Solidarfonds-Stiftung NRW feierte 30. Geburtstag mit festlicher Gala mit FLORIAN SILBEREISEN, ROLAND KAISER u. a. Kommentare deaktiviert für Solidarfonds-Stiftung NRW feierte 30. Geburtstag mit festlicher Gala mit FLORIAN SILBEREISEN, ROLAND KAISER u. a.

Gruppenbild Solidarfonds Silbereisen Kaiser

Als vor 30 Jahren in Castrop-Rauxel der Solidarfonds NRW gegründet wurde, konnte wohl niemand ahnen, was für eine einzigartige Erfolgsgeschichte daraus werden würde. Das Motto „Wir helfen Menschen“ wird hier gelebt, insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche werden mit Mitteln des Fonds nachhaltig gefördert.

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Mit einer einzigartigen Gala wurde am vergangenen Samstag der 30. Geburtstag der Stiftung gefeiert. Hochkarätige Gäste folgten der Einladung. Viele prominente Unterstützer des Solidarfonds’ aus diversen Bereichen der Gesellschaft wurden für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Der Moderator Bruno Knust fand launige, nachdenkliche und humorige Worte und gestaltete die Preisverleihung unterhaltsam.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Michael Kohlmann, eröffnete die Veranstaltung und warf einen Blick zurück auf die 30-jährige Geschichte des Solidarfonds’.

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Rajko Kravanja, der Bürgermeister von Castrop-Rauxel, wies auf die Bedeutung seiner Stadt für die Stiftung hin: Castrop ist dem Solidarfonds von Anfang an eng verbunden. Besonderer Dank ging an die ehrenamtlichen Helfer und Prominenten. Viele Projekte – gerade im Bildungsbereich – seien ohne die Spenden des Solidarfonds nicht möglich gewesen.

Nach diesem Vorlauf begann die Preisverleihung der Solidarfonds-Awards 2019.

Ehren-Award

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Laudator Dr. Rauball schmunzelte, dass er froh sei, dass die Veranstaltung eine Woche zuvor nicht so leicht zu eröffnen gewesen sei. Er scherzte angesichts der BVB-Niederlage in der Vorwoche gegen die Bayern, dass er sich vermutlich krank gemeldet hätte. Schnell kam er aber zum Wesentlichen, dass es auch auf dem grünen Rasen um soziales Engagement gehe. Auch in diesem Bereich spiele der FC Bayern in der Champions League und agiere vorbildlich, was von der breiten Öffentlichkeit nur peripher wahrgenommen werde, obwohl gerade das an der Säbener Straße eine Herzensangelegenheit sei. Im Laufe des Abends kündigte Dr. Rauball noch einen Betrag an, der an den Solidarfonds überwiesen wird.

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Auch Preisträger Karl-Heinz Rummenigge begann seine Rede mit einem Scherz, dass er es im Ruhrgebiet sicher schwer habe, aber die beiden wichtigsten Männer des Abends, Dr. Michael Kohlmann und Roland Kaiser, immerhin auch mit den rot-weißen Vereinsfarben sympathisieren. Auch er lobte das vorbildliche Engagement des Solidarfonds’: Solidarität zu zeigen mit bedürftigen Menschen, gerade auch mit jungen Menschen. Er sprach von einem Doppelpass, den der FC Bayern mit dem Solidarfonds spiele. Rummenigge schloss mit den Worten, dass das soziale Engagement letztlich viel wichtiger sei als jedes Spiel auf dem großen Rasen. Er bedankte sich herzlich für die Ehre des Preises und bat um Entschuldigung, nicht so viel Zeit zu haben, weil seine Tochter just am Tag der Preisverleihung Geburtstag feiere (um so bemerkenswerter, dass er es sich nicht nehmen ließ, den Preis persönlich entgegen zu nehmen).

