VOXXCLUB und JULIA LINDHOLM haben Stade zum Beben gebracht!! 0

Am vergangenen Samstag wurde das Stadeum in eine Wies’n verwandelt – und auch in eine Disco. Denn die Jungs von voXXclub feierten mit ihren Fans und Julia Lindholm das letzte Konzert in einem Jahr voller Highlights! Das sehr familiäre Konzert begeisterte alle Generationen, Spaß und Stimmung waren garantiert.

Um 20 Uhr eröffnete die sympathische Powerfrau aus Schweden, Julia Lindholm, den Abend. Ihre Energie und gute Laune steckten direkt an, schon bei erstem Song, „Super Trouper“ war eine tolle Stimmung. Ruhigere Töne schlug sie mit „Ich leb im Traum“ an, ehe sie sich sichtlich gerührt dem Publikum vorstellte. Für einen Lacher sorgte ihre Aussage, dass sie ein Zertifikat besitzt, in welchem ihr bescheinigt wird, dass sie deutsch sprechen kann. Die Fans nahmen sie herzlich auf, Julia sagte strahlend: „Ich liebe Stade!“

Weiter ging es mit ihrer aktuellen Single „Boom, Boom„. Neben ihren beliebten ABBA-Versionen sorgte auch dieser Titel für eine super Stimmung, die Hände gingen in die Höhe! Deftig laut wurde es bei „SOS„, der Chor des Publikums hallte durch den Saal.
Als nächsten Song performte sie dann „Leb den Moment“ vom gleichnamigen zweiten Album – ein Titel der perfekt zu ihr passt. Und die Stader schwangen die Hüften sowie die Tanzbeine!

Nach großem Applaus folgten „Mamma Mia“ sowie „Waterloo„. Das Stadeum kochte. Einen perfekten Abschluss ihres Auftrittes lieferte „Danke für die Lieder„. Genau wie bei der „Das große Schlagerfest-Tournee“, eine sicherlich unvergessliche Zeit für die Sängerin, performte sie diesen Titel zuletzt. Ein schöner Bogen, der sich hier spannte.

Nach einer kurzen Pause donnerte es in Stadeum – denn die Jungs von voXXclub betraten die Bühne und lieferten mit ihrem Hit „Donnaweddaden idealen Auftakt. Weiter ging es mit „Ei-ei-ei, die Goass is weg“ vom Album „Geiles Himmelblau“ sowie „Ho-la-di-je-i-di„. Der Spaßfaktor war sehr groß, die Fans in totaler Feierlaune. Mit „Leev Marie“ und „500 Meilen“ (ihrer deutschen Version von „500 Miles“) wurde das Tempo schon früh sehr hoch gehalten. Was für eine Gaudi!

Viel Grund zum Anstoßen gab es an diesem Abend. So auch auf den Geburtstag der Band. 6,75 Jahre sind es nun schon. Nach einem kleinen erzählerischen Rückblick ging es mit dem vorallem textlich starken Song „Naarisch (San denn alle)“ weiter, ehe der Wies’n Hit 2019 die Hütte abriss, „Anneliese„. Die Zuschauer beherrschten den Tanz grandios. Ja ist denn schon wieder Oktoberfest?!

Back to the Begin hieß es bei nächsten Song. Stefan erzählte dazu eine kleine Anekdote, ehe die Gruppe A Cappella „Ewige Liebe“ vom allerersten Album sang. Ruhiger weiter ging es mit der Ballade „Jahr für Jahr„. Hier zeigte sich, dass die Jungs auch die ruhigen Töne beherrschen. Begleitet vom lauten Klatschen des Publikums wurde der Song anschließend in der schnelleren Version performt.

Michi, von seinem Kollegen Christian auch Antonio Banderas genannt, hielt darauffolgend eine starke Rede über Toleranz in der heutigen Gesellschaft. „Jeder ist willkommen! Denn voXXclub steht für Respekt.“ „Hauptsache, er hat was an“ fügte er spaßenshalber hinzu.

