SCHANDMAUL liefern Geschichtsstunde der anderen Art – bei bester Stimmung! 1

Am vergangenen Freitag haben wir uns nach VERSENGOLD erneut in andere Gefilde bewegt und die „Artus“-Tournee von SCHANDMAUL in Bremen besucht. Das ursprünglich im Schlachthof geplante Event wurde hochverlegt – in die Aladin Music-Hall, welche sehr gut gefüllt war.

Als Vorband traten die Freibeuter VROUDENSPIL auf, welche mit ihren Liedern rund um „Plankentango“ sowie Püppchen“ den perfekten Einstieg lieferten. Schon jetzt wurde eifrig gefeiert. Genau wie SCHANDMAUL nutzen sie etliche verschiedene Instrumente, Hut ab für diese starken Live-Auftritt!

 

Den Auftakt von SCHANDMAUL machte dann „Der Meisterdieb„, gefolgt von „Herren der Winde„. Beide Titel sind vom aktuellen Album und schon früh gingen die Hände in die Luft.

 

Es folgte „Hexeneinmaleins“ aus dem Album „Traumtänzer“ aus dem Jahre 2011. Das Publikum erwies sich hier als sehr textsicher, das Zusammenspiel der vielen Instrumente ist genial.

Anschließend ging es „Auf und Davon“ weiter zum „Geisterschiff„, ehe Frontsänger Thomas großes Comedy-Talent zeigte. So ging es um das Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse„, die soviele Matratzen in ihr Bettchen bekam und dann  am nächsten Tag dennoch „Rücken hatte“. Noch besser war auch das „auf die Schippe nehmen“ vom Froschkönig. Das Einzige, was dieser sich bekanntlich wünschte, war mit ihr zu essen und in ihrem Bettchen zu schlafen. Ja, ne ist klar… So schrieb die Band das Märchen direkt im gleichnamigen Lied mal um. Ein Meisterwerk!

Genau wie Versengold positionieren sich auch Schandmaul klar gegen Rechts, wie das folgende Lied „Bunt und nicht braun“ eindrucksvoll bewies.  Spätestens jetzt wurde ausgelassen getanzt, abgerockt und lautstark mitgesungen.

 

Dann war es erneut an der Zeit, etwas zum Lachen zu erzählen. Oma sagt „Früher war alles besser. Da gab es das Taschengeld noch als Groschen und man kaufte sich Schallplatten. Ja, damals hatten wir nur Stereo„, berichtete er humorvoll. Es folgte das passende Lied „Vagabunden„.

Weiter ging es mit der Ballade„Euch zum Geleit“, bei dem sich Thomas an das Keyboard setzte, ebenfalls eine starke Nummer! Das bunte Programm bot allerlei Abwechslung. So auch bei nächstem Song „Der Kapitän“ – ein Titel, der in Bremen besonders gut passte! So wurde eingeharkt und fleißig geschunkelt beim Seemannslied.

Die Stimmung kochte nach „Tanz auf den Gebeinen“ endgültig über, denn es folgte „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“. Der lautstarke Chor „Na und, na und“ hallte durch die Kult-Location in Hemelingen. Zeit für ein Singspiel, welches schon fast Tradition auf dem legendären Wacken-Festival hat. Die Tanzschritte wurden eingeübt, anschließend die Stimmgewalt des Publikums getestet.

Es folgt ein Klassiker, „Drachentöter“ vom Album „Pech & Schwefel“ (2004), sowie „Narrenkönig“, ehe das vorab gewünschte Lied „Vogelfrei“ folgte. Der Titel schien ebenso beliebt bei den Fans wie auch „Walpurgisnacht“, welcher anschließend die sehr lauten Zugabe-Rufe einleitete. Keine Frage – da ging noch was!

Diese sollten sie auch bekommen. Nach „Die Tafelrunde“ sowie „Der Gral“ folgte ein absolutes Highlight. Begleitet von einem riesigen Lichtermeer des Publikums stiegen Martin Duckstein und Thomas Lindner auf die Balkonzaun-ähnlichen Wellenbrecher. Die Fans bildeten dazu einen einmaligen Chor. Es schien, als könne jeder in der Aladin Musichall den Titel mitsingen. Der Titel stammt vom allerersten Album „Wahre Helden“. Dann hieß es „Auf ein Wiedersehen“ um 23.30 Uhr! Der perfekte Abschluss eines rundum gelungenen Abends mit sensationeller Stimmung! Laut, friedlich und ausgelassen wurde über 3,5 Stunden alles gegeben! Hut ab an SCHANDMAUL und deren bestens aufgelegte Fans!