Kategorie Musik

Die Laudatorin Anna-Maria Zimmermann lobte „ihren“ Preisträger mit folgenden Adjektiven: „smart, höflich, zuvorkommend, sympathisch, bodenständig, ein bisschen wahnsinnig, energiegeladen“ – also „das, was man einen wahren Gentleman nennet“. Sie wies darauf hin, dass Holm auch als Textdichter, Komponist und Produzent für Topadressen wie Peter Maffay, Peter Alexander und andere tätig war. 21 seiner Singles schafften es in die deutschen Charts, 7 gar in den Top-10. Er rocke die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes. Auch Michael engagiert sich regelmäßig für den Solidarfonds – beispielsweise mit Auftritten der beliebten jährlichen Schlagerpartys in der Europahalle Castrop-Rauxel.

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Michael Holm bedankte sich mit der rhetorischen augenzwinkernden Frage: „Lebt den der alte Holm-Michel noch?“ und antwortete sich selbst eindeutig: „Jaaa, er lebt noch!“. Anna-Maria Zimmermann habe „Sternenstaub auf sein Haupt geträufelt“ (auch heute noch ist Michael ein Meister des Spiels mit der deutschen Sprache – klasse!). Auf die Frage, ob er das noch alles machen müsse, sei für ihn wichtig, dass dem nicht so sei, aber dass er noch wolle.

Kategorie Comedy

Nachdem Moderator Bruno Knust auf den Unterschied zwischen Comedians und Kabarettisten erklärte („Comedians machen es wegen dem Geld, Kabarettisten wegen des Geldes“), hielt Bernhard Brink die Laudatio für Wolfgang Trepper, der gemeinsam mit Mary Roos das erfolgreiche Programm „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ über Jahre hinweg etabliert hatte, zu dem es zur Freude der Fans im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben wird. Aus dem Skeptiker Brink sei ein Fan geworden – auch wegen dessen Kabarett-Programms mit den Wühlmäusen. Sein soziales Engagement sei einzigartig, nach jedem Auftritt sammelt Wolfgang Trepper in einer „ziemlich hässlichen roten Damenhandtasche“ Geld für soziale Projekte wie den Solidarfonds. (Der Kabarretist bemerkte im Anschluss übrigens augenzwinkernd, dass die Handtasche von einer italienischen Lederdesign-Firma namens TCM vertrieben worden sei).

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Wolfgang Trepper freute sich sehr, dass er in seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, geehrt wurde. In seiner Dankesrede unterhielt er das Publikum mit einer augenzwinkernden launigen Anspielung auf Helikopter-Eltern, was von den geladenen Gästen mit teils lautem Lachen quittiert wurde. Scherzhaft erinnerte er sich an die „Hottentotten“, bei denen die tollste Musik gehört werde. Danach wurde es wieder ernster. Wolfgang Trepper erinnerte daran, dass wir Deutschen auf einer glücklichen Insel leben. „Sozial schwache“ Familien seien nicht „sozial“ schwach, sondern „finanziell“ schwach und müssen von Bessergestellten gefördert werden. Bildung sei wichtig, „damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen, die extremen Parteien unterstützen zu können. Das machen keine intelligenten Menschen“, so Trepper. Deshalb warb der Wahlhamburger dafür, den Solidarfonds auch weiterhin zu unterstützen, was mit Applaus quittiert wurde.

Kategorie Wirtschaft

„Ein Borusse durch und durch“ (- das sei lt. Moderator Bruno Knust wichtig, um nicht zu Bayern-lastig zu werden -) betrat als Laudator die Bühne: Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales Dr. Stephan Holthoff-Pförtner. Er erinnerte an das Leitmotiv des Solidarfonds’: „Wir helfen Menschen“, was auch das Ruhrgebiet ausmache: Zusammenhalt, Solidarität und Engagement für den Nächsten. Er dankte Dr. Michael Kohlmann auch im Namen der Landesregierung NRW herzlich für seinen Einsatz. Ein herausragendes Beispiel für das Engagement sei die Firma Ullrich Anlagebau & Montage. Dessen Geschäftsführer Michael Ullrich unterstützt den Solidarfonds seit Jahren.

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So viele warme Worte habe er schon lange nicht mehr gehört – dafür sprach der geehrte Michael Ullrich im Namen von Ullrich Anlagebau & Montage einen herzlichen Dank aus und bat um Entschuldigung, dass er aufgeregt sei, weil das „eigentlich nicht sein Arbeitsplatz“ sei – sehr sympathisch. Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, zur Solidarfonds-Familie zu gehören. Den Worten ließ Ullrich Taten folgen und übergab der Stiftung einen Scheck über 5.000 EUR.

