Theaterstück „Ein Festival der Liebe“ begeistert mit musikalischer Zeitreise in die 70er Jahre 0

Seit dem 12.10.2019 wird das Stück „Ein Festival der Liebe“ vom Niederdeutschen Theater Delmenhorst uraufgeführt. Das Konzept: Eine Musikrevue in die 70er Jahre und die Dialoge dazwischen ganz norddeutsch auf Platt. Da scheint mächtig Herzblut in die Produktion geflossen zu sein, denn sowohl Darsteller, Bühnenbild als auch die Story sind perfekt umgesetzt. Jeder Titel fügt sich hervorragend in die Geschichte ein. Zudem werden die großen Shows von damals toll geehrt.

Bevor das Stück beginnt, folgt ein Grußwort von Dirk Wieting. Der testet direkt mal die Erinnerungen der Zuschauer an die legendäre Sendung „Disco“ von Ilja Richter. Das bestens aufgelegte Publikum besteht den Test und ist bereit für eine Musikrevue in die 70er Jahre!

Die Handlung kurz umschrieben: Im Mittelpunkt steht Familie Meyerdierks. Vater, Mutter und die Kinder, welche u. a. große Fans von „Disco“ und der „ZDF-Hitparade“ sind. Haupt-Handlungsort ist deren Wohnzimmer (originalgetreu wie in den 70ern gestaltet) und das Studio der „Tagesschau“ (mit genialem Running Gag: Dirk Wieting platzt in die Sendung und wird vom Moderator umgehend verbannt) sowie weitere Schauplätze, die ebenfalls toll gestaltet sind.

Wir beginnen die Zeitreise im Jahr 1969, mit „Eine neue Liebe“ (auch wenn der Schlager etwas jünger ist), ehe die Familie bei „Der goldene Schuss“ 1000 Mark gewinnt. Neben den größten Schlager-Hits dieser Zeit sind ebenfalls Hits von ABBA und Boney M. im Stück integriert und bringen noch mehr Abwechslung mit. „Daddy Cool“ sorgt schon früh für eine klasse Stimmung.

Stark sind auch die Kostüme, insbesondere bei „Moskau“. Das Stück springt von Schauplatz zu Schauplatz und verbindet diese genial miteinander. Denn ob „Tagesschau“, „Dalli Dalli“ oder auch „Am laufenden Band“ – immer wenn die Familie Fernsehen schaut, wechselt das Bühnenbild. Dazu werden die Original-Melodien eingespielt, die Moderationen sind ebenfalls 1:1 – wenn man davon absieht, dass diese auf Plattdeutsch sind. Apropos Moderationen – für einen riesigen Lacher sorgt der Moderator, nach dem „Michaela“ sowie „Anita“ gesungen wurden: „Damit sind wir in den inneren Körperregionen angekommen!“. Das Publikum johlt.

Ebenfalls Kult und fester Bestandteil der 70er war „Ein Herz und eine Seele“ – so mimt Vater Meyerdierks den Ekel Alfred und auch das legendäre Zitat „Du dusslige Kuh“ fehlt nicht. Erneut lacht alles. Ebenfalls im Wohnzimmer findet einer der wohl besten Umsetzungen von Udo Jürgens Klassiker „Ein ehrenwertes Haus“ statt. Es wurde an jedes Detail gedacht, so mimen die Darsteller genau wie im Titel besungen die Nachbarn – sei es „die Frau von nebenan, die ihre Lügen nie für sich behalten kann“ oder auch „dieser Kerl, der seine Tochter schlägt“.


Auch das Bühnenbild der Kneipe würde Udo Jürgens stolz machen, denn auch diese Inszenierung ist genau so, wie man sich’s vorstellt. Peter Alexanders Hit „Die kleine Kneipe“ wird dort ebenfalls hervorragend performt. Vor der Pause folgte noch ein Hammer: Howard Carpendales Klassiker „Das schöne Mädchen von Seite 1“ wird ebenfalls 1:1 wie im Titel aufgeführt. Keine Frage – da wurde an jedes Detail gedacht.

Nach der Pause eröffnet der Anfang von „Wums Gesang – Ich wünsch mir ne‘ kleine Miezekatze“ die zweite Hälfte. Darauf muss man erst einmal kommen. Wir sehen die Damen im Wohnzimmer beim Putzen – man ahnt was kommt: „Das bisschen Haushalt“: Was danach kommt hingegen nicht: Eine erstklassige Umsetzung der bekanntesten Werbungsclips von damals, allen voran natürlich „Lenor“. Die Stimmung tobt.

Selbst das Fernweh kommt nicht zu kurz, denn Familie Meyerdierks plant eine Reise mit dem gewonnenen Geld. So erleben wir passenderweise die Titel „Über den Wolken“ von Reinhard Mey, „Tanze Samba mit mir“ sowie „Spanische Gitarren“.

