Kolumne: DAS WORT ZUM SONNTAG – Folge 3: Konzertabsagen, Silbereisen-Quote und das große Nuscheln Kommentare deaktiviert für Kolumne: DAS WORT ZUM SONNTAG – Folge 3: Konzertabsagen, Silbereisen-Quote und das große Nuscheln

Immings Wort zum Sonntag

Auch die vergangene Woche bot wieder einige interessante Schlagerthemen, über die es sich zu reden lohnt:

Konzertabsage und Black-Friday-Rabatte: Werden so Ticketkäufer von Konzertkarten vergrault?

Keine Frage – in den letzten Jahrzehnten hat sich die Musikbranche radikal verändert. Physische Tonträger werden immer weniger verkauft (, wobei die Entwicklung im Schlagersegment noch nicht so eklatant ist wie bei anderen Genres,) – andrerseits füllen einige Schlagerinterpreten ganze Stadien oder Arenen – oder zumindest Stadthallen, Clubs und dergleichen.

Ein wichtiger Aspekt für den Kauf einer Konzertkarte ist sicher das Vertrauen darin, dass das Konzert auch wirklich stattfindet und der Preis fair ist. Natürlich ist es immer schwer, die Resonanz der zu erwartenden Besucher abzusehen. Da kann es schon einmal passieren, dass man sich verkalkuliert. An dieser Stelle muss man STEFAN MROSS und seinen Veranstalter loben: Hier wurde ehrlich kommuniziert, dass offensichtlich die KöPi-Arena eine zu große Hausnummer war – vielleicht auch angesichts diverser Alternativen im Ruhrgebiet. Ein dickes Lob an dieser Stelle auch an SOTIRIA: Die spielte in nur kleinen Clubs und hat dennoch tolle Fotos gepostet, auch wenn das Publikum wirklich überschaubar war. Die Sängerin hat die Tour dennoch fair absolviert und teils süffisante Kommentare charmant beantwortet – klasse, so etwas baut Vertrauen auf.

Auf der anderen Seite kann man nur mit dem Kopf schütteln, wenn man sieht, wie andere Künstler ihre Konzerte absagen. VANESSA MAI hat hier mit ihrer fast schon legendär zu nennenden „kreativen Phase“ sicher den Vogel abgeschossen. DIETER BOHLENs Konzertabsage wurde medial nicht ganz so hoch gehangen, obwohl auch bei ihm natürlich ein Witz ist, dass er einersets großen Stress hat, andrerseits die gut gebuchten Konzerte u. a. in Oberhausen sehr wohl spielen kann. Unserer Meinung nach wirklich ärgerlich ist, wenn gerade mal fünf Konzerte aus angeblich familiären Gründen verschoben werden, wie das SASHA getan hat. Meine Meinung: Auch wenn es viele „schmerzfreie“ Fans gibt, wird so etwas oft auch übelgenommen – das Beispiel Vanessa Mai zeigt, dass so ein Schuss gewaltig nach hinten losgehen kann, auch wenn wir das natürlich niemandem wünschen.

Ein weiteres Kuriosum ist die immer mehr um sich greifende Rabattierung von Tickets, wenn es vielleicht nicht wie gewünscht läfut, wie es aktuell bei ANDREA BERG passiert: Der Anbieter Eventim bietet aktuell laut Werbung bis zu 50 Prozent Rabatt auf die Eintrittskarten. Da fragt man sich: Fühlen sich die Fans nicht verarscht, wenn sie treu und brav zu Vorverkaufstart den teuren Preis bezahlt haben? Ist diese Aktion vielleicht ein verzweifelter Versuch, die teilweise bei weitem nicht ausverkauften Hallen zu befüllen? War der Wechsel von Semmel zu Leutgeb vielleicht doch nicht so klug? –  Auch hier wird meiner Meinung nach Vertrauen verspielt, was angesichts eines inzwischen riesigen Marktes sehr problematisch sein könnte. Motto: Dann kaufe ich die Tickets eben erst an der Abendkasse. Da weiß ich, dass das Konzert stattfindet und ich nicht mit komischen Rabatten verarscht werde – oder ich warte darauf, dass mein Ticket plötzlich nur noch halb so viel kostet…