Kategorie TV

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Laudator Roland Kaiser drehte den Spieß um und sagte: Normalerweise spreche der Preisträger über ihn – diesmal könne er sich revanchieren. Im vergangenen Jahr gab Florian seine Zusage, sich für den Solidarfonds-Stiftung-Awards Schulpreis zu engagieren. Kaiser gab einen kurzen Rückblick auf Silbereisens beeindruckende Karriere, die bereits im Alter von neun Jahren begann und erinnerte daran, dass selbst der sonst sehr kritische Rudi Carrell Florian Silbereisen als Showmaster alter Schule lobte. Der Moderator setzte seine authentische Art aber auch als Vorbild ein, wenn es um soziales Engagement geht.

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Was für ein Profi Florian Silbereisen ist, bewies er mit seiner druckreifen Dankesrede, die nicht vorbereitet war. Ihm sei eigentlich gesagt worden, er müsse nicht reden – so schnell könne sich das ändern, scherzte der Moderator. Roland Kaiser sei der Hauptverantwortliche, dass er nun Schirmherr des Solidarfonds-Schulpreises NRW sei. Er habe zuvor in Bayern noch gar keine Kenntnis von dem Solidarfonds NRW gehabt. Am 6. November vergangenen Jahres sei er im Saalbau Witten sehr ergriffen von den Schulprojekten gewesen und sage demütig danke, weil ihn das soziale Engagement der Lehrer, Direktoren und vor allem der Kinder ihn „zutiefst bewegt“ habe. Mit Blick auf die nächste Preisträgerin ließ Florian noch einen Appell an die Medien heraus, zum Beispiel über den Solidarfonds NRW zu berichten. Florian sagte wörtlich: „Ein bisschen mehr Journalismus auch in diesen bunten Blättern würde ganz gut tun“.

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Kategorie: Medien

Die Preisträgerin der Kategorie Medien wurde vom Vorsitzenden des Kuratoriums, Dr. Ludger Stratmann, als Laudator geehrt. An Florian Silbereisen gerichtet sagte er, dass er als 70-jähriger sehr gerne das Problem mit der Unterhaltungspresse habe. Die WAZ abonniere er seit mehr als der Hälfte seines Lebens. Ein Frühstück ohne diese Zeitung sei für ihn nicht denkbar. Von Beginn an, seit 1989, ist die WAZ Schirmherrin des Solidarfonds‘ und somit seit der ersten Stunde mit der Stiftung und ihrem Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Kohlmann eng verwurzelt. Das Blatt habe es in Zeiten der Digitalisierung sehr schwer, sich mit ihrem Qualitätsjournalismus z. B. gegen soziale Medien durchzusetzen. Er sei ein Befürworter von Medien mit einer Qualität und einem Wahrheitsgehalt, der nur für Profis selbstverständlich sei. Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende der Funke-Mediengruppe, bekam in Anerkennung der langjährigen sozialen Verdienste den Solidarfonds-Award 2019 in der Kategorie Medien. Insbesondere hat die WAZ seit 1989 über jedes Hilfsprojekt des Solidarfonds‘ berichtet und damit eine hohe Transparenz geschaffen.

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Julia Becker dankte (auch im Namen ihrer Mutter Petra Grotkamp, die ebenfalls über Jahre hinweg den Solidarfonds engagiert unterstützte) als Vertreterin der Funke Mediengruppe für die Auszeichnung. Neben den unterhaltenden Medien habe die Funke-Mediengruppe auch einen informierenden Auftrag. Wichtig sei es dem Verlag insbesondere, Geschichten aus der Region zu erzählen. Das sei Beruf und Berufung. Es gehe aber um mehr: Die Welt solle ein bisschen besser gemacht werden. Insbesondere sei wichtig, dass Benachteiligte einen Platz in der Gesellschaft haben. Deshalb unterstütze die WAZ von Anfang an den Solidarfonds. Auch der Schulpreis werde von der WAZ mit Engagement unterstützt. Schließlich überreichte auch Julia Becker einen Scheck in Höhe von 5.000 EUR.