Es wird wahrlich das perfekte Rundum-Paket in dieser Zeitreise geboten. Selbst an die „Les Humphries Singers“ wurde gedacht. Den perfekten Abschluss macht der namensgebende Song „Ein Festival der Liebe“.

Doch noch darf nicht Schluss sein – das Publikum steht und skandiert lautstark „Zugabe“. Es folgt ein Medley weiterer Klassiker sowie – ebenfalls perfekt platziert – „Gute Nacht Freunde“ von Reinhard Mey. Und da an diesem Abend eine Spezialvorführung stattfand, darf jeder der sich der Zeit entsprechend kleidete, noch Fotos mit dem Ensemble machen.

Wir waren begeistert. Eine so geniale Umsetzung hätten wir nicht erwartet. Das Stück verdient überregionale Aufmerksamkeit und man kann nur hoffen, dass es weitergeführt wird. Wir halten das Stück gar für so gut, dass es das Potenzial hat, auch in ganz Deutschland in den großen Sälen. Wenn man da eventuell vom Plattdeutschen abweicht, würde es ganz sicher nicht nur in Delmenhorst begeistern. Hier an der Delme passt es aber natürlich so hervorragend – halt typisch norddeutsch!

Einige Vorstellungen stehen bis zum 13.12.2019 im „kleinen Haus“ in Delmenhorst noch an – die Karten sind sehr begehrt. Schnell sein lohn sich also.

https://delmenhorst1.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/eventlist 

Fotos und Bericht: Kevin Drewes

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SMAGO-AWARD 2020 – „50 Jahre ZDF-Hitparade“ – Rundum perfekte goldene Hochzeit mit einem riesengroßen Klassentreffen! 0

Am vergangenen Sonntag fand erneut der smago! Award im exzellenten MOA-Hotel in Berlin statt, dieses Mal hieß das Motto „50 Jahre ZDF-Hitparade“. Die goldene Hochzeit der legendären Kultshow! smago!-Chefredakteur Andy Tichler, selbst Hardcore-Fan der Hitparade, hat da Beachtliches auf die Beine gestellt und etliche Stars aus sämtlichen Jahrzehnten zusammenbekommen. Kaum einen Namen vermisste man. Die Show war sogar chronologisch geordnet. Daher fangen wir auch ganz vorne an – im ausführlichen Eventbericht des rasenden Reporters Kevin Drewes.

Nach dem Opening eröffnete Moderator Jan Kunath offiziell die Veranstaltung, ehe Ross Antony mit seiner sehr beliebten Coverversion von „Tanze Samba mit mir“ dem legendären Tony Holiday eine tolle Ehre erwies, welcher einst in der Hitparade eben diesen Titel performte. Verdient gab es für den sympathischen Künstler den Award „Erfolgreichster Cover-Artist“.

Die 1960er Jahre

Dann kündigte Jan Kunath den ersten Block an – die 60er Jahre! Den Anfang machte Christian Anders mit „Geh nicht vorbei“ – einen seiner allerersten Hits. Es folgte einer der Dinos der Hitparade, Graham Bonney. Er ist eine der wenigen noch lebenden Legenden, welche schon in der ersten Folge der ZDF-Hitparade zu Gast waren. Er performte „Wähle-3-3-3“. Weiter ging es mit Michael Holm, der mit „Mendocino“ den Saal zum Kochen brachte, ehe Peter Orloff mit „Ein Mädchen für immer“ sowie Randolph Rose mit „Silvermoon Baby“ den ersten Block klasse abrundeten.

Nach der Übergabe der Awards wurde Marianne Rosenberg angekündigt, welche keinen ihrer Klassiker sang, sondern ihre aktuelle Single „Wann (Mr. 100%)“. Auch sie bekam einen Award – darauffolgend wurde der nächste Block angekündigt. Auf in die 70er!

Die 1970er Jahre

Eröffnet wurde dieser vom Trio Adam Schairer, Gaby Baginsky und Claudia Jung, welche gemeinsam den Adam-&-Eve-Klassiker „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ performten, ehe es mit dem legendären „Zug nach Nirgendwo“ von Christian Anders sowie auch Gaby Baginsky zum Zweiten mit „Der Rum von Barbados“ weiterging.

Und auch die 70er boten einiges. So folgten Cindy Berger mit ihrem Klassiker „Immer wieder Sonntags“, Nina Lizell („Eins, zwei, drei“), Peter Orloff („Immer wenn ich Josie seh“), Dunja Rajter (Ich überleb’s), sowie Ireen Sheer („Feuer“) und natürlich Michael Holm mit seiner Hymne „Tränen lügen nicht“ sowie Lucas Cordalis, welcher seinen Vater mit „Anita“ würdig vertrat. Den sehr gelungenen Abschluss des Blocks bildete Giovanni Zarrella mit seiner Version von „So bist du“ – auf italienisch „Cosi sei tu“. Anschließend betrat Jan Kunath erneut die Bühne, um die Awards zu vergeben.

