Kolumne: DAS WORT ZUM SONNTAG – „Wahnsinn: Wahrheit!“ – Folge 1 0

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In den letzten Tagen erreichten und immer wieder Anfragen zu Themen auf anderen Portalen. Es werden Dinge kommuniziert, die „aufhorchen“ lassen. Wir Schlagerprofis arbeiten diese Dinge künftig sporadisch für euch auf.

Thema 1: Ein Drittel der GfK-Charts sind Schlagerbooom-Acts?

Ein Schlagerportal schreibt in dicken Lettern: „Denn in der Woche nach dem TV-Event sind nun ein Drittel der CDs in den allgemeinen deutschen Album-Charts (ermittelt durch GfK Entertainment) von Künstlern belegt“. Wie so oft wurde hier offensichtlich mal wieder ein Thema abgeschr… äääh, „übernommen“. Hintergrund dürfte die durchaus halbwegs korrekte Info der GfK sein, dass mehr als ein Drittel der Top-20(!!!) aus dem Schlagerbooom stammen. Das sind 40 Prozent – die GfK spricht von mehr als einem Drittel, und das wird dann halt ungeprüft so geschreiben. Die deutschen Album-Charts sind aktuell eine TOP-100. Von 100 Alben sind insgesamt 14 von Schlagerboom-Interpreten. Selbst, wenn wir das eine oder andere Album übersehen haben sollten („keine ist fehlerfrei“) sind das BEI WEITEM nicht ein Drittel. HIER haben wir mit eigener Recherche ermittelt, dass der Erfolg der Schlagerbooom-Acts dennoch gigantisch ist.

Thema 2: Super-Quote des Schlagerboooms wegen des Auftritts von HELENE FISCHER?

In einem neuen Branchennewsletter finden wir als allererste Meldung: „Spitzenquote für den Schlagerbooom – auch dank Helene Fischer?Wir sind der Meinung, dass die ohnehin bärenstarke Quote, die von der Konkurrenz im ZDF nicht mal ansatzweise erreicht wird – abgesehen von Gottschalks Hitparaden-Jubiläumssendung – NICHT durch Helene Fischer erreicht wurde. Dadurch, dass ihre Anwesenheit bis zum Schluss geheim blieb, wusste niemand, dass sie auftritt. Insofern hätte die Quote mit dem Wissen um Helenes Anwesenheit noch besser sein können – das haben wir in ähnlicher Form HIER auch so geschrieben. Wieso also durch ihre Anwesenheit eine Spitzenquote erreicht wurde, ist uns nicht schlüssig – aber okay, vielleicht weiß die „Branche“ ja, was gemeint ist.

Thema 3: „Silbereisen-lose Zeit“???

Ein großes Facebook-Schlagerportal schreibt heute allen Ernstes: „Leider beginnt nun die Silbereisen-lose Zeit„. Zur Erinnerung: Nach der Show „Alle singen Kaiser“ gab es eine sehr lange über halbjährige „Feste“-Pause, die nun vorbei ist. DAS war „Silbereisen-lose Zeit“. Am 2. November war der Schlagerbooom, nur vier Wochen später, noch im gleichen Monat, gibt es das „Adventsfest der 100.000 Lichter“. Zwischendurch werden am kommenden Montag noch die „Schlager des Monats“ aufgezeichnet, die auch im November noch ausgestrahlt werden. Wir fragen uns ehrlich, was man „geraucht“ haben muss, um auf eine „Silbereisen-lose Zeit“ zu kommen… HIER könnt ihr mehr zu diesem Thema lesen.

Sicher – es gab noch weitere „erheiternde“ Themen wie der angeblich letzte TV-Auftritt von Mary  Roos beim Schlagerbooom, aber wir haben uns mal auf die drei Highlights beschränkt. Diesmal gab es immerhin nicht die sonst bliebte Schlagzeile „Große Sorge um…“ – Wir wünschen allen Schlagerfreunden ein schönes Wochenende!

Foto: Kevin Drewes

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GIOVANNI ZARRELLA zurück auf Platz 2 der Albumcharts 0

Giovanni Zarella Gold Edition

Einen Riesensprung in den Charts konnte in der ablaufenden Woche GIOVANNI ZARRELLA machen. Sein Erfolgsalbum „La Vita e bella“ wurde als GOLD-Version neu veröffentlicht – das hat sich ausgezahlt: Giovanni steht erneut (wie in der 1. Platzierungswoche) auf Platz 2 der offiziellen Albumcharts und muss sich in dieser Woche nur RAF Camora geschlagen geben. Wir gratulieren herzlich zu diesem tollen Erfolg!