Nach einem wunderbar organisierten tolen Gala-Dinner ging es im Anschluss mit toller Unterhaltung weiter:

Live-Konzert Roland Kaiser & Band

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Einen musikalischen Gaumenschmaus versprach Florian Silbereisen und sagte „einen Freund“ an. Von einer großartigen Band, die der Starentertainer auch zurecht mehrfach lobte, beleitet, gab der Entertainer ein „Live-Konzert“, das diesen Namen in Qualität und vom zeitlichen Rahmen her mehr als verdient hat. Ein Großteil des Publikums begab sich nach vorne in Bühnennähe und genoss das Konzert der Extraklasse.

Roland Kaiser eröffnete sein Programm mit dem topaktuellen Titel „Stark“ – mit dem zutreffenden Motto: „Wir sind stark und unbeugsam“. Bevor er richtig loslegte, bat Roland Kaiser um einen „Riesenapplaus“ für den Vorsitzenden des Vorstands des Solidarfonds’, Dr. Michael Kohlmann, den dieser auch bekam.

Danach gab es eine Zeitreise durch die Karriere Roland Kaiser. Das Publikum genoss Riesenhits wie „Wohin gehst du?“ (1982), „Kein Problem“ (2016), „Dich zu lieben“ (1981) in einer tollen modernisierten Version, „Flieg mit mir zu den Sternen“ (1984) und „Manchmal möchte ich schon mit dir“ (1983) (den Refrain sang das Publikum im Chor, der Kaiser dirigierte seine Fans und hatte seine Zuhörer voll gepackt und im Griff).

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Darauf folgte dann DER Kaiserhit „Santa Maria“ (1980), ebenfalls in einem schönen neuen Gewand. Auf „Ich glaub, es geht schon wieder los“ (1988) folgte eine Reise in die 70er Jahre mit seinen Superhits „Amore Mio“ (1978) und „Schachmatt“ (1979).

Nun holte sich Rolands bemerkenswert extrovertierte (im positiven Sinn) Backgroundsängerin ein (elektronisches) Cello. Die Fans wissen Bescheid: Die deutsche Version des ESC-Siegertitels „Insieme“, „Extreme“ aus dem Jahr 1998 wurde zelebriert.

Zu Beginn der 90er Jahre wurde „Im 5. Element“ veröffentlicht – ein Song, der bis heute sehr beliebt in Rolands Repertoire ist – auch und gerade bei der „Kaisermania“.

Mit „Lieb mich ein letztes Mal“ gab es einen weiteren Superhit aus der langjährigen Karriere Roland Kaisers, der im Anschluss einen topaktuellen Titel, vielleicht seine kommende Single, präsentierte – aus seinem aktuellen Album stammt „Liebe kann uns retten“. Ebenfalls aus „Alles oder dich“ stammt der aktuelle kaiserliche Song „Kurios“.

Auch schon wieder 25 Jahre ist es her, dass Roland Kaiser den Titelsong der RTL-Serie „Dr. Stefan Frank“ sang – „Alles, was du willst“ war ein großer Erfolg, der vom Castroper Publikum mit Begeisterung angenommen wurde.

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Aus dem Jahre 1984 stammt der kaiserliche Klassiker „Joana“, der bei gediegenem Publikum ohne Einwürfe wie „Du Luder“ daherkommt, was der auf dem Siedepunkt befindlichen Stimmung keinen Abbruch tat – im Gegenteil. Zum Konzertende hin wurde der Superstar des Schlagers nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen.

Als ersten „Bonussong“ präsentierte er den Kracher „Sag ihm, dass ich dich liebe“ aus dem Jahr 1996.

Zum krönenden Abschluss präsentierte Roland seinen 2014er Megahit „Warum hast du nicht nein gesagt“, den er sonst ja im Duett mit Maite Kelly präsentiert. Diesmal interpretierte er den Titel mit seiner großartigen Backgroundsängerin, die ein echtes Energiebündel ist und den Song so richtig authentisch mit Roland rüberbringen konnte – klasse!