Die 1980er Jahre

Es folgten die 80er mit einer kleinen musikalischen Weltreise. So ging es weiter mit der „Sommernacht in Rom“ (G. G. Anderson), nach „Amsterdam“ (CORA) und anschließend weiter mit „Die Rote Sonne von Barbados“ (Die Flippers, performt von Olaf der Flipper, welcher seit 2011 alleine aktiv ist). Weiter ging es mit Johnny Logan, der gleich zwei Titel performte: „Was ist schon ein Jahr“ und „Hold me now“. Stellvertretend für die legendäre neue deutsche Welle stand darauffolgend Markus mit „Kleine Taschenlampe brenn“, Gina T. performte „In my Fantasy“. Fehlen durfte hier natürlich auch Nicole mit ihrem ESC-Siegersong „Ein bisschen Frieden“ nicht.

Die 1990er Jahre

Nach Übergabe der Awards war man nun schon in den 90’ern angekommen. Dort machte Olaf Berger mit „Wildes Feuer“ den Anfang, es folgten Claudia Jung (Je t’aime mon amour“) und Patrick Lindner (Hast du heut wirklich schon gelebt“). In den 90ern war damals auch Wolfgang Petry nicht wegzudenken – stellvertretend für ihn performte sein Sohn Achim den Kracher „Wahnsinn“. Nach einem Kurztalk und dem Auftritt der Paldauer („3000 Jahre“) wurden die Awards vergeben, bei welchen auch die Kult-Band Münchener Freiheit mit einem Award geehrt wurde. Frontsänger Tim richtete eine tolle Rede an das Publikum und rundete damit den nächsten Block klasse ab.

Danyel Gerard und Wolfgang Trepper

Zwei weitere Highlights folgten mit dem Auftritt von Danyel Gerard mit seinem legendären Hit „Butterfly“ sowie Wolfgang Trepper, der für den humoristischen Beitrag des Abends sorgte. Er überreichte anschließend Mary Roos ihren Award – beide gehen bald gemeinsam auf „Mehr Nutten, mehr Koks – scheiss auf Erdbeeren“ – Tournee.

Finale

Es ging in das Finale, welches noch einmal beste Stimmung lieferte. Denn Nicole performte einen Hitmix und mischte sich dabei in das Publikum und stieg gar auf einen Stuhl. Was für eine Show! Sie bekam einen ganz besonderen Award von Überraschungsgast Uwe Hübner überreicht, welcher ebenfalls auch einen der smago! Awards bekam. Großer Jubel herrschte, viele der Zuschauer hätten nicht gerechnet, dass der damalige Nachfolger von Dieter-Thomas Heck vor Ort sein wird.

Bühne frei für Andy Tichler, welcher eine starke Rede hielt und sich bei den Beteiligten herzlich bedankte und den Backstage-Reportern Victoria Herrmann sowie Sebastian von Mletzko ebenfalls einen Award übergab – eine tolle Geste! Den perfekten Abschluss lieferte eine Berliner Legende – Frank Zander! Mit „Nur nach Hause“!

Fazit

Eine sehr gelungene und der ZDF-Hitparade mehr als würdige Veranstaltung! Wir sind gespannt, unter welchem Motto der Award 2021 stehen wird – einiges geboten wird sicherlich auch dort wieder. Ein Kompliment geht auch an das MOA-Hotel, welches stilvoll und gemütlich alles, was das Herz begehrt, bietet, darunter auch köstliche Speisen, wie wir auf der Aftershowparty erleben durften.

Kevin Drewes

VANESSA MAI stellt ihr neues Album beim Jugendradio N-Joy (NDR) vor 0

+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++zuerst bei Schlagerprofis.de+++

Das ist für Vanessa Mai sicher eine schöne Sache – das Jugend(!)Radio des NDR, N-Joy, stellt ihr neues Album „Für immer“ am 23. Januar 2020 ab 23 Uhr vor – also quasi direkt vor dem Erscheinungstrag (24. Januar).

Vanessa war persönlich im Studio zu Gast – wir sind gespannt auf die Radiosendung bei einem Sender, dessen Zielgruppe 14- bis 39-jährige sind. Schön, dass es in solchen Nischen noch möglich ist, Schlager auch mal im Radio zu hören – vorausgesetzt, man ordnet Vanessa in diese Rubrik ein…

PS: Informationen dieser Art halten wir für unsere Leser für interessanter als die Frage, ob Vanessa Mai „gerne Hausfrau“ ist oder nicht – wir hoffe, dass ihr das auch so seht…