Unterschiedliche Interpretationen der Quote der „Schlager des Jahres“

Nachdem wir hier und da Lobeshymnen zur Einschaltquote der „Schlager des Jahres“ gelesen haben, haben wir kurzerhand einfach mal die nackten Zahlen untersucht, die wir HIER veröffentlicht haben. Zu unserer Verwunderung haben wir bei einem anderen Schlagerportal fünf Tage nach der Show(!), aber nur wenige Stunden nach UNSERER Analyse(!) plötzlich weitere Kommentare gefunden, wie gut doch die Quote gewesen sei. Freut uns, wenn unsere Berichterstattung anscheinend für Reaktionen sorgt. Und dennoch bleiben wir dabei, dass ein Bernhard Brink Quoten auf dem gleichen Niveau holen konnte, was nicht gegen einen der Moderatoren Brink oder Silbereisen, sondern genau genommen ja ein Lob für beide ist. Wenn man aber ca. 600.000 Zuschauer im MDR-Sendegebiet für einen großen Erfolg „verkauft“, gehört zur Wahrheit auch ein Vergleich mit den anderen MDR-Quoten des Abends – lassen wir die Zahlen einfach mal unkommentiert für sich sprechen:

Bild von Schlagerprofis.de

(Quelle: MDR)

Ist „das große Nuscheln“ im Schlager- und Popsegment ausgebrochen?

Matze Knoop – was hast Du bloß getan?! – Denn als „Richie“ mit dem Song „Supa Richie“ hat er die „Eyyyyyy, lachisch oda was?“-Ära eingeleutet … Okay, auch Lindenberg und Grönemeyer bedienen sich oft des Nuschel-Stils. Inzwischen wird es als „moderne Stimme“ kommuniziert, wenn man wie Oerding / Forster oder Bourani klingt und Silben verschluckt. Besonders ‚moderne‘ Patienten schaffen noch die hypermoderne „Isch Disch Misch“-Färbung. Lombardi ist z.B. ein Meister des Ischdischmisch-Genres …

Leider gibt es einen weiteren Vertreter dieser Liste. GIL OFARIM versucht offensichtlich auch, auf dieser Welle mitzuschwimmen – oder er hat ein Aussprache-Problem. Sämtliche T-Laute singt er wie „tz“, und „tz“-Laute hingegen mit weichem „s“…. . Dann werden Textzeilen im Wortlaut wie folgt verstümmelt: „Ein Zeil von mir hört niemal sauf schu leben wer wiewan“ (Mundlaut geschrieben)….. Ist das jetzt modern?

Bei einer Veranstaltung am vergangenen Donnerstag, über die wir noch berichten werden, referierte der „Sprachpapst“ BASTIAN SICK über Interpreten, die die deutsche Sprache besonders gut aussprechen – das sind erstaunlicherweise ein Österreicher und eine Französin: UDO JÜRGENS und MIREILLE MATHIEU seien demzufloge als leuchtende Positivbeispiele zu nennen, dass es auch anders geht.

Heute Abend: Das Adventsfest der 100.000 Lichter

Es gibt aber auch wirklich lieb gewonnene schöne Traditionen wie das Adventsfest der 100.000 Lichter. Wir freuen uns darauf – denn genau dieses Fest kommt der ursprünglichen Idee der „Feste“-Reihe noch am meisten entgegen – ohne wilde Pyrotechnik, ohne artistische Tanzeinlagen, dafür mit voller Konzentration auf die Musik und traditionelle Lagerfeuer-Unterhaltung. Dass auch diesmal wieder die dabei sind, die gefühlt „immer“ dabei sind, damit muss man wohl leben – immerhin sind auch einige Gäste dabei, die nicht zum Standard gehören. Ob das von den Kollegen von Schlagerfieber orakelte Duett Robbie Williams‘ mit Helene Fischer dort auch zu erleben sein wird? Lassen wir uns überraschen. Immerhin war der Artikel gut genug, dass er hier und da „abgeschrieben“ bzw. umformuliert wurde….