Mit diesem Konzert begeisterte Roland Kaiser einmal mehr sein Publikum, wir haben ausnahmslos nicht nur positive, sondern begeisterte Stimmen wahrgenommen –ein Ritterschlag für den Schlagerkaiser, wenn man bedenkt, dass die Veranstaltung ja eine Preisverleihung war und nicht nur seine „Hardcore-Fans“ am Start waren. Geduldig machte Roland auch noch viele Selfies mit den begeisterten Anhängern seiner Musik.

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Gala-Schlagernacht

Florian Silbereisen sagte zurecht, dass jeder, der nach Roland Kaiser auftrete, es schwer habe und bat darum, dennoch und gerade deshalb Anna-Maria Zimmermann bei ihrem Auftritt zu unterstützen. Es hat funktioniert – und Anna-Maria, die auch hinter der Bühne unglaublich authentisch und nett war, fackelte ein Hitfeuerwerk ab, bei dem Hits wie „1000 Träume weit“ und „Himmelblaue Augen“ ebenso wenig fehlen durften wie ein Titel aus ihrer kurzen, aber intensiven Zeit mit Dieter Bohlen.

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Schlagertitan Bernhard Brink hat inzwischen so viele Hits, dass er einige davon in einem Medley untergebracht hat. Der laut Eigenaussage „hochsensible“ Künstler (das Adjektiv bemüht er scherzhaft, um für warmen Applaus zu werben) ließ es mit Hits wie „Blondes Wunder“ und „Ich wär so gern wie du“ krachen.

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Als dritter Schlagerstar betrat mit Olaf Henning ein weiterer langjähriger Unterstützer des Solidarfonds’ die Bühne, der nicht nur seine großen Hits wie „Cowboy und Indianer“ zum besten gab, sondern auch seinen aktuellen Titel „Sternenhimmel“, der vom Publikum großartig angenommen wurde.

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Bis tief in die Nacht hinein unterhielt DJ Marco das feierwillige Publikum.

Fazit

Auch 30 Jahre nach der Gründung des Solidarfonds’ ist dessen Motto „Wir helfen Menschen“ aktueller denn je. Dass hochkarätige Prominenz aus den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens hier Hand in Hand sich in den Dienst der guten Sache stellen, zeigt, was für ein hohes Ansehen die Stiftung und ihr seit 30 Jahren engagiert tätigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Kohlmann hat.

Wir Schlagerprofis danken, dass wir dabei sein durften und gratulieren zu einer rundum gelungenen Glamourgala zum Geburtstag. Was da an Organisation drin steckte – angefangen von der Security, vom Catering, von der Parkplatzorganisation, von der Pyrotechnik bis hin zur Saalplanaufteilung, der Designgestaltung der Eintrittskarte bis hin zum Gelingen (Zitat Florian Silbereisen) „einen Karl-Heinz Rummenigge am Tag Eins nach Uli Hoeneß nach Castrop-Rauxel“ zu lotsen, ist eine gigantische Leistung, vor der wir nur den Hut ziehen können. Sehr gerne begleiten wir auch die weiteren engagierten Aktivitäten des Solidarfonds’ NRW – auch jene, die nicht zwingend mit dem deutschen Schlager zu tun haben, weil wir die Zielsetzung der engagierten Stiftung sehr gerne unterstützen.

Stephan Imming
Fotos: Solidarfonds NRW

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UDO LINDENBERG: Neuer Song von Schlagerautoren – stellt er „Wieder genauso“ beim #FreeESC vor? 1

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UDO LINDENBERG: Kurz vor dem 75. Geburtstag bemerkenswerter Song

Kurz vor seinem 75. Geburtstag veröffentlicht UDO LINDENBERG mit „Wieder genauso“ einen bemerkenswerten brandneuen Song, in dem er in den Dialog mit dem Tod tritt. Ähnlich wie Vornamenskollege UDO JÜRGENS kommt er zu dem Schluss, dass er es „wieder genauso“ machen würde (JÜRGENS: „Ich würd es wieder tun“). Ein echter Gänsehaut-Song, tiefsinnig und bärenstark. Aber: Hoch spannend sind die Songautoren.

