FLORIAN SILBEREISEN: Bundesweite Quote der „Schlager des Jahres“ ernĂźchternd.. 3

1 Die Schlager des Jahres 2019

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Seit vielen Jahren stehen die Sendungen Florian Silbereisens in der Kritik, dass sie die ewig gleiche Gästeliste aufweisen. Die Sendung „Schlager des Jahres“ vom vergangenen Freitag ist hier so etwas wie ein Paradebeispiel, weil in der Sendung nicht nur sehr viele Stars des im gleichen Monat gesendeten „Schlagerboooms“ mit dabei waren, sondern die auch noch die gleichen Lieder sangen, wie ein Blick in die Gästeliste der Show zeigt:

– Andrea Berg („Hallo Houston“, Hit-Medley)
– Matthias Reim („Tattoo“)
– Kerstin Ott („Wegen dir (schlafe ich keine Nacht)“)
– Marianne Rosenberg („Mr. 100 %“)
– Thomas Anders (Duett „Sie hat es wieder getan“)
– Julian Reim („Grau“)
– Giovanni Zarrella
– Santiano
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– Ute Freudenberg
– Andy Borg
– Beatrice Egli
– Fantasy
– Ben Zucker
– Semino Rossi
– Hansi Hinterseer
– Oonagh
– Uta Bresan
– Frank SchĂśbel
– Ross Antony

Immer wieder wird eine Begrßndung genannt, die auch schlßssig klingt: Das sind nun mal die Stars, die die Leute sehen wollen. Man mÜchte ins heimische Wohnzimmer nicht immer neue und andere Gäste einladen.

Auch Bernhard Brink hat in seiner Zeit als Moderator der „Schlager des Jahres“ Top-Stars der Szene eingeladen. ABER: Es waren auch Sänger zu Gast, die eben NICHT ständig in den Samstagabendshows dabei sind wie (im Jahr 2014) G. G. Anderson, die MĂźnchener Freiheit, Nicole, Linda Hesse, Gilbert und Alexander Klaws. (Daneben waren durchaus Publikumsmagneten wie Andrea Berg, Matthias Reim, Ross Antony und Beatrice Egli dabei, also Namen, die auch 2019 im Rennen waren).

Interessant ist nun ein Vergleich der Einschaltquoten:

2014 holte die von Bernhard Brink nur im MDR ausgestrahlte Show eine bundesweite Einschaltquote von knapp 1,9 Mio. Zuschauern bei einem Marktanteil von 5,8 %. Im MDR-Sendegebiet lag der Marktanteil gar bei 14,6 % (630.000 Zuschauer).

2019 hieß der Moderator Florian Silbereisen. Bundesweit sahen gut 1,5 Mio. Zuschauer zu – also über 300.000 Zuschauer weniger als 2014, was einem Marktanteil von 5,4 Prozent (minus 0,4 Prozent) entspricht. Im MDR-Sendegebiet war Florians Marktanteil mit 15,7 % allerdings noch besser als der von Brink – die absolute Zuschauerzahl (584.000) ist zwar gut, aber nicht so gut wie die von Brink.

Wenn man sich die Quotenentwicklung der letzten fünf Jahre zu Gemüte führt, muss man vorsichtig sein, nicht Äpfel mit Birnen zu verwechseln, denn: in den Jahren 2017 und 2018 übertrugen mehrere Dritte Programme die Schlager des Jahres parallel – neben dem MDR. Dennoch finden wir neben dem Vergleich der Zahlen im Sendegebiet des MDR gerade die bundesweiten Quoten interessant, weil Florian Silbereisen mit seinen Schlagershows ja nicht nur regional im MDR die Zuseher anspricht und es – vielleicht abgesehen von Frank Schöbel – eigentlich kein Lokalkolorit in der Sendung gibt. Daher hier einmal die bundesweiten Quoten der letzten fünf Jahre (MA=Marktanteil):