 

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PETER MAFFAY singt Titelsong des 25. RTL-Spendenmarathons 0

Bild von Schlagerprofis.de

25 Jahre RTL  „Wir helfen Kindern“ – PETER MAFFAY singt Titelsong

Gemeinsam mit MICHAEL PATRICK KELLY schrieb PETER MAFFAY das Lied „Hoffnung“, das als Titelsong der längsten Chartiy-Sendung fungiert, die je im deutschen Fernsehen produziert wurde.  Das Lied wird ab dem 6. November erhältlich sein.

Offizielle Information von RTL

„Hoffnung“: Peter Maffay und der afrikanische Ndlovu Youth Choir liefern den Titelsong für den 25. RTL-Spendenmarathon!

Geschrieben wurde das Lied von Peter Maffay und Michael Patrick Kelly

Köln, 28.10.20: Zum Jubiläum des RTL-Spendenmarathon haben sich gleich zwei Ausnahme-Musiker zusammengetan und extra einen Song für die längste Charity-Sendung im deutschen Fernsehen produziert. Mit „Hoffnung“ haben Peter Maffay und Michael Patrick Kelly zudem durch die Begleitung des afrikanischen Ndlovu Youth Choirs eine gefühlvolle, intensive und gleichzeitig Weltoffenheit transportierende Ballade geschaffen. „Mit Musik Kindern, über alle Grenzen hinweg, zu helfen, ist das Schönste und Sinnvollste, was ein Künstler tun kann. Danke den Initiatoren und allen Akteuren“, so Peter Maffay. Michael Patrick Kelly, der das Lied co-komponiert hat, ergänzt: „Es hat großen Spaß gemacht diesen Song mit Peter Maffay zu schreiben und zu produzieren. Diese ‘Hymne’ soll möglichst vielen bedürftigen Kinder helfen und allen Menschen in der aktuellen Zeit ‘Hoffnung’ bringen.”

Ab dem 1. November wird Peter Maffay feat. Ndlovu Youth Choirs „Hoffnung“ die Trailer-Kampagne zum RTL-Spendenmarathon, sowie auch am 19. und 20. November 2020 den gesamten RTL-Spendenmarathon musikalisch untermalen. In den Vorjahren lieferten u.a. Sarah Connor, Helene Fischer, Montserrat Caballé oder Sasha den Kampagnensong für den RTL-Spendenmarathon.

„,Hoffnung‘ von Peter Maffay ist nicht nur die perfekte Hymne für unser Jubiläum der Hilfe, für 25 Jahre RTL-Spendenmarathon. Es ist auch das perfekte Lied für ein ganz besonderes Jahr. Ein Jahr, in dem wir alle näher zusammenrücken und mehr aufeinander achten sollten. Ein Jahr, in dem jeder einzelne von uns Hoffnung gebrauchen kann. Peter gibt uns mit diesem Lied Hoffnung und dafür danke ich ihm und seinem kongenialen und einfühlsamen Producer, unserem langjährigen Freund der Hilfe, Michael Patrick Kelly, ganz persönlich und im Namen von einem Vierteljahrhundert RTL-Spendenmarathon“, so Wolfram Kons, RTL-Charity-Chef und Moderator der 24-Stunden-Charity-Sendung.

Peter Maffay feat. Ndlovu Youth Choirs „Hoffnung“ ist ab dem 6. November im Handel und auf allen gängigen Musikplatformen erhältlich.

Gute Musik hören und dabei bedürftigen Kindern nachhaltig helfen! Zudem ist der Song auch auf den „RTL HITS 2020 – Unsere größten Hits des Jahres“ (ab dem 13. November 2020 erhältlich). Das Besondere der diesjährigen Compilation: Ein dritte CD widmet sich ganz dem Motto: „25 Jahre RTL-Spendenmarathon – die besten Hits aus einem Vierteljahrhundert!“ Mit dabei u.a. Pharrell Williams “Happy”, No Angels “Daylight in your eyes” oder Faithless “Insomnia”. Pro verkaufter Compilation gehen 2,50 Euro direkt an „RTL – Wir helfen Kindern.”

