt. Und dass Vincent nun wechselt, mag sicherlich auch in den berühmten „360-Grad-Verträgen“ des Sony/BMG-Konzerns liegen.

      Und offensichtlich habt ihr den folgenden Satz der Schlagerprofis übersehen?:
      > Nach unserer Einschätzung ist er wirklich ein höflicher, netter, lieber,
      > sympathischer Mensch, […]

      Ich arbeite an der Quelle und stelle leider oftmals fest, dass insbesondere Fanclubs leider oftmals sehr ‚emotional‘ reagieren.

      Wenn die Medien einen solchen Vorgang jedoch publizieren, besteht doch wohl offensichtlich noch ein Interesse an dem Künstler, oder? Wenn „keine Sau“ mehr schreibt, dann sollten bei euch die Alarmglocken schrillen 😉

      Also: Entspannt euch und lest den Artikel nochmal in Ruhe.

  2. Wenn die Plattenfirma einen Künstler in ein Schema pressen will das ihm nicht entspricht muss die Zusammenarbeit abgebrochen werden. Das hat seinerzeit auch Udo Jürgens getan. Er musste auf den Erfolg warten aber nachher dauerte er umso länger an

  3. Vincent wird definitiv seinen Weg gehen und dieser wird ihn nach oben führen! Das die ersten beiden Alben nicht den krassen kommerziellen Erfolg hatten, daran lässt sich nichts ändern und ist auch nicht so schlimm! Jeder fängt einmal klein an, auch der Vincent Gross. Zunächst ist es bemerkenswert, dass er den Weg von Covers auf Youtube zum Schlager auf den großen Bühnen eingeschlagen hat.
    Ob nun schon das 3. Album zu einem großen Erfolg wird, steht noch in den Sternen. Aber eines ist sicher: sein Erfolg wird stetig wachsen!

MARIANNE ROSENBERG: Morgen erscheint die Neuauflage ihres Nummer-Eins-Albums 0

Albumcover Marianne Rosenberg Im Namen der Liebe

„Im Namen der Liebe“ als 2-CD-Set

Die Neuauflage von MARIANNE ROSENBERGs erstem Nummer-Eins-Album „Im Namen der Liebe“ hat es in sich. Sie enthält brandneue Lieder und interessante Neuinterpretationen von Klassikern.

Produktinformation

Ein halbes Jahrhundert deutsche Musikgeschichte.

Am 18. September veröffentlicht Marianne Rosenberg die erweiterte Jubiläumsedition ihres aktuellen #1-Albums „Im Namen der Liebe“ ++ Die 2CD-Edition vereint exklusive Neuinterpretationen ihrer größten Hits, sowie brandneue Titel und Dance-Mixes.

Zum 50. Bühnenjubiläum legt Marianne Rosenberg im September eine erweiterte Jubiläumsedition ihres aktuellen #1-Albums vor, auf dem die Berlinerin den Bogen zu den Anfangsjahren ihrer Ausnahmekarriere spannt, ausgewählte Klassiker in ein neues Licht rückt – und natürlich auch in die Zukunft blickt. So erweitert sie das aktuelle Hit-Album um ein ganzes Dutzend exklusive Jubiläumstitel: Eine Fortsetzung der „Marleen-Story“, getextet vom Originalautor („Marleen – ein halbes Leben später“) ist genauso dabei wie 100% zeitgenössische Neuinterpretationen von Meilensteinen wie „Er gehört zu mir“.

Um das Jubiläumspaket perfekt zu machen, präsentiert Marianne Rosenberg auch exklusive Jubilee-Remixes sowie vier brandneue Titel. Erweitert um ein persönliches Grußwort in den Linernotes und ausgewählte Zitate aus ihren Songs, erscheint die 2CD-Jubiläumsedition von „Im Namen der Liebe“ am 18. September 2020 bei LOLA/TELAMO.