CHRISTIAN LAIS: Die Schlagerprofis-CD-Rezension seines Albums „Laut & Lais“: Pop-Schlager auf hohem Niveau 0

Christian Lais und sein Produzent Ralf Rudnik servieren uns mit der vorliegenden Standard-Version des heute erscheinenden Albums „Laut & Lais“ ein schmackhaftes, tanzbares fast perfekt dreizehn gängiges Song-Menü.
Hier wird moderner Pop-Schlager geboten, der mit einem sehr guten Klang aufwartet und der wie schon beim Vorgänger einfach hitverdächtig ist. Ralf Rudnik ist es gelungen, zwischen der Stimme von Christian Lais und der Musik die richtige Balance zu finden. Die Stimme befindet sich sehr klar im Vordergrund. Die Texte sind ohne Probleme eindeutig zu verstehen. Es gibt hier kein Nuscheln, kein Lispeln oder andere stimmliche Merkwürdigkeiten. Man muss Christian Lais dafür gratulieren, dass er sehr gut ausspricht. Er scheint zu wissen, worauf es ankommt.
 
Auch die Arrangements des gesamten Albums sitzen perfekt, kein zu viel, kein zu wenig. Alles an der richtigen Stelle. An diesem Ergebnis sollten sich andere Produzenten des vergangenen Jahres mal eine Scheibe abschneiden. Die anderen Songs reihen sich fast nahtlos in das Gesamtgefüge ein. Die Linie des Vorgängeralbums wird hier konsequent weiterverfolgt. Die Musik erobert auf direktem Weg das Herz.
 
Ein absoluter Gassenhauer auf vielen Partys und in Clubs dürfte die vorab veröffentlichte Single „Für immer frei“ sein die man sich seit dem 01.01. diesen Jahres als offizielles Video auf Youtube zu Gemüte führen kann.
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Der Song stammt wie „Phänomenal“ aus der Feder von Ralf Rudnik. Zwei weitere Knaller sind die Songs „Und das ist erst der Anfang“ und „Ich schwör Dir„. Hier handelt es sich um den zweiten Teil von „20 Jahre nach Dir“. Ich ziehe den Song „Ich schwör Dir“ dem ersten Titel vor, da er für mich einen Tick eingängiger klingt.

Hier gibt es ein paar Impressionen zur Entstehungsgeschichte des Albums – auch in Bezug auf den Produzenten. Motto: „Der Mann an meiner Seite“:

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„Lais“e und ruhigere Töne erklingen im Song „Der Mann an Deiner Seite„, welcher von Mitch Keller stammt und im Song „Warum bist Du hier?„. Dieser Song kann mich nicht ganz überzeugen, obwohl die Idee dazu und die Struktur stimmen. Dadurch, dass hier schon zu Beginn des Songs kein richtiges Klavier erklingt, macht es diesen etwas schwach und dünn im Klang. Wobei das reine Geschmackssache ist. Man hätte hier meiner Meinung nach auf richtige orchestrale Töne zugreifen sollen. Diese kleine Kritik schmälert den hervorragenden Gesamteindruck aber in keinster Weise.
 
Christian Lais unternimmt mit dem letzten Song des Albums „Tu Sei L’Unica Donna Per Me (In deinen Augen)“ einen Ausflug in die italienische Sprache. Das Original stammt von dem italienischen Musiker Alan Sorrenti und dem aus den USA stammenden Komponisten und Produzenten Steve Kipner aus dem Jahr 1979. Der Song wurde sehr gut in die heutige Zeit übertragen, der Flair bleibt erhalten. Christian Lais trägt uns diesen Song auf Italienisch und in Deutsch vor.
 
Dieses Album muss Christian Lais endlich in die Feste-Shows von Florian Silbereisen katapultieren, schon deshalb, weil er zu 100 % Schlager ist und er zu anderen Schlagergrößen wie Bernhard Brink oder Roland Kaiser längst aufgeschlossen hat. Wenn das nicht geschieht, sage ich zu mir: „Ich verstehe das deutsche Schlagergenre nicht!“
 
Obwohl das Jahr noch jung ist, zählt das Album schon jetzt zu den Schlagerhighlights des Jahres.
 
Erhältlich ist das Album auch als Deluxe Version, welche auf einer zweiten CD die Songs „Mein Lied für Dich“ und „Unbeirrt“ enthält  und mit weiteren Akustik- und Extended- Versionen u. a. von „Der Mann an Deiner Seite“ oder „Für immer frei“ aufwarten kann. Außerdem kann man noch die Limited Fan Box erwerben.
 
Thomas Kaiser