Bericht und Fotos: Kevin Drewes

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1 Kommentar

  1. Den Auftakt von SCHANDMAUL machte dann „Der Meisterdieb„, gefolgt von „Herren der Winde„. Beide Titel sind vom aktuellen Album … ist so nicht ganz richtig, „Herren der Winde ist ein klassiker von Schandmaul und ist vom 2ten Schandmaul-Album „von Spitzbuben und anderen Halunken“ (2001 – F.A.M.E.) Der Zugabenblock besteht eigentlich aus der Artus Triologie „Die Tafelrunde“, „Der Gral“ und „Die Insel“, das Highlight welches danach folgte sollte man auch benennen der Klassiker heißt „Dein Anblick“ in aller Regel folgt danach noch die Frage aller Fragen „Willst Du?“ Erst dann kommt der Rauswerfer „Es war sehr schön mit Euch“

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VINCENT GROSS unterschreibt bei TELAMO – neue Single und Album angekündigt 0

Nachdem der sympathische Künstler kürzlich seine Trennung von SONY bekannt gab, ist es seit heute offiziell – Vincent Gross wechselt zu TELAMO. Dazu gratulieren wir herzlich! Das Münchener Label kümmert sich exzellent um seine Künstler – insbesondere die Centerpromotion ist immer ein sehr kluger Schachzug. Nachdem Vincent unserem rasenden Reporter Kevin schon im Interview exklusiv verriet, wann die neue Single und das neue Album kommen, ist auch dies nun ebenfalls offiziell verkündet worden.

Hier noch die offizielle Meldung von TELAMO:

„Vincent Gross und die TELAMO Musik & Unterhaltung GmbH haben eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. 2020 wird der Schweizer Schlagerstar sein neues Studio-Album beim Münchner Label veröffentlichen.

Der 23-jährige Basler arbeitet intensiv gemeinsam mit seinem Kreativteam mit Oliver Lukas, Frederik Boström, Christian Böhmkes, Felix Gauder und weiteren an Songs für sein drittes Studioalbum. Bereits am 31. Januar wird die erste Single „Über uns die Sonne“ und am 24. Juli 2020 sein neues Album „Hautnah“ bei TELAMO erscheinen.

Vincent Gross: „Mit TELAMO habe ich einen Partner gefunden, der die Leidenschaft zur Musik und zum Schlager mit mir teilt. Es fühlt sich gut an und ist so wie ich eigentlich immer dachte, dass es sein sollte.“

Ken Otremba, TELAMO-Geschäftsführer: „Vincent ist einer der vielversprechendsten und erfolgreichsten jungen Sänger im Popschlager-Segment, der mit zwei Solotourneen, zahlreichen Live-Auftritten und zwei veröffentlichten Studioalben bereits seine besondere Qualität bewiesen hat.


Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Ausnahme-Künstler für uns gewinnen konnten.“

Kevin Drewes

GLÜXKINDER liefern mit neuem Song „Ich bin so wie ich bin“ tolle und aktuelle Message 0

Am vergangenen Freitag brachte das Pop-Duo GLÜXKINDER ihre neue Single „Ich bin so wie ich bin“ heraus. Die Beiden stehen für modernen Pop mit Tiefgang, musikalisch klingen sie wie ein Mix aus Rosenstolz und Glasperlenspiel, finden wir. Erstgenannte Band wird aus unserer Sicht schmerzlich vermisst in der deutschen Musik. Von Zweitgenannten waren sie übrigens sogar schon der Supportact. Dazu haben sie eine beatliche, sehr aktive Fanbase. Rezensionsexperte Kevin Drewes hat sich den neuen Titel der GLÜXKINDER mal genau angehört, hier seine Meinung.

Der Titel wandelt deutlich auf den Spuren von Rosenstolz , die Message ähnelt der von „Ich bin ich“ – nur eben aktueller – sind ja auch schon einige Jahre ins Land gegangen. Denn die GLÜXKINDER greifen aktuelle Themen wie das Schubladendenken und Homosexualität offen auf. Die passende Zeile dazu: „Lass die Schubladen vergessen, wir klettern einfach raus“ und weiter „je mehr Farben desto besser“. Der schnelle Sound ist gut gemischt, einzig die kräftigen Beats beim Part des Sprechgesangs gefallen uns nicht und wirken wie ein Fremdkörper in dem ansonsten überzeugenden Titel. Aber das ist nur unsere Meinung und genau dieser Part des Songs macht den Titel eben klar zu einem modernen Pop-Song.

Unser Fazit. Auf jeden Fall einmal reinhören! Ganz vielleicht kann das Duo die Lücke füllen, die ROSENSTOLZ hinterließ. Auch wenn dies natürlich nahezu unerreichbar ist. In jedem Fall ist es schön, dass sich jemand in diese Richtung wagt – den Segen von Peter Plates Mann Ulf Leo Sommer haben sie jedenfalls. Dieser gratulierte und wünscht viel Glück!

Auch wir wünschen dem Duo viel Erfolg mit der kommenden EP (Release 27.03.2020) und diesem gelungenen Song!! Das Musikvideo erscheint übrigens am 27.01.2020.

Kevin Drewes