„Das große Schlagerfest“ in Hamburg – Konzertbericht von Kevin Drewes 0

Nach der viel kritisierten ARD-Show „Alle singen Kaiser“ touren Florian Silbereisen und seine Kollegen von KLUBBB3 aktuell mit einigen weiteren Stars durch Deutschland. Neben den Newcomern Linda Fäh aus der Schweiz und Julia Lindholm aus Schweden sind voXXclub, Eloy de Jong, DDC Breakdance sowie die Schlager-Legenden Michelle und Matthias Reim dabei.


Gestern waren wir in der Barclaycard-Arena Hamburg vor Ort und nahmen auch am Soundcheck teil  (dafür benötigt man ein extra Ticket, so genanntes „Upgrade“). Über einen separaten Eingang wurden rund 30 Schlager-Fans durch die Halle sowie hinter die Bühne geführt, wo man einen Einblick in die Technik gewonnen konnte. Es gesellten sich danach KLUBBB3 dazu, um ein gemeinsames Gruppenfoto zu knipsen. Es bestand auch die Möglichkeit, Selfies zu machen und sich Autogramme schreiben zu lasen, bevor der eigentliche Soundcheck gestartet wurde. Dafür wurde ein Best-Of Medley gewählt. – Vielleicht ein nicht ganz unwichtiger Hinweis: Upgrade-Tickets-Inhaber sehen die Gruppe KLUBBB3 vorab. Michelle, Matthias Reim, Eloy und die anderen Stars sind beim Upgrade-Soundcheck NICHT mit dabei. –

Um 19.30Uhr ging es dann offiziell los. Florian Silbereisen startete mit einem Schlager-Medley einiger großer Hits wie „Wahnsinn“ von Wolfgang Petry oder auch „Ich glaub, es geht schon wieder los“ von Roland Kaiser.

Schon sorgten die Jungs von voXXclub für eine Super-Stimmung im Saal. Sie begannen ihren Auftritt mit „Donnawedda“, es folgten die alpine Version von „Leev Marie“ und ihr Superhit „Rock mi“.

Die nächste Künstlerin war Linda Fäh, deren Auftritt mit einem sehr persönlichen Videozusammenschnitt aus ihrer Kindheit begann. Sie begann mit Paolas Eurovisions-Klassiker „Cinema“, beim zweiten Song gesellten sich die Jungs von voXXclub dazu, um gemeinsam den Peter, Sue & Marc-Klassiker „Cindy“ zu performen. Ein Lob für die Songauswahl: da wurden wirklich zwei echte Schweizer Perlen ausgebuddelt.

Danach folgte ein unerwartetes echtes Highlight. Eine Hommage anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der legendären ZDF-Hitparade mit dem unvergessenen Dieter Thomas Heck. Die DDC Breakdancer legten mit ihren Stunts gepaart mit einem Medley von Klassikern wie z.B. „Dschinghis Khan“, „Ti Amo“ von Howard Carpendale, „Anita“ von Costa Cordalis und „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens und einem aktuellen Super-Hit von Helene Fischer, „Achterbahn“ einen starken Auftritt hin.

Erstmals gemeinsam an diesem Abend betraten dann KLUBBB3 die Bühne und sangen wie beim Soundcheck ihr Best-Of Medley sowie der Garant für Stimmung auf Partys, das Medley von PUR. Es saß keiner mehr in der Halle, die Stimmung erreichte einen ersten absoluten Höhepunkt.

Nach den drei schnieken Herren sorgte dann die bezaubernde Julia Lindholm für den weiblichen Gegenpol mit ihren Song „Boom, Boom“ dran. Passend zur Disco-Stimmung sagen anschließend voXXclub mit „YMCA“, natürlich originalgetreu wie einst die Village People als „Indianer & Co.“.

Der nächste Act war wesentlich ruhiger. Florian Silbereisen, solo mit Gitarre, performte seine Ballade „Wenn ich dann daheim allein bin, ruf ich dich an“ – ein sehr starker, emotionaler Beitrag.

Das nächste Highlight folgte auf dem Fuß,  ein Medley aus dem Musical „Sister Act“, gemeinsam gesungen von KLUBBB3, voXXclub, Julia Lindholm und Linda Fäh, originalgetreu in Nonnenkostümen. Die Darsteller waren Stage Entertainment dankbar, dass von dort eine Freigabe für die Aufnahme in das Programm gegeben wurde. Das Publikum jubelte vor Begeisterung, dieser Programmpunkt kam sehr überraschend.