2014: 1,882 Mio. / 5,8 % MA (MDR)
2015: 1,570 Mio. / 5,3 % MA (MDR)
2016: 1,904 Mio. / 6,7 % MA (MDR & HR) (1,338 + 0,566 Mio.; 4,7 + 2 % MA)
2017: 2,684 Mio. / 8,9 % MA (MDR, NDR, rbb, HR) (1,015 + 0,876 + 0,369 + 0,424 Mio.)
2018: 1,998 Mio. / 6,8 % MA (MDR & HR) (1,556 + 0,442 Mio.; 5,3 + 1,5 % MA)
2019: 1,544 Mio. / 5,4 % MA (MDR)

Mit anderen Worten bewegt sich die Quote der „Schlager des Jahres“ in etwa auf dem Niveau der letzten von Bernhard Brink moderierten Show. Der Vergleich ist erstmals auch „fair“, weil Brinks Sendung in Erstausstrahlung(!) nur beim MDR lief und wir die Erstausstrahlungsdaten miteinander vergleichen.

Florian hatte in seinen ersten drei Shows zwar deutlich mehr bundesweite Zuseher, allerdings wurde die Erstausstrahlung auch auf mehreren Sendern übertragen – in diesem Jahr ist das anders.

Man kĂśnnte jetzt reißerisch sagen, dass Florian Silbereisen seit 2017 Ăźber 1 Mio. Zuschauer verloren hat (, was ja faktisch sogar stimmt). Das wollen wir gar nicht, weil damals ja auch vier TV-Sender die Erstausstrahlung Ăźbertragen haben und das dann der Vergleich von Äpfeln mit Birnen wäre. Angesichts eines deutlichen Publikumsschwunds von einer „Quoten-Siegerstraße“ zu reden, finden wir angesichts der von uns exklusiv ermittelten Zahlen aber auch nicht den richtigen Weg.

Aus unserer Sicht macht es Sinn, folgenden Schluss zu ziehen: Die „Schlager des Jahres“ ist eine traditionell etablierte TV-Show, dessen Einschaltquote nicht zwingend mit den Stars und dem Moderator verknüpft ist, sondern mit einer guten Mischung. Vorsichtig gesagt, hat der Umzug von Suhl nach Leipzig nicht zu einer Verbesserung der Einschaltquote geführt. Aber – anders als andere Formate ist das „Schlager des Jahres“ seit Jahrzehnten erfolgreich – wir freuen uns schon auf die Ausgabe 2020.

Foto Š MDR/JßrgensTV/Beckmann
Quelle Einschaltquoten: AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/VideoScope/media control GmbH

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3 Kommentare

  1. Endlich werden mal konkrete Zahlen dazu verĂśffentlicht. Der Artikel ist kritisch, aber nicht beleidigend oder herabwĂźrdigend geschrieben – finde ich fair!

    Was aber an Lächerlichkeit nicht zu ßberbieten ist:
    Kaum bringen die Schlagerprofis den Artikel mit den Fakten, schreibt bei smago.de ‚Apostolische Nuntius‘ des (O-Ton Tischler) „Unterhaltungspapstes“ Michael JĂźrgens, dass doch die Silbereisen-Shows „Hervorragende“ Quoten einfahren.
    „Hervorragend“? Im Vergleich zum Nachtprogramm von KiKa mag das stimmen, alles andere kann nur ein Zeugnis davon sein, dass smago.de eine vĂśllig gestĂśrte Wahrnehmung hat.

    Ein Blick in die aktuellen Marktanteile des MDR helfen sicherlich: https://www.mdr.de/tv/quoten/index.html

    Dort sieht man schnell, dass der gesamte Sendeblock ab 10.30 bis 14.00 Uhr deutlich mehr als 10% Marktanteile einfährt. Einige Sendungen ‚peaken‘ sogar deutlich Ăźber 600.000 Zuschauer. Was immer da bei smago geraucht wird, ich will da was von haben! 😉

    PS: Ich arbeite sehr ‚dicht‘ an der Quelle – mir muss man nichts erzählen 😉

    1. In der Tat mussten auch wir schmunzeln, dass fĂźnf Tage(!) nach Ausstrahlung der Show, dafĂźr nur wenige Stunden nach VÖ unseres Artikels plĂśtzlich angeblich die Quoten nach oben korrigiert wurden – die Kernaussage des Artikels, die ja mit Zahlen belegt ist, bleibt aber erhalten. – Zu Artikeln auf anderen Portalen wollen wir uns nicht äußern, da hat jeder seine eigene Herangehensweise…

