DONATO PLĂ–GERT: Bemerkenswertes ESC-Cover-Projekt – vielversprechend! Kommentare deaktiviert fĂĽr DONATO PLĂ–GERT: Bemerkenswertes ESC-Cover-Projekt – vielversprechend!

CD ESC Donato Plögert

Junge Menschen unter ca. 30 Jahren können es sich heute gar nicht mehr vorstellen – aber es gab mal eine Zeit, bei der beim Eurovision Song Contest das beste LIED gewonnen hat – und nicht die Band mit den tollsten Masken oder die Frau mit dem tollsten Bart oder sonst etwas. Wer kennt noch den diesjährigen Siegertitel? Wohl nur eingefleischte ESC-Fans. Und wer wird im kommenden Jahr fĂĽr Deutschland antreten? Wie in den letzten Jahren wohl wieder irgendein gescheiterter Teilnehmer von „Voice Of Germany“, der ein bei einem belanglosen Songcamp aussortierten Abfalltitel interpretiert, der nur eine Bedinung hat: nicht auf Deutsch getextet, also möglich in englischer Sprache. Wenn der Song nicht schlecht genug ist, nimmt man sich einen aussortierten Song der Nachbarländer – so war es bekanntlich in diesem Jahr. Von den S!sters haben wir jedenfalls seit Monaten nix mehr gehört. Als Dschinghis Khan vor 40 Jahren als neue Gruppe antrat, war das „etwas anders“ – klar, da standen auch gestandene Songautoren und Produzenten dahinter, da bedurfte es keiner internationalen Songwritercamps….

In der nunmehr 63-jährigen Geschichte des Wettbewerbs waren in der Anfangsphase, als die Veranstaltung noch „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ hieĂź, legendäre Lieder dabei. Man denke an Welthits wie „Volare“, „Waterloo“ und sogar „Walk Away“, die internationale Version von Udo JĂĽrgens‘ erstem Grand-Prix-Titel „Warum nur, warum“.

Immer mal wieder gibt es Compilations, die die Titel dieses Wettbewerbs aufgreifen – meist eher wahllos bzw. nach Vertragsrechten zusammengestellt. Oder es werden recht lieblos „irgendwelche“ ESC-Klassiker gecovert, deren Anspruch vor allem der ist, dass der Song einen hohen Bekanntheitsgrad haben muss – so wie das NICOLE vor ein paar Jahren mit durchwachsenem Erfolg getan hat.

Der Berliner DONATO PLĂ–GERT geht da einen anderen Weg, der erkennen lässt, dass er nicht einfach irgend ein kommerzielles Produkt veröffentlichen will, sondern sich wirklich mit der Materie beschäftigt hat. Die Titelauswahl ist selbst fĂĽr eingefleischte ESC-Fans ĂĽberraschend – selbst hartgesottene Grand-Prix-Fans werden viele der Titel nicht kennen.

Plögert hat eine wirklich tolle Auswahl aus allen Jahrzehnten des Wettbewerbs getroffen – das macht neugierig auf das Album. Dass Donato sehr gut mit der Komponistenlegende CHRISTIAN BRUHN befreundet ist, könnte ein Grund dafĂĽr sein, warum er den 1975er Song „Ich liebe dich“ von Katja Ebstein ausgewählt hat – eine Perle, die man nur noch selten hört. Bruhns Klassiker „Zwei kleine Italiener“ fehlt natĂĽrlich auch nicht auf dem Album. Und der Allzei-Klassiker „Wunder gibt es immer wieder“ ist natĂĽrlich auch eine Perle des Albums.

Von den weiteren deutschen ESC-Beiträgen spannt Donato den Bogen von Walter Andreas Schwarz‘ „Im Wartesaal zum groĂźen GlĂĽck“ (1956) ĂĽber „Ein Lied kann eine BrĂĽcke sein“ (1975) bis hin zu Roger Ciceros „Frauen regieren die Welt“ (2007). All diesen Titeln ist gemeinsam, dass ihre Interpreten leider verstorben sind, die Lieder aber unsterblich sind – anders als fast alle heutigen ESC-Titel.

In deutschen Versionen hat Donato eine subjektive, aber stimmige Auswahl europäischer Songs des Wettbewerbs ausgewählt und dabei z. B. für den 2017er portugiesischen Siegertitel eigens einen deutschen Text geschrieben. Seit dem heutigen Montag (21.10.2019) ist dieses bemerkenswerte Album als Download auf gängigen Platformen erhältlich.

Hier als „Appetizer“ ein Video mit Hörproben:

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