Für Gänsehautmomente sorgte Eloy de Jong, als er mit seinem Hit „Egal, was Andere sagen“ die Bühne betrat. Den Klassiker „Liebe kann so weh tun“ sang er diesmal nicht mit Marianne Rosenberg, dafür mit Linda Fäh, Julia Lindholm, KLUBBB3 und voXXclub. Bevor es in die Pause ging, wurde die Legende Udo Jürgens mit einem Medley seiner größten Hits wie „Griechischer Wein“ und „Ich war noch niemals in New York“ gewürdigt.

Den Auftakt zur zweiten Hälfte machten die Jungs von KLUBBB3 mit ihrem Song „Wir sind Schlager“. Danach betrat die Schlagerqueen Michelle die Bühne. Nachdem sie sich erst einmal die unbequemen Schuhe auszog, brachte sie mit „Paris“ die Halle zum Beben, ehe sie ihre Grand-Prix-Hymne „Wer Liebe lebt“ performte.

 

 

Weiter ging es zurück in die 1970er Jahre. Mit riesigen Disco-Kugeln traten alle bisher aufgetretenen Künstler zusammen auf, um ein Abba-Medley vorzutragen.

Danach wurde weiter Abwechslung geboten, die DDC Breakdancer sorgten mit „Chöre“ weiterhin für ein klasse Schlagerfest.

Wer dachte, die Stimmung sei jetzt nicht mehr zu toppen, vergaß, dass noch ein Künstler fehlte: Matthias Reim!! Nun gab es endgültig kein Halten mehr. Die Legende sang seine Hits „Ich hab geträumt von dir“, „Du bist mein Glück“, „Ich hab mich so auf dich gefreut“ sowie „Einsamer Stern“.

Den fünften Song musste er natürlich mit Michelle gemeinsam singen. Einer der Superhits des vergangenen Jahres: „Nicht verdient“.

Es folgte direkt das nächste Duett, welches ganz großes Kino war. Florian Silbereisen und Matthias Reim schauten noch mal in das Musikvideo von „Sie sagte doch die liebt mich“ rein, wo bekanntlich Herr Reim Thomas Anders und Florian Silbereisen einen Strich durch die Rechnung machte. Sicherlich der Lacher des Abends. Das Zusammenspiel der beiden Künstler war genial. Matthias Reim hatte sichtlich Spaß an seinem Auftritt.


Als Florian Silbereisen dann aber Michelle für das nächste Duett ankündigte, hatte er wenig zu lachen. So sagte Matthias Reim: „Die beschimpft mich doch nur wieder!“. Und so folgte selbstverständlich „Du Idiot“. Immer wieder ein absoluter Hammer, dieser Song!

Zum krönenden Abschluss sangen KLUBBB3 und voXXclub den Peter-Maffay-Klassiker „So bist du“, ehe dann alle Künstler gemeinsam dazu stießen um, um in den „Wenn du gehst“-Teil einzustimmen.

Nach lautstarken „Zugabe“ Rufen der Zuschauer wurde die Arena noch einmal mächtig eingeheizt mit einem Medley, das aus den Klassikern  „Über den Wolken“ von Reinhard Mey, „Tage wie diese“ von den Toten Hosen, „Ich sag Danke“ sowie zu guter Letzt passenderweise „Oh wie ist das schön“ bestand.

Unserer Meinung nach ist die Tour sehr empfehlenswert, es wird drei  Stunden lang  ein sehr gelungener Mix aus Klassikern sowie aktuellen Top-Titeln geboten. Für den Schlager-Fan jeden Alters ist ordentlich etwas dabei. Ein wichtiger Bestandteil der Tour sind dazu definitiv Michelle & Matthias Reim. Bis zum 04.05.2019 in Oberhausen hat man noch die Gelegenheit,  beim großen Schlagerfest dabei zu sein.

Konzertbericht und Fotos: Kevin Drewes

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Anita & Alexandra Hofmann – ihr Musikvideo „Komet“ ist sehr gelungen – Kurzrezension von Kevin Drewes 0

Nachdem wir erst kürzlich HIER über die neueste Single-Auskopplung „Komet“ des Geschwister-Duos Anita & Alexandra Hofmann berichteten, folgt nun von unserem Rezenzionsexperten Kevin Drewes die Kurzrezension zum Musikvideo.