ANDY BORG in allen drei Dezember-Shows von FLORIAN SILBEREISEN dabei 2

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ANDY BORG: Dauergast bei FLORIAN SILBEREISEN

Der Unterhaltungschef der ARD, PETER DRECKMANN, hat in einem Interview mit dem Portal smago! u. a. gesagt, dass er die Gästelisten der Shows von FLORIAN SILBEREISEN fĂźr „ausgewogen“ halte. Immer wieder beeindruckend zu sehen, was damit gemeint ist: ANDY BORG ist z. B. gleich bei allen drei SILBEREISEN-Shows, die „am Fließband“ in Suhl produziert worden sind, mit dabei.

Adventsfest der 100.000 Lichter: „Weihnachten steht vor der TĂźr“

Ein in Ostdeutschland beliebtes Lied trägt ANDY BORG vor: „Weihnachten steht vor der TĂźr“, das im Vorjahr schon bei der eher gefloppten Sendung „Wir freuen uns auf Weihnachten“ eine Rolle spielte. Anscheinend mag ANDY das Lied, es ist auch ein eingängiger Ohrwurm, der gut zum Adventsfest passt. Schon im Vorjahr sang ANDY den Titel auch beim Adventsfest.

Das große Adventsfestsingen

Auch beim „Adventsfestsingen“, der ominĂśsen Show, die am vergangenen (Toten-)Sonntag aufgezeichnet worden sein soll, darf ANDY BORG nicht fehlen. HIER ist noch immer zu lesen, dass Suhl „seit Wochen fĂźr das Adventsfestsingen probt“ – manchmal fragt man sich, fĂźr wie blĂśd der MDR seine eigenen Zuschauerinnen und Zuschauer hält. In Pandemie-Zeiten sind uns jedenfalls keine ausfĂźhrlichen Gesangsproben bekannt. Dennoch soll das „große Adventsfestsingen“ aufgezeichnet worden sein.

Der Riesen-Quotenerfolg der Weihnachtssendung von STEFANIE HERTEL wurde einem Medienbericht zufolge in dem Zusammenhang dann einfach mal wegrasiert… – vermutlich im Sinne einer „Ausgewogenheit“ (wir haben bereits HIER darĂźber berichtet). 

Schlager des Jahres 2021

Auch die „Schlager des Jahres 2021“ wurden in Suhl aufgezeichnet. Aus einer großen Show mit Gästen hat man eine bessere Clipshow gemach. – Wenigstens ANDY BORG ist dabei, am 30.12.2021 wird die Sendung vom MDR ausgestrahlt. 

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MATTHIAS REIM & CHRISTIN STARK: Zu Gast beim Adventsfest von FLORIAN SILBEREISEN mit „Last Christmas“ 0

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MATTHIAS REIM & CHRISTIN STARK singen „Last Christmas“

Fast genau zehn Jahre ist es her, dass MATTHIAS REIM seine „offizielle“, wie FLORIAN SILBEREISEN damals betonte, Version von „Last Christmas“ beim Adventsfest 2011 gesungen hat. Und auch in diesem Jahr gibt es „Letzte Weihnacht“ zu hĂśren und sehen – diesmal singt „MATZE“ den Song mit seiner Frau CHRISTIN STARK im Duett.

Eine offizielle Single von der Aufnahme wird es davon wohl – so vermuten wir – nicht geben, weil CHRISTIN ja nicht mehr bei der gleichen Plattenfirma ist wie MATTHIAS. Umso mehr werden sich die Fans freuen, wenn die beiden den Riesenhit von WHAM! in ihrer Interpretation singen werden – vielleicht gemĂźtlich zu Hause sitzend, weil auch diese Aufnahme -anders als von der ARD kommuniziert – bereits „im Kasten“ ist…

Vierter Auftritt in diesem Jahr

MATTHIAS REIM war damit in diesem Jahr in vier Feste-Shows von FLORIAN SILBEREISEN dabei:

  • Schlagerchampions
  • Schlagerchallenge
  • Schlagerbooom (mit CHRISTIN STARK)
  • Adventsfest der 100.000 Lichter (mit CHRISTIN STARK)
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