Passend dazu folgte „I mog di so„. Und dann kamen insbesondere die weiblichen Fans (, die eine große Mehrzahl bildeten,) voll auf ihre Kosten, wie „Woll’n ma tanzen gehen“ bewies. Einst sangen die Weather Girls „It’s raining Men“. Bei voXXclub lautet die Devise: „Lass es regnen (so sexy)“ Der kleine Wettstreit, ob denn in Stade die Frauen oder die Männer stimmgewaltiger sind, ging eindeutig aus. Auch wenn unserer rasender Reporter alles in die Waagschale schmiss, sollte es nicht ansatzweise reichen. Die Mädels hatten ihren Spaß, denn er stand allein auf weiter Flur… Gut, dass sich u. a. Stefan bei nächstem Titel in das Publikum begab. Die Damen waren völlig aus dem Häuschen!

Nach einem Rückblick auf 2019 wurde auf das alljährliche Fanevent in Tirol hingewiesen. Am 01.07.2020 wird es wieder soweit sein. Passend dazu folgte „Gente de la Montagna„. Den neuen Dezibel-Rekord des Abends legten voXXclub und ihre Fans bei „Ziwui“ hin. Dazu wurde gesprungen, bis der Boden wackelte. Nach dem Titel „Wer hat, der hat“ zeigten die Jungs bei einem Medley, was sie während ihrer Musical-Ausbildung lernten. Besonders beeindruckte „The Circle of Life„.

Aber da fehlte doch noch was! „Rock Mi„!! Zusammen mit der lautstark geforderten Zugabe „Anneliese“ ging es noch einmal ordentlich ab. Da aber ja Weihnachten naht, legten die Jungs ein Weihnachtsswingmedley hin. Auch dies überzeugte! „Oh wie ist das schön“ stimmten die Fans an. Ihre Version von „Sierra Madre„, begleitet von einem Lichtermeer der Fans, folgte. Auch Julia Lindholm stieß dazu.

Zum krönenden Abschluss wurde auf der Bühne ein großes Bierfass aufgemacht. „Lasst uns feiern!“ Eifrig verteilten Julia und die Jungs Bier an ihre Fans. Vor dieser Aktion ziehen wir den Hut, das erlebten wir auch noch nie. Ganz familiar wurde der Abend so einzigartig abgeschlossen.

Wir sagen Danke und wünschen den sympathischen Künstlern sowie ihren Familien nun ein schönes Weihnachtsfest und erholsame Tage, ehe es 2020 direkt bei den Künstlern mit Vollgas wieder beginnt.

Text und Bilder: Kevin Drewes

Voriger ArtikelNächster Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sechs − 2 =

DRAFI DEUTSCHER – Rückblick: In allen Äras der ZDF-Hitparade konstant erfolgreich 0

Drafi Deutscher im Wandel der Zeit

Einen smago!-Award für je einen Auftritt bei Dieter Thomas Heck, Viktor Worms und Uwe Hübner hat das Berliner Duo CORA erhalten. Wir haben überlegt – gab es da nicht weitere Namen, die beständig oft in Berlin zu Gast waren? Ein Name ist da sicherlich präsent: DRAFI DEUTSCHER war in allen drei Hitparaden-„Äras“ (Heck / Worms / Hübner) konstant erfolgreich – sei es als Sänger, sei es als Komponist.

1960er Jahre (genauer gesagt 1969) Drei Auftritte bei Dieter Thomas Heck

Schon im Oktober 1969 präsentierte Drafi bei der 7. Ausgabe der ZDF-Hitparade sein von Harry Topel geschriebenes Lied „Don Quichotte“ und konnte sich prompt auf Platz 4 platzieren. Kein Wunder – Drafi war schon seit Jahren ein etablierter Schlagerstar, seine Riesenhits „Shake Hands“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ u. a. standen für damals moderne deutsche Beatmusik.

