STEPHAN SULKE veröffentlicht neue Version seines Liedes „Schöne Weihnachtszeit“ Kommentare deaktiviert fĂŒr STEPHAN SULKE veröffentlicht neue Version seines Liedes „Schöne Weihnachtszeit“

Sulke

2011 veröffentlichte Singer-Songwriter Stephan Sulke, der in den 1980er Jahren mit dem Lied „Uschi (mach‘ kein‘ Quatsch“) bundesweite BerĂŒhmtheit erlangte, den Titel „Schöne Weihnachtszeit“. Eine berĂŒhrende Ballade, begleitet von Klavier und synthetischen Streichern, in der Sulke sich nostalgisch an die schönen Seiten des Weihnachtsfestes erinnert. In der Bridge kommt der SĂ€nger zu dem Schluss, sinnloser Streit sei meist daran schuld, dass „liebende Menschen entzweit“ werden. In der Weihnachtszeit, so Sulke, werden Gier, Leid und Alltagssorgen kurzzeitig von „leichter Heiterkeit“ ĂŒberdeckt.

In der am heutigen 06.12.2019 erscheinenden Version wird der bestehenden Produktion ein die ZĂ€hlzeit 2 betonendes Schlagzeug hinzugefĂŒgt. Die ab der Bridge einsetzende Mundharmonika unterstĂŒtzt die herrschende melancholische Stimmung. Im zweiten Refrain kommen Keyboardsounds hinzu, wodurch das Arrangement kurzzeitig aufblĂŒht. Der Schluss des Songs ist dann wieder in getragener Stimmung gehalten.

Uns gefĂ€llt die neue Version durchaus – doch die ursprĂŒngliche, musikalisch ruhiger gehaltene Aufnahme strahlt mehr Besinnlichkeit aus. Wie auch immer, freuen wir uns ĂŒber die neue Produktion Stephan Sulkes und hoffen, ihn damit mal wieder im Fernsehen zu sehen!

Georg Fuchs

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VANESSA MAI: Ihre Abrechnung mit der Schlagerbranche hat es in sich: „Es wird vertuscht, die Presse wird erpresst“ 4

Bild von Schlagerprofis.de

VANESSA MAI: Bemerkenswertes Interview mit „Das Ding“

Ein wie wir finden sehr spannendes und entwaffnend ehrliches Interview gab VANESSA MAI dem SWR-Podcast „Das Ding“. In der Rubrik „Brust raus“ ging es u. a. um musikalische Grenzen und Klischees – okay, das ist bei VANESSA nichts wirklich Neues, und doch hat sie mal erfrischend „Tacheles“ geredet.

Ganz wohl hat sich VANESSA im SchlagergeschĂ€ft nie gefĂŒhlt, wobei sie, wie dem Clip zu entnehmen ist, nie davon getrĂ€umt hat, Schlagerstar zu werden – wichtig war es ihr, bekannt zu werden – und das ist nun mal mit Schlager gelungen – ursprĂŒnglich als SĂ€ngerin der Gruppe WOLKENFREI, deren Mitglieder – das gehört zur Wahrheit allerdings auch dazu – offensichtlich ausgebootet worden sind.

Auf dem Gipfel des Erfolgs schlich sich – den Eindruck darf man gewinnen – GrĂ¶ĂŸenwahn ein – entweder bei VANESSA oder ihrem Umfeld. Der kapitale Fehler war aus unserer Sicht, eine Arena-Tour anzukĂŒndigen – dafĂŒr war die Fanbase damals einfach nicht da. Der zweite Fehler war, statt die Reißleine zu ziehen und den Fehler zuzugeben,  etwas von einer „kreativen Phase“ erzĂ€hlt wurde. Ein Zitat aus dem „DAS DING“-Clip lĂ€sst in dem Zusammenhang aufhorchen:

„Wenn was schlecht lĂ€uft, wird das vertuscht und die Presse wird erpresst. Da darf nicht drĂŒber geschrieben werden“.

BezĂŒglich ihres Statements, dass die Presse erpresst wird, sollte VANESSA allerdings vielleicht auch auf ihr aktuelles Umfeld schauen: Ist ihr ganz aktuelles Promotion-Umfeld davon frei, unliebsame Medienpartner zu „erpressen“?

Kein gutes Haar lĂ€sst VANESSA MAI an vielen ihrer Schlagerkolleginnen und -kollegen, die in dem Spiel mitspielen. Denken wir an das Adventsfest, von dem es von der ARD bislang nach unserer Kenntnis genau ein Statement zur Ausstrahlungsmodus gibt, dass es nĂ€mlich „live“ gesendet worden sei.

Denken wir an (mindestens) eine Interpretin, die sonnenklar ungeimpft in einer großen Schlagerveranstaltung aufgetreten ist, bei der fĂŒr das Publikum 2G-Pflicht bestand. Denken wir an einen etablierten KĂŒnstler, der fĂŒr ein WeihnachtsKONZERT Musiker einfliegen lĂ€sst und das „Konzert“ bei besten Produktionsbedingungen Vollplayback spielt. Vor diesem Hintergrund ist dieses Zitat von VANESSA MAI schon spannend:

Man erwartet immer das Perfekte und das ist, wo ich sage, „Nein, das ist nicht das Leben!“. Ich finde das auch schade, dass viele im Schlager das auch vorleben.