Part 1 der Edition ist jenes Album, das ihr 50 Jahre nach den ersten Aufnahmen den allerersten #1-Chartentry in den Offiziellen Deutschen Albumcharts bescheren sollte. Schon auf „Im Namen der Liebe“ gelang es der Rosenberg und ihrem Team immer wieder eindrucksvoll, die Eckpfeiler ihres klassischen Sounds durchschimmern zu lassen und dabei absolut zeitgemäß und authentisch zu klingen. Aufgenommen wurde in den legendären Hansa-Studios, in denen Marianne Rosenberg 1970 ihr erstes Album produzierte. Die erste Singelauskopplung „Wann (Mr. 100%)“, inzwischen gut 2,5 Mio. Views, wurde sofort ein Hit. Der Titelsong ist mehr als Romantik. Es geht Marianne Rosenberg auch um Empathie, um Mitgefühl, um ein Miteinander, das zunehmend unter Beschuss gerät … und um ein Statement, das den Wunsch nach Veränderung impliziert: „Hass hat Hass nie besiegt, lass es Liebe sein“.

Hatte die Grande Dame des deutschen Schlagers den „Im Namen der Liebe“-Longplayer mit den Fragen „Wo sind unsere Visionen? Wo sind wir?“ ausklingen lassen, folgt die Antwort nun im Jubiläumspaket: Sich selbst, ihrem Bauchgefühl, ihrer Stadt, ihrem ersten Studio, (nach Phasen der bewussten Abstinenz) auch ihren früheren Hits treu geblieben, hat Marianne Rosenberg 50 Jahre später alles erreicht, sehr viel bewegt, muss sich nichts mehr beweisen – und klingt gerade deshalb noch leidenschaftlicher. Die Vision? Unbedingt zeitgemäßes Songwriting, gepaart mit ehrlichen Worten. Musik, die Menschen inspiriert, weil sie von Herzen kommt und mit dem Herzen gesungen ist.

„… ein halbes Jahrhundert ist schon kein Pappenstiel“, bringt es die Berlinerin gewohnt unverblümt in den Linernotes auf den Punkt – und das ist es wahrlich nicht, was die zweite CD der Edition wunderbar unterstreicht. Das ein ganzes Dutzend exklusive Titel vereinende Bonuspaket eröffnet die Sängerin mit einem Update in Sachen „Marleen (ein halbes Jahrhundert später)“. Drei Neuinterpretationen – allesamt Seventies-Superhits aus der Feder von Joachim Heider und Christian Heilburg – führen den genialen Balanceakt des Albums fort: „Ich bin wie du“ ist nicht ohne Grund ein heimlicher YouTube-Hit; fürs Update unterfüttert sie den rasanten Schwung mit zeitgenössischen Beats und Grooves die dem Kulthit „Er gehört zu mir“ einen Touch von Motown verleihen. Den schmalen Grat zwischen Nähe zum Original und Aufbruch in die Zukunft trifft schließlich auch „Lieder der Nacht“: So viel hochauflösender und großformatiger klingt es, wenn Marianne Rosenberg im Jahr 2020 davon singt, „von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ zu sein, obwohl doch die Phrasierung, die Stimmfarbe immer noch dieselbe ist.

Ihr Sound im Jubiläumsjahr klingt so reif und geerdet wie ihre Weltsicht, nur gibt sie sich deshalb kein bisschen weniger leidenschaftlich: Das programmatische „Ich bin wieder ich“, wie viele der brandneuen Bonustitel gemeinsam mit ihrem Sohn Max komponiert, setzt das Thema Liebe im übergeordneten Sinne des aktuellen Albums fort und lässt auch hier, wie bei vielen Songs aus ihrer Feder, mindestens ein zweite Ebene der Interpretation zu. Die Ballade „Das Herz“, erinnert an ihre Verehrung des Beatles „Mr. Paul McCartneys“, dem sie ihren ersten aufgenommenen Song ihrer Karriere widmete. „Den Mut zu geben hat, nur der, der liebt“.

Auch der überragend arrangierte und produzierte Song „Er war wie du“ knüpft an den klassischen Rosenberg-Sound an, wohingegen die „Stärkste Nacht meines Lebens“ sehr viel klarer im Jetzt der Popwelt stattfindet: elektrisierend, verspielt, nie zu schwer. Abschließend der Song von „Für immer du“: Weniger ist mehr in der minimalistischen, bewusst aufgeräumten Strophe, um dann doch den Regler für den Refrain voll aufzudrehen – wie gemacht für den Club. Abgerundet wird die Bonus-Disc der Jubiläumsedition mit den zwei „Jubilee-Mixes“ „Gemeinsam sind wir stark“ und „Im Namen der Liebe“, sowie einem DJ Herzbeat Mix von „Wann (Mr. 100%)“, die hier ihre ganze Tanzflächenmagie entfalten. Auch die brennend aktuelle Kernaussage des Titelsongs wird hier zur Dancefloor-Hymne – „let’s go!“