1975 kämpfte UDO gegen den „schlechten deutschen Schlager“

In der BRAVO 33/1975 sorgte UDO LINDENBERG mit einem kleinen Foto für Aufregung. Abgebildet wurde seine Faust. Auf die Frage, was das zu bedeuten habe, antwortete der Panikrocker: „Faust: Kampf gegen den schlechten deutschen Schlager“. Das kam nicht bei allen gut an. Ein Fan (OTTO A. aus der Schweiz) schrieb z. B. in BRAVO 46/1975:

„Dieser Typ regt sich ja nur deshalb über den deutschen Schlager auf, weil er unfähig ist, das zu erleben, was in diesen Schlagern besungen wird, nämlich Herz und Gefühl“. In der BRAVO 51/1975 wurde mitgeteilt, dass der Brief die Gemüter erregt habe.

1976 schießt UDO LINDENBERG noch schärfer gegen den deutschen Schlager

Den Höhepunkt erreichte die Diskussion in BRAVO 24/1976. Damals vertrat er folgende Thesen:

  • Die deutschen Schlagersänger sind wie Prostituierte.
  • DIETER THOMAS HECK verkauft Scheiße.
  • Schlagermacher sind Berufslügner und Volksverdummer.
  • Die ZDF-Hitparade ist für Leute mit amputiertem Gehirn.

Immerhin stellte sich UDO LINDENBERG (übrigens anders als damals DIETER THOMAS HECK) und diskutierte mit Stars wie JULIANE WERDING, CHRIS ROBERTS, REX GILDO, PETER PETREL und BENNY über den aktuellen Zustand des deutschen Schlagers, an dem er kein gutes Haar ließ, wobei er schon damals Ausnahmen nannte – wie eben UDO JÜRGENS mit seinem „Ein ehrenwertes Haus“.

Songautoren des neuen Liedes mit Schlagererfahrung

Der neue Song von „LINDI“ wurde u. a. von JOE WALTER komponiert. Der ist Keyboarder der sehr bekannten Band JENNIFER ROSTOCK, die – Achtung – erstmals beim Bundesvision Song Contest überregional bekannt wurde. Das passt zum Thema UDO LINDENBERG. JOE WALTER ist aber auch sehr erfolgreich als Autor von Schlagern und arbeitete mit folgenden Schlagerstars u. a. zusammen:

  • BEATRICE EGLI („Wo sind all die Romeos?“)
  • HELENE FISCHER („See You Again“)
  • HOWARD CARPENDALE („Hier“)
  • MICHELLE („Wenn ich was gelernt hab“)
  • VANESSA MAI („Beste Version“)

Der zweite Autor ist PHILIPP KLEMZ – ebenfalls kein Unbekannter der Schlagerszene, so arbeitete er zusammen mit

  • BEN ZUCKER („Na und?!“)
  • MARIE REIM („Rosarote Brille“, neue Single von MARIE)
  • MICHELLE („Alle träumen“)
  • ROSS ANTONY(„Goodbye Papa“)

Diese beiden Schlager-Schaffer haben den neuesten Song des Panikrockers UDO LINDENBERG geschrieben – ein Ritterschlag nicht nur für die beiden Autoren, sondern auch ein Kompliment für das Image des deutschen Schlagers, finden zumindest wir. Vor 40 Jahren hätte UDO LINDENBERG wohl kaum mit Songautoren des Schlagersegments zusammengearbeitet.

Der heiße Tipp: Ist UDO beim #FREE ESC dabei?

Spannend ist, dass JOE WALTER auch den aktuellen Song der PRINZEN („Dürfen darf man alles„) mit geschrieben hat. DIE PRINZEN sind lt. der BILD-Zeitung auch beim #FREEESC von STEFAN RAAB mit dabei. Warum sollte da nicht auch UDO LINDENBERG sich bei der imposanten TV-Show die Ehre geben? Wir halten das für möglich. Mit JOE WALTER und den PRINZEN, mit denen UDO einst den Song „Körper“ zusammen sang, sind ja bekannte Gesichter am Start.