Dass VANESSA MAI selbst in diesem Spiel einige Jahre lang sehr gut „mitgespielt“ hat, darf man dabei aber auch nicht vergessen. Und dass sie sich zumindest spĂŒrbar erst dann davon distanziert hat, als es offensichtlich „nicht mehr so lief“, sollte man auch nicht ĂŒbersehen. Trotzdem ist VANESSA ihren Äußerungen zufolge nun da angekommen, wo sie hinwollte.

Wir wĂŒrden das so zusammenfassen: Sie ist eine etablierte SĂ€ngerin mit Schlager-Background, die einerseits zwischen den StĂŒhlen sitzt (Rapper sehen sie als Schlagerstar und in der Schlagerszene gehört sie nicht mehr zur typischen Clique) – aber da sitzt sie gut. Sie wirkt bei vielen TV-Shows von Privatsendern mit, ist aber auch z. B. beim SWR als Showgast („Verstehen Sie Spaß?“) wie auch als Clipmoderatorin („MAI Way“) erfolgreich.

Musikalisch und in Medien breit aufgestellt

Auf der SOLL-Seite steht sicher, dass VANESSA in den Shows mit FLORIAN SILBEREISEN nicht mehr stattfindet und auch musikalisch in der Schlagerszene kaum wahrgenommen wird (wie sie selbst im Podcast kundtut, interessiert viele Portale vor allem, wenn mal der Rock hochrutscht, wĂ€hrend ĂŒber musikalische Erfolge und Projekte nicht berichtet werde).

Den Schuh ziehen wir uns ĂŒbrigens nicht an, weil wir z. B. ĂŒber den Erfolg ihrer Single mit SIDO berichtet haben und auch das neue Duett mit MIKE SINGER geschrieben haben, das ĂŒbrigens nicht bei VANESSA MAIs aktueller(?) Plattenfirma Sony Music erscheint – ob hier eine VerĂ€nderung ansteht, hat VANESSA allerdings bei „DAS DING“ nicht gesagt.

Die HABEN-Seite haben wir oben beschrieben – mit viel mehr Freiheiten ausgestattet, kann VANESSA MAI nun selber ihre Termine koordinieren und ihre „Features“ aussuchen und die Projekte angehen, auf die sie Lust hat.

Schlager-TĂŒr nun endgĂŒltig zu?

Man könnte meinen, dass VANESSA MAI mit ihren klaren Worten die Schlager-TĂŒr nun zugeschlagen hat, obwohl Events wie die „Schlagernacht des Jahres“ eigentlich genau fĂŒr sie gemacht sind, da kann sie ihre StĂ€rken ausspielen. Andrerseits muss man nur an NINO DE ANGELOs Statements der Vergangenheit denken und weiß, dass der Wind sich immer mal drehen kann. Aktuell finden wir gut, dass VANESSA einige deutliche Worte gefunden hat. 

Das sehenswerte Video kann HIER angesehen werden. 

Foto: © SWR/DRIVE beta

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MIREILLE MATHIEU: ARTE zeigt am 3.12. eine tolle Film-Dokumentation des „Spatzes von Avignon“ 0

Mathieu

MIREILLLE MATHIEU: Eine der erfolgreichsten französischen SÀngerinnen im Filmportrait

Eine der erfolgreichsten SĂ€ngerinnen Frankreichs, ein Star mit Weltruhm, ist zweifelsohne MIREILLE MATHIEU. Der französisch-deutsche Kultursender Arte strahlt nun ein filmisches Portrait von der beliebten SĂ€ngerin aus, das viele Schlagerfans interessieren wird, wobei MIREILLE MATHIEU nur in Deutschland als „SchlagersĂ€ngerin“ wahrgenommen wird, sie ist aber auch in LĂ€ndern wir Russland und China ĂŒberaus beliebt. Der „Spatz von Avignon“ sang im Duett mit Weltstars wie CHARLES AZNAVOUR, PLACIDO DOMINGO, PATRICK DUFFY und auch PETER ALEXANDER – eine fulminante Karriere – auf Augenhöhe mit der Legende EDITH PIAF.

Film-Portrait auf Arte

Der Sender Arte strahlt am 3. Dezember ab 22.20 Uhr einen Dokumentarfilm aus, der sicherlich sehenswert sein wird. Zu Wort kommen u. a. MIREILLE selbst, aber auch WeggefĂ€hrten wie CHRISTIAN BRUHN und RALPH SIEGEL – fĂŒr Freunde des gehobenen Schlagers wird der Film von JANA VON RAUTENBERG sicher sehr interessant werden… Die ausfĂŒhrliche Schlagerprofis-Biografie findet sich HIER.

3.12.2021, 22.20 Uhr auf Arte: „Mireille Mathieu – Singen, nur singen!“

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