Weitere Infos:
www.rtlspendenmarathon.de
https://www.facebook.com/RTLWirHelfenKindern/
https://www.instagram.com/rtlwirhelfenkindern

Der 25. RTL-Spendenmarathon am 19./20. November 2020
Ein Vierteljahrhundert und damit ein echtes Stück Fernsehgeschichte: zum 25. Mal startet Wolfram Kons am 19. November 2020 live um 18.00 Uhr den RTL-Spendenmarathon. Die längste Charity-Sendung im deutschen Fernsehen ist der jährliche Höhepunkt und die wichtigste Spendenaktion von „RTL – Wir helfen Kindern“. Für einen Tag stellt RTL sein Programm um, damit über 24 Stunden für Not leidende Kinder gesammelt werden kann. Einmal pro Stunde wird live aus dem Spendenstudio gesendet: Von dort ruft Wolfram Kons die Zuschauer auf zu helfen, begrüßt Prominente an den Spendentelefonen im Vodafone-Callcenter und befragt die Paten zu ihren bewegenden Erfahrungen bei ihrem Besuchen in den Hilfsprojekten.

„RTL – Wir helfen Kindern“: Mehr als 182 Millionen Euro seit 1996
Seit 1996 engagiert sich RTL für Not leidende Kinder in Deutschland und der ganzen Welt. In zahlreichen Aktionen wird das ganze Jahr gesammelt. Sämtliche Kosten für Personal, Produktion und Verwaltung, die rund um die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ entstehen, trägt im Wesentlichen die Mediengruppe RTL Deutschland. Auch die erwirtschafteten Zinsen, dienen zur Deckung der bei der Stiftung anfallenden Verwaltungskosten. So kann die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“ garantieren, dass jeder Cent der Spendengelder ohne Abzug bei den Kinderhilfsprojekten ankommt. Dafür stehen „RTL – Wir helfen Kindern“ und der RTL-Spendenmarathon seit 1996. Jedes Jahr wird die Stiftung durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) geprüft und erhält Jahr für Jahr das begehrte DZI-Spendensiegel. In den vergangenen Jahren konnten so mehr als 182 Millionen Euro gesammelt werden. „RTL – Wir helfen Kindern“ förderte damit hunderte Kinderhilfsprojekte. Zehntausenden Kindern in Deutschland und aller Welt konnte so nachhaltig geholfen werden.

Infos und Spendenmöglichkeiten unter www.rtlwirhelfenkindern.de

Spendenkonto:
Empfänger: Stiftung RTL
Konto: DE55 370 605 905 605 605 605
Bank: Sparda-Bank West
BIC: GENODED1SPK

Oder online unter www.rtlwirhelfenkindern.de

Quelle: RTL
Foto: Jennifer Többen Photography © Red Rooster Musikproduktion GmbH

 

 

 

SOTIRIA: Ihr neues Album ist ab Freitag vorbestellbar 0

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Vom Mädchen zur Frau in wenigen Monaten?

Vor gut zwei Jahren erschien SOTIRIAs bemerkenswertes Album „Hallo Leben„, das es bis auf Platz 6 in die deutschen Albumcharts geschafft hat. Unverkennbar wirkte DER GRAF von UNHEILIG an den Songs mit. Danach erfand sich die Berlinerin öfter mal neu – sie coverte JULIANE WERDING („Nacht voll Schatten“) und ICH & ICH („Vom selben Stern“) und sang – von vielen Kritikern hoch gelobt – ihre letzte Single „Ich bin nur ein Mädchen“.

Tolles CD-Cover

Das CD-Cover des Nachfolgealbums von „Hallo Leben“ lässt aufhorchen – da ist nichts mehr von „nur ein Mädchen“ zu erkennen, sondern eine erwachsene attrakive Frau abgebildet. (Auf Instagram verrät SOTIRIA, dass das Foto von BEN WOLF geschossen wurde. (Design: @simonfrancisoles, Hair&MakeUp: @tricialehanne – Ehre, wem Ehre gebührt…)).

Nicht der Song von BEATRICE EGLI

Mit „Mein Herz“ ist nicht der gleichnamige Song von BEATRICE EGLI gemeint. Vielmehr liegen SOTIRIA laut ihrer Aussage die neuen Songs sehr am Herzen. Vorbestellbar soll die neue CD ab dem 30. Oktober sein…