Produktinformatoin der Plattenfirma

Udo Lindenberg, eine Ikone und absolute Größe der deutschen Musiklandschaft: Jedes Album seit 2008 erreichte Platz 1 der deutschen Charts. MTV Unplugged 1 verkaufte bis heute über 1 Mio. Tonträger
unzählige Gold- und Platinauszeichnungen

Udopium umfasst 50 Jahre Musikgeschichte 1971-2021 plus 4 neue Songs
Die erste Singleauskopplung „Mittendrin“ erreichte bisher die Top 60 der deutschen Airplaycharts
„Wieder genauso“ ist die zweite Singleauskopplung und eine komplette Neuschaffung
Wieder genauso ist eine sehr melancholische Ballade in der der Künstler in ein Gespräch mit dem Tod geht
Lyricvideo erscheint zum Release am 7.5. um Mitternacht

Quelle: Warner Music International

 

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KATJA KRASAVICE: Tiefer Fall von 1 auf 92 – „krankes“ Chartsystem? 0

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Singlecharts immer „merkwürdiger“

Als in den vorletzten Single-Charts KATJA KRASAVICE die Nummer 1 der Singlecharts holte, war klar, woran das lag: Sie hat erfolgreich auf ihren sozialen Kanälen die Werbetrommel für ihre Single geschlagen, die im Bundle mit dem T-Shirt erhältlich ist. So war es möglich, NATHAN EVANS‘ „Wellerman“ für eine Woche von der Spitze zu holen. Mit dem Unterschied, dass „Wellerman“ ein echter Hit ist, während „Best Friend“ offensichtlich nur darauf angelegt war, für eine Woche Nummer 1 zu werden.

In dieser Woche ist „Wellerman“ wieder auf Platz 1, „Best Friend“ hingegen auf Platz 92

Song interessiert offensichtlich nicht

Ursprünglich war in Deutschland der Song von „SAWEETIE“ auf dem Markt und schaffte es auch in die Single-Trend-Charts. Erst mit dem „feat. KATJA KRASAVICE“ und deren Marketing mit dem T-Shirt, das in ihrem Shop zu haben war, wurde „Best Friend“ zum Hit. Aber eben nach unserer Meinung nicht wegen des Songs, der sonst mehr als eine Woche erfolgreich gewesen wäre, sondern wegen des T-Shirts – auch wenn nach unserer Kenntnis nur 4 EUR umsatzrelevant sind – es hat trotzdem gereicht.

Ähnlich hat es KATJA KRASAVICE ja schon einmal mit einer Sexpuppe gemacht – das dazugehörige Album knacke ebenfalls die Spitze der Charts, in dem Fall der deutschen Albumcharts (Schlagerprofis.de berichtete). 

Gibt es einen „Fehler im System“?

Man muss nun sagen – wie will man heutzutage noch faire Charts erstellen? Früher reichte es aus, die Stückzahl der verkauften Einheiten (Singles, Maxi-CDs etc.) zu zählen – heutzutage ist insbesondere das Streaming von Bedeutung. Und das liefert ja große Manipulationsmöglichkeiten.

Welcher über 30-jähriger kann heute die Top-10 der Single-Charts mitsingen oder kennt die Songs? Früher waren die Top-10 oftmals einer großen Bevölkerungsschicht präsent, was heute zumindest nach unserer Wahrnehmung nicht mehr wirklich der Fall ist. Vielleicht ist es aber auch ein Generationenproblem, dass man aus dem Alter heraus ist, schon mal was von „Liege wieder flach“, „Friday“ oder „Blessed“ gehört zu haben.

Vielleicht auch eine Idee für den Schlager?

Da es ist wie es ist, wundert man sich, warum nicht GIOVANNI ZARRELLA die italienische Version von „Wie schön du bist“ nicht mit Pizzateller verkauft oder VANESSA MAI ihren „Mai Tai“-Song mit Cocktailglas. Dann könnte man für eine Woche vielleicht Platz 2 hinter dem T-Shirt holen. Was das alles noch mit Beliebtheit von Musik und Songs zu tun hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immer entscheidender scheint hier nicht der „Peak“ zu sein, sondern der Chartrun, also wie lange ein Song sich in den Charts hält…

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