Genau genommen markierte dieser Titel sogar einer der ersten zahlreichen Comeback Drafis, der ein unglaubliches „Stehaufmännchen“ war und dessen musikalischen Fähigkeiten ihn immer wieder an die Spitzen der Hitparaden führten – sei es als Sänger oder auch und vor allem als Komponist. Einen speziellen Fan hat Drafi gehabt. Als Thomas Gottschalk 1986 in der Sondersendung „Na sowas extra“ in einer TV-Show auf die 1960er Jahre zurückblickte, gab es fast keine deutschen Interpreten, die eingeladen wurden – außer eben Drafi Deutscher. Und an genau dieses „Don Quichotte“ erinnerte Gottschalk damals in seiner TV-Show (leider im YouTube-Clip nicht zu sehen, dafür aber der Spaß, den Thomas und Drafi damals hatten):

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

1970er Jahre: Ein Auftritt bei Dieter Thomas Heck

Als Sänger trat Drafi Deutscher in den 1970er Jahren recht weit in den Hintergrund, allerdings war er immerhin genau einmal in den 70ern in Berlin zu Gast – am 29. August 1970 präsentierte er seinen Schlager „So viel Glück müsste man haben“, eine Eigenkomposition, die von Textdichterlegende Fred Jay getextet wurde.

Untätig war Drafi in jenen Jahren weiß Gott nicht – er landete als Komponist Riesenhits. „3-mal dabei – bitte nicht wiederwählen!“ – hieß es etwa für Tina Rainford, die 1976/77 mit Drafis Nummer „Silver Bird“ große Erfolge feierte und mit Drafis „Charly Boy“ 1977 noch „einen draufsetzte“. Nicht weniger als fünf-mal schmetterte Bino 1978 den von Drafi komponierten Hit „Mama Leone“ in den Berliner Unionfilm Studios.

1980 bis 1984 (Heck-Ära) Riesenerfolge als Komponist und Comeback als Sänger

Wie gesagt, trat Drafi viele Jahre lang unter seinem Namen nicht als Sänger in Erscheinung. Auch 1983 versteckte er sich in englischer Sprache hinter dem Pseudonym „Masquerade“ und sang „Guardian Angel“. Wer genau hinhörte, erkannte aber, dass sich hinter der Maske Drafi Deutscher versteckte. Und als die deutsche Version „Jenseits von Eden“ ein gigantischer Nummer-Eins-Hit wurde und „Hit des Jahres“ der ZDF-Hitparade, kam auch Drafis Gesangskarriere wieder in Fahrt. Schon der Nino-Hit „Ich sterbe nicht noch mal“ ging übrigens auf Drafis Kappe.

Einen imposanten Erfolg hatte er mit dem Titel „Tief unter meiner Haut“, den er im Mai 1984 in Berlin präsentierte – und sich gleich wieder platziert hat. Bis heute ist der Song ein Evergreen, Sohn René hat dem Titel mit einer aktuellen Version neues Leben eingehaucht. Auch DAS dürfte es in der Geschichte der ZDF-Hitparade selten gegeben haben: Ein Interpret macht mehr als 13 Jahre als Sänger „Pause“ und knüpft nahtlos an alte Erfolge an…

1985 bis 1989 (Worms-Ära)

Als Sänger trat Drafi bei Viktor Worms 4-mal in Erscheinung. Sehr vielen anderen Schlagerstars ist das damals nicht gelungen – zumal Viktor ja die „tolle“ Idee hatte, englischsprachige Nummern in der ZDF-Hitparade einzuführen. Drafi hatte in diesen Jahren Superhits wie „Herz-an-Herz-Gefühl“ (1986), „Das elfte Gebot“ (1988) und „Über Grenzen geh’n“ (1989). Zusammen mit Demis Roussos sang er im Duett „Young Love“ (auf Englisch). Insbesondere die erstgenannten Songs zeigten, wie sehr sich Drafi immer dem Zeitgeist anpasste. Waren zunächst die Wurzeln klar in der gitarrenlastigen Beatmusik, haben nun Synthesizer im New-Wave-Sound die Oberhand in seinen Hits das Regiment übernommen.

Vier weitere Male war Drafi als „Mixed Emotions“ bei Viktor Worms zu Gast – zweimal mit „You Want Love“ und mit den Songs „Bring Back (Sha Na Na)“ und „Sweetheart, Darling, My Dear“. Auch das Duoprojekt passte zum Zeitgeist – Modern Talking hatten damals große Erfolge mit kommerziellen Melodien und einfachen englsichen Texten – das hat Drafi mit gutem handwerklichen Können und großem kompositorischen Geschick sehr gut für sich selber kultivieren können.