Der futuristische Clip beginnt mit Kometen, die auf die Erde zurasen, ehe wir erstmals Anita und Alexandra sehen. Die beiden sind von einem animierten Radar umgeben, der ein Zahlen-Wirrwarr anzeigt. Die passende Zeile dazu: „Unberechenbar schlägst du in mein Leben ein“. Das Duo setzt beim Musikvideo verstärkt auf Computereffekte, die auf gutem Niveau sind. So sehen wir passend zur Zeile „Du warst wie ein Satellit, dort auf meiner Umlaufbahn…“einen Satelliten, der um die Erde kreist. Der blaue Planet steht hier symbolisch für das Herz.

Das Ganze erinnert an die Musikvideos der 80er Jahre, besonders an „Major Tom“. Nur, dass die Technik inzwischen viel weiter ist. Auch im Video der Hofmanns ist immer wieder ein Astronaut zu sehen. Während das Duo den Song in einer Raumstation performt, werden viele schnelle und verschiedene Lichteffekte eingesetzt. Die Outfits der beiden Damen sind zudem auch sehr futuristisch. Eine ausgefallene Idee, die natürlich perfekt zum Song passt.

Während die Kometen näher kommen, hören wir die Zeile „Und so knallst du in mein Herz, lässt mein Weltbild explodieren“. Wenig später ist es dann auch soweit, ein Komet erreicht das Meer und lässt die Wellen hoch schlagen. Die passende, kräftig besungene Zeile dazu: „Komet schlägt ein“. Und so sehen wir anschließend erstmals, wie der Astronaut seinen Helm abnimmt, Mission erfüllt! „Ich war allein, jetzt wirst du mein Himmel sein“ besingt dies ideal.

Anitas und Alexandreas Video-Ideen kommen inzwischen so gut an, dass sich auch Kolleginnen von ihnen anregen lassen. Bei Facebook hat Stefanie Hertel mitgeteilt, dass sie bei ihrem neuen Video auf das Hofmann-Team zurückgegriffen hat – Anita und Alexandra standen ihr beim neuen Video beratend zur Seite, über Stefanies neuen Song werden wir noch gesondert berichten.

Das „Komet“-Video wurde von Beat Hug aufgenommen, bearbeitet und geschnitten – seit Jahren greifen Anita und Alexandra auf seine Künste zurück und bringen sich in Regie- und Drehbuchfragen selber ein – das Ergebnis, ein gut gemachtes und außergewöhnliches Musikvideo, verlinken wir gerne:

 

 

Vanessa Mai: SAT1 redet im Frühstücksfernsehen Klartext – aber ist die Kritik gerechtfertigt? 0

Zum Frühstücksfernsehen bat SAT1 die „Society-Expertin“ Vanessa Blumhagen um ihre Einschätzung zu Vanessa Mai. Das Gespräch mit Moderatorin Alina Merkau hatte es in sich. (In rot haben wir unsere Gedanken eingefügt, die in der Sendung nicht vorkamen):

Schriftzug: „Die Luft ist raus bei Vanessa Mai“

Alina läutete das Gespräch mit der Fragestellung ein, warum Vanessa Mai derzeit so „unerfolgreich“ sei. „Dafür bin ich ja da, das erzähle ich dir jetzt„,  versprach Vanessa Blumhagen. Während der Schriftzug „Die Luft ist raus bei Vanessa Mai“ eingeblendet wurde, erfuhren wir, dass Vanessa zur Zeit für die ARD einen Film mit Axel Prahl drehe, was „man ja mal machen könne„, wenn „es ansonsten läuft„. Prognose der Expertin: „Das wird ihre Karriere auch nicht mehr retten, weil alles schief läuft, was schief laufen kann„. Wir erfahren das, was bei den Schlagerprofis schon öfter mal Thema war: „Das neue Album war neun Wochen in den Charts und ist dann im Nirgendwo verschwunden„. Auch die aktuelle Single „Beste Version“ wurde bekanntlich kein Hit.