Aufgewachsen in einer Berliner Künstlerfamilie, wurde Marianne Rosenberg schon im zarten Alter von 13 Jahren bei einem Nachwuchswettbewerb entdeckt. Bereits die Debütsingle „Mr. Paul McCartney“ traf den Zeitgeist, den sie in den Siebzigern mit ikonischen Hits wie „Er gehört zu mir“, „Lieder der Nacht“ oder auch „Marleen“ wie keine andere Sängerin prägen sollte. Im Jahrzehnt drauf ging sie neue Wege, arbeitete z.B. mit Extrabreit und Rio Reiser zusammen und avancierte zur Ikone der Schwulenbewegung. Musikalisch überzeugte Marianne Rosenberg auch in Genres wie, Electropop, Jazz und Chansons und war parallel zu den vielen, vielen Hit-Veröffentlichungen auch als Moderatorin, Synchronsprecherin und Buchautorin erfolgreich. Mit dem im März 2020 veröffentlichtes Studioalbum „Im Namen der Liebe“ kehrte sie zu ihren Wurzeln zurück und beschenkte sich und ihre Fans pünktlich zum diesjährigen Bühnenjubiläum mit der allerersten #1-Chartentry in den Offiziellen Deutschen Albumcharts.

In den persönlichen Linernotes erklärt Marianne Rosenberg „Ich wollte die Musik, die ich mache, lieben… und zwar immer.“ – und diese Liebe, die in ihrem vertonten Blick auf die zurückgelegte Wegstrecke zu spüren ist, macht die neue Jubiläumsedition so einzigartig.

Quelle: LOLA / TELAMO

BEATRICE EGLI: Ihr Lanxessarena-Konzert endgültig abgesagt 1

Beatrice Egli

+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++Recherchieren statt Kopieren+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++

Nach Terminverschiebung nun Absage

Die Live-Veranstaltungsszene hat es momentan nicht leicht. Großveranstaltungen bleiben verboten. Hinzu kommt allem Anschein nach ein weiteres Problem: Mangelnde Nachfrage. Aktuelles Beispiel: BEATRICE EGLIs Konzert, das eigentlich am 23. Juli 2020 geplant war und auf den 25. Oktober 2020 verschoben wurde, ist nun ganz abgesagt worden.

Offizielle Begründung: Tennisturnier

Offiziell wird das Konzert wegen eines Tennisturniers („ATP-Tennisturnier“) abgesagt. Da stellen sich doch zwei Fragen: Wenn die Lanxessarena für BEATRICE EGLI gebucht war – wieso gibt man dann einem Tennis-Veranstalter den Zuschlag für ein Turnier, das übrigens am 25. Oktober beendet sein soll? Und: Wenn erneut der Termin nicht passt – warum kommt es nicht zu einer weiteren Verschiebung auf einen neuen Termin? – Die gleiche Frage hat sich schon beim Konzert von SARAH CONNOR in Düsseldorf gestellt – warum wurde das Konzert anstandslos abgesagt? Immerhin war es offiziell genehmigt. Man hätte ja auf Schadenersatz klagen können. – Die Antwort auf diese Fragen kann sich wohl jeder denken…

Schleppender Vorverkauf

Eins ist klar: Obwohl das Kartenkontingent aufgrund der Coronasituation ohnehin mehr als begrenzt war, ist nach unseren Beobachtung der Ticketvorverkauf sehr zäh gelaufen. Die Absage nun auf ein Tennisturnier schieben zu können und nicht z. B. eine „kreative Phase“ vorzuschieben zu müssen, ist da vermutlich eine elegante Lösung. Manchmal würde man sich allerdings auch einfach mal ein ehrliches Statement wünschen. Dass das durchaus auch möglich ist, hat beispielsweise STEFAN MROSS bewiesen – und zwar in einer Zeit noch vor Corona.

Ticketpreise werden erstattet

Immerhin: Sofern es doch jemanden gab, der sich ein Ticket gekauft hat, bekommt der (bzw. die) sein (ihr) Geld zurück, der Ticketpreis wird erstattet.