Zweimal interpretierte darüber hinaus Andreas Martin die deutsche Version des von Drafi komponierten Hits „You Want Love“ als „Du bist alles“.

1990 bis 2000 (Hübner-Ära)

5-mal als Solist und 4-mal im Duo als „New Mixed Emotions“ mit Andreas Martin trat Drafi Deutscher bei Uwe Hübner auf.

1992 sang er den Titel „Solang aus Liebe“, ein Hit aus dem Album „Wie Ebbe und Flut“, das Drafi zusammen mit Chris Evans schrieb – eine Hymne wie sie damals auch zum ESC gepasst hätte. Als Solist verabschiedete sich Drafi 1996/1997 aus der Hitparade. Nicht weniger als 4-mal(!) präsentierte er seinen religiös angehauchten Hit „Amen“ bei Uwe Hübner und schaffte es damit sogar bis auf Platz 1 – das einzige Mal, dass er mit einem Solotitel Spitzenreiter war.

Das Mixed-Emotions-Projekt mit Oliver Simon war tot, aber Drafi hat mit Andreas Martin eine erfolgreiche Neuauflage geschaffen. 1991 hieß es zunächst „Sensuality“ und dann gleich 3-mal „Lonely Lovers“. Mit letztgenanntem Titel schaffte es Drafi bei Uwe Hübner 1991 sogar auch  Platz 1 der ZDF-Hitparade – ihm ist also das Kunststück gelungen, mit einem deutschen Solo- und mit einem englischsprachigen Duo-Titel Spitzenreiter zu werden – auch das dürfte in der Hitparadengeschichte recht einmalig sein.

Gedenk-Events

Angesichts dieser unglaublichen Erfolge in ALLEN drei Epochen der ZDF-Hitparade ist es eigentlich eine große Überraschung, dass man sich nicht an Drafi zurück erinnert. Nachdem der smago!-Award lieber Lucas Cordalis und Achim Petry ausgezeichnet hat (, obwohl Wolfgang doch noch lebt!?), könnte es ja durchaus denkbar sein, dass Drafis Sohn René bei einer zweiten Ausgabe der ZDF-Jubiläumsgala mit dabei sein könnte? Wir würden es jedenfalls sehr begrüßen…

PS: Das Interview im Beitragsbild bildet die Original-Unterschrift Drafi Deutschers ab

ESC-Kompakt berichtet: 2020 kein Vorentscheid zum ESC 0

Bis heute (20. Januar 2020) hat der NDR nicht kommuniziert, wer Deutschland beim diesjährigen Eurovision Song Contest vertritt. Zugegeben hatten wir vermutet, dass angesichts der Nicht-Nennung eines Termins für den deutschen Vorentscheid vielleicht bei den Schlagerchampions Licht ins Dunkel gebracht werden würde, aber dem war bekanntlich nicht so.

Auch wenn Barbara Schöneberger im vergangenen Jahr auf sozialen Medien mitteilte, für den ESC zu drehen, scheint es diesmal zumindest keinen Vorentscheid zu geben. Das Portal ESC-kompakt findet dafür eine nüchterne einleuchtende Begründung. Die EBU-Deadline für das Einreichen eines Beitrags ist der 9. März 2020. Und das TV-Programm bis Ende Februar steht bereits fest.

Sofern die Vermutung von ESC-kompakt stimmt, wovon wir ausgehen, darf man gespannt sein, wen der NDR ausgesucht hat. Wenn man die „Kompetenz“ der letzten Jahre zugrunde legt, ist in der Tat mit irgendeinem Kandidaten der Casting-Resterampe der Privatsender zu rechnen – schade, früher war der ESC mal ein bedeutender Musik und nicht Trash-Wettbewerb… – aber NOCH bleibt ja ein Funke Resthoffnung.

Quelle: ESC-kompakt

Bild: NDR/EBU