Vanessa Blumhagen spart die „kreative Phase“ aus…

Dann kommt das Statement, dass Vanessas Tour abgesagt wurde, weil nicht genügend Tickets verkauft worden seien. Sicher – das weiß jeder, aber nun müssen wir mal „reingrätschen“: DER Knackpunkt der vielen Fehler war das (aus unserer Sicht) Märchen, dass Vanessa wegen einer angeblichen „kreativen Phase“ die Tour abgesagt hat. Wer die eigenen Fans so verar… hat es schwer, wieder auf die Beine zu kommen – so unsere Meinung. So gesehen war Frau Blumhagen noch „nett“ zu Vanessa und ihren Ratgebern. – Zurück zur „Society Expertin“. Nach deren Meinung waren die „Nackt – und Nippelfotos“ ein Fehler, die „Dance-Show“ (gemeint: „Let’s Dance“), der (O-Ton) „Dingsda-Rapper“ Olexesh eine Fehlbesetzung – die Fans seien  abgewandert. Auch hier ist Frau Blumhagen noch nett, zu behaupten, dass Olexesh rumgebaggert habe – nicht wenige Fachleute munkeln, dass das Duo klar lanciert wurde.

Als Alternative werden Namen wie Maite Kelly und Anna-Carina Woitschack ins Spiel gebracht: „Es ist nicht so, dass die Welt auf eine Vanessa Mai wartet„, es gebe genügend Alternativen zum „Abwandern“.

Fehlende Authentizität

Dann kommt der nächste Knackpunkt: Vanessa Mai sei nicht authentisch. Alinas Hinweis auf „tolle Berater“ wird mit „Naaaa jaaa“ beschieden. Angeblich – so Vanessa Blumhagen – habe Vanessa den „gleichen Manager“ wie ihre „Stief-Schwiegermutter“ Andrea Berg. Erneut müssen wir hier einen Hinweis geben: Das stimmt ja so nicht mehr – inzwischen hat Andrea Berg sich von Andreas Ferber als Manager getrennt – ganz offensichtlich ist sie Profi genug zu erkennen, dass „kreative Pausen“ als Begründung für desaströsen Vorverkauf eine Katastrophe sind, weil sich dann schlicht (fast) jeder verar… fühlt. 

Vorschlag der Society-Expertin: Volle Konzentration auf Musik, keine Nebenbaustellen!

Der Vorschlag, sich wieder voll auf die Musik zu konzentrieren und alle Nebenbaustellen weg zu lassen, ist sicher kein schlechter – wir teilen die Einschätzung Vanessa Blumhagens, dass die Vanessa mit ihren diversen „Nebenjobs“ einfach ZU schlecht beraten war.

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Warum redet „ausgerechnet“ SAT1 Tacheles?

Wir finden: ENDLICH mal wurde Tacheles geredet. Dass das ausgerechnet bei SAT1 passiert ist, verwundert wenig. RTL ist mit Vanessa Mai wegen DSDS und dieser „Dance Show“ (Let’s Dance) verbandelt. Und die öffentlich-rechtlichen Sender schaffen offensichtlich hinter den Kulissen Fakten – jedenfalls war Vanessa Mai schon länger nicht mehr in einer großen Silbereisen-Show vertreten – vermutlich auch aus den von Vanessa Blumhagen genannten Gründen. Wir erinnern uns noch dunkel an den groß aufgepushten Fanclub „Maiworld“, der nix wurde – genau so wenig wie das „Maiteam“, das u. a. bei Carmen Nebel in Szene gesetzt werden sollte, was auch nicht so richtig funktioniert hat – im Gegenteil: Nach dem Auftritt mit Andrea Berg zusammen hatte Andrea einen Manager weniger…

Selbst die BILD-Zeitung trägt nicht mehr JEDE Story mit

Ein echter Knackpunkt könnte die BILD-Zeitung sein. Die hat ja über Monate Storys wie die „künstliche Beatmung“  mitgetragen – dieser „kreative-Phase“-Wahnsinn war dann aber wohl selbst für das Blatt des Guten zuviel – Schlagzeilen wie „Tour abgesagt, aktuelle Single schafft es nicht in die Charts“ sind dann mal kritischer als gewohnt, aber noch immer gibt es eine Hintertür: „Rettet die TV-Rolle die Karriere von Vanessa Mai?“ – vielleicht fühlte die BILD sich ja auch verar…, weil Vanessa ihr gegenüber bezüglich der abgesagten Arena-Tour sagte: „Am Ticket-Verkauf lag es sicher nicht„… Wir von den Schlagerprofis finden: „Nichts dazugelernt“…

Trotzdem ist Vanessa Mai ein Stehaufmännchen. Wer weiß? Vielleicht hilft der ARD-Film ihr ja, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Wir drücken die Daumen.

HIER kann man sich den Beitrag des SAT-1-Frühstücksfernsehens vom 15. Juli ansehen.

Fotos: Instagram Vanessa Mai
(https://www.instagram.com/vanessa.mai/)